05.10.07
10:26 Uhr

Eure Arbeitszeiten?

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Keine Angst, ihr sollt jetzt hier kein Stundenzettel ausfüllen. Angeregt durch diesen Kommentar, interessiert mich die derzeitige, durchschnittliche Arbeitszeit von euch in den Agenturen. Die Frage zielt natürlich auf die Arbeitszeit allgemein (also auch auf Shootings etc.) ab. Das ist natürlich keine repräsentative Umfrage, dennoch würde ich mir ein Stimmungsbild wünschen, um das Ergebnis in einem Beitrag über die Arbeitsbedingungen in Agenturen einfließen zu lassen. Ihr entscheidet. Arbeitet ihr auf Deck einer Yacht oder unter Deck in einer Galeere? (Mir ist klar, dass manche kein Problem mit langen Arbeitszeiten haben. Zur Zufriedenheit werde ich euch beim nächsten Mal befragen)

Wieviele Stunden pro Woche verbingt ihr in der Agentur?
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23 Kommentare

  1. stefano picco

    und was ist mit den selbstständigen, die die ganze woche kreuz und quer durchs land fahren zu den einzelnen kunden? :( agentur ist doooooffff :P das habe ich vorerst hinter mir

  2. Patrick Breitenbach

    dann seh dich als eigene Agentur! :-)

    Ich will nur wissen, wieviel ich pro Woche arbeitet.

  3. stefano picco

    hab doch längst gevoted :P

  4. Tobias

    Wie schafft man es den in der Branche nur 30 Stunden zu arbeiten?

  5. amacut

    @ Tobias: Teilzeit? Wiedereingestiegende Mütter und so…

    …ich (AD) habe früher im Schnitt 60-70 Stunden gemacht, da kommt man dann ja doch recht schnell drauf und ich weiß von etlichen meiner ehemaligen Kollegen die eine 7-Tage Woche haben… und da locker drüber kommen, regelmäßig!

    ama

  6. Christian

    Bei uns wird über 8 Monate kaum mehr gearbeitet.
    Klar fällt mal ne Mittagpause weg, und mal bleibt man
    auch 2 Stunden länger, aber keiner von uns kommt da
    regelmäßig über 50h/week.

    Aber von Oktober (huch, das ist ja jetzt :() bis Februar
    stehen jede Menge Kataloge und Preislisten an, die
    viel Stress und Überstunden bedeuten. Im letzten Jahr
    hatte ich in 4 Monaten nur 3 Wochenenden und
    sehr oft über 70 Stunden in der Woche.

    Was mich interessieren würde, ist,ob die Anzahl der
    Überstunden mit dem Renommeé und der Größe der
    Agentur proportional zunimmt. Kann jemand was dazu
    sagen?

    LG Christian

  7. icke

    anfahrtszeiten habe ich bei meiner antwort mal nicht mit eingerechnet. sonst komm ich auch gut und gerne auf 60 stunden und mehr.

  8. Patrick Breitenbach

    @icke: Arbeitszeit inkl. Fahrzeit. Mensch, seid ihr wieder pingelig! ;-)

  9. Nino

    Ich meine es ist leider häufig auch so, dass viele glauben, das sie das Image der Werbebranche erfüllen müssen. Also: Stress, keine Zeit, Hektik. Soll heißen, wer alles in 40 Std./Woche schafft, der hat anscheinend nichts zu tun. Wer nicht permanent hektisch über den Flur rennt, hat keinen Stress usw. Viele trauen sich einfach nicht „pünktlich“ zu gehen, da dies eben gleich bei Kollegen oder Vorgesetzten „komisch“ wirken könnte… Und natürlich spielt die interne Abteilung und Organisation eine große Rolle…

  10. icke

    @patrick
    anfahrtszeit juckt das HRM meistens nur nicht :D.

