01.08.07
11:03 Uhr

Wert- und Preisvorstellung

Nur all zu oft verwechseln wir Wert mit Preis bzw. Ertrag. Ein Wert ist nicht zwangsläufig gekoppelt an monetäre Einheiten. Der Begriff Wert selbst lässt sich laut Wikipedia in zweierlei Maß anwenden. Etwas IST wert oder etwas HAT Wert. Mag sich zunächst recht gleich anhören, ist aber ein fundamentaler Unterschied. Seit wir nämlich den Wert in Geldscheinen, also einem völlig abstrakten Gegenstand (ohne Materialwert) definieren, ist uns somit auch der eigentliche Gegenwertbegriff völlig flöten gegangen bzw. er hat sich in ähnlicher Weise abstrahiert.

Desweiteren neigen wir heute dazu unsere Arbeit und unsere Leistung ausschließlich mit kleinen Papierscheinchen zu bewerten. Dabei gehen jedoch ganz wichtige Motivationsfaktoren wie die persönliche und menschliche Interaktion flöten. Man kann mit Geld zugeschissen werden, wenn man auf menschliche Anerkennung angewiesen ist (und das sind viele), wird uns der Dagobertsche Geldspeicher einfach nicht wirklich erfüllen.

Beim Konsum verhält es sich ähnlich. Die Werbung tendiert dazu uns Dinge als etwas wertvolles zu verkaufen. Wenn wir es dann in den Händen halten, sind wir oft enttäuscht, weil es nicht das hält, was uns die Werbung versprochen hat. Für beide Seiten eigentlich völlig kontraproduktiv, weil der Produkthersteller nun noch mehr Geld in die Werbung steckt, um noch mehr Versprechen aufzubauschen, damit am Ende noch mehr Kunden enttäuscht sind. Völlige Verschwendung.

Unternehmen sollten daher tatsächlich damit beginnen ein neues Wertesystem einzuführen, zumindestens rein gedanklich. Das heißt jetzt bitte nicht, dass wir unser Geld verbrennen sollen, sondern im Gegenteil es soll wieder aufgewertet werden. Indem wir uns beispielsweise bewusster machen, welchen tatsächlichen Wert ein Produkt für uns als Mensch hat, also den Nutzen und aber vor allem den Zeitraum, in dem das Produkt den meisten Nutzen hat. Ein Wert ist nämlich grundsätzlich gekoppelt an Gegenstand, Emotion UND Zeit.

Das heisst, ein Ventilator ist bei Produktknappheit und 40 Grad im Schatten mehr wert als zu Weihnachten bei 3 Grad minus. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und dabei die richtigen Menschen ansprechen. Streuverluste vermeiden, weil dadurch der Wert erheblich sinkt. Je breiter ein Produkt vertrieben wird, desto gewöhnlicher und wertloser wird es doch. Daher Exklusivität und echten Nutzen schaffen. Das spart dem Unternehmen nicht nur Geld, es erhöht ganz allgemein den Wert seiner Marke und der Produkte. Unser Schaubild in punkto Webplattform ist daher eigentlich auch ganz gut auf Marken und Produkte anwendbar.

Das heißt wiederum in letzter Konsequenz: Ist ein Unternehmen ausschließlich auf monetäre Profite fixiert, wird es ihm niemals gelingen die Wertvorstellung der Kunden zu erfüllen. Denen geht es zwar auch oft ums Geldsparen, wenn sie jedoch ein Produkt entdecken, welches einen großen Nutzen oder hohe Attraktivität hat, dann spielt der Preis eher eine geringere Rolle. Ja je höher der Preis (bitte nicht künstlich), desto größer das Begehren. In diese Richtung sollten wir nach der Geizwelle defintiv weiterdenken. Quantität senken, Qualität erhöhen und den Wert entsprechend anpassen.

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8 Kommentare

  1. breitenbacher muesli

    Mein Bedarf an altklugen Profilierungsmonologen ist hiermit vorerst gedeckt. (s. auch ” aus dem konstruktuvistisches Nähkästchen”). Bitte wieder mehr Beiträge, weniger Showbiz…

  2. Patrick Breitenbach

    Musst mein Müsli ja nicht fressen, Fremder.

  3. breitenbacher muesli

    Schmeckt mir aber sonst ganz gut. Nur mag ich es nicht, wenn immer mehr
    runzlige Rosinen reingemischt werden. Nix für ungut.

  4. Patrick Breitenbach

    Ich habe nichts gegen Kritik und kontroverse Diskussionen, im Gegenteil. Aber die anonymen Brocken, verpackt in einem lustigen Nickname, die du uns hier hinwirfst, sind einfach nur leer. Werde bitte entweder konkreter oder lass es einfach und pick dir die Rosinen in Zukunft selbst raus. Danke.

  5. breitenbacher muesli

    1. Nimm Dich nicht so bierernst. Wenn Du Dich durch meinen Nickname tatsächlich angegriffen fühlen solltest, ist Dir nicht mehr zu helfen.
    2. Mein erster Kommentar ist klar und konkret. Sicher nicht diplomatisch, aber er bringt meine
    Meinung auf den Punkt. Insofern keine Notwendigkeit in kontroverse Diskussionen einzusteigen.
    Eine kritische Anmerkung, nicht mehr und nicht weniger. Damit können wir die Sache abschliessen, denke ich.

  6. Patrick Breitenbach

    Da ich nicht weiß mit wem ich es zu tun habe ist es mir auch schnuppe. Nur sehe ich nicht mehr ein, wieso ich Leuten wie dir den Vorteil in meinem Wohnzimmer lassen sollte. Also wenn du das nächste mal was zu sagen hast, dann tu es mit offenem Visier.

    Im Übrigen bin ich lieber altklug als neudumm. Wenn dir sonst nichts konkretes mehr einfällt, nehme ich an, du bist einfach etwas mit den Texten hier überfordert. Keine Angst, ich servier auch dir bald wieder leichtere Kost. Bilder und so. Versprochen.

  7. breitenbacher muesli

    Ok, verstanden. Wie Du Deine anonymen Leser einschätzt ist Dein Bier. Den Humor der Simpsons aber als “unverfroren, augenzwinkernd, subversiv und doch stets sich selbst nicht so wichtig nehmendend” zu zerreden, solltest Du aber den Kinobeilagen der örtlichen Käseblätter überlassen. Die dürfen so was.

  8. Patrick Breitenbach

    Dann les doch bitte woanders. Sorry ich kann dein Problem so wirklich nicht erkennen.

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Eure Kommentare

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  • Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
  • ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
  • Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
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