28.08.07
14:05 Uhr

Requiem für die klassischen Medien

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NewsDie Medienrevolution verläuft im Einklang mit einer Denkrevolution. Bei beiden weiß man ähnlich wie bei der Henne/Ei Situation nicht, wer wen zuerst beinflusst hat. Fakt ist jedoch, es handelt sich um einen nachvollziehbaren Evolutionsprozess. Der Drang der Menschen, Wissen anzueignen, zu speichern und zu teilen, war seit jeher vorhanden. Hochkulturen zeichneten sich besonders durch ein hohes Vorkommen an Wissen aus.

Und heute? Unsere Produktionsgesellschaft wandelt sich zur Wissensgesellschaft, bzw. wir sind schon mittemdrin. Um nun darin Schritt halten zu können, benötigen wir dringend neue Lern-, Denk- und Wissenstechniken. Die Medien fungierten schon immer als Informations- und damit Wissensträger (auch wenn manche Formate als echte inhaltslose Informationsträger arbeiten, oder seht ihr es als wichtige Information an, wenn Paris Hilton in den Knast wandert?). Im Zuge der Einführung der neuen Medien lässt sich auch ein Paradigmenwechsel im Lernen und Denken beobachten, der natürlich direkt an das veränderte Mediennutzungsverhalten gekoppelt ist. Im folgenden möchte ich erklären, wieso die klassischen Medien für eine echte Informationsgesellschaft mehr oder weniger überflüssig geworden sind:

1. Klassische Medien sind Spaßbremsen.
Die Voraussetzung (Motivation), um sich viel Wissen in kurzer Zeit anzueignen nennt man „Spaß“ aka „Leidenschaft“. Diese Vokabeln gehören zum Standardrepertoire vieler Internetuser. Sie bloggen, pod-, videocasten, wikipedien oder surfen, weil es ihnen einfach tierisch viel Spaß macht. Weil sie die Freiheit haben, sich nach Ihren Lieblingsthemen umzusehen. Viele wissen dabei gar nicht, wieviel sie eigentlich auf diesem Weg lernen. Die klassischen Medien hingegen fahren auf „Halbspaß“. Sicherlich vieles interessant, aber eben auch vieles uninteressant. Das liegt wohl am eindeutigen Top-Down-Charakter vgl. auch klassischen Frontalunterricht.

2. Klassische Medien sind Informationsbrockenschleudern.
Die galanteste Methode um Wissen zu speichern ist die Vernetzung von Informationen. Nicht umsonst verwenden wir Eselsbrücken, nutzen bei kreativen Prozessen das assoziative Brainstorming usw. Unser Gehirn arbeitet mit vernetzter Assoziation, wieso sollten wir also dem entgegenarbeiten? TV, Radio, Bücher, Zeitungen etc. sind UNVERNETZTE Medien. Sie sind eigentlich Informationsbruchstücke, die wir in der Vergangenheit mühsam selbst zusammenbringen mussten. Vgl. dazu auch das in der Vergangenheit und teilweise in Gegenwart praktizierte Geschichtspauken ohne verknüpften Zusammenhang. Was nützt mir 333 bei Dingsbums Keilerei, wenn ich nicht weiß was vorher war, warum man sich keilt und wie es weiterging?

3. Klassische Medien können einlullen.
Neben dem Spaß sollte man natürlich zur Wissensansammlung hellwach sein. Das Internet ist ein aktives Medium, ich muss es bedienen, um an Informationen zu gelangen. Die klassischen Medien (vor allem TV) sind rein passiver Natur, ich kann nur konsumieren und laufe dabei Gefahr, mein Hirn abzuschalten. (TV-Berieselung)

4. Klassische Medien sind keine vorteilhaften Wissensspeicher.
Jedenfalls nicht solange wir alle Zeitungen aufheben, alle TV- und Radio-Sendungen aufzeichnen und für uns archivieren. Selbst dann würden wir viel zu viel Platz, Papier und Regale benötigen. Das Internet bietet genügend Werkzeuge um Wissen zu archivieren, organisieren und mit anderen auszutauschen.

5. Klassische Medien sind keine Gemeinschaftstools.
Ich kann mich nicht über Radio, Fernsehen oder Zeitung mit anderen Menschen über Themen austauschen. Es sind reine Ego-Medien, die – nicht umsonst – als „Top-Down“ bezeichnet werden. Daher sind klassische Medien sozial nicht unbedingt kompatibel. (Beispiel: TV tötet Kommunikation in sozialen Gefügen)

6. Klassische Medien sind zeitlich stark eingeschränkt.
Wer um 3 Uhr morgens produktiver ist als andere Menschen, wird nicht so leicht an Informationen kommen, sofern er sich auf die klassischen Wissensträger verlassen will. Bibliotheken sind dann meist geschlossen und in der Glotze laufen irgendwelche Bikini-Game-Zombie-Shows.

7. Klassische Medien sind inhaltlich stark eingegrenzt.
Einschaltquoten, Auflagen etc. verhindern, dass auch Nischenthemen ihren Platz erhalten. Im Internet kann sich der Long Tail voll und ganz entfalten. Es herrscht Meinungs- und Themenvielfalt (allerdings ohne geeignete Filter auch Rauschgefahr), jedenfalls in einigen Ländern.

8. Klassische Medien haben begrenzte Reichweite.
Sicher, noch sprechen wir darüber, dass die Bildzeitung, die ARD oder der Spiegel eine höhere Reichweite hat als manches Onlineangebot. Fakt ist aber auch, dass die Onlineangebote der genannten Beispiele teilweise jetzt schon die Printauflage überflügeln. Spiegel Online hat eine höhere Reichweite als die Printausgabe. Desweiteren geht es auch um eine „theoretische Reichweite“. Wenn die Information in einem Nischenangebot interessant genug ist, hat sie die potenzielle Reichweite der gesamten Internetnutzer. So weit sendet die ARD sicher nicht (wobei die ARD-Zuschauer mittlerweile ja auch wieder ans Netz gekoppelt ist, daher kann die ARD nun auch die theoretische Netzreichweite nutzen.)

9. Klassische Medien sind monomedial.
Das Internet ist das Mash-Up aus allen Darstellungsformen (Bild, Ton, Text). Damit werden alle spezifischen Lernrezeptoren der Nutzer angesprochen. (Manche lernen nunmal besser mit Audio, andere mit Text usw.)

10. Klassische Medien haben eine schlechte Usability.
Wenn ich in einer Sekunde eine Frage habe -zum Beispiel „Was ist ein Axiom?“ – dann hätte ich früher entweder ein Lexikon aufschlagen, jemanden fragen, oder in die Bibliothek gehen müssen, um das herauszufinden. Das kostete Zeit und Energie, daher hat man sich eher mit dem Nicht-Wissen abgefunden. Heute reicht einmal kurz eintippen und „Entertaste“ und schon habe ich die gewünschte Information. Und selbst wenn ich andere fragen möchte, kann ich das heute (je nach Größe des eigenen sozialen Netzes) in Sekunden tun.

Bitte ergänzen oder widersprechen, wenn euch noch etwas dazu einfällt.

