19.08.07
16:11 Uhr

In eigener Sache: Meinungsfilter

Update: Idee hier beigesetzt.

Vor einiger Zeit hatte ich ja mal die Idee mit Positiv-/Negativfilter aufgebracht. In der Zwischenzeit – wie so oft – ist das ganze wieder untergegangen. Das Experiment ist gescheitert. Da ich immer mal wieder zwischendurch reflektiere, habe ich tatsächlich das Gefühl, dass ich im Moment wieder eher negativ gestimmt bin als in manch anderen Zeiten. Wer meine Artikel über die Jahre mitverfolgt, kann sowieso einige Schwankungen entdecken, was ich persönlich aber äußerst spannend finde und ich mich zum Teil selbst frage, hab das wirklich ich geschrieben? Übrigens sind meine ersten Beiträge sowas von langweilig, weil sie wie “normale” Branchennachrichten geschrieben sind. Sachlich, trocken, lasch. Also ein Stück weit gehört das Spitze, Provokative schon dazu und es ändert auch nichts an meiner Grundhaltung. Was ich schreibe, meine ich so, jedenfalls in diesem Moment des Schreibens, nur überspitze ich das meist auch sehr bewusst, weil ich der Meinung bin, dass Texte dadurch die entsprechende Würze erhalten.

Andererseits bin ich mir schon bewusst, dass sich unsere Reichweite in den letzten Jahren erheblich erhöht hat. Manche bekommen gar Panik wenn sie wieder etwas Negatives über sich, ihren Web 2.0 Dienst oder ihre Agentur lesen. Parallel predige ich aber immer wieder auch “die subjektive Wahrheit”, nach außen erwecken wir aber manchmal den Anschein, als hätten wir die objektive Wahrheit gepachtet. Klar, es ist ja auch “unsere” Wahrheit. Ich dachte immer, durch die Kommentarfunktion könne jeder sofort intervenieren, sobald er anderer Meinung ist als wir. Meistens klappt das auch sehr gut, wie ich finde, allerdings gibt es dabei mehrere kleine Probleme. Zunächst unser Spamfilter, der manche Kommentare zunächst in die Moderationsschleife schickt (Vielleicht hat ja ein Techie einen Tipp, welches der beste und galanteste Spamschutz ist) oder gar ganz in den Mülleimer schmeisst. So entsteht der Verdacht, wir würden Meinungen zensieren. Was natürlich Blödsinn ist. Manches Mal (ultraselten) löschen wir Kommentare, aber dann mit Begründung und deutlich gekennzeichnet. Darauf legen wir Wert.

Das andere Problem: Leute, die ausschließlich unsere Beiträge (und damit unsere , subjektive Meinung) lesen und nicht die Kommentare dazu wahrnehmen, könnten eben nicht die ganze Bandbreite des Themas mitbekommen. Das liegt mir mehr als fern. Weder will ich mich als Guru noch als allwissender Kritiker aufspielen. Im Gegenteil, ich lerne jedesmal durch eine Diskussion dazu. Auch wenn manch einer bezweifelt, dass wir es mit dem Dialog nicht so ernst meinen würden, uns ist die Meinungsvielfalt extrem wichtig.

Daher ist mir vorhin beim Spaziergang eine Idee gekommen. Wir wäre es, wenn wir gerade bei Beiträgen, die stark polarisieren oder unterschiedliche Meinungen hervorbringen, direkt unter unseren Beitrag eine kurze, stichpunktartige Zusammenfassung der Kommentarmeinungen abbilden? Das könnte dann so aussehen:

Positiv:
- Meinungsvielfalt wird deutlicher erkennbar
- Fairer gegenüber Agenturen, Personen oder Auftraggeber
- Dialog erzielt sichtbare Ergebnisse
- Werbeblogger nimmt sich ein wenig zurück

Negativ:
- Gefahr der Verwässerung
- Verdacht der Anbiederung
- Pflegeaufwand der Beiträge
- Überflüssiger Content, Kommentare reichen völlig aus

Was meint ihr? Sollen wir es mal versuchen? Klappt das immer? Ergibt das Sinn? Man könnte übrigens auch alternativ Kommentare mit entsprechenden Tags -als Stichpunkte- im Beitrag verlinken. Wäre das technisch relativ einfach umsetzbar (an die Techies da draußen)?

Keine Tags vorhanden

27 Kommentare

  1. Patrick Breitenbach

    Vorteil wäre auch, dass so zum Beispiel redundante Meinungen wesentlich schneller “gesiebt” werden. Wobei die ursprüngliche, individuelle Meinung trotzdem erhalten bleibt. Es entsteht halt nur ein “Meinungsextrakt”.

