12:50 Uhr
Werbernachwuchs
Die Deutsche Fussball-Nationalmannschaft war vor gar nicht so langer Zeit ein müder Haufen von Senioren-Kickern, die den “Tante Käthe-Effekt” auf dem Platz zunehmend als angegrautes Gekicke umsetzten und der 2004 seinen Tiefpunkt erreichte. Das Image der Nationalmannschaft war dahin; einen Aufschwung wollte man dem Nachwuchs nicht zutrauen. Mit Klinsmann kam der Blick und das Vertrauen in diesen Nachwuchs zurück, gepaart mit einem dritten Platz bei der WM 2006, der wie die Fussballkrone gefeiert wurde.
Auch im Vereinsfußball sind nur noch diejenigen Mannschaften international erfolgreich, die einen strategischen Fokus auf die eigene Nachwuchsarbeit setzen. Zum einen, weil jeder eigene Zögling “wirtschaftlicher” ist, als fremd über den Transfermarkt zugekauftes Personal, zum anderen, weil die Loyalität, Bindung und Indentifikation zum Verein ungleich höher ist als bei Legionären und Fussball-Söldnern.
Was für den Vereinsfußball gilt, lässt sich durchaus auf die Werbebranche übertragen:
1. Speist den Nachwuchs nicht mit einem Dauerabo als Praktikant ab.
2. Gebt Anerkennung für geleistete Arbeit in der ersten Liga durch Lob, Förderung und entsprechende Vergütung.
3. Zeigt eurem Nachwuchs eine klare und erreichbare Perspektive auf und haltet euer Wort.
4. Legt die branchentypischen Attitüden ab. Eine Diva ist am Ende immer einsam, umgeben von eitlem Ungeziefer, das das Licht sucht.
5. Geht dahin, wo der Nachwuchs ist, auch wenn es der Web-Bolzplatz um die Ecke ist.
6. Nutzt alle Gesprächsplattformen, die der Nachwuchs euch bietet.
7. Hört dem Nachwuchs zu, sprecht auf Augenhöhe und ohne Branchen-Kauderwelsch.
8. Pinkelt nicht auf eben diesen Bolzplatz, bei dem ihr den Nachwuchs vermutet.
9. Verlangt nur das von eurem Nachwuchs, was ihr euch auch selbst abverlangt.
10. Helft denen, die sich nicht selbst helfen können, es aber Wert sind.
Bitte fortsetzen…
11 Kommentare
Einen Kommentar schreiben
- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

Deutsche Werbe-/Medienblogs
- Agenturblog
- Aisberg
- Automobil Blog
- basd-art.de
- Beers and Ideas
- Bernd Röthlingshöfer
- Blindtext Blog
- Blog von Gwinner
- Cem Basman
- Clap-Club
- Clickpunkt 7
- Connected Marketing
- Creating Tomorrow
- Customer of Hell
- Datenschmutz
- Datenvandalen
- Digital Conversation
- Ferryblog
- Filmjournalisten.de
- Fischmarkt
- Flussaufwärts
- Fontblog
- Fridaynite
- Geistesblitz
- Guerilla Marketing Blog
- i-fekt Blog
- Ingo Kaestner
- Jenriks24phoetry
- JvM/Neckar
- Kreisrot Rundschreiben
- LPMDESIGN Weblog
- MADVERTISING
- Markentechnik Blog
- Marketing Oase
- Massenpublikum
- Medienvirus
- Mobile Zeitgeist
- Neukunden-Magnet
- Nico Zorn
- Nino Worldwide
- Off the record
- OnetoBlog
- Out of office
- Pimp my brain
- Pixelsebi
- praegnanz
- reine Formsache
- Reklame
- seoFM
- Sichelputzer
- Sloganmaker
- SOS SEO
- The missing Link Agenturblog
- Tischthema TV
- VisualBlog
- Werbewahn
- Werbewunderland
- Zielpublikum
- Zorno
- Zweieintel
Englische Werbe-/Medienblogs
Evergreens (teilweise Off-Topic)
Web 2.0 Blogs
Werbeblogger Autorenlinks



Am 16. August 2007 um 12:54 Uhr
11. Lasst den Nachwuchs nicht knallhart im Tagesgeschäft verbrennen.
Am 16. August 2007 um 13:16 Uhr
[12. nach diesem Beitrag] Sorry für den Unterbruch. Muss aber jetzt raus, da ich teil des Nachwuchses bin. Ich habe diesen Artikel mit großer Freude gelesen, weil ich ein umdenken (weg von der Generation Praktikum) für sehr wichtig halte. Ich bin gespannt auf die Liste, des Weiteren bitte ich um Beachtung dieser… ;-)
Am 16. August 2007 um 13:25 Uhr
12. Lass den Nachwuchs seine Fehler machen und stell dich vor ihn, wenn es darum geht, sie auszubaden. Danach klärst du es mit ihm.
