28.08.07
01:51 Uhr

Schwänzchen in die Höh!

Minoritäten sind des Guten Feind, wenn sie die “Freiheit” für ihre eigenen, egoistischen Zwecke missbrauchen wollen. Habe ich schon gesagt, dass ich sogenannte “SEO-Blogger” für eine mehr als überflüssige und degenerierte Plage halte, die die guten Wurzeln einer kreativen Bewegung mit Schmutz bewerfen?! Wer meint, dass Inhalte durch geschickt platzierte “Stichwörter” besser werden oder gezielt plant, dass ihre pseudoredaktionellen Angebote in den Top-Listen auftauchen und relevanter werden, irrt gewaltig. Am Übelsten stößt mir aber auf, dass diese Traffic- und Listen-Freaks glauben, sie könnten ihre und andere Leser für dumm verkaufen…Auch wenn ich gerne den Werbeblogger mit Gedanken füttere, so ist mir doch selbst klar, dass ich weitaus mehr Leser denn Verfasser von Artikeln bin -über alle meine Informationsquellen betrachtet. Wer dann meint, er (oder sie) könne durch geschickte Platzierungen von (nicht selten beauftragten) Optimierungen von Suchmaschinen meine Wahrnehmung von Relevanz täuschen, irrt gewaltig. Und ich bin sicher, dass ich diese Sicht der Dinge mit zunehmend mehr Menschen teile, die im Web unterwegs sind. Wer seine Inhalte bzw. die Termini innerhalb seiner Formulierungen in Priorität nach Suchmaschinenrelevanz optimiert, hat sich verkauft. Ich will jetzt nicht gleich das große “Don Alphonso”-Fass aufmachen, aber lasst es mich vielleicht so formulieren: Wer sich beugt für ein Stück Ranking, gehört für mich nicht mehr zu meinen Lesequellen. Ich schließe da übrigens auch solche merkwürdigen redaktionellen Bezahldienste wie “pay per post” oder “trigami” mit ein. Sie schießen mit abgesägten Schrotflinten auf einen wesentlichen Teil der freien Meinungskultur, die auch gute Blogs ausmachen.

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10 Kommentare

  1. Patrick Breitenbach

    Mach es einfach wie ich (wenn es um Trigami geht). Diese Blogs verschinden heimlich still und leise von meiner Feedliste. Ich lese sie einfach nicht mehr, weil ich kein Vertrauen mehr habe, auch wenn ich die in der Vergangenheit gerne gelesen habe. Bei manchen tut das gar richtig weh…

  2. Karrierebibel

    Nenn mich naiv, aber ich bin noch immer der Meinung, dass der Markt das von alleine regelt. Durch SEO kann man vielleicht Google foppen, aber nicht seine Leser. Wer auf Dauer keine interessanten Inhalte liefert, wird nicht mehr gelesen oder verlinkt.

  3. DANIEL RÜD - Böse Suchmaschinenoptimierer

    [...] keinerlei Unterstützung geben will. Wie solche Aussagen bei den Lesern ankommt, kann man bei Roland im Werbeblogger [...]

  4. jan

    danke für den beitrag, endlich spricht mal jemand dieses thema an!
    sehe ich genauso wie die karrierebibel.
    für mich sind SEOs eine vorübergehende modeerscheinung, die hoffentlich bald durch neue suchtechniken googleseits abgelöst werden. ich denke, es ist nämlich nicht in ihrem sinn, dass nur die seiten ein hohes ranking haben, welche von solchen leuten betrieben werden. der content zählt ja.
    wenn der inhalt stimmt, lese ich den blog auch weiter, egal ob ab und an zu solch unlauteren methoden gegriffen wird.

  5. Johannes

    Wie schön ist doch diese schwarz/weisse Welt. Dort drüben, diese dunklen SEO-Gestalten, die mir ewig den Ebay-Spam bei Google vorsetzen obwohl ich doch richtige Pornoseiten suche und hier, die mit den weißen Zähnen und dem strahlenden Lachen, das sind die ehrlichen Blogger …

  6. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Ich hab nichts gegen SEO als EIN Element der Website-Optimierung. Ich hab auch nichts gegen ungebleichte Zähne. Zum Lachen ist mir aber eben auch grad nicht.

  7. ramses101

    @Karrierebibel: Amen. Suchmaschinen-Optimierung mag eine wundervolle Sache sein, um eine Seite für, der Name sagt es, Suchmaschinen zu optimieren.

    Wenn es also Anliegen eines Seitenbetreibers ist, einer Maschine zu gefallen, ja meine Güte, meinen Segen hat er. Warum Leute glauben, sie wären erfolgreich, wenn möglichst viele Leute von google aus auf ihre Seite kommen, hab ich nie begriffen.

  8. Patrick Breitenbach

    Herrlich! Sind diese viralen Awarenessjunkies im Grunde genommen nicht die SEOs der Werbung? ;-)

  9. Jean

    Was ist aber wenn 10 Seiten alle das selbe Produkt, sagen wir mal “Dosenfleisch” verkaufen? Alles me-too Produkte, die sich nur durch den Brand für den Verbraucher unterscheiden. Wer verkauft dann mehr? Der, der SEO betreibt.

    Und bevor jetzt alle mit Buchstaben-Steinen werfen: ich bin auch genervt von MFA-Seiten und ähnlichem Unsinn, bin aber wie wohl auch Hr. Johannes gegen schwarz/weiß-Malerei und über-einen-Kamm-scheeren.

  10. SEO-Blog » Was verstehen Blogger unter Suchmaschinenoptimierung?

    [...] Blogscout-Schließung brachte auch Roland vom Werbeblogger dazu, seine Abneigung gegen SEO kundzutun. Habe ich schon gesagt, dass ich sogenannte [...]

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Eure Kommentare

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  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
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