06.09.07
14:15 Uhr

Über Geld spricht man nicht

{lang: 'de'}

Doch! Ich will nicht lang um den heißen Brei herumreden. Jeder möchte gerne schnell viel Geld verdienen; jedenfalls kenne ich niemanden, der freiwillig weniger Gehalt fordert. Andererseits gibt es so etwas wie unternehmerische und branchentypische Gehaltsgefüge, die Agenturchefs ungern (vor allem nach oben) gedehnt wissen möchten und ganz nebenbei ist es ja auch wichtig, ob der “Gegenwert” passt.
Unser Leser Robert ist in diesem Zusammenhang auch auf eine Personalanzeige gestoßen, die er uns mitgeteilt hat. Seine Einschätzung:

“…hier ein kleiner Link, der mich zuerst sehr belustigte, dann zu Tränenausbrüchen drängte und zum Schluss wieder zum Lachen brachte. Vielleicht auch mal interessant, etwas zu dieser Ecke der Werbewelt zu sagen?”

Was ist nun eure Meinung? Wieviel Gehalt sollte z.B. ein fest angestellter CD Arter oder Texter mit ca. 2 Jahren Berufserfahrung in einer Agentur mindestens verdienen (ggf. inkl. eingerechneter geldwerter Leistungen wie Firmen-PKW u.ä.) ? Was haltet ihr für “angemessen”?

Update zur Titelbezeichnungsdiskussion (via):

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Monatliches Bruttogehalt in €
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84 Kommentare

  1. ramses101

    Fest angestellter CD oder Texter mit zwei Jahren Berufserfahrung sind aber zwei Paar Schuhe ;-)

  2. peterchen

    “ein fest angestellter CD oder Texter mit ca. 2 Jahren Berufserfahrung ”

    na was denn nu? ein CD ist jetzt nicht gerade ein Texter mit 2 Jahren Berufserfahrung. Das ist ein Juniortexter! Und ein Junior verdient zwischen 1800 und 2800 Brutto. In Berlin weniger in Frankfurt mehr. Und natürlich zahlen die besten Agenturen am wenigsten. Aber das ist in Ordnung, dafür verdient man später besser.

  3. Daniel

    Man sollte auch beachten, das diese Stelle für 3 Tage in der Woche gilt und nicht für eine komplette Woche.

  4. jonas

    @ramses + peterchen
    wollte ich auch gerade sagen …

  5. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Schön, liebes Peterchen, dass Deine Welt so in Ordnung ist.
    zwischen 1800 und 2800? Na das ist doch mal ne spannende Spanne…

  6. Roland Kühl-v.Puttkamer

    CD ist stellvertretend für den layout/Grafik Bereich, denkt euch das (D) weg.

  7. Lule

    schon jemand aufgefallen, dass bei der Anzeige auf horizont.net von einer 3-Tage Woche ausgegangen wirdUnter diesen Umständen sind 1000 pro Monat doch nicht ganz so schlimm

  8. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Ja. Das wären dann bei 5/5 (statt 3/5) ein volles Gehalt von 5*333,33=1666,65

  9. Patrick Breitenbach

    Fragt doch mal nen Freelancer dazu, ob er für 1000,- Euro mindestens 12 Manntage arbeitet. ;-)

  10. peterchen

    @ roland!!

    ich habe als juniortexter für 1800 brutto gelebt. und zwar gut.
    ich war 21 und es war in berlin. ist auch erst 3 monate her.
    in einer billigen stadt wie berlin, finde ich es in ordnung weniger zu verdienen. jetzt bin ich in düsseldorf und bekomme 2600.
    und ich bin überzeugt, dass ich irgendwann das zehnfache verdiene.
    aber wenn es dir zu lange dauert, studier doch bwl!!

  11. Patrick Breitenbach

    Hehe. Ich seh schon Geld ist und bleibt ein Tabuthema, welches die Galle wabern lässt.

  12. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Liebes Peterchen mit künstlicher Intelligenz: Ich falle aus der Zielgruppe der Juniors mit meinen 44 Jahren aus. Ich bin eher auf der Seite, die einstellt ;-)

  13. jonas

    “CD ist stellvertretend für den layout/Grafik Bereich, denkt euch das (D) weg.”

    was ist denn ein C?
    Craphic Designer? Crafiker? Creative? Clayouter?

  14. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Och Jonas, jetzt leg doich nicht alles auf die Waagschale, du weißt doch genau, was gemeint ist.

  15. jonas

    Ja, ich schätze, du meinst “Grafiker”. Deshalb habe ich mich gewundert, was das CD minus D bedeuten soll.

    Aber darüber hinaus: Ich hoffe, dass es einfach nur ein Flüchtigkeitsfehler war, einen CD und einen Texter mit 2 Jahren Berufserfahrung auf eine (Gehalts-)Stufe zu stellen. Ansonsten müsste ich mich doch sehr über die Kompetenz des Werbebloggers wundern.

    (Dachte erst, der Artikel stammt von Patrick. Kommt er ja zum Glück nicht.)

  16. peterchen

    wenn du so etwas schreibst:

    “CD ist stellvertretend für den layout/Grafik Bereich, denkt euch das (D) weg.”

    frage ich mich, ob du je in einer agentur warst. wo gilt das denn?

    also ich habe einen CD Art und einen CD Text und beide verdienen so viel ich weiß ziemlich gut. du meinst einen AD? oder bei zwei Jahren einen Junior AD?