    @nino
    stimme zu. mal öfter selbstbewußtsein zeigen und gehen (sofern man denn wirklich etwas leistet und das auch vertreten kann ;))

  11. Jörn

    Anwesenheit ist nicht gleich produktive Arbeitszeit. Wenn ich schneller bin als andere, da ich mich besser organisiere, mir die Infos die ich brauche selber hole, und nicht warte bis sie mir jemand bingt dann habe ich auch das Recht wenn alles erledigt ist zu gehen.

    Wenn es sein muss bin ich der letzte der auf die Uhr schaut. Aber wenn es nicht sein muss … dann geh ich halt.

    Wer Stress hat ist meistens selber Schuld. Ich lebe da eher nach dem „in der Ruhe liegt die Kraft“ Prinzip. Letztendlich bin ich damit trotzdem schneller als unsere Permanenthektiker hier. Ab und zu mal 5 Minuten länger Nachdenken spart ne Menge Zeit. Aktionismus halte ich für sinnlos.

  12. Patrick Breitenbach

    Also ich kenne noch den guten alten Spruch in Kombination mit Blick auf die Armbanduhr: „Wie? Du gehst schon?“

    Am Stress ist man z.T. selbst dran Schuld, trotzdem sollte man die Umwelt nicht außer Acht lassen. Besonders schlimm sind dann Vorgesetzte, die es selbst nicht gebacken kriegen (siehe Organisation) und man natürlich genauso lange dazubleiben hat, weil der Vorgesetzte seine Maßeinheit für getane Arbeit an andere anlegt.

    Keine Branche ist so denkbar ungeeignet für die Zeitmessung wie die Werbebranche.

  13. icke

    dein letzter satz in stein gemeißelt…

  14. Sigi Lieb

    Hallo,
    habe meine „Stimme“ abgegeben. Gehöre zum Block 30 bis 40 Stunden.

    Die „Teilzeit“ ist meiner Doppelrolle geschuldet. Im zweiten „Job“ bin ich Mutter. Ein Agenturjob war für mich aus organisatorischen Gründen nicht machbar.
    Mit meinem eigenen Laden kann ich nicht nur flexibel für den Kunden da sein, sondern ebenso flexibel für meinen 5-Jährigen.

    Viele Agenturen könnten in punkto Familienfreundlichkeit noch Nachhilfe nehmen. Schließlich ist Corporate Social Responsability nicht nur ein Instrument, das man dem Kunden verkaufen kann. :-)
    Viele Grüße und frohes Schaffen
    Sigi Lieb

  15. Turntablerocker

    Lange bleiben, heißt nicht immer lange arbeiten. Es gibt eine Agentur, da bleiben die Leute absichtlich bis 21 Uhr, denn dann zahlt die Agentur das Abendessen und die Taxifahrt. Nach dem Essen wurde es dann schlagartig leer in den Fluren ;-).

  16. Christian Stuhlmann

    @turntablerocker
    Abendessen, Taxifahrt?!?! das gibt’s auch? Ich kenn nur nochn Kaffee und Feldbett in der Abstellkammer ;-))

    Nein, die Zeiten sind vorbei… und den Spruch
    DU HAST WOHL NEN HALBEN TAG URLAUB
    wenn man pünktlich geht vermisst bei uns hier auch niemand…

    Habt ihr noch solche Klassiker?

  17. de_signer

    oh jeh, das ist wirklich krank.
    ihr beutet euch alle selber aus für kunden die meistens ihre 40h-woche haben. bissl arg krank die werbebrache, die 40h arbeiter verspotten als fortschrittsfeinden aber selber dann mit 50 nen herzinfakt bekommen. mit 50-60h+ werdet ihr alle mit viel geld im sackerl sehr früh sterben.
    gottseidank hab ich die seite gewechelt. als firmeninterner gestalter lebt es sich viel bessser.
    42h woche, 1h echte pause und gewerkschaftlicher schutz. wenn ich nach hause gehe bekomm ich keine vorwurfssvollen blicke „was du gehts schon um 18 uhr???“. ich glaube auch nciht das man besonders produktiver wird wenn man über 50h arbeitet. siehe werbung in print,web und television.

