12:47 Uhr
Brauchen Agenturen ein neues Geschäftsmodell?
Spannender Artikel in der Adage zum Thema Geschäftsmodell für Agenturen:
Yet most intellectual-property wealth creators, whether they are J.K. Rowling, Steven Spielberg, Damien Hirst or Georgio Armani, don’t fill time sheets and don’t get compensated based on how many hours they toil, but on the basis of the value that their artistry creates. (…) The emergence of the internet has changed the way we communicate, the way we do business and the social architecture that has been in place since the Industrial Revolution. Its force unleashed unprecedented democratization of innovation, knowledge, capital and ideas.
Ist das so? Wahrscheinlich. Das war übrigens auch ein spannendes Thema bei unserem Stammtisch. Gibt es andere Geschäftsmodelle als die konventionell laufenden in den Agenturen? Lässt sich Kreativität überhaupt in Zeit bemessen? Kann man “nach Ideen” bezahlen? Und inwieweit sind Agenturen dazu verpflichtet, soziale Verantwortung zu übernehmen und somit zum Teil auch das eigene Nest wieder sauberer zu gestalten. Wir alle wissen ja, dass die Werbebranche im Image ziemlich weit hinten liegt und das ist doch das eigentliche Kapital, das wir besitzen. Glaubwürdige Kommunikation bzw. Kommunikation, die ihre Empfänger erreicht und überzeugt. Wie kann sie das denn, wenn die gesamte klassische Kommunikationsform eigentlich immer deutlicher abgelehnt wird? Sollen wir also in Zukunft für die Kommunikation mit Parkuhren bezahlt werden?
5 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 24. September 2007 um 16:26 Uhr
Interessante These. Man könnte sicherlich vorher kalkulieren wie lange man braucht, und dann einen Pauschalpreis für die zu erbringende Leistung verlangen.
Am 24. September 2007 um 17:19 Uhr
Die Krux aller kleinen und großen Agenturen: Sie haben im Vergleich zur Schraubenfabrik kein Produkt, sondern eine geistige Dienstleistung. (Die auch noch mit dem guten oder schlechten Input des Werbe-Kunden steht oder fällt.) Kreativität kann man nicht messen.
Es wird gern vergessen bei der löblichen Überlegung zu neuen unbürokratischeren Wertschöpfungsmodellen von Kreativität, dass an einem Superergebnis oder einem Misserfolg gerade auch der werbetreibende Kunde mit seiner guten Vor- und Infoarbeit, Offenheit und raschem konstruktivem Feedback einen wesentlich Anteil hat…. Die wirklich guten Jobs in der Kommunikationsbranche entstehen ZUSAMMEN mit dem Kunden.)
Der Wert abstrakter Beratungsleistung und Ideengebung ist daher nochmal schwerer bis gar nicht messbar. Aber: Zeitzettel sind wirklich ein Krampf. Sie helfen mir nur dabei, nachträglich abzuschätzen, wie lange oder schnell ich alter Trottel gebraucht habe, um in die Pötte zu kommen.
Die Tendenz (zumindest bei meinen Kunden) geht hin zum Pauschalpaket. Keier will das Risiko von Stundenhonorar. DA liegt natürlich auch ein Risiko für die Agentur, das man gründlich im Aufwand verschätzt hat. Oder dass der auftraggebende Kunde – wenn man den Auftrag solide abschätzen sollte – nicht versteht, warum das so teuer sein soll (siehe oben: ein schnelles UND Superergebnis hängt schwer… auch vom Werbekunden ab. Er bestimmt mit seiner Mitarbeit wesentlich mit, ob es zäh, mühsam teuer wird und nachkalkuliert werden muss, oder ob es flutscht. Hat er aber einen reinen Paketpreis, wird er meist faul. Ich denke daher über ein Kombi-Modell nach.)
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Zur gefühlten Ablehnung (der Verbraucher) der klassischen Kommunikationsform:
horizont.net/knowhow...
Ok, das ist 2005.
Ganz neu aber von 2007:
horizont.net/knowhow...
Beide Untersuchungen (jaja, ich glaube auch nur den Zahlen, die ich selber gefälscht habe^^), geben mir wenigstens das ungefähre Bild, dass konventionellle Werbung gar nicht sooo schlecht dasteht wie gefühlt. Zumindest, wenn man ihre (zugegeben bröselnde) Akzeptanz vergleicht mit der vernichtenden Nicht-Akzeptanz der online-push-Werbung im Internet aka Banner, Skyscraper, Layers, und dergleichen. Kein Grund natürlich für Plakat- und POS-Werber, sich auszuruhen, Werbung, die sich aufdrängt (Push), WIRD als Belästigung empfunden, das muss klar sein. Ichj will nur die Proportionen gerade rücken: Internet-Werbung wird am meisten gehasst, ist nicht glaubwürdig und funktioniert nicht wirklich. DA liegt der Wurm im Käse.
Und Männer sind nochmal kritischer.
Am 25. September 2007 um 10:16 Uhr
Tag zusammen.
Ideen sollten pro Stück und gestaffelt nach Kategorien bezahlt werden.
Der Kunde zahlt also pro Headline, pro Claim, pro Key-Visual, pro Layout, etc. einen bestimmten Betrag X.
Dadurch erhalten die Einzelteile unserer Arbeit, und damit auch die Arbeit selbst, einen anderen, höheren Stellenwert, werden (hoffentlich) bewusster und nicht mehr so inflationär nachgefragt, und lassen sich übersichtlich und einfach am Ende des Monats abrechnen.
Und dann sind Agenturen wiederum auch endlich genötigt optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen, in denen kreativ und effizient gearbeitet werden kann.
Am 25. September 2007 um 10:43 Uhr
Nein, es werden gehirnströme gemessen. jede reiz an einer synapse die das thema betrifft, gibt 0,000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000001€
ich glaube das könnte klappen… ;-)
Am 29. Oktober 2007 um 10:19 Uhr
Eine interessante These, das Verfahren wie Produkte und Dienstleistungen gehandelt werden auch auf Digitale Produkte und Kreativität auszudehnen.
Wird aber wohl noch etwas dauern bis das Einzug hält.