Am 16. August 2007 um 14:17 Uhr
13. Holt euren Nachwuchs nach dem Studium zurück in die Agentur, oder besser unterstützt ihn während des Studiums & bietet ihm eine inter. Netzwerk an!
Am 16. August 2007 um 14:47 Uhr
-4) teil dieser attitüden bedeutet auch dass wir grenzen ignorieren. wenn man dazu brüllen muss – von mir aus. besser als langeweile
Am 16. August 2007 um 14:51 Uhr
14. Jeder ist mal mit Kaffee kochen dran. Ausser Teetrinkern.
Am 16. August 2007 um 16:59 Uhr
eure worte in ehren – aber ist nicht auch die gegenfrage eine interessante?
was muss der nachwuchs leisten? mir kommen immer häufiger bewerber vor den schreibtisch die horrende gehaltsvorstellungen verbinden mit nicht vorhandener erfahrung und ein durch die uni ziemlich versuates agenturbild. junge leute ohne feuer, die die agenturszene nicht kennen, die nicht hungrig sind nach guter kreation oder spannenden projekten, denen die plakatkampagne lieb aber der beipackzettel ein leid ist und und und…….
Am 16. August 2007 um 17:30 Uhr
Aus langjaehriger Erfahrung weiss ich, dass es in vielen Faellen reichen wurde, wenn die Agenturen – grosse wie kleine – (endlich) bereit waeren das sprichwortliche “talk the talk AND walk the walk” zu praktizieren wenn’s um das eigene Nachwuchsprogramm geht. Denn auch wenn Lehrjahren keine Herrenjahre sind, sollen sie auch keinesweg zu Sklavenjahre mutieren, die nur mit viel Hoffnung auf “pie in the sky by and by” durchzustehen sind.
Image hin und Perception her: Am Ende des Monats ist die harte Realitaet des eigenen Kontostandes (und des individuellen Schlafbedarfs) langfristig kaum zu entrinnen.
Selbstredend muesste es aber auch so eine Art Gefahrenmelder geben, der losgeht sobald ein Absolvent, der sein Wissen ueber das Leben in der Agentur von Vorabendserien bei den Privaten erhascht haben, die Agentur betritt.
Am 16. August 2007 um 19:17 Uhr
Wieder einmal geht es um die “Generation Praktikum”. Muss hierzu jeder Praktikant zählen? Wir denken nicht! Studenten müssen Praktika absolvieren um Erfahrungen zu sammeln. Daran führt kein Weg vorbei. Auf die Erfahrung aber können sie nach dem Studium aufbauen und durchstarten.
In der Praxis sieht das natürlich oft anders aus! Es ist nämlich nicht immer leicht, die schwarzen Schafe unter den Praktikumsanbietern zu erkennen. Hier können wir helfen. Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen setzt sich seit langem für die faire Behandlung von Praktikanten ein. Unsere Standards sind den hier definierten 10. Geboten nicht unähnlich (wenn auch nicht ganz so spitz formuliert). 2/3 unserer Mitgliedsagenturen haben die Standards bereits anerkannt und zum Gegenstand ihrer Praktikumsausbildung gemacht.
Wir wissen aber auch, dass die Studenten die GWA Praktikumszertifizierung oft nicht nachfragen! Warum? Ist Sie nicht bekannt? Bitteschön: gwa.de/Praktikum.217....
Wir geben euch ein Druckmittel. Seid selbstbewusst und fragt beim nächsten Praktikum nach der GWA Zertifizierung oder zumindest danach, ob das Praktikum den GWA Standards entspricht. Aber denkt auch daran, dass ihr die Qualität, die ihr fordert, der Agentur auch zurückgebt. Nur dann bleibt ihr in guter Erinnerung und könnt nach eurem Studium durchstarten.
Liebe Grüße aus Frankfurt
Mirco Hecker
Public Relations / Content Management
Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA
Am 16. August 2007 um 19:35 Uhr
@Mirco
Danke für die informativen Hinweise an unsere Leser. Ganz nebenbei freuen wir uns, dass auch der Gesamtverband unserer Branche einen Blick in den Werbeblogger wirft ;-)
Am 17. August 2007 um 14:06 Uhr
gute leute werden (fast) immer übernommen. es ist ja nicht so, dass alle praktikanten was können.