17.08.07
17:03 Uhr

Narrenhände …

Unicef in Deutschland wirbt mit diesen Motiven für Schulen in Afrika:

Unicef Kampagne

WTF?

Zja, und auch unsere amerikanischen Kollegen wundern sich nicht nur, sie sind auch ziemlich empört:

What in the Schadenfreude were they thinking? Little white kids in blackface? Blackface made of mud? This campaign was meant to raise support for schools in Africa, but even that part of the message is mangled by lines that sound like they’re condemning an entire continent: “In Africa, kids don’t come to school late, but not at all.” (…) Well grand! Good to hear Germany’s finally overcome its touchy history with race relations. I just wish I could have seen the lines that didn’t make it into this campaign. I bet they had winners like: “Here, I hurl spitballs at girls. In Africa, kids hurl spears at lions.”

Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht erklären, welcher Teufel die Herrschaften der Agentur (übrigens unsere Ich-hab-nix-Six-Malle-Helden JvM) da geritten hat. Eines haben sie noch vergessen beim Festival der Stereotypien: Die Knochen im Haar. Wieso setzt eine derart angesehene Organisation für solch ein sensibles Thema eine für Polarisationskommunikation berühmt-berüchtigte Agentur ein? Nicht immer heißt der Hebel Provokation. Das ging doch schon bei der AIDS-Sache schief. JvM kann vielleicht viel, aber eben nicht immer alles und zu allen Themen.

Übrigens gibt es auch ein offizielles Statement von Unicef, nach einem Protestschreiben dieses Amerikaners. Dabei war dieser Absatz völlig daneben und zusätzliches Ölgießen ins Feuer:

The idea behind is that children from Germany demonstrate their solidarity with children in Africa by showing up with a coloured make up. Their message s: “Children may look different but are equal – we all want to go to school.” Absolutely no connotation of black children as “dirty children” was intended.

Before publishing the ad, we had carefully discussed possible misinterpretations and the agency had also tested public reaction in a survey in Germany, without receiving negative comments. Neither did we receive any negative reaction from the German public after publication.

Na dann!

Keine Tags vorhanden

57 Kommentare

  1. Daniel

    Also manchmal interpretieren wohl einige ein bisschen zu viel rein jedes Mal.

  2. Julia

    Auweia. Bei wem haben sie das denn getestet? Dass es keine negativen Reaktionen gab, ist ja ziemlich traurig.

  3. vroni

    Das mag jetzt seltsam klingen, aber ich habe kein Problem mit diesen Anzeigen. Finde sie nicht diskriminierend.

    Disclosure:
    Bin sehr Afrika-affin, erstens mal da ich wohl in naher Zukunft angeheirateten Familienzuwachs bekomme mit dunkler Haut. Zweitens, da ich sowieso Afrika-Fan bin und zwar genau eben nicht mit der verlogenen Kolonial-Romantik oder der Riefenstahl-Ästhetik, sondern mit dem was Afrika jetzt ist.
    (Gibt sogar schon Blogs von Massai. Dieser Kontinent rules, zumindest in mittlerer Zukunft, Asien hin oder her)

  4. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Bist du eine Farbige? ;-)

    Ich kann mir schon vorstellen, dass der Protest in Deutschland nicht wirklich groß war. Aber an den von mir aufgegriffenen Zitaten merkt man, dass gerade die afroamerikanischen Menschen (weniger die Afrikaner selbst) so ihre Probleme damit haben und dann noch im Kontext zu Deutschland (ja auch Vorurteil). Ich finde, es gibt sicherlich schlimmeres, andererseits hätte ein wenig Sorgfalt bei einer internationalen Organisation sicherlich gut getan. Was man hier also wieder sehr schön erkennt sind die absolut unterschiedlichen Wirklichkeiten, in denen wir alle Leben. Werbung wird in Zukunft komplexer, einfach weil es kaum noch eine saubere Trennung der nationalen Kampagnen geben kann. Das zeigt dieses Beispiel und ganz klar auch die StudiVZ-Kampagne. Die Grenzen der Kommunikation sind auf alle Fälle durch das Web weit geöffnet.

  5. Andreas

    Ich find Karneval blöd. Aber den Menschen, die sich dort als Farbige verkleiden, dieses “Schmutz im Gesicht-Rassist”-Argument vorzuwerfen – darauf wäre ich nie gekommen.

    Für mich kommt das Thema Solidarität hier sehr deutlich raus.

    Bin ich krank? *schulterzuck*

  6. Thomas

    Ich mach mir viel mehr Sorgen über die Headlines.
    Sind es jetzt Zitate von den abgebildeten Kids? Der unten links redet aber nicht wie ein Kind.

    Und wo ist der Unterschied zwischen “nie zu spät zur Schule kommen” und “überhaupt nicht zu spät zur Schule kommen”?

    Sorry, aber das sind die miesesten Headlines, die ich seit langem gelesen hab.

    Sicher JvM?

  7. vroni

    Wir sind alle innerlich aus diesem Kontinent, wir stammen vermutlich komplett historisch aus der ostafrikanischen Savanne :-)

    Wenn es Farbige, Afroamerikaner gibt, die sich durch dies Anzeigen-Kinder, die sich dunkel angemalt haben, nicht sonderlich angetan fühlen, dann sollte man dem natürlich stattgeben. Hat keinen Sinn, da rumzureden, dann weg damit.

