01.08.07
16:45 Uhr

StudiVZ: Oral oder anal? (Update)

{lang: 'de'}

Welches Schweinderl hättens denn gern?

Platt, dumm, unlustig und menschenverachtend. Das hat für mich nichts mit Rebellentum, Satire, Kunst oder sonst irgendwie etwas zu tun. Aimaq Rapp Stolle Interactive beweisen ihren üblen Geschmack mit dieser Reihe von Viralspots für StudiVZ (nein ich werde sie nicht direkt einbetten) und ich hoffe schwer, dass es dafür höchstens einen Nagel zu ihrem Sarg gibt.

Der nächste Schritt im Tabubrechen dürfte dann wohl “Scheisse fressen” sein. Willkommen auf der untersten Stufe des menschlichen Daseins und damit zur absoluten Degeneration. Ich bin froh, dass nun endlich auch der Verlag sein wahres Gesicht gezeigt hat. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem ich mit einer Dachmarke wie Holtzbrinck und ihren restlichen Produkten nichts mehr zu tun haben möchte. Denen gebt ihr also eure Daten und damit jede Menge Geld? Dort lasst ihr eure minderjährigen Kinder tummeln? Pfff!

Als erstes Auswahlkriterium bei einer möglichen Jobvergabe an Uniabsolventen mach ich ein Haken oder Kreuz hinter “Warst du jemals Mitglied in einer verfassungsfeindlichen Organisation wie z.B. StudiVZ?”.

Ja, hoffentlich regt ihr euch über den letzten Satz auf, dann gibts hier ne schöne Grundsatzdiskussion zum Thema “derben Humor”. Man muss eben nicht alles schlucken.

Update: Ich seh grad, dass das Video auf dem “Off the record”-Youtube-Account hochgeladen wurde. Merkwürdig. Ein Schelm der dabei Böses denkt. Ich hoffe, es gab wenigstens ordentlich Geld für das Seeding.

Update II: Es geschehen gar wundersame Dinge:

OTR

Die Videos wurden ebenfalls wieder aus dem Youtube-Profil gelöscht. Entweder ist das Buzz-In-Buzz (für die aktuelle Printausgabe der Horizont), ein peinliches Versehen oder die Beschwerde beim Werberat hat schon gegriffen. Wir werden sehen.

Update III: Olaf erklärt wie es zur gestrigen Löschung kam und stellt erneut eines der Videos auf Sevenload. Vom anderen Video gibts nur Standbilder. Die Vermutung, dass sich Off the record als Viralseeder für die Spots engagiert (gegen Geld) bezeichnet er als absurd. Sein Beweis: Er stellt den internationalen Clip auf eine nationale Videoplattform. Diesen “Beweis” wiederum halte ich für absurd. Mir ist es egal ob er für das Seeding Geld bekommt, Tatsache bleibt, Off the record seeded weiterhin diesen Mist, zum zweiten Mal, nachdem er nach einigen Beschwerden von Youtube geschmissen wurde. Ich bin nun gespannt, wie sich die Qualitätsplattform Sevenload verhält. Viel bedenklicher finde ich es aber, dass man sich im Blog über den Spot brüskiert und ihn gleichzeitig aber mächtig fördert. Das habe ich noch nicht wirklich verstanden und ich wäre dankbar für eine Erklärung.

Update IV: Updates im Minutentakt auch bei Off the record. Das Video bei Sevenload wurde wieder entfernt und die entsprechende Passage im Blogeintrag durchgestrichen. Zusatz von Olaf:

Nach einem ausführlichen Blick durch die Kommentare auch auf anderen Blogs scheinen viele dieser Seeding-Theorie anzuhängen. Vielleicht entkräftet es die Vorwürfe, wenn ich gar keinen Spot einbinde.

Vielleicht ja.

