10.09.07
17:05 Uhr

Spiegel-Hetze

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Spiegeltitel
Hab ich irgendetwas verpasst? Den Übergang des Spiegels an Springer oder an das Innenministerium? Anders kann ich mir die letzten beiden Titelausfälle des Spiegels nicht erklären. Nummer 1 war die Warnung vor der “gelben Gefahr”. Der Spiegel schrieb dort über chinesische Spione. Warum das ausgerechnet in Begrifflichkeiten aus der rassistischen Mottenkiste geschehen musste, bleibt unbeantwortet.

Dann heute der zweite Knaller, auch wenn diesmal die polemische Überschrift der RAF-Titelstory weichen musste. “Allahs deutsche Jünger – Die neuen Terroristen”. Hallo? Gehts noch? Habt ihr eure Augsteinsche Philosophie mirnichtsdirnichts über Bord geschmissen? Oder habt ihr bereits den Gretchentrojaner im Einsatz? Wenn ja, sagt bitte bescheid, dann kann ich mein Abo umgehend kündigen. Solch einen manipulierenden Angst-Rotz kann ich nämlich auch bequem woanders lesen.

38 Kommentare

  1. jonas

    Deine Kritik auf “Die gelben Terroristen” kann ich nachvollziehen.
    Aber “Allahs deutsche Jünger – die neuen Terroristen” find ich vollkommen okay.

  2. Paddy

    Ich find auch das zweite nicht ok. Das Impliziert, dass deutsche Muslime automatisch neue Terroristen sind. Ohne irgendeine relativierung wie zum Beispiel nur ein Fragezeichen.

    Nur um der guten Headline willen ganze Gruppierungen zu verunglimpfen ist sonst nur Bild-Stil. Das der Spiegel auf solche Mittel zurückgreift, ist extrem bitter.

  3. tim

    …wenn man sich Spiegel Online anschaut und in wie weit man sich da schon dem Bild-Zeitung Nivea in Punkto “Hetze, Panik und Boulevard” angenähert hat, wundert mich die Rückkopplung auf die Printversion keineswegs. Spiegel scheint dann doch langsam die Bild-Zeitung der Intellektuellen zu werden.

  4. Alter Falter!

    Unter dem Titel “Nachrichtenmagazin im Sommerloch: Der Spiegel beschwört die Gelbe Gefahr” habe ich auch in meinem Blog abgelästert. Fazit: Nee, wie peinlich!

    Religion ist mir per se suspekt, vielleicht ist das Thema “Allahs deutsche Jünger” deshalb grußlos an mir vorbeigegangen.

  5. jonas

    @paddy
    okay, ich verstehe jetzt, worauf du und patrick hinaus wolltet.
    ich habe die zweite line aber eher auf die enttarnten terroristen bezogen und auf evtl. schläfer in dtl. aber nicht auf die muslime in deutschland allgemein.

  6. theObserver

    Sowas in einer Werber-Community zu lesen ist wirklich, wirklich belustigend.

  7. Thilo

    finde ich nicht, schließlich geht es ja um Kommunikation… Wie auch immer, das der Spiegel seine Bissigkeit verloren hat ist ja allseits bekannt, dass er jetzt auch noch sein Niveau aufgibt und leider auch im Print den Weg einschlägt, den die Online-Kollegen vorgehen, kann nur betrauert werden.
    Bleibt die Frage, wo bekommt man den nun unverfälschte, ungefärbte eben einfach wahre Information?

  8. Alter Falter!

    Die Belustigung von theObserver kann ich auch nicht nachvollziehen. Hetze, Propaganda, Werbung – ist es denn wirklich so schwierig, hier einen Zusammenhang herzustellen?

  9. Patrick Breitenbach

    @Alter Falter!: Naja wenn man halt sehr in Schubladen denkt, dann ist doch klar, dass Werber kommerzielle, verkokste und dumpfe Zombies sind, denen alles scheissegal ist. Tja. ÜBERRASCHUNG!

    Ich halte es wie Thilo, wir beschäftigen uns mit Kommunikation und es gibt eben Werbung und Werbung. Das begreift man allerdings erst, wenn man öfters und tiefer hier liest.