Mir ist schon klar, dass auch die neuen Medien ihre Tücken und Schwierigkeiten haben. Eine große Herausforderung ist sicherlich die Art & Weise mit Informationen umzugehen, diese zu filtern, zu prüfen und wiederauffindbar zu archivieren. Aber parallel zu diesen Problemen entwickeln sich tagtäglich neue Tools und Anwendungen, die uns den Umgang mit der neuen Informationsvielfalt ermöglichen. Jedenfalls eine sehr spannende und aufregende Zeit. Nutzt Sie!

23 Kommentare

  1. lvgwinner

    Hallo Patrick,

    a) Spitzen-Foto!
    b) schön schwarz-weiß gemalt
    c) aber hochspannende Thesen

    Aus gegebenem Anlass erlaube ich mir auch auf die neue Tischthema-Sendung #07 hinzuweisen (seit heute online). Heiko Hebig, Stabsmitarbeiter von Dr. Burda, tafelte mit uns und beschreibt seine Sicht auf die Möglichkeiten des anbrechenden Onlinezeitalters und wie Burda sie nutzt. Check it out: tischthema.tv

    Gruß, Lucas

  2. Patrick Breitenbach

    Gegraut wird erst im Dialog! ;-)

  3. werbetroll

    willkommen in der halbwissensgesellschaft…

    bezeichnenderweise steht hier schon bei 1 der spaß über der fundierten information. nur exemplarisch:

    ad: „Klassische Medien sind Informationsbrockenschleudern“ äh, seit wann hat eine tagcloud mehr information als ein artikel?

    ad: „Klassische Medien sind keine Gemeinschaftstools“ klassische medien sind die grundlage für einen teil des öffentlichen diskurses. beispiel gefällig? gespräch am kaffeeautomaten: hast du gestern dsds, fußball, was auch immer gesehen?

    kurz zum rest: was konvergenz in einem ausgabegerät betrifft ist der computer unbestreitbar top. die produktion von inhalten sollte man ihm allerdings nicht überlassen. natürlich ist es leichter eine frage einzutippen und enter zu drücken als sich selbst und sein eigenes gehirn mit der lösung zu beauftragen. das führt dann dahin, dass jeder seine meinung irgendwo unreflektiert ins netz pupst. wenn ich spiegel kaufe, kaufe ich nicht einfach bedrucktes papier. ich kauf fundiert recherchierte und redaktionell aufbereitete information.

  4. Patrick Breitenbach

    @werbetroll:

    Achso, fundierte Information schließt Spaß also aus? Nachrichten und Wissen MÜSSEN trocken seinm sonst sind sie nicht funfiert? Versteh ich nicht. Ich rede im übrigen nicht vom „Furzvideo-Spaß“ sondern vom Spaß am Wissen, Freude am Lernen etc.

    Wenn du das Internet auf die Tagcloud reduzierst, bitte. Dein Bild. Wobei die Tagcloud mit einem Klick noch mehr „fundierte Informationen“ anbietet als manche Boulevardzeitung. Sie ist einfach vernetzt mit weiterführenden Informationen. Kommt auf die Fülle an und auch auf den Artikel den du meinst.

    Beispiel Kaffeautomat: Das ist eine soziale Interaktion. Doch WÄHREND des Fernsehens ist keine soziale Interaktion. Im Internet kann ich zeitgleich ein Video ansehen und mich parallel darüber mit anderen austauschen. (Sogar mit Arbeitskollegen)
    Also sollten Medien weniger Voraussetzung für Interaktion sein, sondern Träger solcher Interaktionen. Wäre ja armselig wenn wir uns nur über TV-Sendungen unterhalten würden.

    Zum letzten Punkt: Auch fundierte Informationen wirst du im Netz bekommen, du musst nur die Technik lernen, wie man diese am Besten auffindet. Dann sind die Ergebnisse weitaus fundierter als jeder Spiegelartikel. Frage am Rande, wann hast du mal ein Spiegelartikel auf Fundiertheit hin überprüft? Solltest du mal machen. Das macht Spaß und man erhält zum Teil erstaunliche Ergebnisse! Heisst das dann auch dass Spiegel Online Artikel allein aufgrund der Tatsache, dass sie im Netz stehen, schlecht recherchiert sind? Überhaupt alle Informationen, die im Netz publiziert werden?

    Zur Halbwissensgesellschaft. Ja, wir sind noch lange nicht am Ziel. Aber wir sind auch schon tausende von Jahren unterwegs. ;-)

  5. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @werbetroll
    Fundierte Information mit persönlicher Relevanz IST Spaß. Wissen macht Spaß. Das widerspricht sich durchaus nicht.
    Wenn es um Wissen und Informationsdichte geht, kommt nichts am Web vorbei. Wenn ich auf Toilette oder im Urlaub den Spiegel lese -Füße hoch, Tass Kaff dabei, ist das Entspannung. Laid back eben. Im Produktivumfeld der Wissengesellschaft ist das allerdings eine eher selten praktizierte Form. Hinzu kommt, dass zwar alle Informationen der Print-Seite im Web zu finden sind – umgekehrt ist das mitnichten der Fall.
    Was die angesprochene „Credibility“ und journalisitsche Qualität betrifft:
    Auch diese gibt es im Print (zunehmend weniger) UND im Web (zunehmend mehr)

  6. werbetroll

    hoppla, ein wespennest.

    ein medium ist ein übermittler von information. luft ist ein medium. auch zeitungen, fernsehen oder das internet. und kein medium ist von vornherein gut oder schlecht. es kommt immer drauf an, was man draus macht. oder wie man es nutzt. ich halt mich hier absichtlich von beispielen fern, damit sich patrick breitenbach nicht wieder auf die beispiele stürzt und doch am ziel vorbeischießt.

    wenn es um wissensansammlungen geht und vernetzung und interaktion kommt nichts am web vorbei. wenn es dann allerdings tatsächlich um informationsdichte geht zieh ich einen gut recherchierten und geschriebenen artikel – der natürlich auch spaß machen darf – der lose verlinkten ansammlung vor.

    glaubwürdigkeit ist übrigens nicht mit eitelkeit – auch ein starkes motiv fürs veröffentlichen im web 2.0 – gleichzusetzen.

  7. Patrick Breitenbach

    @werbetroll: Ich ziehe einen gepflegten Dialog vor. Daher finde ich es schade, wie du dich hier aus der Affäre ziehen willst. Direkter Austausch ist mir nämlich wichtiger als vorgefertigte und ungeprüfte Information von oben herab. Da kann der Artikel in noch so einem fundierten Magazin erschienen sein. Daher werden wir leider auch nie erfahren ob deine fundierte? Aussage „patrick breitenbach nicht wieder auf die beispiele stürzt und doch am ziel vorbeischießt“ auch tatsächlich so stimmt.

    Den letzten Satz musst du mir bitte noch erklären, den versteh ich leider im Kontext nicht.