Update V: Olaf erklärt die Umstände seines Tuns:

Da der eine oder andere Leser den Verdacht geäußert hat, ich hätte für die Kampagne Seeding betrieben, hier einige Anmerkungen, der Versuch einer Erklärung.
Vorneweg:
Angesichts der Produktionszyklen der Printausgabe bekommt Horizont, ebenso wie andere Blätter, hin und wieder Kampagnen-Material (TV oder Online) zeitig genug, damit die Artikel es möglichst zeitgleich mit der Kampagne ins Blatt schaffen. Wahlweise von den Unternehmen oder den Agenturen. Ein völlig normaler Vorgang.
Nach einem kurzen Gespräch zwischen Tür und Angel mit dem betreuenden Printkollegen bin ich nachlässigerweise davon ausgegangen, dass die Kampagne schon irgendwo platziert ist und schon angelaufen ist. Fakt ist: Ich fand die Spots im Web nicht. Allerdings fehlte mir wegen anderer Termine auch die Zeit für eine ausführliche Suche. Irgendwo werden sie ja schon sein, dachte ich. Falsch gedacht. Scheiße gelaufen. Mein Fehler.
Da ich die Story aber zu diesem Zeitpunkt bringen wollte, die Spots hatte und auch dokumentieren wollte, habe mich mangels anderer Möglichkeiten schlicht Youtube bedient. (Wir haben derzeit keine andere Möglichkeit der Content-Einbindung von Videos als über ein Portal.) Dabei habe ich schlicht die Story gesehen und mich vom journalistischen Ehrgeiz leiten lassen, die Geschichte als Erster zu präsentieren. Dass ich die Spots damit auch womöglich seeden könnte, darüber habe ich gar nicht weiter groß nachgedacht. Ich fand das in dem Moment nicht so verwerflich zusätzlich (!) zur viralen Verbreitung beizutragen. Ich fand wesentlicher: Wenn man darüber schreibt muss man die Spots auch zeigen. Ich sah das schlicht als journalistisches Muss.
Inzwischen sehe ich das etwas anders. Ein paar Bilder und mehr beschreibender Text hätten es womöglich auch getan. Nochmal: Hektik, Schludrigkeit, Nachlässigkeit, samt einiger weiterer Holprigkeiten, darf nicht. Ist aber nun mal passiert. Mea Culpa.

204 Kommentare

  1. Nils

    Eines vorweg um hier ehrlich zu reden, ich bin im StudiVZ und bleibe es auch.

    Bewerbungsbogen für Absolventen:

    1.) Hast du eine CD von Aggro Berlin?
    2.) Hast du jemals Jackass geschaut?
    3.) Bist du im besitz von Pornos oder hast Mal welche gesehen?
    usw.

    Natürlich ist das geschmacklos und dabei doch so normal…

  2. vroni

    Bevor ich lang rumred, das wollen die nur:
    Ich habe eben diese Filme bei youtube (da liegen die vor) so gemeldet:

    “flagged as inappropiate”
    Reason: “because of hate speech”

    Nachmachen. Handeln. Druck ausüben. Reden bringt nix.

  3. chris

    ich finds erschreckend, dass damit so offensichtlich werbung gemacht wird und sich andererseits die leute dann wundern, warum irgendwelche kloppis voll austicken und dann sowas mal in echt “probieren”. klar, man kanns auf die killerspiele schieben, aber sowas als Werbung fürn “social network” anzubieten ist echt unterste schublade. der werberat sollte diese werbung einfach und ohne großes aufsehen verbieten, stuivz dicht machen und die agentur zur hölle schicken…*g*
    eigentlich ist es nur ärgerlich, dass man mit scheiße auch noch soviel aufmerksamkeit bekommt und wirklich gute sachen einfach gar nicht wirklich wahrgenommen werden…

  4. Razzinger

    Tabubruch finde ich ja okay, zumal für Virals. Die Machwerke richten sich eben -ähem- wohl auch an eine andere Generation.
    Ich finde die Dinger aber auch nicht gut. Man merkt in jeder Sekunde, dass sich die Macher da vorgenommen haben, jetzt aber mal das Härteste vom Harten zu machen. Das habt ihr geschafft, ihr Streber. Aber ich hab keinen Bock, geschockt Hohoho zu machen, nur weil jemand meint, er muss mir en Detail zeigen, wie Menschen an Schweine verfüttert werden.
    Aber vielleicht sehen das die Kids auch anders. Wie gesagt, andere Generation.

