09:16 Uhr
womday: 2. Word-of-Mouth Marketing Tag in Berlin

WOM ist in aller Munde. Zwar kein besonders kreativer Kalauer, aber es trifft dennoch zu. Gerade in den USA kann man in nahezu jedem Marketingblog eine Diskussion zu Word of Mouth (zu deutsch Mundpropaganda) verfolgen, erhält neue Informationen oder Studien, die besagen, wie wichtig die persönliche Empfehlung von Kollegen, Freunden oder Verwandten im Marketing ist. Was viele jedoch als neue Marketing-Alchemie betrachten, ist eigentlich kein großartiges Hexenwerk. Die Grundregel lautet: Mach dein Produkt/deine Marke so interessant, nützlich oder spannend, dass Leute darüber sprechen und es im besten Fall weiterempfehlen.
In der großen künstlichen Welt der klassischen Werbung meint man nun teilweise den goldenen Gral gefunden zu haben. “Macht mal was Virales” oder “…dann machen wir halt Mundpropaganda” sind die Forderungen, die vermehrt aus den Konferenzräumen der Marketingentscheider zu hören sind. Doch so einfach ist es eben dann doch nicht, denn WOM lässt sich nicht künstlich umsetzen. Sicherlich kann man Impulse setzen, Seeding anbieten oder durch intensives Community Management den Prozess der Mundpropaganda positiv begleiten, doch kann man eben nicht so einfach den stinkigen Pferdeapfel zu einem gold-glänzenden Reichsapfel mundpropagieren.
Wer sich für die Thematik interessiert und wissen will, was man beachten sollte, wenn es um WOM geht, darf den zweiten deutschen Word-of-Mouth Marketing Tag in Berlin auf keinen Fall verpassen. Dort versammeln sich nämlich wirklich die wenigen Experten, die es in Deutschland zu diesem Thema überhaupt gibt. Wir werden übrigens ebenfalls vor Ort sein und dem Mythos Mundpropaganda gründlich auf den Zahn fühlen.
Der Eintritt ist kostenlos, also schnell anmelden und wieder etwas dazulernen.
12 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 4. September 2007 um 14:37 Uhr
Och wie tragisch, das ich das erst jetzt zu Gesicht bekomme! So ist das halt, wenn man zu egozentrisch mit seinem eigenen Blog beschäftigt ist. Aber das soll sich demnächst ändern. Das schwöre ich bei meiner bloggenden Großmutter. Grüße aus Berlin
Am 4. September 2007 um 16:50 Uhr
“nämlich wirklich die wenigen Experten”
Wundert ich eigentlich keiner, dass einer dieser Experten einen Dialog predigt, den er kurz zuvor noch woanders laut gepredigt hat, wo man jetzt offensichtlich auch ohne Philosemitengeschwurbel a la “Mavens” leben kann? Und ein anderer bei einer Klitsche arbeitet, die Blogs mit StudiVZ-Ekelinhalten beliefern sollte?
Am 4. September 2007 um 16:56 Uhr
Hallo Don, ich steh grad auf der Leitung. Kannst du deinen Kommentar für Outsider etwas konrektisieren, oder muss ich mich selbst auf die Suche machen?! Danke
Am 4. September 2007 um 17:19 Uhr
@Don: Ich nehme an, du meinst die Vertreter von Sinner & Schrader und GoViral?
Letzteres war mir bekannt, doch was war nochmal genau mit Herrn Pohlmann?
Übrigens bin ich schon sehr gespannt wie Mundpropaganda, Macht des Konsumenten und virale Filmchen in einen Sack passen. Oder anders gesagt, wie man die Gratwanderung zwischem freien Konsumentendialog (also Mundpropaganda) und kontrolliertem PR-Werbe-Viralmischmasch (Pushmarketing) hinbekommen will.
Dafür gehe ich hin und schau mir das eben entsprechend kritisch an. Dennoch bleibe ich dabei, gibt es auf diesem Gebiet in Deutschland wenig andere Menschen, die das gerade aktiv tun. Experte ist man zwar schnell, aber da sich die jeweiligen Personen intensiv mit der Thematik befassen, kann man die Bezeichnung durchaus so stehen lassen.