  8. ramses101

    Dass sich unsere Produktionsgesellschaft in eine Wissensgesellschaft verwandelt, halte ich für eine Wortblase, die immer wieder gerne genutzt wird, um vor dem Untergang des Abendlandes zu warnen. Ich kann eher den Weg zurück in die Produktionsgesellschaft erkennen. Es wird nämlich kein neues Wissen generiert, sondern es werden lediglich neue Informationen produziert, die man – in der Tat – immer und permanent abrufen kann. Man muss also nicht mehr wissen, „was“ sondern nur noch wissen, „wo“.

    Neue „Wissenstechniken“ braucht übrigens kein Mensch, die altbewährte Technik „aufnehmen, verstehen, weiterdenken“ ist nämlich nicht zu schlagen. Wenn doch bitte ich dringend um Beispiele ;-)

    Zum Thema „mehr oder weniger überflüssig“: Eher weniger als mehr.

    Zu Punkt 1: Du setzt voraus, dass Blogs, Podcasts etc. dazu in der Lage sind, mir Kosten- und Leistungsrechnung „spaßig“ rüberzubringen. Es gibt aber Themen, die machen mir keinen Spaß – lernen muss ich sie dennoch. Und dass es für den Lernerfolg förderlich ist, mir Manuskripte am Bildschirm durchzulesen anstatt sie auf dem Schreibtisch liegen zu haben, glaube ich nicht.

    Punkt 2: Die größte Informationsbrockenschleuder der Welt ist das Internet. 333, bei Issos Keilerei ist ein schönes Beispiel für den Unterschied. Im Internet lässt sich schnell nachschlagen, dass es sich um Issos handelt. Genau so schnell hast Du es aber auch wieder vergessen. Die Aneignung von „Wissen“ ist jedenfalls was anderes als nach 333 Keilerei zu googeln. Und was anderes, als die Frage zufällig bei „Wer wird Millionär“ beantwortet zu bekommen.

    Punkt 3: Stimmt. Klassische Medien können einlullen. Und das ist das wunderbare an ihnen. Wenn man bei der Lektüre eines Buches auf die Uhr schaut und sich wundert, dass schon Stunden vergangen sind. Ist mir im Netz noch nie passiert, und das lässt mich darauf schließen, dass es anderen ähnlich geht, was wiederum heißt: Wenn ich im Netz auf einer Seite meine gesuchte Information nicht sofort finde, bin ich ratzfatz wieder weg. Stichwort „Frustrationstoleranz“. Soll ja Leute geben, die scheitern schon an der Spiegeltitelgeschichte ;-)

    Punkt 4: Abwarten. Bequemer ist der Speicher „Internet“ schon, aber die Aufnahme von Informationen ist mir persönlich mit gedrucktem Papier lieber. Aber im Prinzip geb ich dir Recht.

    Punkt 5: Na und? Wie anstrengend wäre die Sportschau denn, wenn jeder reinbrüllen könnte? Und auch das Internet zerstört soziale Gefüge. Chatbekanntschaften sind jedenfalls kein Ersatz zu den Leuten, die man verliert, weil man permanent am Chatten ist.

    Punkt 6: Stimmt. Punkt fürs Internet.

    Punkt 7: Das mit dem „Long-Tail“ sollte man vielleicht mal psychologisch aufdröseln ;-) Zu meiner Wissensbildung eignet sich jedenfalls weniger die Zusammenfassung derer, die alle schreiben was sie bei Professor X gelernt haben sondern vielmehr die Vorlesung bei Professor X selbst. Von mir aus auch als Podcast, interaktiver ist es aber im Hörsaal.

    Punkt 8: Siehe Punkt 4.

    Punkt 9: Auch wenn ich im Internet lieber mit Text oder mit Bild oder mit Musik lerne – es ist das gleiche Prinzip wie offline.

    Punkt 10: Wem das Nachschlagen zu anstrengend ist, der lässt es halt bleiben. Hab ich noch nie gehört, dass jemand dazu zu faul war. Und wenn, dann kommen bald die ersten, die zu faul sind, deswegen „extra den Rechner“ hochzufahren. Mal ganz abgesehen davon, dass es sogar verdammt anstrengend sein kann, wenn man im Internet nach spezifischen Informationen sucht. Die einen sagen nämlich so, die anderen wieder so. Da ist unter Umständen der beherzte Griff zum Brockhaus die bessere Lösung ;-)

  9. Patrick Breitenbach

    @ramses 101: Endlich wird es mal „spaßiger“!

    „Wissensgesellschaft“ ist tatsächlich eine Frage der Interpretation und wie alle Worthülsen lassen sie jede Menge Spielraum um sie zu befüllen. Den wichtigsten Punkt habe ich tatsächlich vergessen hinzuschreiben bzw. im Zuge meiner Schreiberei wieder gelöscht, dass Wissen nämlich nicht eine endlose Ansammlung von Fakten ist, sondern die Methode wie ich schnell an RICHTIGE Infos gelange. Im Übrigen sind klassische Medien kein deut Informationshaltiger als das sogenannte Mitmachinternet mit etlichen Müllinhalten. Zappt doch mal einen Tag lang TV, dann seht ihr wieviel Informationsgehalt da transportiert wird. (Ähnliches gilt für Hundertschaft an Hochglanzmagazinen). Klar gibt es im Netz viel Müll, liegt aber ganz einfach daran, dass viel mehr Platz ist. Im Gegenzug erhalte ich eben auch Infos mit Substanz, nur ohne Sendezeitenschema und anderen Restriktionen.

    Jetzt zu den einzelnen Punkten:

    1. Nicht ganz. Ich meine damit den „Akt des Bloggen, podcasten etc.“. Das sind meine Lerntools. Ich habe dadurch besser sprechen gelernt, besser schreiben und unheimlich viele fachliche Infos zum Thema Kommunikation, Web, Marketing etc. pp. durch das bloggen angeeignet. Bloggen ist wie lernen. Aber auch Blogs lesen und vor allem aktiv an Dialogen per Kommentar teilnehmen ist lernen, denn auch da fasse ich Inhalte nochmal mit eigenen Worten schriftlich zusammen. Also klassische Lernmethode. (Mach ich mir beim Fernsehen Notizen? Ich nicht.) Bloggen macht mir Spaß. Aber auch das zufällig rumsurfen (z.B. mit StumbleUpon) macht Spaß und dabei lerne ich eben auch ein wenig nebenher. Wenn ich was nicht weiß schaue ich bei Wikipedia oder überhaupt im Netz nach. Auch das mach tmir Freude.

    2. Ja und nein. Das Internet befinden sich sicherlich noch in einer Art Ursuppenphase. Ständig werden aber neue Anwendungen erfunden um das zu verbessern. Aber das Grundprinzip ist Vernetzung nicht Verstreuung wie bei den klassischen Medien. Oder bist du schonmal einem Anker im Buch gefolgt?

    3. Ich spreche dem Medium nicht ab unterhaltsam oder berauschend zu sein. Auch ich tue das um abzuschalten. Aber wenn es um Wissen geht (und darauf war mein Beitrag fokussiert) dann ist das Einlullen kontraproduktiv.