  17. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Junior Art Director, Junior Arter. Terminus so ok?

  18. peterchen

    also das da unten gibt es, aber einen C?

    (Text) (Art)

    Junior Texter Junior Art Director

    Texter Art Director

    Senior Texter Senior Art Director

    CD CD

    Geschäftsführer Geschäftsfürer

  19. Patrick Breitenbach

    @Jonas: Ähh also für mich ist ein CD immer noch ein “Creative Director” und der kann sowohl Textern als auch Grafikern zugeordnet werden, je nach Agentur und Organisationsform. Am Ende ist und bleibt der CD ein künstlicher Titel der überhaupt keine Vergleichsmöglichkeit bietet. Will meinen, ein CD bei Agentur XY ist nicht wie mit einem CD der Agentur Z zu vergleichen. Bzw. mancher Junior hat das Potenzial eines Senior CDs und umgekehrt.

    Von daher bin ich nicht gerade von dieser Betitelung überzeugt. Ein CD ohne D wäre für mich logischerweise die Kreativabteilung.

  20. peterchen

    Ja, richtig. Nach zwei Jahren ist man meist immer noch Junior Texter, oder Junior Art Director und verdient zwischen 18 und 28 brutto. je nachdem wo man ist und wie man sich anstellt.

  21. Patrick Breitenbach

    Ach ja. Je weniger man verdient, desto wichtiger werden einem die Titel! ;-)

  22. peterchen

    “t das Potenzial eines Senior CDs”

    wo gibt es denn einen Senior CD, Patrick?

    du meinst Geschäftsführer Kreation? ;-)

  23. Patrick Breitenbach

    @peterchen: Kommt darauf an wo man arbeitet. In großen Networks mag das stimmen. Woanders nennt sich jeder wie er grad lustig ist. ALso eine DIN-Norm für Junior/Senior etc. kenn ich nicht.

  24. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Titel sind Schall und Rauch, mit welchen nicht selten eine knappe Vergütung ausgeglichen wird. Über genau diese soldatische Hierarchie hat Patrick zuvor heute geschrieben…

  25. peterchen

    aber das ist das geläufige zumindest in kreativagenturen.

    bei scholz ist es so, bei jvm, bei saatchi,bei kolle, bei s&j, bei serviceplan usw..

    also schon irgendwie ne din-norm, oder?

  26. peterchen

    so ein quatsch. selbst wenn, dann wechselt man halt die agentur!

  27. Patrick Breitenbach

    Um das endlich zu beenden. Sydney Carten weiß Auskunft: bullsfield-studio.de...

  28. Martin Hiegl

    Bei den Vorstellung über das Gehalt kann ich nicht mitreden, aber da ich bei einer Firma arbeite, welche auch immer sehr viel Spaß mit den unterschiedlichen “Job Roles” bzw. Titel hat, halte ich mich für geeignet hier mal festzustellen, dass diese Pickerei um die genaue Bezeichnung für die Katz is. Namen sind Schall und Rauch, es geht darum, dass wohl alle wissen, wer bzw. was gemeint ist. So und jetzt würde mich eine weitere Diskussion über die Summe mehr interessieren.

  29. jonas

    @patrick
    “Ähh also für mich ist ein CD immer noch ein “Creative Director” und der kann sowohl Textern als auch Grafikern zugeordnet werden, je nach Agentur und Organisationsform.”

    sehe ich genau so. nur hat normalerweise ein CD etwas mehr als 2 Jahre Berufserfahrung.

    “Von daher bin ich nicht gerade von dieser Betitelung überzeugt. Ein CD ohne D wäre für mich logischerweise die Kreativabteilung.”

    und wo ist dann der unterschied zwischen Kreativabteilung (“C”) und Texter?
    egal, lassen wir das, wird jetzt so langsam zur korinthenkackerei. wundert mich aber echt, sowas bei euch zu lesen.

  30. Vroni

    Einspruch: Es gibt CDs Text und es gibt CDs Art.
    Und ein Texter ist ein Texter und kein CD.

    Für den Standort Stuttgart sind 1000 € pro Monat für 3 Tage/Woche – oder entsprechend 1.600,00 € – Vollzeit arg wenig.

    Wer allerdings gern sein Home-Office neben so einem Job noch laufen lassen will, für den passt’s schon fast wieder. Damit kann er/sie zumindest seine Fixkosten wie Miete und Essen finanzieren und sich von den gröbsten Existenzsorgen entlasten.

    Und ich schätze, darauf spekuliert der Anbieter auch.

    Wer sich für so ein Angebot dennoch interessiert, sollte dringend im fixierten Vertrag darauf achten, dass in diesen 3 Tagen pro Woche nicht soviel Arbeit wie für Vollzeit reingepackt wird. Diesen Verdacht habe ich fast, wenn ich lese: “sie sind schnell, motiviert und arbeiten selbständig. sie haben talent im organisieren und arbeiten strukturiert. sie sind fit, ein allrounder und komplizierte sachverhalte sind für sie eine herausforderung. da wo andere austeigen, fangen sie an.”
    (Außerdem hasse ich permanente Kleinschreibung)

    Das Oversizing passiert leicht. (“Was, das schaffen sie nicht? Sind Sie doch nicht so schnell?”) Und dann kommt er/sie mit seinen Privatkunden auch zeitlich und von der Rest-Energie her brutal ins Schwitzen. Also dringend als Interessent das Arbeitspensum klären. Das ist wichtiger als 3 Tage oder 2 oder 4.