    Ich kannte die Anzeigen schon vor dem Werbeblogger, sah halt kein “mud” (Schmutz, Schlamm, Dreck), sondern es wirkte auf mich, so wie Anzeige daherkommt, wie Theaterschminke. Natürlich ist dunkle Haut per se gerade kein Mud (zumindest für mich), sondern sehr schön (auf alle Fälle schöner als unser europäisches Grottenolm-Rosa, das nach langer Sonne auch noch Runzeln kriegt), ist aber nur meine persönliche Meinung.

    Es kommt immer so, wie man es von Anfang an querliest und interpretiert. Wenn ich von Anfang an das als Mud sehe (weil ich gesellschaftliche Probleme ertragen muss wegen meiner dunklen Haut), dann ist die weitere Schlussfogerung natürlich ebenfalls so wie in der kritischen. Und dann voll verständlich.

    Wenn ich von Anfang an stolz bin auf meine schöne dunkle Haut und keine Probleme deswegen habe, dann lese ich die Kinderanzeigen vermutlich anders quer. Dann freue ich mich vielleicht sogar, das Kinder sich, so wie ich aussehe anmalen.

    Ich gebe dem Stellung, der damit Probleme hat. Amerikanische Afroamerikaner haben häufig mit Nachteilen aufgrund dunkler Haut und mit Rassismus zu kämpfen, daher verstehe ich ihre Kritik.

    Ich selber finde Menschen mit dunkler Haut sehr schön. Daher wohl meine Verwunderung.

    Der Text zu den Anzeigen:
    Der mit dem, dass afrikanische Kinder erst gar nicht zur Schule gehen, hmhm, das hätte ich modifiziert in die Richtung, dass sie das nicht freiwillig tun. Sie würden ja gerne zu Schule gehen (anders als wir, die oft sehr sehr motzig sind und Schule als Übel empfinden, so wie ich damals auch, Schule fand ich merde), wenn sie könnten, wenn sie dürften. Oft werden sie zuhause von der Familie für die Feldarbeit gebraucht oder müssen früh Geld verdienen, das steckt sicher eher dahinter. Das kommt nicht richtig rüber und kann reichlich diskriminierend verstanden werden. So, als wenn sie zu faul wären, das stimmt natürlich nicht.

  8. Christopher

    Na ja, in Amerika wird damit halt die Tradition verbunden, als sich Weiße mit schwarzer Creme einschmierten, um dann Schwarze darzustellen (sei es im Theater, oder auf dem Jahrmarkt, googelt mal nach “minstrels in blackface”). Und da die so Dargestellten in der Regel als äußerst tölpelhaft und zurückgeblieben daherkamen, kommt das halt im amerikanischen Kontext gar nicht. Aber es scheint im dt. Kontext ja nicht zu beanstanden sein (ich bin grad aus USA auf Heimatbesuch und habe mal Freunde gefragt, ob die Werbung für sie zu beanstanden wäre, und keiner fand sie jetzt anstößig)…

  9. Julia

    Es geht ja nicht darum, ob dunkle Haut nun schön ist oder nicht. Dass es gerade aus den USA Proteste gab, liegt unter anderem daran, dass es dort (aber nicht nur dort, es war wohl auch ein Exportschlager) bis in die 1950er diese “Blackface”-nunja-”Kultur” gab. Das sah dann so aus, dass sich weiße Schauspieler Schuhcreme ins Gesicht geschmiert haben, um so als “Schwarze” aufzutreten, und zwar auf rassistischste und stereotypischste (gibt’s dazu einen Superlativ?) Art und Weise. Das gehört zu den weniger schönen Kapiteln der amerikanischen Populärkultur, und es ist kein Wunder, dass Amerikaner und auch andere, die diese Art der rassistischen Beleidigung kennen, etwas allergisch auf solche Maskeraden reagieren.

  10. derherold

    Es gehört zu den Herrschaftsinstrumenten in den USA *Rasismus* zu entdecken – so wie in Deutschland “rechets Gedankengut”.

    Die Idee der Werbeagentur war gut (gut umgesetzt ?) und kann nur unter innenpoltischen Aspekten der USA mißinterpretiert werden,

    Sry, werbeblogger, aber sich der faschistoiden Kulturdominanz der
    “Anti-Rassimus-Claqeure” der USA kritikfrei(!) anzuhängen, ist weiß Gott kein Ruhmesblatt.

  11. vroni

    @ derherold, julia

    Egal, wo die – vielleicht berechtigte (das habe nicht ich zu prüfen) – Empfindlichkeit gegen diese Anzeigen herkommt, ob aus den 50ern oder aus anderen Motiven: @ derherold: Als Herrschaftsinstrument würde ich diese Dislikes nicht bezeichnen. die Dislikes sind da, fertig. Wenn ein Werber Dislikes entdeckt, dann muss er seine Idee ändern. Hilft nix.

    Und wenn der Werbemarkt mittlerweile so global ist, dass man unterschiedliche alte Kulturen UND jüngste Politiken berücksichtigen, muss dann muss man sich eben damit auseinandersetzen. Dann kann man nicht wegwischen mit der simplen Machtfrage, sondern lieber mit Austausch über Inhalte.