  5. Patrick Breitenbach

    Erstaunlich finde ich, dass Off the Record das anscheinend bei Youtube hochgeladen hat. Wie soll ich denn das finden? Siehe Update im Beitrag.

  6. Patrick Breitenbach

    Razzinger: Ich als Horrorfilm/Spallterjunkie der frühen Stunde finde das gar nicht schockierend. EInfach nur dämlich und plump. Nur der Unterschied ist, damals musste ich 18 sein und in die Videothek gehen um mir bewusst das auszuleihen und dahinter stand keine große Internetplattform oder noch schlimmer ein großer deutscher Verlag.

  7. Melanie

    Zu der ganzen Diskussion passt die Anzeige rechts oben mit den kopulierenden Hirschen aber auch ziemlich gut….

  8. Annette

    @Melanie:
    Den Transfer wiederum sehe ich nicht…

  9. Razzinger

    @ Patrick

    Da hast du natürlich recht. Aber die Welt ist härter geworden.
    Erinnert sich noch jemand an die Aufregung rund um Falco und Jeanny?
    Heute haben wir Bushido und Konsorten. Wer da noch Tabus brechen will, muss eben ein paar Schippen drauflegen.
    Aber keine Frage: Plump, dämlich, Scheiße, die Dinger.

  10. ramses101

    Was bitte soll ein Spot, in dem ich Neukunden anwerbe, indem ich Bestandskunden als asoziales Pack darstelle?

  11. Patrick Breitenbach

    @Razzinger: Mag sein, dass die Welt härter geworden ist (wobei das nicht so ganz stimmt, rein real waren wir schon schlimmer drauf), trotzdem muss man auch mal Grenzen setzen. WIe gesagt, kaum noch zu toppen. Vielleicht noch mit Snuff-Videos.

  12. Patrick Breitenbach

    @ramses101: Wenn deine Neukunden auch asoziales Pack sind vielleicht!??

  13. Six

    Am besten verbieten. Das sorgt für Aufmerksamkeit und die Marke wird noch mal Kult.

    Ich finds ja auch nicht schön. Aber das ist pubertärer Humor – ideal für die kleinen Jungs, die schmutzige Sachen machen und Angst vor Mädchen haben. Wart mal, ist das für StudiVZ oder SchülerVZ?

  14. Georg

    Ist doch ganzt klar was hier passiert…

    die guten studiVzler wollen, eine neue Zielgruppe ansprechen…

    AMIS

    dieser Werbung zielt einzig und allein auf US-amerikaner..dumm nur wenn man dann seine europäischen leute so vergrault in dem auf den europäischen werte-verständnis rumtritt…

    klug gedacht – schlecht gemacht….

    wenn man in einem Portal den Viral findet..sofort melden!!

  15. Arnold

    Vorneweg: Ich habe die Spots jetzt nicht gesehen. Vermutlich würde ich Patrick zustimmen.

    Jedoch:

    Ich bin aktiver und zufriedener StudiVZ-Nutzer. So wie meine Kommilitonen auch. Wir nutzen StudiVZ auf unsere ganz eigene und vermutlich unglaublich unspektakuläre Weise als Studentencommunity, zu der es meines Wissens keine Alternative gibt.

    Nichts von dem, was ich oder meine Freunde bei StudiVZ tun ist etwas, für das ich mich schämen müsste.