    4. Erledigt oder? :-) Klar ist Papier teilweise noch handlicher, lesbarer etc. Aber wenn erstmal „intelligentes Papier“ salonfähig wird, dann ist das auch erledigt. (auch besser für die Bäume) Oder siehst du noch Leute mit Steintafeln durch die Gegend laufen? ;-)

    5. Auch da fällt für mich unter Unterhaltung. Ich habe aber von lernen und Wissen gesprochen. Sich im Internet zu bewegen, heisst ja auch nicht, dass man permanent schnattern muss. Es ist aber schön zu wissen, dass man sich jederzeit austauschen kann. TEILWEISE finde ich Chatpartner wesentlich angenehmer als die realen Mitmenschen, ganz einfach weil ich weiß über was ich mit ihnen reden kann. Im Übrigen enstanden eliche Real-Life-Beziehung zuerst im Netz, eben durch das schnellere „Matching“ von Interessen.

    6. Überspringe ich. Wobei es mir nicht um „gewinnen“ oder „verlieren“ geht. :-)

    7. Hilfe! Bitte nicht. Ich habe schon etliche schlechte Vorlesungen ertragen müssen. Manchmal war ein Bild, eine boulevardeske Beschreibung wesentlich effektiver und einleuchtender als ein Prof der 1 1/2 Stunden Fachchinesisch über ein Thema spricht, welches man durchaus auch in einem Satz wiedergeben kann. Gerade an Unis wird diese Art der Wissensvermittlung zelebriert, die ich teilweise bemängele (Frontalvortrag für die Frontallappen). Funktioniert manchmal, manchmal eben auch nicht. Je nachdem wie „bebildert“ der Vortragende spricht.

    8. Siehe Punkt 4!

    9. Ja aber eben leider nicht so eng beieinander. Ich sage auch nicht, dass die klassischen Medien einfach wegsterben. Sie werden sich IM Internet auflösen. Ist doch auch schön dieser Lebenszyklus. Asche zu Asche…

    10. ICH WARS! Also zu faul um mal eben in die Bibliothek zu watscheln. Brockhaus hatte ich nie. Konnte ich mir damals nicht leisten. Und mein Rechner läuft eigentlich fast permanent (oder im schnell answitchbaren Sleepmode) Ja ich bin Stromfresser, dafür weniger Papierverschwender. Klar isses anstrengend die Infos im Internet zu finden, aber auch das ist lernbar. Ich gebe zu, dass ich da mittlerweile einfach viel trainierter bin und daher nicht mehr weiß, wie schwer man sich wirklich damit tun kann. Habe ich immer wieder anhand von konkreten Rechercheaufgaben erlebt. Da waren immer alle ganz baff, wenn die Info so schnell da war.

    Insgesamt bleibt villeicht zu sagen, dass man sich wohl darauf einlassen muss, es ein sehr langer Prozess ist und dass das Requiem nicht für morgen oder nächstes Jahr geschrieben wurde! ;-)

  10. ramses101

    Ich sag ja gar nicht, dass das Netz scheiße ist und klassische Medien der Hit. Klar bringt es mehr, im Internet zu suchen, als es bringt, sich durch das TV-Programm zu zappen. Darauf, dass Frau Salesch irgendwann mal damit rausrückt, wo 333 jetzt die olle Keilerei war, kann ich lange warten.

    Grundsätzlich hast du bei Punkt 1 aber von Spaßbremse „Alte Medien“ gesprochen und das ist schlicht falsch. Die Spaßbremse ist unter Umständen das Thema selbst.

    Natürlich ist die Vernetzung der größte Vorteil, den das Internetz zu bieten hat. Will ich gar nicht bestreiten, aber ohne alte Medien, im Speziellen: Bücher kommt es nicht aus. Zum Beispiel kann ich dir (und anderen interessierten) zum Thema Wissensgesellschaft dringend das Buch „Theorie der Unbildung“ von Konrad Liessmann empfehlen. Wunderbares Buch. Um mitreden zu können, wirst du es aber lesen müssen. Für den link zu Adorno mag dann wieder die Rezension auf Amazon reichen.

    Und wenn es um die Aneignung von Wissen geht, ist einlullen eben nicht kontraproduktiv. Im Gegenteil. Wenn ich beim Lernen die Welt um mich vergesse, nehme ich definitiv mehr mit, als wenn ständig mein E-Mailprogramm quakt.

    Und „bei Wikipedia nachzuschlagen“ kann man jetzt nicht ernsthaft als „Lernen“ bezeichnen. Wenn ich was gelernt habe, dann kann ich das reproduzieren. Bei Wikipedia nachzuschlagen ist aber im Prinzip 1:1 die Lernsituation von oben herab, die du so kritisierst. Nur, dass man es selbst lesen muss. Und wenn dann noch aus Wikis abgeschrieben wird, ist das ungefähr das genaue Gegenteil von „lernen“. Man lernt eben besser, wenn es einem beigebracht wird. Muss ja nicht die schlechte Vorlesung sein. Ich hatte auch viele gute und sogar spaßige ;-)

  11. Vroni

    Dachte ich mir’s.
    Es ist ein Religionskrieg. Oder wieder mal ein Breitenbach’sches Trigger-Experiment, hüstel… egal.

    Auch die Tante Emma Läden sind wieder „in“.
    Nichts anders wird dem Internet passieren. In ca. 5-10 Jahren.
    Meinereiner ist aber jetzt schon überdrüssig: Ganz einfach, weil ich früher mit dem Netz angefangen habe. Man darf nicht vergessen, viele steigen jetzt erst richtig ein, Frauen, Silver Surfer, meine Mama…

    Erst wenn alle drin waren, auch die Silver Surfer…, dann wollen se alle wieder raus, das weiß ich jetzt schon. Erst als die Super-Supermärkte und Möbelmärkte vor den Städten alles planiert hatten, entdeckten sie wieder den Reiz des anderen. So sans.

    Mit gelassenen Grüßen

    NB: Das Wort „Wissensgesellschaft“ ist tatsächlich ein Bläschen. Noch dazu ein altes, schon zu 1999 hat man davon geblubbert und sich auf Foren über die Möglichkeiten berauscht. Was wirklich seitdem pasiert ist? Nun, wir wissen immer mehr, aber dafür immer mehr Zusammenhangloses. Selber schon Matschbirne hab an manchen Tagen, es ist ein Gefühl wie Ameisen im Kopp und wie wenn Zellen absterben. Auch das ist eine Folge des Häppchen-Internets, das immer kürzere Aufmerksamkeitsspannen bedient: Es gebiert damit nahezu strukturelle Analphabeten. Oder anders gesagt: Es ist das Gleiche wie mit dem Fernsehen, es macht die Klugen klüger, die Dummen dümmer. (Ich als „Kluger“, hmhm, vermeide mittlerweile Anfälle von typischer Info- oder Geek-Sucht = alle 5 Min. gucken, was wer über was schreibt, aber nie mehr als 3 Zeilen lesen können… – es macht einen richtig blöde im Kopf, man kommt nicht zum Arbeiten und es verstärkt Ansätze von Prokrastination, wenn sie eh schon in einem sind. Dummerweise ist mein Rechner auch noch mein Arbeitswerkzeug…, also ist für mich das Internet auch schon ein zweischneidiges Übel, dem ich klug begegnen muss. Ihc lese bewust wider mehr Zeitung und mehr Buch. Und mache den Rechner für Stunden oder Tage aus. Vielleicht bin ich jetzt ein Avant Gardist, eine frühe Vorhut von vielen, die noch kommen werden… es hat nur noch keiner erkannt ^^…)

    Mein Fazit
    Trotz des unkritischen Lobgesangs allen Orten auf das tolle Internet: Wer das Internet richtig nutzt und in die Tiefe steigen kann (Spezialsuchen wie google scholar et al. kennt) und das Gewusst-wie kennt, hat was davon, der Rest verdummt. Der findet gerade noch die Witzeseiten, Ebay und SPon, überspitzt ausgedrückt. Und das wird so bleiben. Bis sie ihre Ameisen im Kopp merken.

