15:06 Uhr
Anders lernen
Die sogenannten “Digital Natives” (lesenwertes pdf) , also diejenigen jungen Menschen, die völlig selbstverständlich mit universeller Kommunikation und dem Internet groß geworden sind, lernen völlig anders, als es sich die Vortragenden in den Hörsälen vorstellen können. “Multitasking”, also das zeitgleiche Verarbeiten mehrerer Informations- und Dialogkanäle, ist zum normalen und gelernten System geworden, zum Leidwesen wertekonservativer Professoren. Aufmerksamkeit und Konzentration verflüchtigten sich nach klassischer Meinung zu einem Wissenbrei, der nicht zielführend und profunde sein könne. Die Studenten sehen das durchaus anders und zeigen auf, in welchen Konflikten der Informations- und Wissengesellschaft sie sich befinden.
Update: Auch dieses Werk passt schön zu dem Thema und macht deutlich, wie sehr das Internet die Beziehungen zwischen Daten UND zwischen Menschen verändert hat.
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13 Kommentare
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- J. Martin: @hobbystatistiker Dein Kommentar in Youtube-Qualität — und unter Mißachtung all dessen, was Roland und ich bereits zum Thema...
- hobbystatistiker: Allmählich ist das ein Gadget-und I-irgendwas-Blog und ihr solltet euch Gadgetblogger nennen. Statt Werbeblogger. Das Geplänkel...
- Bastian: Erst mehr oder weniger aufwändig eine eigene Welt & Story erschaffen und dann auf der Microsite doch ganz banal auf die...
- Georg: Guter Artikel! Ich glaube übrigens nicht, dass das Messen des RoI lediglich eine Schwierigkeit bei Social-Media ist. Schon immer gab es...
- Malik: Die Slow-Media Idee ist ja schon ganz gut durchdacht und auch jetzt nichts so revolutionäres. Multitasking ist ja in gewisser Weise auch...
- ralf schwartz: Ich auch. Vor allem sollte man hier die Chance nutzen, den RoI/E zu überdenken und die Erkenntnisse auf die Erfolgsmessung der...
- Micha: @Ralf Ich folge auch Dir, dass das rein Quantitative nicht ausreicht. Aber dieses Problem hat nicht nur Social Media: Wenn durch eine...
- J. Martin: @Six LOL! Deinen Kommentar sehe ich ja erst jetzt, sorry. Genau. An positiven Beispielen fällt mir nur Lurchis Abenteuer ein.

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Am 18. Oktober 2007 um 15:10 Uhr
sowas ähnliches hatte wayne mir neulich auch erzählt
Am 18. Oktober 2007 um 16:17 Uhr
Das ist traurig.
Am 18. Oktober 2007 um 16:32 Uhr
“The machine is us” heißt ein Video aus selber Hand, in dem das Web2.0 erklärt wird. Sehr empfehlenswert, übrigens. Das gibt’s hier: youtube.com/watch?v=...
Am 18. Oktober 2007 um 17:34 Uhr
langsam bin ich es leid. naja…erst zerstören wir humboldts erbe durch umstellung auf den Bachelor (”generalistische Verdummung der Studenten”)und aus meiner erfahrung nach verhindert studi-vz jede mögliche konzentration auf den dozent…schade eigentlich…
wer zahlt jetzt die rente?
Am 18. Oktober 2007 um 17:36 Uhr
Aehm, der Weg wie das Video entstanden ist sieht fuer mich aber nicht nach Multitasking und gleichzeitigem Aufnehmen mehrerer Informationskanaele aus, sondern einfach nach Teamarbeit.
Du vermischt da zwei zumindest teilweise verschiedene Dinge.
Der Unterschied liegt meines Erachtens viel mehr zwischen
- Einzelkaempfer lernen Fakten auswendig und geben diese in Tests wieder die dann schoen in PISA und aehnlichen Ranglisten getestet und verglichen werden koennen
und
- Menschen arbeiten in Teams zusammen, teilen Wissen, wissen wie man Informationen und Fakten bekommen kann und lernen diese Prozesse zu beherrschen.
So viel mehr Multitasking und gleichzeitiges Aufnehmen wie immer gerne behauptet wird machen die juengeren naemlich auch nicht. Sie arbeiten nur an mehr Sachen gleichzeitig, brauchen aber im Endeffekt genauso lange oder sogar laenger. Oder bekommen eben nur die Haelfte mit. Merkt man doch in jeder Telekonferenz: Da klappern die Tastaturen im Hintergrund und jedes zweite Mal wenn man jemanden direkt mit einer Frage anspricht heisst es “Sorry, can you repeat that?”. Da hat dann wohl mal wieder das Multitasking versagt.
Am 18. Oktober 2007 um 17:41 Uhr
@Armin: Stimmt insoweit, als dass das Video selbst in dieser Form der Kolaboration entstanden ist. Die durch die Studis hochgehaltenen Botschaften etc. weisen allerdings auch deutlich auf das Problem der Informationskanäle hin. Was durchaus auch zusammengehört.
Am 18. Oktober 2007 um 17:53 Uhr
ich denke das der infofluss , handy und ähnliches nur ein “anderes” hindernis als es früher der fall war.
nur ist dieses “gut” während der vorlesung konsumierbar und fällt dadurch besonders auf. in den 70ern ging man dann raus zum protestieren gegen die atomkraft und die ablenkung eines studenten der nicht anwesend ist ist schwer zu bemessen. die “fehlzeiten” bei der aufmerksamkeit bleiben meiner meinung nach gleich…
Am 18. Oktober 2007 um 18:27 Uhr
Sehr spannend, klasse gemacht!
Auf der anderen Seite: Zweihundert (!) Studenten arbeiten gemeinsam an einem solchen Projekt, und was dabei herauskommt ist nichts weiter als eine vage Vorahnung von etwas, das irgendwann mal vielleicht zu eienr These geschweige denn einer Theorie werden könnte?!
Hm… ab und zu mal vorne zuhören kann ja nicht schaden ;o)
Am 19. Oktober 2007 um 08:55 Uhr
[...] Werbeblogger & A Source of [...]
Am 19. Oktober 2007 um 09:25 Uhr
Der einzige Unterschied zu heute und früher ist, dass man sich als larmoyanter Student nicht nur in der Lokalpresse sondern dank Webzwonull weltweit zum Honk machen kann. Studieren kostet also Zeit nicht alles, was man lernt, braucht man später auch? Wer hätte DAS gedacht.
Am 20. Oktober 2007 um 13:04 Uhr
[...] 20, 2007 Der Werbeblogger hat einen Beitrag zum Thema Lernen gepostet, auf den wir hier gern verweisen, denn ” die [...]
Am 24. Oktober 2007 um 14:36 Uhr
[...] Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Anders lernen When I graduate I will probably have a job, that doesn’t exist today. [...]
Am 30. November 2008 um 20:48 Uhr
[...] einer durchaus bestehenden Verständnisbarriere der Generationen, die sich im Umfeld der “digital natives” und “digital immigrants” Ausdruck [...]