    [OT @ derherold: Rechtes Gedankengut ist eh IMMER leicht entdeckbar :-): denn präfaschistoide Tendenzen stecken im Menschen und seinen Verhaltensweisen generell drin, da er neben dem Individuellen immer auch ein Gruppentier ist und damit dazu neigt, SEINE Gruppe immer gegen DIE ANDERE Gruppe abzugrenzen. DASS er es macht und WIE er es macht, ist und wird immer Gegenstand der Kritik bleiben. Egal aus welcher Ecke.]

  12. Martin

    Voll daneben:

    Erstens plädieren sie mit dem Hammerschlag-Argument, bei dem ich mir immer auf die Zunge beißen muss, wenn’s mir bei meinen pädagischen Bemühungen rausrutscht (Sei froh, denn anderen Kindern …). Ich kenne viele Eltern, denen das genauso passiert und peinlich ist, wie soll es dann ein Motiv sein zu spenden?

    Zweitens kann ich es nicht leiden, wenn Kindern etwas in den Mund gelegt wird, was sie nie sagen würden. Kinder sind vollkommen unvoreingenommen, was Hautfarben angeht.

    Und zur Schminke: Lustig war’s in alten amerikanischen Filmen und das ist mit Peter Sellers Schminke im Partyschreck schon in den 70ern ausreichend und angemessen parodiert worden. Hier geht es um Afrika und nicht um Hollywood.

    Humor mit Hautfarbe ist O.K., aber hier vollkommen fehl am Platz.

  13. Paul Herwarth von Bittenfeld

    Das “Mister-Wong-Skandal”, das zur Bannung des kleinen Chinesen aus dem Logo des Social Bookmarking-Dienstes geführt hat, zeigt:
    1. dass von Anfang an eines Unternehmens oder einer Kampagne berücksichtigt werden muss, dass wir in einer globalisierten Welt leben.
    2. dass die (in der Kampagne genannte) Prüfung innerhalb der eigenen ethnischen Gruppe nicht ausreicht. Auch bei Mister Wong gab es innerhalb Deutschlands keine Bedenken.
    Also: Wenn schon eine Prüfung, dann auch bei der eventuell beleidigten ethnischen Gruppe.
    Auch das Skandal mit den “Islamfeindlichen” Karikaturen kann als Beispiel dienen. Nicht überall wird der selbe Spaß verstanden, wie es in Europa der Fall ist. Das Messen in eigenen Maßstäben (ohne aussagen zu wollen, dass es höhere Maßstäbe sind), bringt hier nicht viel.

  14. Florian

    na ja, wenn ich da in der Headline lese, dass “in Afrika” die Kinder “überhaupt nicht” in die Schule gehen, dann frage ich mich schon, welchen Dienst man da Afrika leistet.

    Mit dieser Verallgemeinerung wird doch das Image des (auch geistig) zurückgebliebenen Kontinents bloß verstärkt.

    Kann man natürlich machen, um die Mitleidskarte spielen zu können.

    Aber mit dieser verzerrten (bzw. übersimplen) Darstellung erreicht man natürlich auch, dass der Kontinent auch weiter nicht ernst genommen wird.

    Im übrigen finde ich es auch seltsam, Afrikaner durch schwarze Schmiere zu symbolisieren.
    Mal ganz abgesehen davon, dass in Nord- und Südafrika auch Nicht-Schwarze Menschen wohnen.
    Wie machen wir denn dann demnächst Werbung für israelische Orangen? Vielleicht mit einer angeklebten Hakennase?

  15. vroni

    @ Paul Herwarth von Bittenfeld

    Uneingeschränkte Zustimmung zu 1. und 2.

    “Also: Wenn schon eine Prüfung, dann auch bei der eventuell beleidigten ethnischen Gruppe.”

    Ja, nur. Mich interessiert: Wie sehen das Afrikaner?

    Ich habe läuten hören, dass Bob Geldoff mit seinen Afrika- und Klimawandelkonzerten dort nicht so gut aufgenommen wurde. Afrikaner wollen nicht mehr der Wohlfahrtsempfänger sein, sondern akzeptiert werden und selber machen. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

    Zurück zu den Anzeigen:
    Ich habe die Botschaft so verstanden, dass das, was unseren Kindern oder uns lästig ist (Schule) woanders ganz anders gesehen wird, nämlich, dass sie Schule wollen und ihnen Bildung ganz wichtig ist. Nichts anderes.

    Es ist kein Spendenaufruf oder Benefizkram, zumindest konnte ich keinen entdecken. Ich konnte auch keine Beleidigung entdecken, dass Afrika ein rückständiger Kontinent wäre. Ich las eher darin, dass sie bildungsbewusster und bildungsfreudiger sind als wir. Im Grunde können wir Mauler uns eine Scheibe von dieser Einstellung abschneiden.

    @ Julia

    “Es geht ja nicht darum, ob dunkle Haut nun schön ist oder nicht.”

    Ja, darum geht es auch tatsächlich nicht, das zu verallgmeinern. Wo habe ich das geschrieben, das das allgemein so wäre. Das mit der Haut. Ich habe nur von mir gesprochen. Kann ja sein, dass ich nicht die optimale pc-Haltung habe, aber es ist meine. Habe genau da nicht für andere gesprochen (mit man), sondern in der Ich-Form. Ich habe sogar versucht, ein sehr ehrliches persönliches Bekenntnis abzulassen, von dem ich weiß, das es nur für mich Gültigkeit hat. Es war nur, zu erklären, warum m-i-c-h an der Bemalung der Kinder nichts gestört hat. Und um mich, meine Person, eben nicht hinter superkorrekter bürgerlicher Empörung oder andersrum: bürgerlichem laissez faire zu verstecken.