  12. Roland Kühl-v.Puttkamer

    … oder jemand kommt, der dem Internet eine echte inhaltliche Vernetzung verpasst. So etwas Ähnliches, wie das semantische Web, in welchem die Inhalte vernetzt sind und nicht die Struktur.

  13. Vroni

    Auf das semantische Web warte ich auch.
    Bin gespannt, was dann die Tekkie-SEOs machen… endlich sich um Inhalte kümmern? *giggelgacker*

    Zum Thema Lernen noch mal

    Man muss sich vergegenwärtigen, dass das Gehirn am besten die Sachen behält, wenn sie mindestens an zwei – unterschiedlichen! – Stellen im Hirn verknüpft sind. Als da sind, z. B. einmal abgelegt im Areal „Sprache“ und gleichzeitig abgelegt im Areal „Musik“ (oder wahlweise „Bewegung“) W

    Wer sagt, er lerne grudnsätzlich schlecht, da könne er machen was er wolle, das ist meist jemand, der stumm an einem Text herumliest und keinen Rucker macht. Er wird am wenigsten behalten. Besser ist, er liest laut vor sich hin (Verknüpfung mit der Aktivität „Sprechen“ und auch noch ein wenig mit „Hören“). Mönche und Pfarrer wissen, dass sie am besten und am konzentriertesten ihre Schriften und Breviere lesen können, wenn sie sich dabei gehend bewegen (im Kreuzgang des Klosters oder im Pfarrersgarten:-))

    Studierende tun gut daran, laut lesend zu arbeiten. Gut ist auch, sich die Lerninhalte selbst mit eigenen Wirten verkürzt zu formulieren und farbig zu markieren. Noch besser, mit einem echten Gegenüber aus Fleisch und Blut darüber zu diskutieren (reden!, nicht nur Fragen eintippen) oder es ihm flüssig vortragen. So gut wie gelernt, sitzt. Alles, was Aktivität braucht ist gut. Auch Eselsbrücken für schwer zu merkende Begriffe – zwar alter Trick – sind sowas: sie speichern das schwierige Wort an einer anderen Stelle für lustige oder skurille Phrasen im Kopf ab.

    Und wie ist das mit dem Internet:
    Die aktive Suche mit Suchmaschine ist zwar besser als stumm einen Text hineinzuwürgen, aber leider auch nur im Lerneffekt: mittel. Erklärung: Der Lerneffekt entsteht zwar schon durch Verknüpfungen, wenn man sich Stück für Stück rechercheartig aktiv durchhangelt, oder mit Usern schriftlich diskutiert. Die Verknüpfungen sind eher im Netz und durch das (zu ähnliche ) Suchwort gegeben als im Schädel. Was das Behalten deutlich verschlechtert, was diese Art zu Lernen betrifft. Bewegung dabei wäre besser. Oder Singen. odr aktives Sprechen. Den andern fühlen und sehen. Denn am Rechner bewegt man sich kaum, das kaloriensparende Fingergetippe speichert der Körper kaum als typische Bewegung zu eben diesem typischen Lerninhalt ab :-)

    Was das soziale Lernen und Kennenlernen betrifft, so habe ich im Internet also noch mehr Zweifel. Es steht aufgrund des Mediums ein pragmatisches Nützlichkeitsdenken im Vordergrund und innere Checklisten (passt der Beruf, das Hobby, bla). Sehr unromantisch. Sehr ungefühlvoll. Sachen wie menschliche Chemie, das Gegenüber gut riechen können und das gute oder schlechte Bauchgefühl können da leider nicht abgeklopft werden. Dieses in allen Facetten abklopfen können und nicht nur reduziert auf das Schriftliche ist aber leider menschlich essentiell, gerade wenn es um Freizeitkontakte geht.

    Krassestes Beispiel: Flirtforen und Datingbörsen. Man lernt da zwar deutlich schneller Menschen kennen, die man sonst in 20 Jahren nicht kennen gelernt hätte. Muss aber auch durch viel mehr Wust waten. Der Zeitgewinn auf der einen Seite wird durch Zeitverlust (analysierendes Scannen der unzähligen Möglickeiten statt sich gleich auf das schnellere Bauchgefühl, das schnelle Gehirn, verlassen zu dürfen) auf der anderen Seite wieder aufgehoben.

  14. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Triggerflanke? :-)
    Ich mach heute Abend Kommentarpause, melde mich aber nochmal dazu.

  15. werbetroll

    PB ich will mich überhaupt nicht aus der affäre ziehen, ich muss nur zwischendrin auch mal was arbeiten. zurück zum thema und zum sachlichen dialog. RKvP hat von „Credibility“ gesprochen, ich hab es mit glaubwürdigkeit übersetzt. und oftmals ist der grund für bloggen etc. auch eitelkeit.

    ich glaube einfach nicht, dass man eine kommunikationstheorie an austauschbaren beispielen aufhängen kann. das gespräch am kaffeeautomaten ist genauso sozialkitt wie ein posting hier. und medien haben diesen austausch immer gefördert. tageszeitungen veröffentlichen leserbriefe, du schaltest die kommentare hier frei die du für veröffentlichungswürdig hältst. in diesem fall übernimmst du nicht nur die redaktion sondern bist die ganze redaktion in personalunion. der vorteil: zeitersparnis. der nachteil: niemand kann seine persönlichkeit ausschalten.

    kurzer exkurs: ich bin neu hier auf werbeblogger, kenne die gepflogenheiten nicht, niemand kennt mich. ich dringe in ein fremdes revier ein. die tonality auf mein posting war gelinde gesagt skeptisch. aber dieses platzhirsch-verhalten lenkt nur vom wesentlichen ab.

    zurück zur zeitersparnis, hier liegt nämlich der schlüssel. je mehr menschen innerhalb kürzerer zeitspannen mit information erreicht werden können umso wirkungsvoller ist das medium. nehmen wir die informationsverbreitung im mittelalter, als mönche in mühevoller handarbeit ganze bücher abgeschrieben haben und das copy-paste-verfahren sowie das weltweite publizieren in echtzeit heute im vergleich. was die suche von information betrifft ist das internet unschlagbar. und es gibt natürlich weit mehr her als ein simpler spiegelartikel. aber damit ich information finde, muss ich erst mal welche suchen. @ramses: wenn ich kein „was“ habe brauch ich auch kein „wo“.

