27.09.07
10:53 Uhr

Toscani – the king of shock is back

Nolita

Oliviero Toscani, damaliger Shock & Awe Fotograf für die kontroverse Benetton-Kampagne, ist zurück mit einer Auftragsarbeit für das italienische Modelabel NOLITA. Die Schönheitsindustrie hat in letzter Zeit wohl bemerkt, wie schick es ist, auch mal brisante Themen anzusprechen, die sie im Grunde genommen selbst mit verursacht haben. Denn gerade das Branding von Schönheitsutensilien trägt maßgeblich mit dazu bei, dass sich junge Mädchen und Frauen in vielen Ländern absichtlich zu Tode hungern.

Es ist schon wichtig auf die Problematik hinzuweisen, wenn man das allerdings mit Aufmerksamkeitshascherei für die eigene Modekollektion in Verbindung setzt, so finde ich das Verhalten ziemlich zynisch. Vielleicht erinnert ihr euch noch an diesen Spot gegen Bulimie. Er drückt sehr treffend aus, wo das eigentlich Problem der betroffenen Frauen liegt. Sie nehmen sich nicht als zu dünn wahr, ganz im Gegenteil. Daher können diese provokanten Fotos nicht dazu beitragen, diese Krankheit ernsthaft zu bekämpfen, weil die Wahrnehmung der Betroffenen nicht stimmt. Sie selbst würden sich nie so sehen, wie auf dem Foto dargestellt. Desweiteren weiß ich nicht, ob ausgerechnet ein Modelabel den sorgenvollen Therapeuten spielen muss. Es hat halt so sein Geschmäckle nach purer Buzzerei ohne tatsächliches Interesse an der Thematik. Sowas ärgert mich.

Gefunden beim Kaiser (obwohl dort nicht mehr einsehbar).

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26 Kommentare

  1. stefano picco

    generell finde ich die kampagne gut, besonders als ich ein interview mit dem model gesehen habe und sie ihre beweggründe mitgeteilt hat.

    das einzige was ich ein wenig hart finde ist, das die flecken am steisbein eindeutig zeigen das diese frau wohl in kürze sterben wird; dies hat irgendeine ärtztin im selben interview angesprochen und war entsetzt das diese frau nicht im krankenhaus zur behandlung ist

  2. °flo

    Abstoßend! Und zwar nicht das Bild, sondern die “Strategie”.

  3. ramses101

    Die Kampagne ist schon rein handwerklich komplett merkbefreiter Schwachsinn. Ich zeige eine Magerüchtige und schreibe drüber: Keine Magersucht. Aha. Nämlich? Was ist das, wenn es, siehe Head, keine Magersucht ist?

    Mal ganz abgesehen davon, dass sich Toscani ganz offensichtlich nicht eine Sekunde mit der Krankheit beschäftigt hat, siehe auch die Diskussion hier:

    werbewunderland.de/2...

  4. Paddy

    Ich denke, dass Problem hier ist nicht, wie geworben wird, sondern wer wirbt. Es ist doch legitim, wenn Misereor hungernde Kinder zeigt und darüber schreibt “Kein Hunger mehr” (oder so). Insofern würde ich ramses101 in diesem Punkt widersprechen.

    Aufrütteln durch schockierende Bilder finde ich nicht falsch. Entscheidend ist, wer rüttelt.

  5. The Kaiser

    Zynisch. Ganz genau. War so sauer, das ich mein Post runter nehmen musste. Ist aber wieder da.

    Gr.
    M.

  6. ramses101

    Es wäre schlich falsch, wenn Du über ein hungerndes Kind schreiben würdest: “Kein Hunger.” Doch! Es hat Hunger. Kein Hunger würde nämlich bedeuten: Alles paletti.

    Genau so wenig kannst Du mit dem Spruch werben “Keine Magersucht” und trotzdem Magersucht zeigen. Das ist doch völlig absurd.

  7. Ninifaye

    Viel inkonsequenter finde ich in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass sog. Trendlabels wie u.a. Nolita generell nur Mode anbieten, die Frauen oberhalb der klassischen 40er Größe (oder einer knappen 32, in Jeansgröße) ausschließt.
    Magersucht, nein,
    Aber moppelige Kundinnen bitte auch nicht.
    Da ist die Wunschzielgruppe dann anscheinend doch genau so schmal wie der visuell-ästhetische Grad beim obigen Motiv.

  8. Rob Joker

    Ce n’est pas une pipe…

    Tosacani.Toscani….