    “Tage” (und dann eben auch dieses Fixgehalt ebenfalls) sind relativ/wumpe. Wer in der Werbung arbeitet, weiß das. Mein Angestellten-Arbeitstage hatten mind. 12 Stunden, an locker 2 Tagen in der Woche wurden 16 Stunden draus. Da darf man sich nicht vormachen, was da mit “Tagen” gemeint sein kann.

    Frauen kennen übrigens solche Teilzeitfallen gut. Sie sind zwar halbtags beschäftigt, kriegen aber oft soviel Arbeitsdichte reingepackt, dass sie fast besser und stressfreier fahren würden mit Vollzeit.

    Just my 2 Cents als Ex-Angestellte und jetzt potenzieller Job-Vergeber.

  31. peterchen

    Die Vroni hat Plan!

  32. Patrick Breitenbach

    Nun ja, man muss Roland verzeihen, er ist a) schon alt b) GF und c) Sound Brander und d) nicht auf Titelsoße scharf! ;-)

  33. peterchen

    Na, wieso interessiert er sich dann für die gehälter von kreativen in einer werbeagentur, keine hobbys? oder will er einfach nur mal lachen? ;-)

  34. Patrick Breitenbach

    Doppel-Einspruch: “Es gibt CDs Text und es gibt CDs Art.” Richtig, es gibt auch CD Gesamt.

    “Und ein Texter ist ein Texter und kein CD.” Ähh ein CD kann aber auch Texter sein, oder? Aber wenn es sich auf diese Stellenausschreibung bezieht (wo man übrigens eine eiwerlegende Wollmilchsau sucht) dann ist es ausschließlich Texter, richtig. Aber ich weiß nicht ob die Umfrage direkt auf diese eine Ausschreibung bezogen war. Ist auch egal, ich zieh mich hier jetzt raus! :-)

  35. Patrick Breitenbach

    @peterchen: Frag ihn doch einfach.
    - geflüchtet nach Diktat -

  36. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Zur Sache bitte.

  37. pillermann

    Huch was ist denn das hier?

    Ach, blos ne peinliche Discussion.

  38. Vroni

    “Ähh ein CD kann aber auch Texter sein,…”

    Ein CD lässt in der Regel texten, is einfach schlauer. Von Geburt her kann er gern Texter sein, ist mir wumpe :-)

  39. Siggi Schwartz

    Hallo ich bins wieder Euer Siggi,

    heute stell ich Euch folgende interessante Frage:
    Was ist ein aCD?

    youtube.com/watch?v=...

  40. ipub

    has a strategist for an advertising co in Montreal Quebec Canada, I earn 1500 euros (2100 $CA), But the cost of living in Quebec is cheaper than in Europe.

  41. Moritz

    Kann nicht irgendjemand endlich mal dieses kleine, großkotzige peterchen abstellen? Nervt tierisch. Auch wenn er die Welt respektive Berlin und Düsseldorf schon gesehen haben zu scheint.

  42. peterchen

    @moritz

    was hab ich denn so schlimmes getan?

    habe auch schon mehr als berlin und d-dorf gesehen. aber warum großkotzig? weil ich weiß, was ein CD ist?

  43. Andreas Rodenheber

    Ein CD ist ein Kreativabteilungsleiter.
    Ein Abteilungsleiter leitet eine Abteilung (oder Gruppe).
    So wie ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

  44. peterchen

    achso, wegen “und ich bin überzeugt, dass ich irgendwann das zehnfache verdiene.”

    sorry, aber das ist selbstbewusster ehrgeiz.

  45. peterchen

    richtig Andreas, jetzt verstehen es viellicht auch die letzten. aber damit können wir nun wirklich aufhören.

  46. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @peterchen
    ich glaube, du hast da was bei andreas nicht verstanden…

  47. Patrick Breitenbach

    Bitte nicht füttern …

    … also den Zitronenfalter!

  48. Roland Kühl-v.Puttkamer

    nach diktat verreist…

  49. Stefan

    Ich bin als Branchenfremder etwas erstaunt über die Gehälter und Aussagen dazu in der Diskussion hier.

    1800 Euro sind also o.k. 12 Stunden am Tag normal?

    Ich kenne ein Hausmeisterunternehmen, bei denen die Putzfrauen 1.450 Euro brutto + private Mitbenutzung des gestellten Firmen-Pkws erhalten.

    Ist die Werbebranche so überlaufen bei der Nachfrage nach Arbeitsstellen?

  50. Vroni

    @ Stefan

    Richtig, Watson. Ziemlich überlaufen.
    Alle wollen irgendwas mit Medien machen, aber keiner will putzen. Außer Eva Herrmann-Anhänger. Jetzt hammer den Salat.

  51. ensman

    Zurück zur eigentlichen Diskussion:

    Geht’s noch??? Selbst bei 1666 Euro pro Monat … Das ist Brutto, da bleiben netto um die 1100 übrig. Wow, an der Kasse beim Supermarkt kriegste mehr. Und was soll man dafür machen? Arbeit der Extraklasse von einem Spezialisten ist gefordert.