  2. Christian

    Da ich Euch immer über den RSS-Reader lese, fänd ich das sehr sinnvoll. Im Grund genommen würde es mir schon genügen, wenn Ihr im Beitrag kennzeichnet, dass es z.B. vollkommen divergierende Meinungen in den Kommentaren gibt. Dann weiß man, dass man auf jeden Fall noch in die Kommentare kucken solln.

  3. vroni

    Ist es nicht grundsätzlich bei einem Blog so, dass es eben gegensätzliche Meinungen und Kommentare gibt? Das macht doch ein Blog aus, wenn man einen feedet auch. Hat sich denn Sinn und Begriff von “Blog” doch nicht in D etabliert. Sieht fast so aus. Der Werbeblogger ist doch kein Billig-W&V-online-Abo, ts.

    Wer den Werbeblogger als “News-Zeitung” abonniert, weiß das doch auch. Wer in der Lage ist, RSS anzuschmeißen und zu nutzen, kann nicht so einfältig sein, ein Blog für ein herkömmliches Nachrichtemedium zu halten …

    Achtung Sadiere
    Instructions for use: Obacht, das war jetzt ein provokativer und dazu äußerst negativer Kommentar von der pösen Vroni, pidde kennzeichnen mit Doppelminus – - . Wenn noch einmal so ein ähnlicher kommt von jemandem anderen, weil ihm ebenfalls der Sonntagsbraten nicht recht geschmeckt hat, dann den Vroni-Post als klar redundant mit °° kennzeichnen, danke. Gerne auch mit +*~+’# für “nicht lesen, wenn wenig Zeit”.

    @ Patrick:
    Zeitungen, auch online-Zeitungen halten das traditionell so, wenn sie statt “neutraler” Berichte einen persönlichen Kommentar oder eine Glosse machen: sie schreiben “Kommentar” oder “Glosse” für jedne sichtbar darüber. Das müsste eigentlich auch für den RSS-Leser klar sein, dass das dann logsicherweise kein “objektiver” Beitrag ist. Vorschlag gutt?

    Kommentare irgendwie zu kennzeichnen gibbet auch nur wieder drollige Ausainandersetzungen. Dann mit den ablaichenden Kommentaristen :-D

    Stern und ZEIT lösen das so, dass die ersten 2 oder 3 Zeilen eines Kommentars kommen, dann gibt es ein >mehr zum weiterklicken. Kann man so machen. Dann werde ich mir angewöhnen, die Essenz meines Beitrags, wenn er denn eine Essenz hat :-) schon im ersten Satz abzulaichen :-D
    ____________________

    Nein, du bist mir nicht zu negativ.
    Und zittern tu ich auch nicht vorm Werbeblogger :-)
    (Haben die Firmen alle keinen Arsch in der Hose oder was geht…)

  4. vroni

    “Manche bekommen gar Panik wenn sie wieder etwas Negatives über sich, ihren Web 2.0 Dienst oder ihre Agentur lesen.”

    Wer sind “manche”.

    Geht jetzt einigen Agenturen und Firmen die Muffe oder der Zweifel, dass du doch kein Gratis-PR-Blättchen für sie bist? Grübel. Wenn es so ist (was ich nur vermute, aber stark raushöre):

    Dann sollen diese hier kommentieren. Dafür sind sie aber wohl zu fein. Von ARS Berlin habe ich hier noch nichts gehört, von JvM auch nicht.
    Höchstens von Mitarbeitern aus Agenturen, die man nicht genau zuordnen kann. (Patrick aufgrund der IP vielleicht, aber der Leser und ich nicht).

    Nur der Saftblog mit Kerstin oder die putzigen Westaflexer in ihrer unnachahmlichen Art melden sich hier in den Kommentaren und nutzen es, sauber ihre Gegenmeinung abzuliefern. Wie es sich gehört. Habe ich jemanden vergessen?

    Der Rest ist sich wohl zu fein dazu und interveniert lieber mit E-Mails, um in Zukunft besser wegzukommen. Kann man machen. Fazit dann aber:
    D = einfach kein Bloggerland. Keine Kultur des Free Speech.
    Immer noch PR-Land, immer schön positiv. Immer schön schnell News feeden, absaugen, bassd scho. Nur nix Kontroverses.