    Bitte genauer lesen. Ich respektiere sehr wohl andere Haltungen.

    Was andere Hautfarben betrifft, sind die Statements der meisten Menschen sehr, sehr unehrlich. In Labors hat man in neurologischen Untersuchungen herausgefunden, dass bei gezeigten Fotos von Menschen einer anderen Hautfarbe negativ gestimmte Hirnregionen aktiver werden. Bei allen Probanden, ob super-pc oder nicht. Das dazu.

  16. vroni

    Die gleiche Debatte um die Plakate/Anzeigen lief ab 31.7.07 auf Spreeblick:
    spreeblick.com/2007/...

  17. kai

    Abgesehen davon, dass die Printkampagne ziemlich blass und platt daherkommt, ist an ihr nichts weiter auszusetzen. Der Aufschrei hier und andernorts zeugt mal wieder von einer bigotten political correctness, die in Deutschland und Kontinentaleuropa hoffentlich nie über den Zaun von Kleinbloggersdorf schwappen wird.
    @ paul herold: der vergleich mit mr. wong ist insofern völlig am ziel vorbei, als dass sich die kampagne offline an eine deutsche Zielgruppe richtet und nicht wie mr. wong 24/7 weltweit angesteuert werden kann.

  18. Iris

    Zitat Vroni:
    “Bin sehr Afrika-affin, erstens mal da ich wohl in naher Zukunft angeheirateten Familienzuwachs bekomme mit dunkler Haut.”
    Zitat aus der Antwort von Patrick:
    “Bist du eine Farbige?”

    Diese Frage kam mir beim Lesen dieser beiden Sätze zuerst in den Sinn: Wieso vermeidet Ihr es, Schwarz zu sagen?

    Daraus resultierende Folgefragen: Vroni, könntest Du Dir vorstellen, jemals so einen Satz zu formulieren: “Bin sehr Nordeuropa-affin, weil ich demnächst angeheirateten Familienzuwachs mit heller Haut bekomme”?
    Patrick würdest Du auch fragen: “Bist Du eine Farblose?”

    Bitte diese Fragen nicht als persönliche Attacken aufzufassen. Es ist nur ein Versuch, auf sprachliche Unterscheidungen hinzuweisen, die mir persönlich irgendwie verkrampft und unnatürlich vorkommen.

  19. vroni

    K(L)EINE FARBENLEHRE.:-)

    OK, dann schreib ich: schwarz. Damit hab ich kein Problem.

    Aber: Das würde sich der Betroffene trotzdem sehr verbitten (das weiß ich). Er ist tatsächlich nicht in dem Sinne schwarz, wie das Adjektiv schwarz es vermuten lässt. Daher das Adjektiv dunkel.

    So, und jetzt sach mir, was ich denn anstelle schreiben soll zur Hölle :-)
    _____________

    Da hammer den Farblehre-Salat:
    “Neger” darf man nicht sagen, denn das ist ganz unter aller. Und zwar zu Recht. Also weg damit. “Schwarzer” wenn man sagt, triffts in der Tat nicht immer, s.o.

    In anderen Blogs tauchte das Prob auf, dass “milchkaffeebraun” ganz doof sei und als diskriminierend empfunden wird.

    Ich selber sach gerne in Gesprächen, wir seien nicht weiß schweinsrosa. :-) (Weiß ist kein Mensch, außer man streicht ihn an. Und Weiß ist tatsächlich keine echte Farbe)
    Aktive Eigendiskriminierung oder Ansatz, sich selber nicht ganz so ernst zu nehmen. Aber egal was von dem, wahrscheinlich beides an superfalschesten :-)

  20. vroni

    Nachtrach:

    “Bin sehr Nordeuropa-affin, weil ich demnächst angeheirateten Familienzuwachs mit heller Haut bekomme”?

    Bitte nicht falsch zitieren. Das habe ich in dem kausalen Zusammenhang nicht gesagt.
    Machma das “weil” da weg und bau den Satz richtig, wie er war. Das gibt sonst einen ganz falschen Sinn.

    Danke

  21. Iris

    @Vroni:

    “Aber: Das würde sich der Betroffene trotzdem sehr verbitten (das weiß ich).”

    Dann ist es natürlich Okay, den, den Du speziell meintest, nicht schwarz zu nennen (obwohl ich mich ehrlich gesagt gerade gefragt habe, wieso er sich das so sehr verbitten würde. Schwarz sein ist doch nichts schlimmes, oder?). Als ich vorhin Deinen Satz las, fiel mir nur wieder ein, was ich neulich bei derbraunemob.de zum Thema Benennung gelesen hatte.

    “So, und jetzt sach mir, was ich denn anstelle schreiben soll zur Hölle :-)”

    Wieso soll ich Dir das denn sagen? Ich finde, Du solltest Dir von keinem diktieren lassen, was Du schreiben sollst – schon gar nicht von mir :o) – sondern Du solltest m.E. selbst herausfinden, wie Du Dich so ausdrücken kannst, dass Du niemanden mit Deinen Formulierungen ungewollt beleidigst oder kränkst. Ich persönlich finde es in den meisten Zusammenhängen schlicht unnnötig, die Hautfarbe zu erwähnen (das macht man ja schließlich auch nicht routinemäßig, wenn man über Weiße spricht/schreibt, oder?). Und in Deinem Satz von vorhin finde ich keinen logischen Zusammenhang zwischen Deiner ‘Afrika-Affinität’ und der Hautfarbe Deines angeheirateten Verwandten.