    Übrigens ist der Spiegel nach dem Sommerloch wieder doppelt so dick. Ratet mal warum! ;-)

  10. theObserver

    Ich bin belustigt wegen der Naivität. Sowas hier zum Beispiel ist für mich schier unfassbar: “Bleibt die Frage, wo bekommt man den nun unverfälschte, ungefärbte eben einfach wahre Information?” Ich habe wirklich keine Lust darauf ernsthaft zu reagieren. Es gibt keine einfache, unverfälscht Wahrheit – schon gar nicht im Journalimus.

    Vielleicht jetzt mal zum Fall: Mich machen so boulevardeske Titel auch nicht glücklich, sehe aber auch nicht den Mega-Aufreger. Sie sind unpräzise und unscharf und mit ganz viel Argwohn kann man daraus Rassismus ableiten. Vielleicht sollte man beachten, dass aber im Spiegel noch mehr drinne steht als auf dem Cover – und das ist vielleicht auch der immer (?) bleibende Unterschied zur Bild: Der eh etwas gebildetere Leser bekommt Hintergrundinfos. Oft auf These geschrieben – aber das ist der pointierte Journalismus, den sich viele wünschen und vom Spiegel erwarten.

  11. Thomas Langel

    Sommerlöcher gibt’s halt überall. :-)

  12. Martin

    Der Spiegel ist eben nicht mehr das was er mal war. Früher gab es ja noch den regelrechten Kampf Springer vs. Spiegel. Heutzutage muss man sich manchmal fragen, was jetzt was ist. Und Spiegel Online war schon von Anfang an anders als die Printausgaben der früheren Zeit. SPON setzt auf Boulevard (die ganzen Paris Hilton-Stories oder ob Linda de Mol oder wie dieses holländische Schreckgespenst auch heißen mag Probleme mit ihrem Mann hat). Ich denke es geht hier wie immer nur um PIs und die entsprechenden Werbegelder. Onlne bin ich schon lange auf Tagesschau.de umgestiegen, bei den Magazinen vor allem auf The Economist und Newsweek. Da weiß man wenigstens noch was man bekommt und der britische/amerikanische Blick auf Europa und Deutschland schadet auch nicht immer. ;o)

    Ansonsten kann man die wichtigsten Nachrichten auch in Blogs lesen, meist noch mit einem gesalzenen Kommentar und wenn ich dort Qualität finden möchte, gehe ich auf rivva.de und suche mir zusammen, was mich interessiert.

  13. Senem

    Habe keinen Zugang mehr zur Printversion, @ Patrick ist der Spiegel jetzt dicker wegen der vielen kleinen Bildchen a la Stern?

  14. herrMartin

    es tut unglaublich weh, wenn man die letzten jahre viele zeitungen und ehemals gute print magazine beobachtet. jemand der wenigstens ein wenig eigenständig denken kann, sollte da aufgefallen sein das journalismus kaum noch passiert, es wird nur noch übernommen aber kaum redaktionel gearbeitet, schlimmer es wird fast nichts mehr hinterfragt. ich bekomm es richtig mit der wut wenn ich mir anschaue wie über politische themen (nicht) berichet wird, die unsere demokratischen grundsätze adabsurdum führen, vernichten. aktuelles beispiel online durchsuchungen. ich hab dazu nicht eine stellungnahme von wirklich kompetenten leuten gehört, gesehn oder gelesen, obwohl jeder der wirklich ahnung davon hat bei dem thema gift und galle sprüht. nein es wird einfach auf dusseligste art und weise polit pr verbreitet ohne nachzuhaken.

    leider muss man spon und co verfolgen um bescheid zu wissen welche sau grad durchs dorf gejagt wird. im übrigen schließe ich bei meiner kritik tagesschau und heute journal ausdrücklich mit ein. gerade da würde ich anderes erwarten. aber speziell unsere staatlichen nachrichten sind bei der ideologischen idoten mediensau immer ganz vorn dabei.

  15. Patrick Breitenbach

    @Senem: Das wohl auch, aber ich meinte eher die bunten Werbebildchen und etlichen Beileger.