    wenn ich mir den spiegel kaufe, will ich informiert sein. ich kaufe mir eine die wichtigsten themen der woche. aber nicht alle themen – wie es mir das internet bietet und ich mir alles zusammensuchen muss – sondern eine vorauswahl mit substanz. und genau darum geht es mir, um substanz. ich vertraue dem spiegel, der redaktion und den richtlinien die sie anwenden bevor sie was veröffentlichen. (und das ist jetzt nur ein beispiel, der spiegel ist nicht das einzige printmedium um das es geht) damit entfällt für mich der job alles zu überprüfen. ich muss nicht immer einer meinung sein mit dem spiegel und seine redakteure machen genauso fehler wie alle menschen, aber darum geht es hier ebenfalls nicht. es geht um die latte und wie hoch sie liegt. wenn die selbe information im internet veröffentlicht wird ist die informationsqualität auch die selbe. aber das thema war auch nicht papier oder nicht-papier, das ist eine persönliche befindlichkeit womit man sich lieber befasst.

    zusätzlich lohnt es sich an dieser stelle auch zwischen wissenswert, informationswert und neuigkeitswert zu unterscheiden.

    wissenswert: wenn PB von seinem lerntool blog schreibt, dann eignet er sich aktiv wissen über und zu einem thema an. das hat schon in der schule mit referaten – damals noch mit block und papier – gut funktioniert. durch die aktive auseinandersetzung hat man was gelernt. wenn einen das thema dann auch noch packt lernt man automatisch mehr. durch ständig neue anwendungen wird das unterstützt und gefördert. aber das ist auch nicht sonderlich neu, montessori-padagogen arbeiten mit diesen methoden schon lange.

    informationswert:
    einen wikipedia-eintrag kann man nicht mit einer dissertation zu einem speziellen thema vergleichen. soweit mir bekannt ist, hat noch nie jemand für einen wikipediaeintrag einen nobelpreis bekommen. die leistung eine zusammenfassung zu einem thema aus einem buch – weil wo kommt denn die information größtenteils sonst her – ins internet zu stellen, hat meiner meinung auch keinen verdient. aber wenn es schon mal da ist, dann ist das spitze und man kann es auch bequem abrufen und nutzen. für den alltag reicht das level natürlich völlig aus, für einen fachmann im thema wird es allerdings zu wenig sein. (bevor hier kritik kommt: eine diss. zu lesen ist meistens kein spaß, nur wenige machen das zum vergnügen, aber solche tiefgehenden auseinandersetzungen haben ebenfalls ihre daseinsberechtigung)

    neuigkeitswert:
    blogs sind themenchannels, die man sich aussucht und auf ihre neuigkeiten scannt. wenn grabarz ein website-update auf MacOsX durchführt ist das lustig und von hohem neuigkeitswert für die branche, aber die welt aus ihren angeln heben wird diese information nicht. aber natürlich ist das auch eine prestigefrage. aber schneller und mehr ist nicht automatisch besser.

    und hier schließt sich meiner ansicht nach der kreis. ungefilterte information vs. vertrauen in die redaktion. ob die jetzt aus einem menschen (blogger) oder einer ganzen redaktionsstruktur besteht ist da nebensächlich. wichtig ist nur wie hoch die latte liegt. die richtige mischung aus spiegel, lürzers, horizont, werbeblogger,ehrensenf und einer prise dummy kann da nicht schaden. (aufzählung erhebt keinen anspruch auf vollständigkeit)

  16. Patrick Breitenbach

    @alle: Erstmal vielen Dank für eure Gedanken und schon sind wir auch schon ein wenig an den Grenzen der Blogdiskussion angelangt, weil es sehr viel und sehr verstreut ist. ;-)

    Ein paar DInge die ich von meiner Seite auch nochmal klarmachen möchte.

    1. Klassische Medien verlieren im Moment nicht ihre Daseinsberechtigung. Solange es nichts handhabbares wie Bücher gibt, wird es Bücher geben (Überraschung, ich lese auch Bücher, gar nicht wenige). Wenn es ein Buchformat gibt, welches elektronisch, leicht und stabil ist und die gleichen Vorteile wie ein Buch hat, werde ich darauf umsteigen. Ganz sicher. Zumal ich dann Schriftgröße und -art variieren kann und Begriffe parallel zu wieterführenden Informationen abfragen kann.

    2. Die Kommunikation und Wissensbestandsaufnahme hat sich nur geringfügig verändert. Natürlich ist das Grundprinzip des Lernens gleichgeblieben. Zum Lernen gehört immer auch Lesen (bzw. Symbolinterpretation, weil Schrift auch Symbole sind. Schaut euch mal chinesisch an, da ist die Schrift noch weniger anstrakt, dafür aber quantitativ mehr) und die Freude am Lesen. Beim Fernsehen tritt der Einlullungseffekt anders auf als beim „Flow“ den wir erleben wenn wir konzentriert arbeiten. So habe ich das jedenfalls in Erinnerung. Vielleicht nochmal Spitzer schauen: br-online.de/alpha/g... Was gleichzeitig impliziert, dass wir natürlich auch per Fernsehen lernen können. Die Frage ist nur wie.

    3. Natürlich sind Menschen, die Informationen verarbeiten elementar wichtig und natürlich geht es um Vertrauen in die Menschen. Das hat für mich aber nichts mit dem Informationsträger, also dem Medium an sich zu tun. Habe ich auch an keiner Stelle behauptet, dass plötzlich Redaktionen wegfallen.

    4. Zu wissenschaftlichen Arbeiten. Ich sage nicht, dass sie überflüssig sind. Ich behaupte, dass sie nicht für die gesamte Bevölkerung zugänglich sind, jedenfalls nicht, wenn sie die Terminologie nicht beherrschen. Man kann auch tiefere Informationen und Einsichten erlangen, ohne auf Fachterminologie zurückzugreifen. Allerdings wäre man ja dann keine Elite mehr und würde sich von anderen abheben.

    5. Bloggen ist eben mehr als das Referat, ganz einfach weil man es in der Regel freiwillig und zu Lieblingsthemen (Kernkompetenzen) tut, das unterscheidet sich elementar zu schulischen Verpflichtungen wie Referat halten. Dabei geht es nicht um die Form von Referat sondern um die Art & Weise wie damit gearbeitet wird (Bei mir beispielsweise wurde viel zu wenig so gearbeitet, Referate sind ja eigentlich ein schöner Gegenentwurf zum Frontalunterricht, weil sie zum mitmachen einladen. Allerdings muss man dazu zuerst motivieren und erklären wie man ein Referat vorbereitet. Genau diese Lerninhalte habe ich damals vermisst) Ich habe nicht behauptet, dass die „Lernmethode Bloggen“ eine neue Lernmethode ist. Es ist eine neue Variante, wie man mit Freude lernen kann. Das heisst auch nicht, dass es allen Spaß machen wird. (obwohl wenn man mal 10-20 interessierte Leser hat, dann kommt der Spaß ganz von alleine, weil man eine Akzeptanz und Anerkennung der eigenen Arbeit erfährt).

