16.09.07
22:49 Uhr

Corporate Blogs und andere Utopien – Teil 1

Werbesystem 1984

Angeregt durch Olafs Artikel “Corporate Blogs und die Feigheit vor dem Kunden” und “Blogs: Alles Lüge?”, wollte ich auch einige Gedanken dazu äußern. Doch bevor ich meine gesamte Litanei (die aufgrund der gegebenen Komplexität ziemlich lang und verworren ist und ich das entsprechend ordnen muss) hier abspule, möchte ich zunächst einfach nur dieses “Schaubild” oben auf euch wirken lassen. Interpretation und Diskussion mehr als erwünscht.

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16 Kommentare

  1. ThomasE

    Das Schaubild stellt die Situation die sich derzeit vorfinden lässt insoweit recht treffen dar, als dass es das Ideal eines Einweg-Kommunikations-Prozess aufzeigt. Der Verbraucher schluckt das Statement. Dem ist aber in der Realität nicht so. Dafür wird dann doch noch genug reflektiert.

    Aber sicher, Blogs stellen eine Bedrohung in der heilen Welt der definierten Aussage und des bestimmbaren Rahmens dar. Wenn man es negativ sehen will. Das auch ganz neue Chancen für einen Umgang mit dem mündigen Verbraucher bestehen, wird indes noch nicht überall erkannt. Aber ehrliche Corporate-Blogs, die auch mit Kritik umzugehen wissen stellen sicher eine Möglichkeit dar, Crowdsourcing in bisher unbekanntem Ausmaß zu nutzen.

    Auf unserem Blog medienwesen.de beschäftigen wir uns übrigens auch regelmäßig mit verwandten Themen. Etwa das Verhältnis von PR und Bloggern.

  2. Andreas Rodenheber

    Warum hat der PR-ler eigentlich ein Brett vor dem Kopf?

  3. Patrick Breitenbach

    @Andreas: Das hast du jetzt interpretiert. Ist wie bei den Tintenkleksen! ;-)

    Nein sollte die Oldschool-Räuber-Augenbinde oder der schwarze Anonymbalken sein, also die klassischen Spin-Doctors, die im Hintergrund für die vielen Nachrichten aus Unternehmen und Politik in den Medien sorgen.

  4. Georg

    absolut geniale Grafik. nur dass sie wie mein kommentar-vorgänger schon erwähnte nicht besonders zeitgemäß ist.
    z.b. blogs geben dem Verbraucher, die möglichkeit in der “öffentlichkeit” zu reflektieren, so entsteht zum einen eine andere mögliche Interpretation (2+2=7), die aber nicht im nur im kopfe bleibt und verstummt, sondern veröffentlicht wird.
    Der verbraucher ansich kann dementsprechend auch zum “erzeuger” einer message werden :D Reflektion VS. Manipulation
    Das Schaubild zeigt Manipulation vs. Kapitulation ;-)

  5. Andreas Rodenheber

    Also um zum Thema zu kommen:

    Ich glaube nicht wirklich, dass die Männchen auf der rechten Seite massenhaft skandieren “Die Mauer muss weg!” Das ist eher so ne Idee von diesen Blogger-Hütchen, die der Künstler auf seinem Bild vergessen hat.

    (Take it with a smiley)

  6. Patrick Breitenbach

    Wer hat gesagt, dass das Bild aus der Gegenwart stammt? Das ist eure Interpretation. Und vor allem wo steht “Die Mauer muss weg”? Das ist ein in sich geschlossenes und funktionierendes System, wo eigentlich niemand (nicht auf dem Bild) irgendwie Andeutungen macht zu rebellieren. Jeder ist doch zufrieden und im Einklang.

  7. Andreas Rodenheber

    Eben. :)

  8. Armin

    Und ich behaupte jetzt mal ganz dreist 2+2=2. Beweist mir das Gegenteil.

  9. somiht

    @armin
    wenn du deine gleichung bei der spam protection hier eingibst, erscheint dein kommentar nicht – beweis genug? ;-)

  10. stef

    schön auch, dass die mafo da rechts oben über allem schwebt, und als eine der wenigen nicht 2+2=5 skandiert – was im prinzip aber auch allen anderen egal ist! :D

  11. Armin

    somiht,

    noe, denn da wird ja nur die Wahrheit durch ein paar Werber verdreht. Nurdamitdasmalklarist.

  12. ramses101

    Und der Verbraucher glaubt, was der Werber als neue Wahrheit verkündet? Das ist doch eher Wunschdenken. Die Mafo sollte lieber alamierendere Zahlen ausspucken: 2+2=4 zum Beispiel. Damit sich im Konzern und in der Agentur beim Kriesenmeeting wieder alle fragen können, warum der Verbraucher sie nicht versteht.

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