    @herrMartin: Wohl wahr. Habe vor kurzem eine Doku gesehen über den Spiegel, wie die damals so gearbeitet haben. Da wurde jede kleinste Information nachrecherchiert und überprüft. Also so Dinge wie “es war ein kalter, verregneter Novembermorgen am xx.xx.” wurden überprüft, also tatsächlich der Wetterbericht von diesem Tag herausgekramt, ja man hat gar geprüft ob der Tag wirklich ein Donnerstag war. Ich frage mich, ob die heute immer noch so arbeiten.

    Letztendlich bleibt es wohl uns (und auch manchen Bloggern) überlassen die Dinge vermehrt zu hinterfragen. Dabei geht es weniger um journalistische Recherchetätigkeit, sondern vielmehr um das Hinterfragen an sich.

    @theObserver: Natürlich gibt es nicht DIE WAHRHEIT, aber dann bitte sollte man “die Wahrheiten” aufführen. Lieber mach ich mich zum naiven Affen, als alles zu schlucken was einem so über den Weg läuft.

  16. Peter

    Warum lese ich nicht viel mehr solche Artikel? Nervt diese Angstmacherei wirklich so wenig Leute?

    Nicht nur der SPIEGEL (die Bild Zeitung für Abiturienten) sondern auch die ganze Bandbreite der Massenmedien freut sich doch tierisch über die Angst vor Terror & Co. Nicht nur die Machthaber in den USA wissen diese Angst-Medien-Maschine hervorragend für bestimmte Zwecke zu nutzen. Oder glaubt jemand ernsthaft das sich der gläserne PC-Nutzer noch vermeiden lässt?

    Also bitte: Bloggt bitte gegen die Angstmacherei in den Massenmedien – wir wissen doch alle wo das immer wieder hinführt…

  17. Patrick Breitenbach

    @Peter: Die Angstmacherei nervt viele Menschen, allerdings entwickelt sich das Thema Terror langsam zu einer Art Tabuthema. Man darf zwar über Terror sprechen, aber eben immer nur aus einem Blickwinkel heraus. Das ist es was mich wirklich nervt und ich beobachte, wie immer mehr solide Journalisten auf den Zug aufspringen. Richard Brodie würde das sicherlich als eines der größten Denkviren unserer Zeit bezeichnen. Wer sich für Viren des Geistes interessiert. Unbedingt lesen: amazon.de/Virus-Mind...

    Versucht man das Thema Terror kritisch anzugehen wird man umgehend als a) potenzieller Terrorist b) als Verschwörungsspinner oder c) als Landesverräter bezeichnet. Das schöne an so einem “Virus”, endlich haben einige Regierungen genug Freiraum um andere Dinge durchflutschen zu lassen, solange die Medien durch solche Themen blockiert werden.

    Es ist jedenfalls unglaublich wieviel Macht diese Berichterstattung ausübt. Sie schafft Vorurteile, sie schürt den Terror (anstatt ihn einzudämmen) und sie hemmt unser Denken und Handeln. Wir reisen nicht mehr in muslimische Länder, wir finden alles arabisch anmutende hochverdächtig. Die Folge? Nun es findet eine soziale Ghettoisierung statt. Wir grenzen andere aus, die anderen schweißen sich zusammen. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Menschen radikalen Gruppen anschließen, ganz einfach weil es der einzige Ort ist, an dem sie noch akzeptiert werden. Der Nährboden für fanatische Irre (auf allen Seiten) ist die derzeitige Berichterstattung und die teilweise Blockierung des globalen Informationsflusses.

  18. herrMartin

    Patrick danke, Du sprichst mir aus der Seele

  19. tobe

    SPIEGEL als unabhängiges medium? eigentlich ein alter hut…

    ob wir uns nun die 60er jahre anschauen, wo es ja bereits den vorwurf der demokratiegefährdung gab oder zuletzt 2005, wo in der wahlkampfzeit klare pro-merkel tendenzen zu erkennen waren…

    wie sagt man so schön: geschichte wiederholt sich ;-)

  20. hanneken

    @Peter “SPIEGEL (die Bild Zeitung für Abiturienten)” – sehr gut! Früher war das wirklich anders, da war der Spiegel eine Institution, aber die c’t ebenfalls… und der stern war auch schon mal erträglich. Früher war eben alles besser, fragt Frau Herman ;-)
    Nein, viele Zeitschriften haben an Seriosität bzw. Inhalt verloren, das ist sehr schade. Aber wenn der Markt nichts anderes her gibt… sei’s drum – wozu gibt’s Blogs?!
    ;-)