    Davon abgesehen geht’s mir aber in solchen Diskussionen wie dieser gar nicht um eine Unterscheidung zwischen ‘richtig’ oder ‘falsch’ (die sprichwörtliche Schwarzweißmalerei ;o). Wenn ich mir diesbzgl. was wünschen dürfte, würde ich wünschen, dass man mit/über schwarze Menschen so spricht wie mit/über weiße – ganz natürlich, d.h. in erster Linie mit/über die Menschen, nicht über Farben.

  22. Iris

    Nachtrag:

    “Machma das “weil” da weg und bau den Satz richtig, wie er war. Das gibt sonst einen ganz falschen Sinn.”

    Aber klar doch. Es lag nicht in meiner Absicht, Dich sinnentstellend zu zitieren:

    “Bin sehr Nordeuropa-affin, erstens mal da ich wohl in naher Zukunft angeheirateten Familienzuwachs bekomme mit heller Haut.”

    Hm, das ergibt aber für mich auch in dieser Formulierung keinen Sinn. Worin besteht denn für Dich in diesem Satz der gravierende Unterschied zwischen ‘da’ und ‘weil’?

  23. Patrick Breitenbach

    @Iris: Noch einmal zu den Farben und der Sprache. Ich finde es so oder so kritisch einen Menschen aufgrund von Äußerlichkeiten einzustufen. “Farbig” sind wir im wahrsten Sinne des Wortes ja alle. So wie wir Nordeuropärer ja auch nicht Schneeweiß sind, sind Afrikaner eben nicht komplett schwarz. Braun passt eher, wird aber im deutschen Kontext als was sehr negatives gesehen. Im Übrigen leitet sich das mittlerweile teils politisch unkorrekte Wort “Neger” von der Farbe Schwarz ab. Afroamerikaner selbst bezeichnen sich aber auch als “black” oder “negro”. Du siehst die Begrifflichkeit ist nicht so einfach und in jedem Kulturkontext anders bewertet. Einigen wir uns auf “Menschen mit dunkler Hautfarbe”.

    Mir ist noch was eingefallen zu den angemalkten Schauspielern. Dieses Phänomen gabs es ja auch umgekehrt. In Brasilien malten sich dunkelhäutige Schauspieler weiß an. Genauso bizarr: wm-blogger.de/2006/0...

  24. Mr Grudenko

    [Zitat]
    Christopher
    Am 17. August 2007 um 18:36 Uhr
    Na ja, in Amerika wird damit halt die Tradition verbunden, als sich Weiße mit schwarzer Creme einschmierten, um dann Schwarze darzustellen … Und da die so Dargestellten in der Regel als äußerst tölpelhaft und zurückgeblieben daherkamen, kommt das halt im amerikanischen Kontext gar nicht.
    [/Zitat]

    Anscheinend kommt Blackfacing in den USA wieder in Mode, weshalb wahrscheinlich auch diese Reaktionen auf die UNICEF Kampagne: racialicious.com/200...

  25. cpier

    Ich denke: neither did they receive ANY reaction from the public. Ich habe die Botschaft der Anzeige auch gleich kapiert und mich an dem Schwarz/Weiss-Problem garnicht gestört. Das liegt wohl daran, dass ich die Menschen anders unterteile als in Hautfarben und Rassen. Meine ersten Gedanken waren eher: Was für schrecklich hässliche Kinderfotos, welch unästätische Anzeigen für so ein leider immer noch viel zu sensibles Thema, das wird wohl für die gemeine Doofpresse gedacht sein, damit die ignoranten Leser wenigstens mal kurz den Text lesen, um rauszufinden warum diese Bälger so blöd grinsen.

  26. Maexchen

    Zwei Sachen.

    Erstens: Die Lines find ich gut.

    Zweitens: Das Artwork inklusive Kids find ich doof. Das hätte man anders lösen müssen, meinetwegen mit Afrika in der Schultüte von fiesen weißen kids…

    Das wars auch schon.

  27. derherold

    “…Afroamerikaner selbst bezeichnen sich aber auch als “black” oder “negro…”

    Jetzt bin aber ein bißchen empört !

    Der derzeit aktuelle korrekte Bezeichnung heißt “African-American” .

    Ich weiß schon, wen man NICHT als Berater für korrekte Werbekampgnen engagieren sollte.:))

    P.S. Wenn man sich nicht ganz so gut auskennt, ist Zurückhaltung zuweilen sinnvoll. ;)

  28. Ralf

    Jaja, Rassismus…

  29. Patrick Breitenbach

    @derherold: Pff, wenn du dissen willst machs wenigstens ordentlich. de.wikipedia.org/wik...

  30. kai

    Wie schnell aus dem selbstangepriesenen Dialog Zensur von Kommentaren wird, enttäuscht mich wirklich. Andere Blogs praktizieren das genauso, stellen sich aber nicht gleichzeitig als Gralshüter der zweiseitigen Kommunikation dar. Tja, grau ist alle Theorie. Wenn die Kommunikation nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, wird eben der Ton abgedreht. Auch gut. Werbebloger ade.