Am 4. September 2007 um 18:45 Uhr
Meine Güte. Das älteste Medium der Welt wird wiederentdeckt.
Da werden mal wieder die grundlegendsten Dinge als neues, großes Voodoo verkauft.
Als wär’s nicht immer schon so gewesen, dass sich das, was alle interessiert, einfach von selbst verbreitet.
Da muss es erst einen WOMday geben, damit er dann viral/WOM bekannt gemacht wird. Das, was Jahrtausende einfach so funktioniert hat, muss jetzt wissenschaftlich erarbeitet werden. Irgendwie ne verquaste Welt.
Und ich in meiner Naivität dachte immer: Macht doch einfach Produkte, Diensleistungen etc., die die Welt braucht. Dann wird die Welt untereinander darüber reden.
Am 4. September 2007 um 19:00 Uhr
Amen. Ich wollt’s nur nicht schon wieder schreiben ;-)
Am 4. September 2007 um 19:23 Uhr
SinnerSchrader? Wo? Ich sehe da nichts von SinnerSchrader. Marc Pohlmann hat sich dem Vernehmen nach “selbstständig gemacht”. Was immer das heissen soll. SinnerSchrader jedenfalls hat meines Wissens jedenfalls keinen neuen Online Conversations whatever bestellt. Was immer das bedeuten mag. Tja.
Am 4. September 2007 um 19:24 Uhr
(Und dass sich diese Information viral nicht richtig verbreitet, sagt einiges über WOMM aus ;-))
Am 4. September 2007 um 19:32 Uhr
(Und dass die ganzen Dialoggeschichten der bekannteren Aagenturen bislang nicht das Bombengeschäft waren und ein wenig auf die Geschäftszahlen schlugen, ist vermutlich nur ein böses Gerücht)
Am 4. September 2007 um 20:27 Uhr
@Don: Ahh jetzt versteh ich. Tja, die erfolgreichen Cases werden dann wohl schon vorgestellt.
@Bob: Bin da ganz bei dir. Umso gespannter bin ich auf die Veranstaltung und was dort erzählt wird.
Am 4. September 2007 um 21:52 Uhr
Apropos “….Mundpropaganda gründlich auf den Zahn fühlen.” (im letzten Absatz aus dem Patrick’schen Leitbeitrag):
Das einzig wahre Word of Mouth habe ich heut erlebt, als ich mich diskursiv(!!) mit einer Netzwerkkollegin (ihro freiwillig!!) über Zahnärzte (sic!!) unterhalten habe. Und das war deswegen, weil ich ein akutes Problem hatte.
Fazit 1: Word of Mouth KANN man nicht steuern. Er ist immer rein persönlich und situativ.
Fazit 2: Es gibt dafür eine Grundbedingung: Es muss echter Bedarf für eine Information sein, sonst kommt gar kein w-o-m Gespräch zustande.
Das, was sich manche Geschäftemacher über Word of Mouth vorstellen, ist so unrealistisch wie Science Fiction. Der goldene Gral ist das richtige Wort dafür. Den gibt es nämlich auch nicht.
Liebe Firmen und Dienstleister: Arbeits was gscheits. Führts die Leut nicht an der Nas herum. Dann klappt es auch mit dem Nachbarn.
Am 4. September 2007 um 23:36 Uhr
Ich erlaube mir einmal, mich selbst zu zitieren:
“Mundpropaganda ist das, was Menschen sich untereinander erzählen, zunächst einmal unabhängig davon, ob der Duktus positiv oder negativ ist. Aus dieser Mundpropaganda, die so alt ist wie die Menschheit selbst, haben sich neue Formen des Marketing entwickelt, welche sich das Prinzip nutzbar machen wollen. Sinnigerweise wollen die Fachleute aus der Branche in diesem Zusammenhang vor allem die positiven Effekte in Gang setzen und fördern. Daher auch der Begriff Empfehlungs-Marketing, der eher die konstruktiven Elemente einer Mundpropaganda impliziert.”
Best Practice Cases aus der Runde werden wir uns also gerne und mit Interesse anhören.