  21. Patrick Breitenbach

    @hanneken: Blogs können sowas DERZEIT leider nicht ersetzen. Solange Blogger das rein in ihrer Freizeit machen, fehlt auch hier der investigative Aspekt. Blogger sind eben (fast) keine Journalisten. Momenatn sind Blogger eine Kontrollinstanz für Journalisten, wir können Fragen aufwerfen. Fragen sachlich und gut recherchiert beantworten können nur die allerwenigsten Blogger. Das ist der große Unterschied. Allerdings sollte man auch nicht ganz außer Acht lassen, dass die immer größer werdende Vernetzung von vielen Blogs am Ende dann doch eine Art Superblog bildet, der in der Lage ist, Nachrichten gut recherchiert vorzulegen, ganz einfach weil es viele natürlich Kontrollinstanzen gibt. Der eine Blogger stellt die Frage, der nächste gibt Antwort, der übernächste überprüft die Antwort und korrigiert sie, der überübernächste usw. Es fehlt jedoch noch am “Ausgang”, also eine Stelle wo zumindestens die durchdeklinierten Fakten dargestellt werden. Wikipedia ist derzeit ein Beispiel für so einen “Ausgang”.

  22. somiht

    auf diese beiden headlines bezogen:
    der spiegel beschreibt, zugegeben sehr spitz und boulevardesk, die tatsachen – trotzdem zum glück und mit gutem recht!

    schlussendlich sind die headlines der einstieg in m.e. gut recherchierte artikel.

  23. herrMartin

    patrick das stimmt schon, aber ich denke bestimmte bereiche kann man so schwer bis gar nicht abdecken. mir kommt da kriegsberichterstattung, die hätte es aber nötig, in den sinn bzw. alles was mit großen reisekosten zu tun hat. nicht alle regionen der welt sind dicht mit internetnerds besiedelt.

  24. GIZA

    So ganz verstehe ich die Aufregung um den Titel nicht.
    In China selbst redet man von “Gelber Literatur”, “Gelber Musik” gibts den “Gelben Fluss” und steht “Gelb” ansich symbolisch für das Land. Auf der anderen Seite dürfte das den meisten Spiegel-Lesern nicht bekannt sein, so dass Sie den Titel wohl auf die (vermeintliche) Hautfarbe zurückführen. Schwierige Sache das.

    Bedenklicher finde ich da schon den offenen Antiamerikanismus diverser Spiegel-Titel. “Bush-Krieger”, “Operation Rambo”, George W. Bush in Cowbobydress mit Colt im Anschlag. Das ist zumindest sehr unkreativ, weil zu oberflächlich und simpel.

  25. Georg

    Krass! Also das mit den Gelben Spionen ist schon sehr unpassend. Das nahezu propagandistisch wirkende Titelbild dazu….den anderen Text finde ich auch etwas fragwürdig hart an der Grenze.

    Wenn jetzt auch noch der Spiegel beim “Angstmacher-Journalisums” mitmacht ….

  26. quickmick

    naja wen wundert es denn. für mich ist der spiegel mittlerweile auch nur noch eine bildzeitung mit nem bissl mehr text.
    allein schon, wenn man sich einmal spiegel tv anschaut. es geht entweder um die völlige inkompetenz irgendeiner regierungsabteilung, den totalen verdruss der ostdeutschen bevölkerung…hab ich was vergessen. ach ja die hetze gegen die braune pest ist ja nun auch in jeder folge vorhanden.
    was mich dabei vor allem aufregt, ist weniger die themenauswahl, sondern die grottenschlechte recherche. statt die ursache und probleme offenzulegen wird lediglich das für jeden eh schon offensichtliche dargestellt.

  27. Kann es sein, daß Linkvolk unter uns ist? auf F!XMBR

    [...] Spiegel-Hetze Tja… [...]

  28. Martin

    Wer noch etwas über den Spiegel und v.a. Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust erfahren will, möchte sich bitte das durchlesen: taz.de/index.php?id=...

    Vetternwirtschaft gibt es eben überall… ;)

  29. Florian

    der Spiegel ist doch schon seit Jahren das Sturmgeschütz des deutschen Ressentiments.