    Ne ne, mal ganz im Ernst, wer soll denn da arbeiten? Absolventen der Schule des Schreibens? Oder solche, die mal einen Studiengang “Werbetext” bei der Studiengemeinschaft Darmstadt (die, die meist auf der U4 von Käseblättern stehen) belegt haben?

    Okay, solche werden es wohl sein. Aber dann nicht heulen, wenn nur Bullshit rauskommt. Wenn ich ir ein Moped kaufe, muss ich mich nicht wundern, dass ich nicht auf die Autobahn darf und auch keinen Benz überhole. Also ehrich.

    Und wo leben wir überhaupt? Meiner Meinung nach ist das das Resultat der Personlapoltik der letzten ahren – haufenweise Praktikanten, weil davon gibt’s ja geng. Wozu einen Senior-Texter einstellen, wenn man dafür fünf Praktikanten kriegt? Jetzt gerade ist das Geschrei groß, dass es keinen qualifizierten Nachwuchs gibt, dass es nirgendwo Junioren gibt. Ach? Wer das jammert, der sollte mal in seine eigene Agentur schauen, wie viele Praktikanten und Trainees dort rumhängen – und das seit Jahren.

    Aber, so lange es funktioniert, ist ja gut. Da werden einem Sundensätze von 20 Euro als “erstklassiges Angebot” unterbreitet und ein Texter (in der Anzeige war nix zu lesen von einem Junior-Texter) soll für 1000 Euro im MOnat arbeiten. 1000 Euro, doppelt so viel wie ein Praktikant (im besten Fall) kriegt. Toll, die Miete ist davon bezahlt, auch Mehl und wasser kann man sich davon leisten. Schön, die anderen zwei Tage arbeitet man dann als Freelancer für besagte 20 Euro … Kann gut verstehen, wenn einige Leute sagen “Werbung ist nichts mehr für mich” und auf Kundenseite wechseln (13 oder 14 Gehälter und einiges Angenehme mehr, das bei diesem Job sicherlich auch nicht drin ist).

    Wie gesagt, jeder kriegt das, as er verdient. Und diese komische Agentur eben Vollpfosten-Möchtegern-Texter. das erklärt mir teilweise auch die grottenschlechte werbung, die man allerortens bewunder und dann hier diskutiert sehen darf. Input gleich Output.

    Und zum Tema, die guten Agenturen zahlen weniger: Selbst als Einsteiger sind bei namhaften Agenturen für Junioren mittlerweile 2000 Euro usus. Und ich rede hier von echten Junioren, also niemanden, der bereits zwei Jahre Erfahrung hat.

    Dieses Angebot ist eine reine Unverschämtheit und wirft ein selstsames – und leider berechtigtes – Bild auf unsere Branche.

    Ach, genug jetzt. Ich habe fertig.

  52. peterchen

    kann deine meinung nicht teilen. 5 Praktikanten ersetzen keinen Senior. Praktikanten machen meist nur arbeit und dass sie fürs lernen noch geld bekommen ist fair. und die guten werden nach 6 monaten übernommen und bekommen dann auch was. ich war praktikant, wurde von einer top3-kreativrankingagentur übernommen. habe auch immer genug geld zum essen und trinken gehabt. natürlich kann man an der kasse mehr verdienen. aber man kann fast nirgendwo so schnell aufsteigen, wie in der werbung. ich habe vor 1 1/2 jahren noch ein praktikantengehalt bekommen und verdiene heute mehr als ein ice-zugführer oder kriminalhauptkomissar. ich finde die dürfen sich beschweren. ich bin zufrieden.

  53. peterchen

    Überlaufen?? ich kenne eine Agentur, die mir 1000 Euro pro Kopf zahlt. Die suchen dringend Art-Directoren (Online) und Account-Manager, sowie CD’s (für die gibt es 3000 Kopfgeld)
    Und auch Texter werden immer gesucht. Überlaufen würde ich das nicht nennen..

  54. ensman

    Peterchen, du kapierst den Punkt nicht: Dieses Angebot ist einfach unter aller Sau. Natürlich ersetzen fünf Praktis keinen Senior. Aber genau darum geht es ja. Qualität vor Quantität. Klar müssen Praktis Geld verdienen, keine Frage. Aber zwei Jahre Praktikum und dann noch ein Jahr Trainee, bevor man nicht übernommen wird? Ich kenne mehr solcher Fälle, als deinen. Ich freue mich für dich. Aber induktives Denken (von sich auf andere schließen) ist und bleibt ein Kardinalsfehler der Branche. Sicher, man kann schnell aufsteigen – aber schau dich mal um, wie viele deiner Kollegen jenseits der 30 oder gar 40 sind. Oder anders gefragt, wie viele deiner Kollegen (prozentual) sind denn schon mehr als 10 Jahre dabei? Schnell aufsteigen, noch schneller wieder aussteigen …

    Hier geht es um das Thema Lohn-Dumping in Verbindung mit Erwartungshaltung an das Ergebnis. Anders formuliert: die berühmte Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

    Amen. Feierabend.