  9. Senem

    Der gute Toscani hat mal wieder eine absolut negativ Normbrechende Kampagne gemacht, which makes absolutely no sense! Einfach unpassend gerade fuer solch eine Mode ab Groesse 00. In den USA gibt es tatsaechlich schon die Groesse 00! (GAP and Banana Republic)! Das ist die absolute Magersucht groesse! Wie unter anderem Nolita sicherlich anbietet.

    Guys fight with me bite me, but my first impression of the mark on her tail bone was, that she has some pink rose cotton stuck on her butt! Die Models haben doch immer Watte in Saft getrunken gegessen um ihre Maegen zu fuellen. Naja das wird jetzt echt eckelig…

  10. Vroni

    Uneingeschränkte Zustimmung Patrick.
    Das ist eine waschechte, verlogene Pseudokampagne zur Gewissensberuhigung für die Größen 00 (haha, wie auf dem WC-Schild…) und vor allem missbraucht zur Selbstdarstellung des Kreativen, hier der Benetton-Toska… öbenklöben… is mir echt wurscht, wie der heißt.

    Ohne jede medizinische Ahnung. Wie? Ein Kreativer oder eine werbende Firma ist doch kein Mediziner? Können doch nicht wissen?

    Doch, man kann diese Ahnung haben, das ist kein Hexenwerk. Nach 3 Minuten surfen im Internet weiß jedes kloine Handwergerele, was Magersucht wirklich ist, und woher sie kommt. Es gibt zig gute Infoseiten und Foren drüber.

    Mich regt diese Ignoranz von bestimmten Machern auf. Es ist einfach wirklich nur grottenschlechte PR für sie selber. Siehe weiter unten die NGO-Werbung von BBDO für’n Nagel (“Ärzte ohne Grenzen” mal ausgenommen).

    Betroffene sehen sich nicht so, da ihre Körperwahrnehmung gestört ist. Gut auf den Punkt gebracht, Patrick. Man nennt diese Krankheit BDD (Body Dysmorphing Disorder… oder so ähnlich). Davon betroffen sind auch z.B. Leute, die sich dauernd ihre Nase operieren lassen, obwohl an der Ursprungsnase überhaupt kein Makel ist.

    Davon weiß natürlich der Mainstram nix. Er ist zwar dauernd im Internet, aber er beklatscht solche Aua-Werbung nach dem Motto: “Find ich gut, dass do amol wos gmacht werd…” Das ist Flachsinn ohne Sinn und Verstand, ja die Massen sind manchmal blöd. Daher funktionieren solche Kampagnen auch noch. Leider

  11. Vroni

    Ungeniert wird – eben grad drum (das müssen Psychologen mal untersuchen, diesen Schizzo der Verantwortlichen) – weiter solche Mode gemacht.

    Wie hier von dem alten-Sack-der-hats-nötig (Tschuldigung) Cavalli (Gucci-Designer), dessen einfallslose Lolitamode – natürlich – nur mit solchen durchsichtig angezogenen Skeletten funktioniert (weil das die Einfallslosigkeit kaschiert), bei denen der nicht vorhandene Busen, uups, dauernd rausrutscht:
    spiegel.de/videoplay...

    Modemacher kann man nicht mehr ernst nehmen. Wenn das ein Gildeberuf wäre, gehörte denen die Lizenz entzogen wegen fortgesetzter Dummheit und pädophilem Paschatum.

    Das Ding ist für mich ein Gender-Problem. Wie haben nicht mehr Emanzipation als um 1960, wir haben weniger.

    Die Modemacher hauen uns das gerade superdeutlich ans Hirn mit diesen laufunfähigen, zerbrechlichen Twiggy-Vögeln (das Weib muss schwach bleiben und schwach aussehen… yesyes) – und wir merken es kaum, da durch die Medien gewöhnt daran wie der berühmte Frosch ans heiße Wasser. Hand an die Stirn klatsch.

  12. Patrick Breitenbach

    Ich dachte immer diese Art von Fashion verkauft fast nur an Frauen, also kann es das Idealbild der Männer wohl nicht sein. Wir stehen nämlich meist auf Mamas große Möpse – um es mal etwas banaler auszudrücken.

    Eine Erklärung könnte noch die verbreitete männliche Homosexualität in der Branche sein (Achtung ich tippe nur, keine Ahnung ob das so stimmt oder wirklich nur ein plattes Klischee ist). Die schaffen sich natürlich eher männliche Vorbilder, die (un)bewusst “unweiblich” aussehen.