    Nur mal als Beispiel:
    medienkritik.typepad...

    Die Seite “Medienkritik” mag dem einen oder anderen vielleicht etwas ZU Amerika-affin sein.
    Aber deren Punkt ist dennoch zutreffend:
    Der Spiegel berichtet seit mindestens einem Jahrzehnt extrem unausgewogen über die USA. “Amerika-Kritik” in allen Ehren. Aber der Spiegel bedient da überwiegend nur noch die deutschen anti-amerikanischen Ressentiments.
    (Einziger Unterschied zum Titel über die “Gelbe Gefahr” ist, dass dumpfe Ressentiments in Deutschland politisch unkorrekt sind – es sein denn, sie betreffen die USA).

  30. Sono

    Also BILD Niveau ist etwas anderes. Ich finde die Schlagzeilen weder rassistisch angehaucht noch unpassend. Typische SPIEGEL Titel, wie ich finde.

  31. theObserver

    Patrick: natürlich darfst du schreien so viel du willst, aber nicht für jeden schrei findest du im interaktionsmedium blog beifall…

    “Das ist Bild-Zeitung für…” ist eine intellektuelle Totschlag-Argumentation für: Das ist mir zu zugespitzt, da sind mir zu viele Bilder drin und für “huch, igitt, bah” eine Zeitung, ein Magazin, eine Homepage versucht mich auch zu unterhalten.

    Wann wird die NZZ, die FAZ so genannt werden? Wenn sie einem Linken zu Rechts/Neoliberal ist?

    Wann die ganzen komischen englischen wissenschaftliche Aufsätze, die in den Titel und in den Formulierungen auch mal lockerer in der Sprache sind?

    Ich fand es belustigend, weil ich die Werbebranche nicht gerade als Sperspitze der gelebten Aufklärung betrachten, nach der hier viele schreien.

  32. Patrick Breitenbach

    @theObserver: Es geht nicht darum nicht boulevardesque zu sein. Wer mich kennt, weiß, dass ich das als legitimes Instrument sehe um Wissen weiterztragen und zwar auf breiter Ebene. Infotainment ist spannend und kann nützlich sein.

    Wogegen ich jedoch “schreie” ist nicht die Bildsprache oder der reißerische Titel an sich. Mich stört in diesen Fällen die bewusste (oder unbewusste) Manipulation und das drehen am Angsträdchen. Hier werden gedankliche Viren in die Welt gesetzt die auf der Metaebene dinge propagieren wie: “Alle Chinesen sind Verbrecher” oder “Alle Muslime (besonders deutsche Konvertiten) sind Terroristen”. Sorry, da kann ich die Füße nicht still halten und viele Menschen, die hier mitlesen eben auch nicht.

    Ich finde es daher belustigend, wie sehr du bereits in Kategorien denkst. Werber können nicht aufklärerisch sein. Meinst du ich wäre glaubwürdiger wäre ich Journalist, Polizist, Bauarbeiter, Richter whatever? Wohl kaum, oder? Wer ist denn deiner Meinung nach berechtigt, die Aufklärung voranzutreiben?

  33. theObserver

    Es ist doch voll ok aufzuschreien. Nur: Die Grenzen können da unterschiedlich sein. Ich mag keine Angstmacherei, ich mag keinen Rassismus. Trotzdem sehe ich bei deinen beiden Beispielen mein Grenze nicht übertreten. Es ist an der Grenze,ja. Aber nicht drüber. Es wird weder explizit noch implizit gesagt, dass alle Chinesen Spione seien. Das Bild finde ich eine wunderbare Illustration für die im Artikel vermittelte These. Und auch das Kokettieren mit diesem Propaganda-Stil macht Sinn.

    Schwieriger finde “Allahs deutsche Jünger – die neuen Terroristen”. Stünde das allein (also gebe es keine Hintergrundtext), gäbe es einen Doppelpunkt, Gleichheitszeichen oder Vergleichbares – ich würde deine Behauptung sofort unterschreiben. Es ist nicht sonderlich präzise und mißverständlich. Aber rassistisch?

    Zur Aufklärung: Ich hatte nie vor nach Berufsstand zur sortieren – das wäre völliger Quatsch. Als “Bemessungsgrundlage” würde ich doch spontan mal das Handeln vorschlagen.

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