  31. Paddy

    Auf Anhieb finde ich die Anmelerei in Bezug auf Kinder gar nicht mal dumm. Das dürfte das erste sein, was einem Kind einfällt, um sich mit seinem afrikanischen, gleichaltrigen “Kollegen” zu identifizieren. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Teppichratten aber kaum ihr Taschengeldt spenden. Ich vermute, dass diese Motivwwahl an der Zielgruppe vorbeischießt.

    Darüber hinaus finde ich nur den Test unten rechts inhaltlich daneben, der Rest ist meiner bescheidenen Meinung nach sogar richtig gut getextet. Der unten links hat ja sogar Potential zum Spruch der Weisheit!

    Bin aber auch nur ‘n oller Produktioner, kein Texter. ;)

    P.S.: Wie peinlich is’n derherold! Fucking Anglizismen! :D

  32. Paddy

    Oh mann.

    Anmalerei (mit a), Taschengeld (ohne t), Text (mit x, nicht mit s).

    Wie peinlich bin ich denn :(

  33. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @kai
    Wo bitte dreht wer den Ton ab?

  34. lokalreporter

    der komnmunikative partner [das kinderhilfswerk der vereinten nationen], findet [in seiner entferntheit afrikanischer realität] ironisch überhöhten, positiv anmutenden rassismus halt gelungen. die agentur hat das bedient und daraus eine schminkstunde für text und bild gemacht.
    UNICEF sollte vor ort agieren und sich jegeliche selbst-PR für den redaktionellen teil gierig nach öffentlichkeit schielender prominenter aufheben.
    diese kampagne ist zynisch ich vermute, dass im kern weniger JVM dafür verantwortlich ist, sondern alleine der auftraggeber.

  35. zwo:null|eu » Blog Archive » Unicef mal anders!

    [...] Gegensatz zum Werbeblogger und vielen anderen, finde ich die aktuelle Unicef Wervekampagne zum Thema “Schulen in Afrika” verdammt gelungen! Man muss eben in der heutigen Zeit [...]

  36. patrick

    ich finde es wirklich gelungen und dazu kann ich nur sagen, man muss eben manchmal provozieren um es in die köpfe der menschen zu bekommen!

  37. Patrick Breitenbach

    @kai: Um es nochmal ganz deutlich klarzumachen. Hier wurde und wir nicht zensiert. Sollte ein Kommentar von dir noch in der Moderation gehangen haben oder verschwunden sein, so liegt das an unserem Spamfilter. Wir werden den Teufel tun und hier willkürlich löschen. Eine Mail an uns ist in solchen Fällen immer dienlicher als einfach mal eine Beschuldigung hier in den Raum zu stellen.

  38. Patrick Breitenbach

    @kai: Also hab grad deinen Kommentar aus dem Spamfilter gefischt. Wieso sollten wir den denn bitteschön zensieren? Also, wir bitten nochmal um dein Verständnis, es hat einfach technische Gründe, dass ab und zu ein Kommentar in “Spam” rutscht. Würden wir diesen Filter nicht einsetzen hätten wir täglich tausende von Viagra-Kommentaren, was sicherlich zur DIksussion auch nicht wirklich beiträgt.

    Also sorry dafür.

  39. Felix Müller

    Also meine Freundin kommt aus Madagaskar, hat eine sehr schöne dunkle Hautfarbe und findet die Anzeigen gar nicht schlimm.

  40. derherold

    Man muß schon bösgläubig sein, um bei den Werbemachern Übles oder auch nur Gedankenlosigkeit zu sehen.

    Natürlich kann man kritisieren, daß sie nicht ausreichend(!) kampagnen-orientierte Kritik an *unkorrekten* Werbedarstellungen eingeplant haben, aber “Narrenhände” halte ich für übertrieben.

    Außerdem sollte man in solch sensiblen Fällen nicht auf die dt. Wiki-Ausgabe zurückgreifen, sondern auf die englisch-sprachige. Ich könnte keinem empfehlen, in den USA “Afro-American” zu verwenden – Jesse Jackson sei Dank ! ;)

    P.S. Ich will nicht dissen, ich will traffic. :))

  41. kai

    @patrick: OK, danke für das Update und die Erklärung. War für mich ad hoc nur nicht nachvollziehbar, wie nach meinem Kommentar andere Kommentare aufpoppen, meiner dagegen nicht gelistet ist. Die SPAM-Problematik erklärt das natürlich. Danke & sorry für den etwas schroffen Ton meines Folgekommentars…

  42. Patrick Breitenbach

    @kai: Kein Thema. Kann es ja auch nachvollziehen und wir suchen eine bessere Lösung für die Zukunft.

  43. vroni

    Die Diskussion zeigt mir, dass ein kommunizieren wollender Werber nicht nur nicht sich nur in eigenen Enklaven (Designerbars, Sushi-Imbissen, Werberkneipen und Inzucht-Gemeinschaften) herumzutreiben hat, sondern da wo das normale Leben tobt.

    Daher hat JvM sich wohl auch ein Normalo-Wohnzimmer gebastelt. Damit die seinen nicht verquer und inzüchtig abheben. Wozu Werber und Designer oft neigen, wenn sie zuviel miteinander zusammen sind und dann unverständlichen Quatsch bauen.

    Die Diskussion zeigt mir, das ein kommunizieren wollender Werber/Texter sich auch immer mehr mit anderen Kulturen befassen muss. Nicht nur mit den Nierentischen der Nation (ist auch eine Binnenkultur, die nicht jeder drauf hat, zugegeben).