    Blogs sind per se schon durch ihre Eingangsartikel von Anfang an kontrovers. Das sind Blogs. Wem das nicht passt, der soll nicht so geizig sein und W&V oder “Horizont” oder “Der Kontakter” bezahlen und feeden. Die kosten nämlich alle was, wenn man nicht die Billig-Light-Version nimmt.

    Jetzt kommt der Druck auf den Werbeblogger, wenn er satirisch oder provokant wird, war vorauszusehen: ab einem gewissen Traffic gehts los mit dem Druck ausüben. Bitte lieber Werbeblogger: unabhängig bleiben!

    “kurze, stichpunktartige Zusammenfassung der Kommentarmeinungen ”

    Nicht sooo doll. Kommentaristen könnte sich zu verkürzt wiederfinden und bassd dan auch wieder nicht…

    Schreib einfach in 100 Punkt “Kommentar” drüber. Aus die Maus.
    Von mir aus Spamfiler verbessern. Wenn die Blogwelt Pech (Niggemeier gg. C-active) hat, müssen sowieso demnächst alle Kommentare zur Moderation erst freigegeben werden.
    _________________

    Kann’s immer noch nicht glauben. Kopf- und Fußschüttel über das Pseudo-Zensurgschrei. Was glaubt ihr, wie oft ich schon in dem Spamfilter hier hängengeblieben bin, und zwar ganz ohne Gebrauch von four letter words oder spamverdächtigen Worten. Schrei ich gleich Zensur oder was.

    @ Patrick, wenn du das umsetzt, was du eben mit dem Kommentarfiltern geschrieben hast, dann aber wird’s “Zensur” – so langsam… man kann nicht Kommentare verkürzt wiedergeben so dass jeder zufrieden ist.

    *Zensur für alle zum Mitschreiben:
    Zensur (censura) ist ein Verfahren eines Staates, einer einflussreichen Organisation oder eines Systemträgers, um durch Medien vermittelte Inhalte zu kontrollieren, unerwünschte Aussagen zu unterdrücken bzw. dafür zu sorgen, dass nur erwünschte Aussagen in Umlauf kommen.

    Vor allem Nachrichten, künstlerische Äußerungen und Meinungsäußerungen sind Gegenstände der Zensur. Sie dient überwiegend dem Ziel, das Geistesleben in politischer, sittlicher oder religiöser Hinsicht zu kontrollieren.

    (Quelle: aus dem guten alten Wiki)

    Merke: “Zensur” ist ein Begriff, der staatliche Zensur meint.
    Nichts aber mit dem Hausrecht eines Bloggers zu tun hat, geht’s noch.

  5. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Ideal wäre wohl ein Feed, der nicht nur den Beitrag, sondern auch die Kommentare zum Beitrag verwaltet. Wer unsere Kommentare insgesamt verfolgen möchte (wie ich ;-)), der kann natürlich den Kommentar-Feed abonnieren und sieht natürlich auch, zu welchem Beitrag kommentiert wurde. Er steht rechts in der Sidebar, für Schnellentschlossene hier:
    feeds.feedburner.com...

  6. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Vroni
    Nix Druck auf Werbeblogger. Druck ist, wenn man Druck zulässt. Es geht -ähnlich wie in der Rubrik der Sidebar “diskussionsintensive Beiträge” um die Ausweisung und das Kenntlichmachen spannender Diskussionen – auch im Feed.

  7. vroni

    @ Roland

    Klang für mich halt so.
    Hoffentlich lasst ihr den Druck zu.
    Dann o.k.

    Patrick hat aber öfter so Anwandlungen, dass er sich für zu negativ hält :-) War schon mal. Und dann frage ich mich als alter Hinterländer, ähm Hinterfrager schon, was steckt den nu widda dahinter. So Anwandlungen kommen meist nicht von ungefähr.

  8. Roland Kühl v. Puttkamer

    Dahinter steckt Patricks ausgeprägte Selbstreflexion. Ganz wichtig im Team, wenn es da so einen wie mich gibt ;-)

  9. vroni

    “Ausgeprägte Selbstreflexion” ist gut :-). Sachma.

  10. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Jaaanz Ruhisch! Durchatmen. Es geht eben NICHT darum meine Schreibe zu entschärfen, die Artikel anders zu schreiben, sondern darum, deutlicher zu machen, dass meine Schreibe nicht der Weisheit letzten Schluss ist und es andere Meinungen gibt. (und offensichtlich lesen etliche Leute nicht in den Kommentaren mit, das mag ungeschickt sein, ist aber auch eine Verzerrung des Meinungsbildes, was ich so nicht möchte. Von mir aus lach mich jetzt dafür aus. Is mir käse!)