  18. Roland

    Die reine Arbeitszeit sagt zunächst nichts über Effizienz aus. Ich halte es auch grundsätzlich für gefährlich, wenn zuviel „private“ Zeit in der Agentur gelebt wird. Natürlich gibt es Spitzen und dann sollten alle die Uhr weglegen können, das geht aber nur, wenn auf der anderen Seite auch Entspannungs-Zeiten existieren. Wer immer im roten Bereich fährt, wird gerade im Kreativ-Umfeld schnell zum Hamster im Rad. Viel Bewegung, keine Ideen. Ideen bzw. Kreativität braucht Raum.
    Es ist auch eine Frage der Agentur-„Kultur“. Wer als Chef die Mehrarbeit dauerhaft als selbstverständlich hinnimmt und dann in ruhigeren Zeiten mit Studenzellel-Konzepten und Arbeitszeit-Nachweisen über seine Mitarbeiter wachen will, verliert die Motivation der „Over-Worker“. Gerade in kleineren Agenturen kann ein Chef gut übersehen, ob der „Saldo“ der einzelnen Mitarbeiter stimmt und wird sich für dauerhafte Mehrarbeit erkenntlich zeigen. Nicht „nur“ über Geld.

  19. Vroni

    de_signer

    „…als firmeninterner gestalter lebt es sich viel besser.“

    Kann sein, abgesicherter ist man wohl mehr. Wenn du damit zufrieden bist, OK.

    Hab in sowas 2mal reingeschnuppert, war mir zu, wie soll ich sagen, sehr an der Leine, uninspiriert, mehr nette Blümchen hinmalen als wirkliche Ideen kreiren. Interne Hausgrafik, ne, nimmer. Man wird verwurschtet zum spiessigen, verbeamteten Missbrauchsgrafiker der nach fertigen Ideen hüpfen muss, die extern eingekauft werden. Höchstens für mich auf Kundenseite noch denkbar: Corporate Fuzzi :-), Brand Manager.

    Habe jedenfalls ebenfalls die Konsequenzen aus ähnlichen Gründen wie du gezogen und bin selbständig seit einigen Jahren. Wenn es verstärkte Überstunden aus Termingründen gibt, kann ich hinterher selbst bestimmen, wieviel Freizeit ich hinterher zur Erholung brauche und abfeiern „darf“. Im Unterschied zu der/n Großagentur/en vorher, da war höchstens 1 Tag abfeiern nach Pitches (mit bis zu 36 Stunden am Stück oder gar nicht mehr heimgehen können…) drin.

    Da brennt man aus und zwar in Fremdausbeutung: Nach einem Pitch, der innert 14 Tagen fertig sein musste (Anzeigenkampagne in Serienmotiven und druckreif ausgepimpelt – verlangte Cheffe so – TV-Spot aus Footage so gut wie fast fertig produziert mit Sound und diverse unsinnige „Nasenkleber“ to the whole stuff dazu) war ich reif für die Insel. So geht das nicht. Als diese Rekordzeit auch noch dolle vor anderen gelobt wurde und man glaubte, es ginge sogar noch schneller und die Rendite müsse von 15% auf 18%, riss mir langsam die Geduld mit solchen Sprüchen.

  20. nadine

    Meine Arbeitszeiten? Dieses Wochenende schlappe 48 Stunden: vorprodukt.nadinedre...

  21. Michael

    bedingt durch 3 gleichzeitige baustellen selten weniger als 70-80h die woche, wobei ich seit einigen wochen versuche mir wenigstens den sonntag kpl. freizuhalten. mehr oder wenige erfolgreich

  22. Heuni

    Also ich bin um die 40 Stunden Stunden die Woche ein der Agentur. Ist noch human, wenn ich manche Arbeitszeiten hier so lese =)
    Heuni

  23. nadine

    ja, besonders die Freiberufler dürfen sich in den Ar*ch gebissen fühlen…

Eure Kommentare

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