    Schämen sollten sich die Leute, die mich grundsätzlich vorverurteilen, weil ich Nutzer einer Kommunikationsplattform bin, deren Inhaber vielleicht nicht ganz koscher agieren.
    Weil das wäre ja schon irgendwie rassistisch, über 2 Millionen Studenten zu diskriminieren, nur weil eine Handvoll mir unbekannter StudiVZ-Manager sich vollends daneben benehmen. Und das ich großen Nutzen aus dieser Platform habe, heißt nicht, dass ich mich mit den Machern dahinter solidarisiere. Oder das ich deren Taten gegenüber unkritisch bin. Oder das ich dumm bin, weil ich StudiVZ nutze.

    Insofern ist die Aussage “Als erstes Auswahlkriterium bei einer möglichen Jobvergabe an Uniabsolventen mach ich ein Haken oder Kreuz hinter “Warst du jemals Mitglied in einer verfassungsfeindlichen Organisation wie z.B. StudiVZ??” ziemlich gleichbedeutend wie Auswahlkriterien “Jude” “Moslem” “Schwarzer” “Chinese” “Frau” “Türke” “Brillenträger” “Behindert” “Katholik” “Ossi” …

  16. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Arnold:
    Natürlich ist nicht jeder in der Community verurteilt, weil die Macher jede Art von Geschmack und Kreativität verloren haben.
    Aber sind jetzt nicht die Studis beim VZ gefordert zu reagieren, wenn das Image einer Community, dessen Mitglied Du ja auch bist, derart beschädigt wird bzw. der Spot und StudiVZ selbst jedem Vorurteil über StudiVZ-Nutzer derart Vorschub leistet?
    Und gerne geben wir Tipps zu Alternativen auch hier im Blog. Ich bin sicher, es gibt Angebote, die nicht so mies auf dem Rücken der eigenen Community viralen Bullshit erzeugen.

  17. vroni

    Auf video.google hat er’s auch fleißig hochgeladen, der off-the record-Olaf Kohlbrück. Ist auch da wieder weg.

    Langsam glaub ich ebenfalls, er kriegt(e) fürs seeding Geld.
    Horizont und off-the-record sind für mich gestorben. Auf dieses Blog geh ich nicht mehr, hab so einen Hals auf das. Spießer Alfons hin oder her, vorbei.

  18. Razzinger

    Meine Güte. So schlecht ich die Spots aus oben erwähnten Gründen finde, muss man doch eins mal sagen: Achtung, Ironie, Ironie, Ironie.
    Ich glaube nicht, dass StudiVZ die “Bestandskunden” als geisteskranke Widerlinge, die Menschen an Schweine verfüttern, diskriminieren will. Oder das hier Rassismus propagiert wird.
    Sondern es handelt sich hier um eine werbliche Überhöhung, die einen Produktvorteil dramatisiert.

    Kennt ihr diesen wirklich lustigen TV-Spot für eine Partnervermittlung, bei der ein Volltrottel seine Heckscheibe zerdeppert im Versuch, die Klappe des überfüllten Kofferraums gewaltsam zu schließen? Abbinder: “Er hat seine Partnerin auf XYXY kennengelernt. Und wenn er es kann, kannst du das auch” oder so ähnlich.Ganz ähnliche Mechanik.

    Und kann mal jemand hier den Youtube-Link posten? Ich bin zu blöd, den zu finden. Und jetzt schreiben hier ja schon die ersten Leute Kommentare, die die Spots nie gesehen haben.

  19. Arnold

    Ja, wenn man als StudiVZ User die Spots sieht, dann sollte man reagieren. Aber selbst mir sind die noch nicht unter die Augen gekommen. Deswegen darf man einfach nicht verallgemeinern.

  20. marcel weiss

    Es wäre ganz nett gewesen, wenn man ein, zwei Sätze zum Inhalt der Spots geschrieben hätte. So konnte man sich ja nur darüber informieren, um was es genau geht, in dem man sich den vermeindlichen Schund selbst antut. Da die Videos von den entsprechenden Stellen jetzt weg sind, geht nicht einmal mehr das. Denn eine Suche auf youtube führte auch bei mir zu keinem Ergebnis.