    Vroni, denn in der Tat, ich reflektiere ab und an über die Sachen die ich so gemacht habe. Ich lese eigentlich jeden Kommentar hier. Ich nehme jeden Kommentar zunächst sehr ernst (bzw. prüfe ihn auf einen erntshaften Gehalt und lese auch zwischen den Zeilen). In letzter Zeit häuften sich wieder die Meinungen, ich sei von oben herab, ich würde bestimmte Interessen verfolgen, ich sondere verbalen Dünnpfiff ab, ich verzerre die Wahrheit usw. Natürlich stehe ich gewissermaßen über vielen Dingen, trotzdem sind es Impulse über die Dinge zu reflektieren. Mich treffen die Kommentare nicht in meiner Person (da könnte ich auffhören zu bloggen), sondern in meiner Intention, warum ich das hier mache. Ich sehe in der Tat keinen Bedarf, dass ich selbst mich verändere, daher war meine nächste Idee, besser herauszukehren, dass es eben auch andere, gültige Meinungen gibt. Dass du mir das wieder verdrehst ins Übelste “jetzt wird hier ne PR-Veranstaltung mit Weichspül und Zensurstift draus” sind genau solche Kommentare, die einen wieder so einen Schubs geben und man beginnt sich wieder in die Rechtfertigungsschleife.

    Also, es geht nicht darum Meinungen runterzukürzen, sondern sie präsenter zu machen, also zusätzlich mit Stichpunkte/Tags zu verlinken. Wen der Stichpunkt anspringt, kann dann die komplette Meinung lesen. Die Redundanzargumentation finde ich im Nachhinein auch daneben. Da gebe ich dir Recht, es war halt eine spontane Idee und ich werde den Teufel tun demnächst wieder mal sowas spontanes rauszurotzen.

    Du wunderst dich über das nichtfähige Blogland D? Mag vielleicht gerade auch an so Aufschreie liegen wenn man sofort eine von mir geschilderte Idee umgehend als Zensur verbiegen will. Also gleich draufgehauen, statt einfach mal genauer nachzufragen. Aber das mach ich ja auch mal ganz gerne. Nur könnte dir das die Antwort geben, warum das hier anders läuft im Lande.

    Nochmal zum Druck. Es gibt keinen direkten Druck. Den Druck mach ich mir schon selbst – generiert aus euren Kommentaren und eben auch aus so Kommentaren wie von dir jetzt hier. Vielleicht sollte ich lieber in den “Godlike Egomodus” switchen, Scheuklappen aufsetzen und einfach drauflos rotzen und mir eure Kommentare am Arsch vorbeigehen lassen oder einfach weglöschen, wenn sie mir nicht passen. Nur das Problem, so bin ich nicht und daher würde ich das Ganze hier auch sehr schnell zum Ende führen. Soweit klar?

  11. vroni

    Du ich bin ganz ruhig.
    Du aber anscheinend nicht.

    Tags, die genau für einen bestimmten Kommentar und seine Aussage stehen sollen, verzerren den Kommentar.

  12. Patrick Breitenbach

    Schlechte Idee weil Verzerrungsgefahr
    <p>Ist doch eine Antwort auf eine einfache Frage, da muss man nicht gleich ausholen und das ganze zur generelle Problematik der deutschen Weblogs und allgemeiner Zensur aufpumpen.</p>
    <p>Wie gesagt, es war eine Idee und die Frage ob sinnvoll oder nicht, daher wäre ich für einfache, interpretationsfreie Antworten (in Bezug auf die Intention der Frage) sehr dankbar.</p>

  13. vroni

    Im Web muss man damit leben, interpretiert zu werden. Geht mir doch genauso.

    Im übrigen finde ich deine Anwandlungen, du seist dir zu negativ, mit der Aussage im selben Text, “manche” möchte doch lieber “objektivere” Darstellungen vom werbeblogger, in der Tat nach Interpretation regelrecht brüllend.