    6. Alle Lerntipps von Vroni sind bestens. Laut lesen ist sehr gut. Noch besser ist sich selbst dabei aufzuzeichnen und dann immer wieder anhören und verbessern (vor allem bei Referaten, Vorträgen etc. ABer auch bei normalem Stoffpauken). Auch die Eselsbrücken sind prima. Das Netz bzw. die Technologie bietet einfach einige schöne Ansätze um das Lernen zu verbessern.

    7. Es werden immer Leute dabei auf der Strecke bleiben. So hart wie es klingt. Und gerade deshalb plädiere ich ja für eine Wissensvermittlung auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Die Abkehr einer Wissenselite, die mit verschwurbelter Sprache Dinge für sich selbst erklärt. Es geht auch in einfachen Bildern und Worten, wobei das zum Teil wesentlich herausfordernder sein kann, als die Fachterminologie zu verwenden. Also holt die Leute da ab, wo sie gerade stehen. Motiviert sie, dann bleiben auch nur wenige zurück. Motivation ist der Schlüssel. Steckt ja schon im Wort. Der Motor!

    8. Nochmal zur Eitelkeit. Sind Wissenschaftler, Journalisten, Produzenten etc. denn nicht eitel? Sie sind professioneller und gewissen Richtlinien und Konventionen unterworfen. Aber die Eitelkeit bleibt ja wohl vollständig erhalten. Eitelkeit ist für mich eh ein viel zu negativer Begriff. Es geht um Selbstverwirklichung. Man möchte etwas beitragen, wahrgenommen werden, Impulse geben etc. Das verschafft Befriedigung und Glück. Oder wieso machst du deinen Job? Klar gibt es auch Eitelkeit ohne Substanz, die wird aber meist sehr schnell entlarvt und entsprechend quittiert.

    9. Abschließend noch ein Hinweis auf den „Breitenbachschen Trigger“. Natürlich muss ich erst einen Reiz auslösen, damit Dinge in Bewegung geraten. Wichtig ist immer die Bewegung und was sie bewirkt. Mir macht es jedenfalls Spaß mit euch darüber zu diskutieren.

    Danke fürs lesen und schreiben!

  17. ramses101

    „wenn ich kein “was” habe brauch ich auch kein “wo”.

    @werbetroll: Wenn du das, was du wissen willst, nicht hast („was“), musst du auch nicht wissen, wo du es findest („wo“)? Versteh ich nicht.

    „Grenzen der Blogdiskussion“

    quot erat und so weiter ;-)

  18. werbetroll

    @ 1) ich würde bücher aus einer informationsdiskussion raushalten, weil literatur immer eine fiktionale komponente hat. konzentrieren wir uns auf zeitungen, zeitschriften, magazine. persönliche anmerkung: ein buch in pdf-form oder ein buch in blog form ist für mich viel anstrengender zu lesen als ein old school book. gleichzeitig wäre es natürlich völliger quatsch werbeblogger als buch zu lesen.

    @ 2) hier sind wir uns im wesentlichen einig. grundvoraussetzung für lernen ist es, sich die richtigen fragen zu stellen. durch jede information die man bekommt (auch durchs fernsehen beispielsweise) kann man anregungen fürs denken beziehen. die fähigkeit sich immer weiter fragen zu stellen kann man trainieren. muss man sogar, sonst geht man unter.

    @ 3) internet ist ein tierisch schnelles medium. und diese geschwindigkeit ist fluch und segen zugleich. vergleich mal ein schnell hingerotztes e-mail und einen handgeschriebenen liebesbrief miteinander. natürlich ist daran nicht das medium an sich schuld, aber durch den aufbau und die teilnahme wird man dazu einfach verleitet. ich bin mir nicht immer sicher, ob der mensch überhaupt in der lage ist informationen so schnell aufzunehmen und zu bearbeiten. aber das würde jetzt zu weit führen.

    @ 4) elite ist ein standortfaktor. wer bitte schön soll denn die welt sonst vorwärtsbringen? der mainstream, der mahlstrom der mitte?

    @ 5) das grundprinzip ist das gleiche. akzeptanz und anerkennung kann man auch von der klasse bekommen. umfangreicher ist das bloggen, aber wir sind auch alle keine kinder mehr.

    @ 6) hm, das internet hat sich in den letzten 10-15 jahren dermaßen rasant entwickelt, dass niemand die folgen auf die lernkultur abschätzen kann. ich merke im moment eklatante unterschiede zwischen mir (ende 20) und menschen anfang 20. hier sind wir mitten drin und wie heisenberg so schön dargelegt hat, wird das beobachtete im rahmen der beobachtung unscharf. für wissensaneignung sind die methoden spitze, allerdings ist gerade diese wissensaneignung durch die permanente online-verfügbarkeit überholt. wichtig ist nur, dass man weiß wo man die information herkriegt. das war eine deiner kernaussagen. ich kann dem nur zustimmen.

    @ 7) der kleinste gemeinsame nenner der täglichen wissensvermittlung in deutschland hat 14 millionen leser und ist tatsächlich gut zu verstehen. bild dir deine meinung. in der werbung nutzen wir dieses prinzip der verkürzung und übertreibung oft, allerdings wollen wir keine information vermitteln sondern was verkaufen. als kleine belohnung (oder trigger) kriegen die konsumenten ein bisschen unterhaltung. sonst siehe 4.

    @ 8) ohne eitelkeit würde ich mir nicht die mühe machen irgendwas zu tun, auch nicht hier noch eine antwort zu schreiben. ich steh dazu, das zu verleugnen wäre eh lächerlich.

    @ ramses: du hast geschrieben „Man muss also nicht mehr wissen, „was“ sondern nur noch wissen, „wo“.“ stimmt natürlich, aber wenn man sich keine fragen stellt braucht man auch keine antworten suchen. so war das gemeint.

  19. Patrick Breitenbach

    @1: Wie stehts mit Werbeblogger im Magazin-Format? Selbst das ist schwierig schon allein wegen zahlreicher Spots. Aber in erster Linei sprach ich von Wissen, daher gehören Bücher defintiv mit rein. (Bei Infos eigentlich sowieso)

    @2: Absolut d’accord! Fragen ist das A&O! Wird bald ein Extrabeitrag dazu erscheinen.

    @3: Der Mensch kann trainieren und das Gehirn hat noch einige Ressourcen übrig.

    @4: Klar muss es die „Avantgarde“ geben. Allerdings sollte die nicht vergessen den gesamten Schwarm mitzuziehen um nicht alleine vorzupreschen. Denn neue Ideen nutzen nix, wenn niemand folgen kann.

    @5: Das habe ich nicht verstanden. Heisst „wir sind keine Kinder mehr“ dass wir nicht mehr auf Anerkennung angewiesen sind oder dass wir unsere Klassen in Blogs verlagern?

    @6: dito

    @7: Richtig. Boulevardesk muss die Verpackung sein. Der Inhalt steht aber auf einem anderen Blatt! Ansonsten schön umschrieben. Man könnte fast die Werbung als Produzenten von Wissenleckerlis ummodeln.