    Das bedeutet doch, dass er um Inzucht zu vermeiden, möglicherweise viele Freunde und Gemeinschaften suchen (zumindest offen sei) sollte, die anders denken, anders reden, als er/sie. Das bereichert und inspiriert auch. (Gilt natürlich nicht nur für Werber, sondern menschlich für alle.)

    Das kann die Freundin aus Madagaskar sein, das kann die deutsch-brasilianische Community in München sein, zu der ich zeitweise Zugang habe/hatte (wenn ich gut Portugiesisch könnte, kapierte ich auf den Parties a bissi mehr, Englisch geht aber zur Not auch, meine Tochter kann mittlerweile portu).

    Die Nationen wachsen zusammen und die Märkte auch. Wir sollten offener werden zu anderen Einstellungen.

    Das heißt nicht, dass jedem Meckern nachgegeben werden muss, aber Befindlichkeiten und historisch gewachsenen Empfindlichkeiten muss nachgespürt werden. Damit wir alle in Zukunft unbefangener miteinander reden und arbeiten können.

    Für einen Werber, der was Tolles, Witziges, Überspitztes ersinnen muss, kann es nicht angehen, das er in seinem Schädel vorher schon, bevor er das Rumspinnen überhaupt anfängt, sämtliche pc-Scheren aufmacht. Mit pc-Schere im Kopf ist schlecht kreieren. Hinterher müssen die Ergebnisse aber umso klarer abgeklopft werden. Was wohl bei Unicef nicht passiert ist. Immerhin sind die Anzeigen/Plakate schon längst zurückgezogen worden.

    International werben heißt in der Konsequenz dann oft, auf manche Ideen verzichten zu müssen. Das kann zur Folge haben, dass internationale Werbung immer mehr langweilig und dröge überkorrekt pc wird. Vor allem wenn von den jeweiligen Kulturen immer verbissener alles ironische, lockere über sich angemeckert wird.

    Diese verbissene Entwicklung gefällt mir persönlich gar nicht: man sollte “bloody german blockhead” Sprüche lächelnd wegstecken können, ohne gleich rumzuwüten. Aber auch Anzeigen, in den Kinder sich spielerisch bemalen (von mir aus in roter Farbe für Inder/Indianer oder in gelb für Chinesen), was soll das. Ich halte das für übertrieben, aber akzeptiere das, mei.

    Wenn man bemängelt, dass Kinder dargestellt (missbraucht) werden, die sich bemalen (ließen), um spielerisch in die Haut des anderen zu schlüpfen, muss man eben generell langsam auf Werbung mit Kindern verzichten. Das wäre dann die Alternative. Zigaretten rauchen wir ja auch nicht mehr in öffentlichen Räumen und Gaststätten. Geht alles.

    Mir persönlich wäre es am liebsten, wenn Hautfarbe überhaupt nicht beachtet wird, kein Kommunikationsthema sein müsste, sowohl in Werbung als auch in verkürzten Darstellungen in Kunst oder Kultur. Hautfarbe ist einfach per se kein Thema, sagt sie was über ihren Träger aus? Wohl kaum.

    Wichtig ist der Mensch und seine Ausstrahlung. Daher hatte ich wohl damit auch kein Problem, weil ich eher die frechen Kinder dahinter sah. Die auch manche hier hässlich fanden. Ist aber in meinen Augen Geschmackssache: ich mag es eben nicht so geschleckt und pseudohübsch, sondern frech mit Zahnlücke wie Pippilotta. Ich kann nur für mich reden. Bei so sensiblen Themen empfiehlt es sich sowieso nicht, für andere zu reden (zu verallgemeinern). Daher sah ich wohl das Problem nicht (bin ich durch die mir persönlich gefallenden frechen Kinder darauf reingefallen?), das andere sahen. Was ich aber akzeptiere.

    Dann ist es eben so.

  44. Ralf

    Haben die Hyperventilatoren hier eigentlich noch ansatzweise so etwas wie Kunstverständnis? Ich meine, nicht jeder Werbetreibende ist Künstler und nicht jede Werbung will Kunst sein oder stellt welche dar.
    Aber wie armselig wäre diese Welt würden alle Kunstwerke unter solch hyperventilierenden Gesichtspunkten betrachtet werden. Ich denke da nur an den Othello, welcher in der Regel von geschminkten (!) weißen (!) [darf ich eigentlich "Weiße" schreiben oder entfacht das auch schon wieder einen Sturm der Entrüstung???] Schauspielern dargestellt wird.
    Othello, die rassistische Oper!?