  14. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Darf ich mal unterbrechen, bitte…
    Ich hab die Gedanken von Patrick so verstanden: Wie kann man in einem Blog mit zum Teil über 100 Kommentaren auf einen Beitrag eine Übersicht! über die verschiedenen Blickwinkel bekommen, ohne einen halben Roman lesen zu müssen?! Diese Frage ist unter dem Aspekt des Informationsmanagements und wachsender “Meta-Seiten” wie Rivva, Blogscount und Co. aber auch der mehr und mehr geforderten schnellen Info-Sichtung sicherlich spannend…
    Wie ich oben schon sagte: Ich persönlich handhabe das so, dass ich mir bei spannenden Themen den Kommentar-Feed ziehe und die anderen Meinungen nur “querlese”. Bei mehr als ca. 500 Comments pro Tag würde ich sonst auch zu nix mehr kommen. Aber selbst das “Querlesen” ist fast schon nicht mehr schaffbar.

  15. Patrick Breitenbach

    Ich gebs auf!

    Roland, war die Frage/Idee wirklich zu kompliziert? Natürlich geht es darum die Meinungsfacetten (in verkürzter aber verlinkt auf ausführliche Form) auch im Beitrag also außerhalb der gesamten Comments (worunter auch viele Off-Topic sind) und damit RSS-Feeds darzustellen. Ich will nix streichen, nix verbiegen nur zusätzlich deutlicher machen, dass das jeweilige Thema auch von der anderen Seite beleuchtet wird. Was hast du gegen eine deutlichere Debatte?

    So nochmal erklär ich es nicht. Und wie gesagt, wenn die Idee scheisse oder unbefriedigend umsetzbar ist, dann seh ich das auch ein und gut ist. Also gibt es jetzt noch andere Argumente “für oder wider”?

    BTW: “Meine Anwandlungen” sind nicht anderes als die ständige Bewegung meines Geistes/Bewusstseins. Manchmal einen Schritt zurück, dafür dann wieder zwei nach vorne. Ich wäre froh, wenn manche auch öfters “Anwandlungen” hätten.

  16. Patrick Breitenbach

    Vielleicht grassiert auch nur der A-B-Virus: scobleizer.com/2007/...

  17. vroni

    Ne, noch einfacher, es is Bloggervollmond.

  18. Patrick Breitenbach

    Echt? Oh, hab ich vor lauter Wolken nicht gesehen.

  19. Christian

    @ vroni: “Ist es nicht grundsätzlich bei einem Blog so, dass es eben gegensätzliche Meinungen und Kommentare gibt? Das macht doch ein Blog aus, wenn man einen feedet auch. Das macht doch ein Blog aus, wenn man einen feedet auch. Hat sich denn Sinn und Begriff von “Blog” doch nicht in D etabliert. Sieht fast so aus. Der Werbeblogger ist doch kein Billig-W&V-online-Abo, ts.”

    1. Nicht jeder Blog (komm, sag mir, dass es “das” Blog heißt) hat viele Kommentare. Aber ich habe jetzt mal geschaut und gesehen, dass Ihr eh einen gekürzten Feed habt. Wenn ich also den kompletten Artikel lesen will, dann sehe ich ja eh schon die Kommentare.

    2. Ich finde, dass Blogs ausmacht, dass ich sie nutzen kann, wie ich will. Und dass mir niemand vorschreibt, was ich wann zu machen habe. Letzteres, finde ich, ist das einzige typisch Deutsche in der deutschen Blogosphäre.

    Und dann hast Du unten noch darauf hingewiesen, dass PRler sich zu wenig hier äußern. Ich weiß, Ihr seid ja schon lange hier aktiv. Aber Blogger müssen uns (PRlern) einfach noch ein bisschen Zeit geben. Genau wie Journalisten, unserer bisherigen Hauptzielgruppe, müssen wir uns erst an Blogs und Blogger gewöhnen. Und zusätzlich zu uns selbst müssen wir noch unsere Kunden überzeugen, dass das Ganze so wichtig ist, dass wir uns in deren Auftrag damit beschäftigen. Die Arbeitszeit muss ja auch bezahlt werden. Also: Bitte nicht drängeln.

  20. vroni

    @ Patrick

    Bloggervollmond ist dann, wenn er ist. Er kann auch zu Neumond sein… :-)

    Da sind wir doch ganz zivile Vollmonder, haruu.

  21. vroni

    @ Christian

    Klar hat nicht jeder Blog viele Kommentare. Dieser hier hat viel.
    Blogs, ob wenig oder viel Kommentare sind jedoch vom Selbstverständnis her kein reines Nachrichtenmedium zum bequemen Versorgen mit News.

    (Natürlich kann man das so nutzen, kann jeder in D machen, wie er Lust hat, gibt keine Vorschriften, aber dann kommt halt Manches quer rüber… Pech. Dann kann man aber bitte nicht nach “objektiveren” Eingangsartikeln krähen, ..finde ich, weil man einfach dann im falschen Medium dazu ist… Es scheint mir eben, dass gekräht worden ist, aber wos waas mer scho. Patrick sagt, ich interpretiere.)

