20.08.07
11:54 Uhr

Berlin, Berlin, wir brainen für Berlin

Angesichts des offenen Aufrufs des regierenden Bürgermeisters und CannesPartylöwen Klaus Wowereit in der jüngsten W&V Ausgabe könnte man das Gefühl vermittelt bekommen, dass Crowdsourcing ein elegantes Mittel ist, wenn die eigene Brieftasche gähnende Leere aufweist. Ich möchte nicht wissen, was allein die Anzeige in der Werbe-Fachzeitschrift gekostet hat und wieviel Referenten ihre Nase über den Text beugen mussten. Egal, es wird jedenfalls zum ganz großen Brainstorming aufgerufen und den Besten der Besten werden zur Belohnung sogar die Nutzungsrechte (zu einem bisher noch unbekannten Preis) abgekauft. Ach ja, eine Agentur zur anschließenden konkreten Umsetzung der Ideenfülle wird dann schon noch gesucht. Zum Glück ist Osteuropa nicht all zu weit; das spart bekanntlich wieder einiges an Kosten.

Lieber Herr Wowereit, sind Sie zu sehr in globaler Feierstimmung oder wieso sind Sie nicht auf die Idee gekommen, den Auftrag an Berliner Agenturen zu vergeben, die somit auch wieder ein wenig den Stadtsäckel füllen und ganz allgemein Berlin als neue Werbestadt attraktiver machen könnten? Aber das wäre ja bestimmt zu unsexy!

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5 Kommentare

  1. Maik

    Typisch. Das macht aber jede Kommune so. Egal obs Berlin oder Pusemuckel ist. Gekauft wird was günstig ist. Ob nun eine Brücke, eine Sporthalle oder eine Internetseite gebraucht wird. Vielleicht kann man ja auch BAuprojekte per Crowdsourcing umsetzen? Wäre doch mal spannend zu sehen was sich nicht Architekten spannendes überlegen.

  2. Bert

    Ich war so frei und habs an die Crowd weitergeleitet:
    brainr.de/brainstorm...

  3. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Der Gewinner kann sich dann in das goldene Buch der Stadt eintragen und allzeit allein auf den Fernsehturm.

  4. herrMartin

    haha, aber man kann trauriger weise sagen, wenigstens gibt es ein Nutzungshonorar. In Bremen hat man die Autobahnschilder auch per Wettbewerb neu gestalten lassen, Preis; Ruhm und Ehre.
    Naja aber Berlin, ist ja auch nur nen kleines Kaff, nicht ne Haupt- oder gar Großstadt. Naja dürfte der Gewinner den Rotz am Ende wenigstens umsetzen, dann wäre das ja fast noch nen normal dreister Pitch (=das größte Unding in dieser Branche).

  5. Andreas Rodenheber

    “Die erste Aufgabe des Berlin-Boards besteht darin, einen neuen Werbespruch für Berlin zu finden, oder ein Branding. Der Regierende Bürgermeister sagt lieber Branding, eine unbewusste Hommage an seinen Vorgänger Willy Brandt.”

    Martenstein in der ZEIT. Lesen!
    zeit.de/2007/35/Mart...

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  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
  • ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
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