  55. Normähn Hodenthal

    die agenturen zahlen z.b. einem junior texter/artler umgerechnet 13 – 14 € brutto die stunde (wenn man die überstunden mitrechntet dann sinds ungefähr 8 – 10 €) aber dem kunden berechnen sie für so einen ca. 50 € oder mehr. wenn man ehrlich ist, dann ist das (die Werbebranche) reine abzocke.
    das geld ist ja da. die agenturen haben genug. man müsste die agentur zusammentrommeln und streiken. das wäre doch mal was

  56. Vroni

    @ ensman

    Dein Zorn ist berechtigt.

    yes-or-no ist jedoch keine namhafte Agentur, sondern irgendeine Mittelstandsklitsche. Ganz andere Liga!

    Da läuft das schon länger unter der Hand so, mancher auftraggebende Mittelstand knickert und begreift den Sinn guter Text-Qualität in diesem Leben nicht mehr. Ein Ende diese Zustandes ist nicht abzusehen.

    Ich bin auch nur eine kleine Klitsche ^^, habe im Unterschied dazu kein Interesse an der Einstellung von Studiengang Werbetext-Leuten, die nichts können. Aber auch kein Interesse an einer solchen Kundenansprache wie von yes-or-no: “Deshalb liefern wir beste Qualität zu vernünftigen Preisen.”

    Eine Schlachteplatte kann man auch so ramschig anbieten.
    Genau das gibt Werbung, auf die man verzichten kann.

    Käme mir und meinem Texter-Mann so weder inhaltlich noch stilistisch so über die Lippen. Übel getextet und schlecht positioniert. Und was mancher Mittelstand unter vernünftigen Preisen versteht, da hakts halt auch hinten und vorne. Der rechnet sich seinen eigenen Schinder-Angestellten-Stundenlohn aus und findet sogar 30 € die Stunde überzogen: “Wie gibts denn sowas, dass so a Texter mit a bissi Text mehr kriegt als wie ich…”

    Dass ein Freiberufler ganz anders kalkulieren muss (Geräte, Büromiete, Fixkosten, Fortbildung, Akquisezeiten) und auf keinen Fall unter 60/70€ die Stunde arbeiten sollte, sonst kommt er auf keinen Mini-Schnitt, wird von dieser Klientel nicht begriffen. So sans, unser doch sonst so gut rechnen könnender kleiner Mittelstand. Über Handwerker, die 45 € die Stunde verlangen, wird genauso von denen gemeckert. Und der Tscheche geholt.

  57. andosch

    Da kann ich Ensman nur zustimmen. Gute Texter arbeiten doch nicht für so einen Hungerlohn. Das ist doch lächerlich. Zumal Stuttgart nicht gerade eine günstige Stadt ist.
    Aber das Ergebnis dieser Hungerlöhne (die es ja tatsächlich gibt) ist doch, dass viele gekündigt haben und jetzt als Freelancer endlich das bekommen, was sie auch verdienen.

  58. Turntablerocker

    Und was ist mit den Beratern? Wie viel sollten die verdienen? Um mal ein wenig Abwechslung ins Thema zu bringen?

    Habe schon einige Agenturen hinter mir und die Gehälter waren immer sehr sehr unterschiedlich! Anscheinend muss man bei einer Agentur mit großem Namen eh Abstriche beim Gehalt machen.

  59. peterchen

    Berater sollte es noch nicht mal geben ;-)

    Übrigens kenn ich genug Menschen, die das schon zehn Jahre oder länger machen. die guten, die aufhören, haben einfach keinen bock mehr.

    ich kenn auch leute, die das seit 25 jahren mit spaß machen. sogar immer noch als cd und auch in einer sehr guten agentur.

  60. Senem

    “Berater sollte es noch nicht mal geben ;-)”@Peterchen, kannst Du das mal bitte genauer erklaeren?

  61. Knecht Ruh-precht

    das beispiel mit der putzfrau und “an der kasse sitzen” hat schon einen ziemlichen bart. abgesehen davon:

    ja, die verdienen mehr als manch ein junior (text oder art) und nein, die hat nicht studiert (was viele in der werbung auch nicht haben) ABER die putzfrau/man und die kassenfrau/man werden auch den rest ihres lebens nicht mehr verdienen. hingegen wenn man tough genug war sich durch die “knecht-jahre” in großen/kreativ agenturen zu boxen, steht man danach mehr als gut dar.

    zB. ein CD in einer großen Agentur / Network etc. verdient schnell um 8-11000 €uronen, geht dann zu 95% pünklich nach hause, während die hamster (=junioren) bis spät in die nacht ackern (von nix kommt bekanntlich auch nüscht). oder er reist um die halbe welt für shootings / drehs.

    oder variante B: nach ca. 4-5 Jahren berufserfahrung und dem einen oder anderen award, macht man sich mit seinem text/art partner selbständig und arbeitet frei für diverse agenturen. in meiner agentur (ja groß & kreativ, nein nicht JvM, bevor wieder gehated wird ;-) werden teiweise für wichtige pitches o.a. “freie” gebucht die einen tagessatz von bis zu 2500€ pro nase bekommen (stimmt wirklich, sind dann aber auch sehr gute leut)

    also, wer tough und vor allem GUT & KREAATIV genug ist und sich durch die “lehrjahre” in großen agenturen beißt verdient irgendwan einmal ganz schnell mehr als in vielen anderen berufen. und vor allem mit einem job der saumäßig viel spaß macht und man dabei noch super viel spaß hat. und kennt ihr einen anderen beruf, wo man zwischendrin mal gemütlich 1-2 stunden PS zockt oder sich einfach mal 2-3 stunden in den park verzieht zum “ausdenken”?