    Also wirklich ein Gender-Problem? Oder nicht die zufällige Erschaffung von ganz verqueren Vorbildern?

    Twiggy war übrigens das Gegenmodell zum verfetteten Wirtschaftswunder.

  13. Vroni

    Du musst dir mal überlegen, an was für eine Art Frau die das verkaufen.

    Das sind die von Beruf Gattin oder Geliebte, Marke “Kleiderständer” zum Behängen, Angeben und repräsentieren. Beweis des Geldes des Mannes. Man nennt sie Trophy Wifes. (In den USA auch gern “Society Röntgenbilder” nach Thomas Wolfe)

    Das sind nicht: Frauen, die im Leben stehen, die du kennst und hast, ihren Beruf haben und Kinder und Haushalt. Dazu müsste man schon allein körperlich robuster dastehen. Und mit solchen Fetzen ist schlecht Fenster putzen und auf der Party plumpst einen dauernd die Brust raus. Also bitte.

  14. Vroni

    “…die (un)bewusst “unweiblich” aussehen.”

    Unweiblich “ginge” ja fast noch. (Ist aber auch Mist.)
    Da wären dann immerhin vielleicht immerhin breite Schultern, schmale Hüften. In den 80ern war da so, alle Jacken hatten Schulterpolster (ich musste sie immer raustrennen), Frau sah damit aus wie eine Kugelstoßerin, der man die Hüften bandagiert hat. An das Homo-Argument habe ich da auch geglaubt, schien schlüssig.

    Aber das jetzt, was neu ist, sind unterentwickelte Körper von Kindern. Das ist pseudo-ästhetisch verkappte Pädophilie. Wo das herkommt, keine Ahnung, das ist nicht mehr “schwule” Ästhetik (gibt’s die überhaupt?) aber es sagt mir nichts Gutes. Irgendwas hat sich geändert.

    Schau “Posh” Beckham an, schau die Knightly an. Wer sich so runterhungert, hat ein Problem damit, Frau zu sein und will aber auch kein Mann sein. Was in den 80ern noch eine Option war, männlich aufzutreten. Heutzutage keine ehrbare Option mehr, Frauen, die männlich sich geben, sind unten durch, unglaubwürdig, kalt wie Hundeschnauze^^ und führungstechnisch untragbar. Businessberater sagen, man solle einen weiblichen Weg finden. Schöne Worte.

    Keine Frau aber auch kein Mann mehr sein zu wollen/können ist in der männlich dominierten Showwelt (die meisten Produzenten, Regisseure sind männlich) aber auch kein Wunder, da als Frau, die was erreichen will, zum Psycho zu werden. Kann frau schon auf die Idee kommen, körperlich das lieb Kindchen, das Harmlosigkeit und Schwäche ausstrahlt, zu spielen, um manipulativ seine Ziele zu erreichen, wenn sie sie konfrontativ und offen nicht erreicht.

    Magersucht gibt eben perfide dazu noch die Möglichkeit, zumindest als Ersatz über seinen eigenen Körper Kontrolle zu halten, wenn einem das sonstige Leben oder der eigene Ehrgeiz wenig Einflussmöglichkeiten bietet.

    Magersucht hat mit starkem Machtwillen zu tun, von Leuten, die ihren Macht- und Kontrollwillen anders glauben nicht mehr ausdrücken können. Weil die Möglichkeiten anderswo als am Tatort Körper tatsächlich für manche ehrgeizige Frau begrenzt sind oder begrenzt scheinen. Arme Welt!

    Auch immer mehr Männer werden magersüchtig.

  15. Patrick Breitenbach

    Richtig, auch Männer leiden verstärkt unter der Krankheit (oder es wird jetzt eher öffentlich?)

    Ich denke mir immer es hat (wie bei allen Essstörungen) damit zu tun, dass wir unseren Körper, und damit uns selbst, weil wir den Körper als sichtbare Hülle unseres Selbst sehen, nicht mögen. Alles läuft am Ende auf Zufriedenheit bzw. Selbstliebe hinaus. Damit meine ich nicht, dass es eine Normalfigur gibt, im Gegenteil, Menschen die mit sich selbst zufrieden sind achten gar nicht großartig darauf ob sie zu dick oder zu dünn sind.