    Zum einen ist es deutlich erkennbar das es sich bei dem Zeugs im Gesicht der Kinder nicht um Schlamm (mud) handelt. Ich weiß ja nicht um was für welche Vollhonks es sich da bei den “amerikanischen Kollegen” handelt. Bin mir aber ziemlich sicher das sie unter irgend welchen Political-Correctness-Panikattacken leiden. Hier hat sich jemand nicht einmal ansatzweise die Mühe gemacht zu verstehen was die Kampagne aussagen will, sondern gleich irgend etwas in Richtung Rassismus dummgefaselt.
    Diese Leute sollten mal eine Woche den Koks aus der Nase, den Espresso aus dem Magen und die Kippen aus dem Kopp lassen. Dafür etwas Sonnenlicht an die Haut und ein wenig Frische Luft in die Lungen lassen. Vielleicht klappt es dann auch mal wieder mit dem Denken und Erkennen.
    Zum anderen bringt die Kampagne eben jene zwei Aspekte (reiche, weiße und arme, schwarze Welt) recht gut in EIN Bild.
    Ich weiß nicht ob es besser, effektvoller, kritischer oder sonst etwas gewesen wäre, hätte man noch zusätzlich Bilder mit farbigen Kindern mit weiß geschminkten Gesichtern verwendet. Wobei man dann dort die Sprüche eben umgekehrt hätte (Bsp.: Ich komme nie zu spät zur Schule. Denn bei mir fängt sie erst gar nicht an)
    Allerdings, bei genauerer Betrachtung, wäre die Botschaft dann wesentlich schwerer zu verstehen. Denn es ist wesentlich schwerer einen Farbigen wie einen Weißen aussehen zu lassen, als umgekehrt. Und offensichtlich hat ja jeder gleich erkannt das die Kinder mit der Schminke farbige Kinder darstellen sollen. Ob es andersrum genauso gewesen wäre, ist fraglich.

    Ich sage schon einmal vorab Entschuldigung für das eine oder andere doch recht klare Wort. Finde aber das sie bei solchen Überreaktionen mehr als angebracht sind. Und irgend etwas anderes als eine Überreaktion ist das nicht was ich hier vorfinde.

  45. vroni

    @ Ralf

    :-) So ähnlich.

  46. lokalreporter

    vroni, der, der in’s auge sticht, ist der rechts untene -> dieser junge gehört aufjedenfall zu den anti-pseudo-hübschen. mei, red hoit ned so vü und schau gscheida hi!

  47. vroni

    @ lokalreporer

    Hä?
    Und was will mir der Dichter Nebel mit der wirren Message mit dem “Jungen* unten rechts” genau sagen?
    __________________________________
    *Ein Buberle?! Echt? Der? Staun.

  48. lokalreporter

    vroni, du solltest besser hinschauen, das war gemeint!

  49. vroni

    @ Lokalreporter.

    Ich bin ein ausgesprochenes Guckvieh. Ich seh alles.

    DU solltest dich jedoch besser ausdrücken. Da liegt der Hund begraben. Deine Postings hier sind zwar meist kurz, aber generell. leider.. hm. … etwas wirr. Du bist doch textender Barman oder bariger Texter. Denn man tau. Sender und Empfänger, näch?

  50. lokalreporter

    vroni, was immer ich bin, du solltest besser von dir reden, davon hast du mehr ahnung!
    sich mit dir einzulassen macht keinen spass, machs gut!

  51. vroni

    Egoposter, echt.

  52. Christian

    @derherold

    Ich bin begeistert von deiner gekonnten und präzisen Formulierung der Problematik: Es handelt sich tatsächlich um ein Herrschaftsinstrument, in allem Rassismus zu suchen und zu entdecken und damit die Freiheit des Wortes extrem einschränkt. Und dass sich diese Überempfindlichkeit (milde ausgedrückt) sich wie Anglizismen langsam hier einschleicht, d.h. dass es einfach kritiklos als objektive Wahrheit akzeptiert wird, ist sehr bedenklich.

  53. Patrick Breitenbach

    @Christian: Ja und nein. Es kann genauso ein Herrschaftsmodell sein sich dem “Laissez-faire” unterzuordnen, weil somit “echter Rassismus” erst möglich ist, weil dieser immer wieder mit dem Argument “künstlicher Rassismus” widerlegt werden kann. Die Grenzen verschwimmen und ich wäre immer vorsichtig so zu argumentieren. Geht ganz schnell Richtung “Ausschwitzkeule” und “die Juden sollen endlich mal eine andere Platte auflegen” bzw. “Ausschwitzlüge” etc. Die Freiheit des Wortes kann genutzt aber eben wiederum missbraucht werden. Daher haben wir Demokratie und die Mehrheit entscheidet über die Wahrheit.

    Übrigens eure Argumentation ist wieder ein indirektes Verbot der freien Meinungsäußerung (nämlich in Richtung derjenigen, die der Meinung sind, das sei rassistisch), schon aufgefallen?

  54. Manuel

    Ich glaube, wir brauchen mal wieder “richtige Probleme”, dann verpuffen solche PCjaneinabervielleichtbigottnocheinmal-Diskussionen ganz schnell ;-)

  55. Manuel

    Sorry, wir haben ja schon “richtige Probleme”…
    spiegel.de/panorama/...

    ;-(

  56. al

    diese diskussion ist krank.

  57. Ariadne

    Aha, ein Amerikaner, dem zum Thema Deutschland nichts weiter einfällt als “Schadenfreude”, und der verkennt, dass SEIN Land das Land mit der ‘black hate’-Vergangenheit ist, soll uns Deutschen also eine Lektion in Polictical Correctness erteilen können?

    Hätte nur noch gefehlt, dass er mit “Schnitzel Dirndel Schatzi” unterschreibt und auch noch die Ermoderung tausender Indianer einfließen lässt.

    Da ist die UNICEF-Kampagne weniger xenophob.

Einen Kommentar schreiben

Eure Kommentare

Feed
  • Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
  • ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
  • Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
  • Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
  • InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
Adscene: The Kaiser Report
Werbeblogger Late Night Podcast
Werbeblogger Podcast auf iTunes abonnieren



Wordpress-Blogsoftware
blogoscoop