  62. Startupblogger » Blog Archiv » direct art and product support and product senior stylistic supervisor

    [...] Werbeblogger & [...]

  63. Local Professionals - Jobblog über neue Arbeitswelten » Hallo?! Ist da der Direct Art Product Support Senior Stylistic Supervisor?

    [...] das ist ja schon Mooonate her – aber dank Werbeblogger & Alm-Studio wieder an die Oberfläche der Blogwelt gekommen. Und immer wieder zum [...]

  64. Turntablerocker

    na na na…. was wäre ein kreatives team ohne guten berater ;-). schließlich bekommen wir immer den anschiss von allein seiten. vom kunden, aus der kreation und von der gf ;-).

    mal ein paar gehaltsangaben aus der beraterzunft von mir und kollegen im gleichen job:

    Junior Berater: Direkt nach der Ausbildung und einem Praktikum in der entsprechenden Agentur…

    Sehr bekannte Kreativagentur in Berlin = 1800,- brutto (2003). 2006 liegt das Einstiegsgehalt bei 1450,- brutto

    Normale Werbeagentur mit Anschluss an ein Network = 1300,- brutto Einstiegsgehalt

    Berater / Account Manager:

    Sehr bekannte Kreativagentur in Berlin = 2500,- brutto (2006, nach DREI Jahren als Junior). Aktuelles Einstiegsgehalt liegt bei 2200,- brutto.

    Sehr bekannte und mal führende Agentur in Hamburg: 3000,- brutto mit 5 Jahren Berufserfahrung

    “DIE führende Kreativagentur in Hamburg”: 2500,- brutto mit FÜNF Jahren Berufserfahrung.

  65. dirk

    guten abend, interessante discus hier. also ich habe nun einige jahre in großen und vorher einige jahre in schlechten böllerbuden gearbeitet. und diese böllerbuden hatten dann auch noch einen standort wie : osnabrück….also, einiges dabei….und nun? nun bin ich auf verlagsseite gewechselt…ja, ein großer verlag. und dazu bin ich auch noch in die online vermarktung gegangen…sehr gut…die digitalisierung macht sich bei mir jeden monat bemerkbar.und nein, verlage sind kein sanatorium für werber. um klartext zu reden, und ich denke das können wir hier mal machen:

    nach dem studium: 1000eur kreative agentur (guter standort
    böllerbude: 1300eur
    große agentur 1500eur
    verlag: 2600eur

    das sind nettopreise und es gibt noch einen jährlichen bonus….also beim letzten job ;-)
    bei agenturen eher weniger…

  66. °flo

    Echt? Ui.

  67. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Es geht hier nicht um den berüchtigten Schwanzvergleich. Für alle die es noch nicht begriffen haben:
    Hört auf zu Rudern, ihr seid an Land.

  68. somiht

    das peterchen möchte ich mal sehen, wie es ohne berater, der ihm ab und an auf den rücken klopft damit das bäuerchen kommt, nen kreativen gedanken zustande bringt..

  69. robotinho

    Ausserdem kommen noch die Urlaubstage hinzu, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Stundenzahl (Auszahlung Überstunden?), Verantwortung usw.
    Und dann werden hier Nettoangaben gemacht, da kann man ja gar nichts mehr vergleichen.
    Jedenfalls als Einstiegsgehalt sind wohl um die 2.000 EUR angemesen, nach einem Jahr würde ich neu verhandeln, Leistung, Entwicklung etc.

  70. Thies

    Mal davon abgesehen, dass es unseriöse Stellenanzeigen aus jeder Branche gibt – als solche seh ich nämlich die von Yes-or-No: Aus der Website geht wirklich gar nicht hervor, was und ob die überhaupt was machen. Und dann werden die 1000 Euro für drei Tage auch noch als “Modell” bezeichnet.
    Vorbildliche MItarbeiterabzocke. No!
    (Achja: Und die Titeldiskussion über den Grouphead CD Art of Text hat nur von der eigentlichen Frage abgelenkt. Wozu das? Zum Ablenken?)

  71. Normähn Hodenthal

    im verlag verdienst du als grafiker sehr gut. ab einstiegsgehalt 3000-3200 € brutto. sehr gute, geregelte arbeitszeiten, 13. monatsgehalt, weihnachtsgeld etc. dafür baust du halt einfach nur bilder und buchstaben in ein vorgegebenes raster ein. naja, wem´s taugt…

  72. Nino

    In der österreichischen Werbebranche arbeiten ist auch nicht schlecht: 14 Gehälter sind gesetzlich vorgeschrieben. Und die 2 Extragehälter sind fast Brutto=Netto! Plus Jahrebonus. Niedrige Gehälter für Einsteiger sind aber auch hier normal, ab 3-4 Jahren Erfahrung wird es dann besser…

  73. Max

    Meine Absicht war immer sowviel wie möglich statt so wenig wie möglich an Gehältern zu zahlen (vorrausgesetzt die Leistungen stimmen, eh klar). Als Konzepter und Projektleiter hab ich immer versucht, die Budgets zb. für Freie Mitarbeiter auch auszuschöpfen. Auch wenn ich mit dem Geschäftsführern/Kunden nicht immer einer Meinung war (die wollten natürlich die Preise runterdrücken was geht). Ich machte das nicht aus Gutmenschentum oder im Glauben an das Karma, sonder weil, 1. ne gute MOTIVATION und 2. eine BRINGSCHULD erzeugt wird für allen möglichen Kleinkram oder unerwartet Abänderungen, was mann dann jederzeit einfordern kann ohne dafür ein zusätzliches Honorar zu bezahlen, kurz: Wer billig kauft, kauft teuer. Gilt sowohl für asiatische Stereoanlagen als auch im Personalgeschäft.