    Wer das weiß und Zeit hat, liest eben die Kommentare mit, sie gehören dazu. Wer keine Zeit hat, weiß trotzdem, dass er nicht die dpa liest. (Obwohl die dpa… :-) )

    Patrick denkt wohl darüber nach (ganz habe ich es noch nicht begriffen), wie man diesen Meinungsbildungsprozess vollständiger abbilden kann.
    ____________________

    Ich begreife halt nicht, dass sich Unternehmen hier so sparsam äußern. Dabei gäbe es so viel zu sagen. Patrick bringt die Dinge doch immer gut auf den Punkt.

    Sag das mal deinem Boss, oder Bossin.

  22. Patrick Breitenbach

    @Christian: Wieviel Zeit müssen wir euch denn noch geben? Ich dachte immer der Markt sei so schnell? Ich glaub was PRler erst einmal lernen müssen ist ein Umdenken in ihrem Selbstverständnis. Das kann durchaus aber auch noch Jahrhunderte dauern. ;-)

    @Vroni: Also noch einmal klar und deutlich (jetzt wo der Mond untergegangen ist): Wir sind nicht unter Druck gesetzt worden von irgendwem und wir haben nicht im geringsten vor hier eine Nachrichtensache daraus zu machen. WIR bleiben subjektiv. Die Frage war ob mehr Objektivität gewünscht wird. Die könnten wir höchstens in Form einer deutlicheren Kennzeichnung der Gegenmeinungen erzielen, weil wir ja UNSEREN Schreibstil nicht verändern wollen. Es geht auch ein Stück weit um Konstruktivität. Wir motzen ja nicht nur um des Motzens willen. (Du ja auch nicht Vroni)

    Aber ich sehe schon, das Thema ist komplexer als ich angenommen habe. Von daher stelle ich vorerst die Sache auf Eis. Wenn ih rnoch Ideen habt die Meinungsfacette deutlicher zu machen, legt los. Wenn ihr meint die Darstellung sei schon so mit Kommentaren gegeben auch wunderbar. Dann brauch ich mir ja keinen Kopf mehr darum machen und hier gibts nach wie vor “business as usual”.

  23. Christian

    @ Patrick: Der Markt ist durchaus schnell – nur die Marktteilnehmer kommen nicht immer mit:-). Leider müssen Agenturen und ihre Kunden erst einmal daran herangeführt werden, dass sie auf dem “offenen Marktplatz” Dinge austauschen. Das muss man üben.
    Mich persönlich muss man da nicht überzeugen und ich tue auch mein bestes. Aber insgesamt liegt da noch viel Arbeit vor der Branche.
    Wenn Du mit dem Selbstverständnis meinst, dass “wir” von Monolog auf Dialog umstellen müssen, hast Du sicherlich recht.

  24. Jens B.

    Ich mag das alles auf einen Nenner reduzieren: Administrationswahn. Nix für ungut, auch ich überspitze mal gern ;)

    Das wäre schlicht zuviel des Guten und die eine Überlegung zu weit. Lasst es bitte so wie es ist. Dann habt ihr auch weniger Arbeit und müsst Euch später nicht von Mails bombardieren lassen mit der Frage warum nun der eine Kommentar so behandelt worden ist und der andere eben nicht. Das ist auch eine Art der Zensur, ob man will oder nicht…

    Oder ich hab das ganze Prinzip nicht verstanden, das kann natürlich auch gut sein ;)

  25. Patrick Breitenbach

    Je länger auch ich darüber nachdenke, desto schwachsinniger wird die Idee (jedenfalls von der Umsetzung her). Danke für die Impulse.

  26. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Jens
    Es gab noch kein Prinzip ;-)
    Und so wie´s aussieht, wird´s auch keins geben, LOL

  27. Paddy

    Das von Dir gewählte Wort zeigt schon die Problematik: “MeinungsFILTER”. Wenn gewünscht ist, dass die Meinung möglichst unverzerrt vom User selbst geäußert wird, sollte man nicht filtern. Das geschieht doch unweigerlich subjektiv. Schon eine Zusammenfassung eines langen Kommentars einer anderen Person erfolgt ja dann nach Deiner Gewichtung.

    Dass die Beiträge subjektiver Natur sind, is klar, ne? Aber bei den Kommentaren wäre ich vorsichtig…

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