    Ich merk das bei mir, ich bin nicht der schlankeste, aber es gibt eben Zeiten da isses wurscht und Zeiten da wird es zum Thema. Auf alle Fälle ein spannendes Thema, das Leib-Seele-Hardware-Software-Problem.

  16. Vroni

    Es ist ein Problem des “Schneller, Höher, weiter” der westlichen Leistungsgesellschaft.

    Fängt in der Familie an, diese Kinder werden ständig angetrieben, kontrolliert, nicht ist gut genug, was sie machen. Angst, nicht mithalten zu können, ist u. a. der Motor. Und Jobangst für die Kinder. Magersucht ist das Symptom für eine dysfunktionale Familie (meist aus dem Bürgertum, leistungsorientiert, kalt, widersprüchlich) für das Aufbegehren des Kindes gegen Fremdbestimmung. Der Körper ist seine letzte Bastion.

    Hört mit der Gesellschaft gar nicht auf, die immer mehr Blödsinn verzapft in Richtung “Auch du kannst es schaffen, wenn du nur hart genug zu dir selber bist”.

    Ohnmachtsgefühle und Fremdbestimmung nehmen in westlichen Gesellschaften zu, nicht ab. Daher wird auch die Magersucht zunehmen, wenn wir den unmenschlichen Leistungstrip nicht beenden.

    Und der Patrick ist nicht in Gefahr :-)
    Aber hüte dich vor kalorienreduzierten Nahrungsmitteln. Die machen erst recht dick. Vor Bier (weibliche Hormone drin). Und hüte dich vor Stress. Der macht dick. Genauso wie durchgemachte Nächte am Bloggerrechner und zu aufregende Filme dick machen, da brauchts gar keine Chips mehr (Kortisol). Das ist das neuste F&E der Ernährungsfront. Uwe Pollmer lesen, das ist der einzige Ernährungsexperte, der die Wahrheit sagt. Er ist selber ein Dickerle (in Bayern heißt das “gstandns Mannsbild”) und steht dazu.

  17. Vroni

    Pollmer-Interview in der FAZ: Dicke sterben nicht früher. Und über Models und die Tricks der Ernährungsindustrie.
    (Buch “Esst endlich normal. Ein Anti-Diät-Buch”)

    faz.net/s/Rub268AB64...

  18. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Danke für den Link. Pollmer kenne ich, seine Bücher noch nicht. Ob er die Wahrheit verkündet, nun ja, SEINE mit Sicherheit! ;-) Jedenfalls liegt mir seine Wahrheit mehr am Herzen als der ganze Ernährungswahn da draußen. Aber gut, so sinds halt die menschlichen Viecher. Fressen oder gefressen werden.

  19. Patrick Breitenbach

    Übrigens verfalle ich auch ab und an dem Ernährungswahn, nicht dass jemand meint ich sei davor gefeit. Aber ich gebe mir die größte Mühe mich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

  20. Vroni

    SEINE Wahrheit?

    Ok.
    Ich hatte jedenfalls einen Ernährungsberater (studierter Oekotrophologe FH, VDOe) zum Kunden, und als wir ihm sein Textkonzept strickten, um sein Angebotsprofil zu schärfen, meinte er, dass der Pollmer schon a weng Recht hätt. (Das mit dem Kortisol zum Beispiel, dem Jojo-Effekt, und dass der von der Gesundheitsindustrie gezüchtete sogenannte “gezügelte Esser”, der ständig diszipliniert ans Essen denkt und sich zurücknimmt, wenn er Stress hat noch mehr reinhämmert als jemand, der nicht ans Essen denkt (Das anschließende Frustfressen, es kann nur extrem passieren, wenn die Leute sich dauernd zurücknehmen und ständig versuhen, nicht an einen rosa Elefanten zu denken.) Und einige Dinge mehr, die hier den Rahmen sprengen würden. Zum Beispiel der hohe Anteil der genetischen Disposition. Disziplin wird in unserer Leistungsgesellschaft übermäßig betont, und man behauptet gern, solche Leut hätten bloß keine Disziplin. Das Gegenteil stimmt, sie haben zuviel Disziplin. Manche bekommen durch ihre Disziplin erst richtige Esstörungen (natürlich sind sie familiär vordisponiert, siehe oben über die übertrieben fordernden leistungsbezogenen Eltern. Somit schließt sich der Kreis).