    Ich werds aber auch nie verstehen, warum es Menschen gibt die Euros sammeln bis sie unter der Erde liegen…

  74. Vroni

    Wer billig kauft kauft teuer. Exakt so ist es.
    Leider gibt es strukturelle Analphabeten auch unter Akademikern verbreitet (kamma nix machen, da schwer zu behandelnde Form von Lebens-Dummheit) oder sehr kurzfristig denkende Raff-Gemüter, die das regelmäßig nicht raffen und nicht raffen wollen.

    Mittlerweile habe ich von denjenigen, die das bewusst nicht raffen wollen, weil sie ihren kurzfristigen Vorteil suchen (und daher auch bei vielen unausgesprochen als besonders smart gelten) eine nicht mehr therapierbare Pickelallergie. Das gilt auch für meine Ex-Cheffin, die mit einem triumphierenden Blick gerne sagte, natürlich wird sie ausschließlich Junge frisch von der Uni einstellen, sie wäre doch nicht dumm. Weil die kaum was kosten.

    Dass sie die Preis der Billiggehälter auf dem Buckel der wenigen, erfahreneren Mitarbeiter austrug, die regelmäßig Crash-Krabbelstubenbetreuung leisten mussten plus Hochleistung neben ihrem regulären Job, das war ihr herzlich wurscht.

    Nichts gegen Junge im Job (ich mag auch nicht alle Alten, “Erfahrenen”, die haben auch ganz schöne Macken), aber es muss eine gesunde Mischung sein. Mit vernünftiger Einarbeitungszeit und all dem. Was passiert ist? Nun,den Laden gibt es nicht mehr. Das ist passiert. Eingeläutet würde der Vorgang, indem die 2-3 “Hochleistungskräfte” zuerst abwanderten. Sie hatten auf sowas keinen Bock mehr. Es war ein teueres Management.

  75. Elias

    Meine Erfahrung hat gezeigt, dass nur das Einstiegsgehalt halbwegs quantifizierbar ist. Als Junior Texter verdiente man vor der New Economy Krise mal zu beginn ca. 2500 Mark. Plus Minus.

    Dank Crash, Krise, Konkurrenz (Texterschmiede, Miami AdS, Text-Colleg) und Coolnessfaktor (fast jeder Dumpfbeutel will in die Werbung) sankt das Einstiegsgehalt auf ca. 1800 in HH, 1600 in B oder 2100 in DD. Ich rede hier nur von guten Agenturen. Bei schlechteren, die dankbar für Nachwuchs/Arbeitskräfte sind, sind mehr möglich, wenn man verhandeln kann.

    Aber die Progression danach ist eher awardabhängig, als Titel oder Dauer im Unternehmen.

    Oder sieht das jemand anders?

  76. Florian

    oha, hallo an alle:-)
    ich war/bin jetzt seit 9(!!) jahren als freier unterwegs und trete zzt. in verhadlungen für was festes.
    wo fange ich da an? sind 8.000.- brutto als senior ad bei einer großen agentur ok?!
    grüße

  77. Dennis

    Interessante Diskussion. Ich bin seit 5 Jahren in kleineren, inhabergeführten Agenturen und verdiene als Texter 3.350 Euro brutto. Und da geht noch einiges. So weit, so gut.
    Der Haken an der Sache: Zwischen den “soliden” und “kreativen” Agenturen scheint es eine unsichtbare Mauer zu geben, die man nur schwer überwinden kann. Ist der Weg einmal in die eine Richtung gegangen, geht es schwer woanders hin. Ich müsste weiter unten oder mit weniger Gehalt anfangen – wenn ich überhaupt eine Chance hätte.
    Was ein Texter wert ist, bemisst sich weniger an dem, was man studiert hat oder was für tolle Zeugnisse man hat, sondern einzig und allein daran, wo man war, was man in der Mappe hat und was man gewonnen hat. Und wo macht man gutes Zeug und gewinnt vielleicht auch mal was? Bei bei den Böllerbuden jedenfalls nicht. Deren gehaltsmäßige Aufpreise sind Schmerzensgelder für gruselige Kunden und piefige Projekte, die einen nicht weiter bringen. Man landet schnell in einer Einbahnstraße, wenn man die falschen Agenturen wählt. Wer hat ähnliche Erfahrungen oder einen guten Tipp?

  78. Ex M ohne

    @ Dennis

    Ganz genau so ist es. Und ich hätte auch ein paar Tipps:

    Wer am Anfang seiner Karriere steht und Talent hat, sollte der Versuchung widerstehen, für ein paar Euro mehr Abstriche beim Arbeitgeber zu machen.