    @8: dito

    Danke für die Zeit und die Antworten!

  20. werbetroll

    @ 1) nein, eher nicht. ich persönlich mag das dummy magazin beispielsweise, weil es themen aus einer völlig ungeahnten perspektive beleuchtet. das ist der anspruch an ein gutes magazin. in bezug auf werbung würd ich das lürzers als referenz heranziehen. das lebt von der selektion, da kann ich mich drauf verlassen, dass nur die besten arbeiten reinkommen (auch wenn ich persönlich da manchmal anderer meinung bin, das lürzers ist eine institution). werbeblogger ist ein blog und das ist auch gut so. ein lebender organismus, der dinge aufwirft aber nicht restlos beantworten kann und muss. lebt auch stark vom newswert und dem persönlichen engagement. mit einem buch ist das absolut nicht zu vergleichen.

    @ 4) eine frage des individuellen anspruchs. vordenken statt nachdenken oder doch lieber keine eigenen gedanken riskieren. und der schwarm von dem du sprichst bewegt sich nicht. oder nur träge. ein beispiel zu dieser schwarmdebilität ist wikipedia. auch wenn jeder es kennt und dort nachschaut sind vielleicht 2% der user aktiv involviert und schreiben dort beiträge. der rest nutzt es nur zum nachschauen. das mitmachnet ist zwar theoretisch eine gute sache, in der praxis ist das posten, bloggen usw. der angesprochenen avantgarde vorbehalten. nur weil man folgen kann heißt das noch nicht, dass man es auch tut. (anmerkung: die zahl hab ich erfunden, sie dürfte aber die dimension treffen. lässt sich aber ganz einfach überprüfen. wie viele haben diesen artikel und die postings gelesen? ihnen stehen 20 postings von 6 personen gegenüber.)

    @ 5) der anspruch ist höher. erwachsene dürfen ja nicht spielen, die müssen irgendwas sinnvolles tun. wir rennen von klein auf hinter der anerkennung her, wenn wir stehen bleiben kriegen wir nur keine mehr. also müssen wir uns weiterentwickeln um diesen hunger zu stillen.

    @ 7) nein, bloß nicht. das führt nur zu entstellungen durch die verkürzung. vielmehr ist es notwendig den überblick über das ganze nicht zu verlieren. ohne das gesamtbild oder den kontext ist „Ich bin ein Berliner.“ nur ein satz. relevanz bekommt er erst durch die zeit und die person, die damit verbunden wird.
    oder auf ein konkretes thema runtergebrochen: vergleiche freuds traumdeutung (das buch) mit dem wikipedia-eintrag darüber. der wiki-text reicht um sich grundsätzlich zu informieren. aber um die entwicklung der traumdeutung, ihre bedeutung und weiterführende ideen zu entwickeln ist das studium des originals schon empfehlenswert. das buch hat eher denkanregende und damit öffnende funktion als ein bericht über das buch.

    anders als gute werbung, die immer eine kleine brücke lässt (siehe BBDO Spot) über die man dann alleine gehen muss. diese lücke zu füllen erfordert denkleistung aber hat auch vor allem einen zweck: mir selber glaub ich am meisten. damit wird die intendierte botschaft wahr. die herausforderung dabei: die lücke darf nicht zu klein (langweilig) und nicht zu groß sein (versteh ich nicht). aber werbung konzentriert sich auch immer nur auf einen aspekt, ein gesamtbild liefert sie nicht. aber das wollen wir auch nicht. wir wollen ja was verkaufen.

  21. Vroni

    Mein Resümée (schreibt man das so?):

    I. Von Requiem für die klassischen Medien kann keine Rede sein.

    Sie werden locker neben dem Internet bestehen, allein ihre Haptik verschafft ihnen immer Vorteile.

    Grund: Weil der Mensch der – immer emotional eingefärbten – Haptik bedarf in einer Welt, die immer flutschiger, unübersichtlicher und schneller wird. Es sind psychologische Grundbedürfnisse, die nur bedingt abtrainiert werden können (und sollen). Komme mir keiner mit dem papierlosen Büro. Das Plastikfolien-Dünndisplay, das für Papier kommen soll…, wird keiner recht anfassen mögen, da fließt noch viel Wasser die Isar runter.

    II. Der vielgerühmte tolle – da spaßorientierte – Lerneffekt des interaktiven Internets trifft nur für die wenigen aktiven User zu.

    Und dann ist er auch nur mittel. Siehe meine Grundüberlegungen zum effektiven und effizienten Lernen weiter oben. Die wirklcih guten und auch Spass machenden Lerntechniken funktionieren unabhängig vom Medium (man kann sich das Zeug auch alles aktiv in den Sand schreiben), es sind einfach nur Verknüpfungstricks.

    Zu der Aktivitätsföderug des interaktv angelegten Internets:

    Die meisten Menschen konsumieren das Internet zu einem großen Prozentsatz als passive Rezipienten und passive Rechercheure, und das wird auch so bleiben. Sie tauchen einfach als Mitteilnehmer nicht auf,ab er sie sind passiv da. Hier lesen auch Tausende mit (einige – nicht wenige davon – warten genüßlich, wer sich da wieder hier zum Affen macht und schielen auf ihr bereitgestelltes Popcorn), ein paar 10 Hanseln posten. Und da ist der Lerneffekt durch aktive Teilnahme… weg.

    Nur durch Konsumieren und Downloadung und Spasshabing lernt sich aber nix außer copy & paste Weisheit aus Wikis. World of Warcraft Spieler lernen zwar aktiv, aber auch sehr beengt: Spieltechniken, soziales Plauschen und wie statte ich meine Spielfigur dazu aus. Da weiß ich immer nicht, ob das fürs normale Leben relevanter ist als andere Hobbies oder nicht eher genauso. Es ist ein Hobby wie andere auch, weniger spiessig und neugscheit halt als Trivial Pursuit, weniger einsam vertrottelt als den Kölner Dom mit Streichhölzern bauen, und etwas weniger teuer als die Elektrische Eisenbahnerey.

    Die Entwicklung spricht dafür: Derzeit wird das Internet immer mehr zum Unterhaltungsmedium, vorher war es eher ein Informationsbeschaffungsmedium. Das Ding mit der Wissensgesellschaft wird vom Trend überrollt.

    Es hängt nicht vom Medium ab, ob die Leute mehr aktive oder passive Wesensanteile zeigen, sondern … von ihrem Wesen. Und das Wesen bleibt, ist wenig veränderbar.

    Und Totgesagte leben länger.
    Wart’mer noch ein wenig mit dem Requiem. Es wird nicht sein.

  22. urbandesire » Blog Archive » links for 2007-08-31

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  23. medienlese.com » Blog Archiv » 6 vor 9

    […] Requiem für die klassischen Medien (werbeblogger.de, Patrick Breitenbach) “Im folgenden möchte ich erklären, wieso die klassischen Medien für eine echte Informationsgesellschaft mehr oder weniger überflüssig geworden sind”. […]

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