    Aber wir sollten das nicht so drastisch formulieren, manche Sachen weglassen oder nur unter vorgehaltener Hand schreiben, dass Ernährungsberatung zum Zwecke des Abnehmens nicht die Hölle bringt, da es das ständige krankhafte Denken an Essen und das “gezügelte Essen” (ist in Ernährungsberatungskreisen ein festes Keyword) fördert, welches… dick macht. Er fürchtete, dass ihm die Kundschaft sonst wegbleibt, hat er doch schon so zu kämpfen mit den Weight Watchers und den Herbalife Leuten. Das ist zwar jetzt ein kleiner Realitätsausschnitt aus der Praxis oder dem Nähkästchen wie man will, aber ich denke, das sagt einiges.

    Am besten sei es, Stress zu meiden, Entspannung zu lernen (das ist auch sein Kursangebot) und ein Mindestmaß/Freude an Bewegung. Diäten sagt er, sind Bullshit. Und das durften wir dann sogar texten, dass Diäten nur schaden.

    Er selber ist dünn wie ein Stecken, kann essen was er will (und sagt im Grunde das Gleiche wie Pollmer, das Dickerchen). Und er berichtete, dass Damen zu ihm kamen, die vollkommen normalgewichtig oder sogar fast dünn waren und sie wollten noch mehr, so um die 2 Kilo abnehmen. Das begreift er nicht.

    So das war mal was aus der Praxis.
    Seitdem kenne ich auch die relevanten Ernährungsstudien, weil ich sie recherchiert habe. Die meisten haben methodische Macken oder sind auch – zwar von Unis erstellt – von der Industrie bezahlt (so gesehen bei den Uni-Studien zur Atkins-Diät. Die wurden – hach – von einer gewissen Atkins-Stiftung gesponsort). Das müsste uns doch hellhörig machen. Nicht jeder wird jetzt die Zeit haben, alle habhaften wissenschaftliche Aussagen genüsslich auf Relevanz zu überprüfen, aber ich habe genug gesehen. Daher pfeif ich auf Diät, der einzige gute Rat ist moderate Bewegung, das eine oder andere Bierchen oder Weinchen weglassen und sich nicht reinstressen.
    Entschleunigung und auf sich selber hören. Wenn der Gürtel kneift: Wandern, schnelles Gehen, Joggen. Raus an die Lufft!

  21. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Bin ja bei dir. WOllte nur damit ausdrücken, dass andere sog. Ernährungsexperten die Thesen von Pullmer & Co anzweifeln. Wer mit Pullmer besser leben kann als mit Strunz & Konsorten, wunderbar!

    Für mich spielt in die Ernährung auch noch viel mehr rein, wobei Pullmer da schon einiges anspricht, welches sonst immer unter der Obefläche verschwindet. Z.B: Ernährungsgewohnheiten also Muster, Kompensierung und überhaupt die Einstlleung zu sich selbst und damit indirekt zum eigenen Körper. Wer mit sich selbst unzufrieden ist, wird auch mit seinem Körper unzufrieden sein. Und da wir in einer verdinglichten sprich materiellen Welt leben, ist der Körper nunmal als einzigstes sichtbar, den können wir angehen, jedenfalls wesentlich leichter als unsere unsichtbare Seele.

  22. Vroni

    Pollmer ist halt der Don Alphonso der Ernährungsfuzzis.

  23. herrMartin

    ja das is auch ohne Frage alles schlimm und armseelig, aber sie hätten auch einfach mal menschlicher gebaute Frauen für eine Kampagne nehmen können. Vermutlich ist sowas aber vie zu einfach und naheliegend.

  24. Werbeagentur

    was davon moralisch zu halten ist, ist die eine sache…

    Was mir, da ich selber eine Werbeagentur habe, jedoch völlig unverständlich ist, ist die Tatsache, dass die Motive von Toscani vor 20 Jahre schon einmal Benetton fast ruiniert haben und trotzdem jetzt wieder dieselbe Masche gefahren wird?!?

    Warum sollte dieser enorme Imageschaden diesmal nicht eintreten???

    Das das Motiv nicht primär aus “humanitärem” Engagement rührt, zeigen wohl ein paar andere Motive von Nolita. Insbesondere das kleine, geschminkte Lolita-Mädchen mit Baby im Arm ist ja auch eher “grenzwertig”…

  25. Werbeagentur aus Heidenheim

    nachtrag…
    Das schöne ist das man die Auswirkungen so einer Kampagne ja innerhalb kurzer Zeit sehen kann: Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Hop oder Flop

  26. Anti diaet club » Zitterzahn

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