    Immer so hoch wie möglich einsteigen (was die Qualität der Agentur angeht). Veruschen, sich nicht dauernd drüber aufregen, dass Kreativagenturen so viel schlechter zahlen. Denn das wird man nicht ändern können. Sondern das Spiel mitmachen.
    Dann hat man nach ein paar Jahren alle Optionen:

    -In der Riege der Kreativagenturen bleiben, immer noch viel Arbeit, aber auch Spaß bei der Arbeit haben, gute Sachen machen und (inzwischen) ein anständiges Gehalt haben.
    -In eine Nicht-Kreativ-Agentur wechseln und sich das dann aber richtig bezahlen lassen.

    Was deine jetzige Situation angeht, hast du leider recht. Wenn ich bei der Einstellung eines neuen Texters die Wahl zwischen hätte zwischen jemandem, der ein hohes Gehalt und eine unspektakuläre Mappe hat und vielleicht auch noch gern immer um 6 geht oder einem günstigeren Jungspund, der’s wissen will und eine schmale aber hochkreative Mappe hat, wüsste ich, wie ich mich entscheide.

    Da ist der einzige Weg wirklich, wie du sagst, weiter unten mit weniger Gehalt anzufangen. Ungerecht, aber es ist so.

  79. sunshine78

    Ich habe evlt. bald die Möglichkeit auf ein Vorstellungsgespräch, bei der Gehaltsfrage, was würdet ihr an meiner Stelle angeben oder bzw. was ist üblich mit meinem Werdegang?

    kfm. Ausbildung
    vollständiges Jurastudium, jedoch ohne Examen, alle Uniprüfungen bestanden
    Seit 4 Jahren im Bereich Werbung, Text und Gestaltung selbstständig tätig gewesen, u. a. als Geschäftsführerin einer kleinen Agentur.
    Was kann man denn mit diesen Vorausetzungen wohl fordern. Ach ja, Ort ist Ruhrgebiet. Was wäre unverschämt, was realistisch? Wäre für Ratschläge dankbar.

  80. sunshine78

    P.S. Stelle als Texterin, Bereich Texte für Websites erstellen

  81. alexrobotnick

    Ich entfache einfach mal die Diskussion erneut, denn ich sitze derzeit in einer der weltweit Top3 Agenturen für ein Text-Praktikum. Und ich muss sagen, ich habe mit dem Gedanken gespielt hin zu werfen. Denn ich sitze 10-12 Stunden täglich dort und muss jeden Tag DIE Kreativ-Highlights des Jahres bringen,.. für ein Praktikantengehalt versteht sich. Was auch OK ist, versteht sich. Aber die Zukunftsaussichten hören sich nicht besser an. Es werden mehr Praktikanten als Feste eingestellt. Außerdem, höre ich von den (festen) Textern ständig, dass man nicht viel verdient. Das ist alles so desillusionierend und undankbar, dass ich am liebsten hinwerfen möchte.

    Jetzt lese ich hier aber, dass ausgerechnet die Kreativ-Agenturen schlecht zahlen, dafür aber die Mittelständischen gut, man dafür aber ein paar piefiege Jobs hinnehmen muss?

    Um ehrlich zu sein: Ich kann gut und gerne darauf verzichten, große Etats zu betreuen. Zumindest, wenn es nicht fair entlohnt wird.

    Würdet Ihr also sagen, ich solle meine letzten paar Monate dort noch durchziehen, vielleicht sogar versuchen als Trainee/Junior weiter Below-the Line zu bleiben um dann in eine kleine Agentur zu wechseln? Irgendwie, wäre das ein Funken Hoffnung für mich.

  82. Ben

    Das halte ich für ein Gerücht, dass die Kleinen besser zahlen.
    Arbeit in der Werbung heißt normalerweise einige Jahre bluten (außer Dein Papi ist Agenturinhaber o.ä.) und dann bluten lassen. Wenn es Dir die Werbung wert ist, dann ziehe die letzten paar Monate dort noch durch und schau, dass Du im Anschluß eine Trainee/Junior-Stelle bekommst. Danach wird sich ein Wechsel dann das erste Mal bezahlt machen und Du kannst Dein Gehalt zumindest ein bißchen nach oben treiben.
    Wenn man von der Werbung nicht ganz überzeugt ist, d.h. wenn man nicht damit zurechtkommt, wie die Branche ist (und sie ist nunmal in gewisser Weise beschissen…), empielt es sich einen anderen, spannenden Job zu suchen.

  83. alexrobotnick

    Na gut, da machen wir ja schon genau das richtige Fass auf.
    Ich denke, ich werde A) das Praktikum hier durchziehen (auch wenn es weh tut) und B) danach noch min. 1,5-2 Jahre in großen Läden bleiben.

    Aber dann? Was kann man dann machen? Muss man als Texter zwangsläufig Karriere in der Werbung machen? Es gibt doch bestimmt Alternativen oder? Unternehmenskommunikation, Pressesprecher, im Verlag,.. etc. Können wir das mal hier sammeln? Ich denke, ich bin nicht der Einzige, den das interessiert.

  84. Gehälter in der Werbebranche. Verdienen wir, was wir verdienen? | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv

    [...] in der Werbebranche. Verdienen wir, was wir verdienen? TweetGeld alleine macht nicht glücklich. Wer das anders sieht, dürfte kaum nach einem Job in der Werbebranche streben. Der Weg nach [...]

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