  21. Razzinger

    @ marcel weiss

    Ich glaub langsam, die gab es nie wirklich. Und dass da Schweine auf menschlichen Körperteilen herumknuspern hab ich nur geträumt.

    Aber im Ernst: Ich glaube, wenn man das Bedürfnis hat, sich eine qualifizierte Meinung über Schund zu bilden, kommt man nicht umhin, sich den Schund selbst anzutun.

    Ansonsten ist die eigene Meinung nämlich ähnlich fundiert wie die der ungebildeten Islamistenmobs, die auf die Straße rennen, weil der Imam gesagt hat, er hätte von einem anderen Imam gehört, dass in Belgien oder Schweden oder so Karikaturen erschienen sind, in denen Mohammed irgendwie nicht gut weg kommt.

  22. Christian

    Auch wenn ich die Spots noch nicht gesehen habe, find ichs spannend, was hier mal wieder abgeht. Eine neue Sau wird hier gerade gebohren – obwohl Nachrichten um die Mutter-Sau eigentlich schon wieder langweilig sind. Und erstaunlich auch, dass nicht nur OTR, sondern auch der Werbeblogger sowas featured (wenn’s denn so schlimm sein wollte). Bekommt Patrick eigentlich Geld fürs Erwähnen und ABSICHTLICH nicht verlinken?! *pfffft*

  23. vroni

    “Ich bin zu blöd, den zu finden.”

    Das ist ganz gut so.
    :-D

  24. Razzinger

    @ vroni

    Ich hab Sie! Ich hab Sie!

    youtube.com/watch?v=...

  25. Razzinger

    Ich hab sie, ich hab sie, meinte ich natürlich.

  26. vroni

    An Papp hast, nada
    :-DDD

  27. Steffen

    Der Werberat kann beanstandete Werbung übrigens nicht selbst entfernen und hat auch sonst als “härteste Waffe” nur das Instrument einer öffentlichen Rüge (z.B. via Pressemitteilung).

  28. Patrick Breitenbach

    Also ich habe mir beide Videos angesehen. Video 1 zeigt eine Bande marodierender Alt-Teens, im Clockwork Orange Look, die Vegetarier zusammentreiben, tätlich angreifen und mit Blut vollspritzen, anschließend verfüttert man ihre Kopf- und Gliedmaßen an Schweine.

    Video zwei handelt davon, wie schwer es ist fette Teenager mit Zöpfen zu kidnappen. Da muss man schon teilweise kräftig draufdreschen, damit die ins Entführerauto reingehen. Ja selbst zum Arsch abwischen sind die in der Gefangenenwohnung zu fett.

    So jedenfalls die O-Töne und -Bilder.

  29. Nachgebloggt: StudiVZ Spots - Telagon Sichelputzer

    [...] ja nicht mit dem neuen Geschäftsführer von StudivZ persönlich anlegen. Aber auch Patrick hat das Thema entdeckt und haut daher richtig auf den Putz: Platt, dumm, unlustig und menschenverachtend. Das hat für [...]

  30. Mike Schnoor

    @Patrick – Das ist absolut ekelig. Das zeugt keinesfalls für Rebellentum oder ein Studium. Studenten sind nicht assozial… zumindest in der Regel nicht.

  31. dogfriedwart

    Hm, da wollte ich mir mal den “menschverachtenden” Schweinekram anschauen und finde den nirgends? Hat bitte jemand einen Link für mich?

  32. Patrick Breitenbach

    @Arnold: Das war kein Angriff gegen die StudiVZ-Nutzer, sondern gegen diejenigen, die die Daten der User horten, damit Geld verdienen und es für menschenverachtende Werbung ausgeben. Mir war schon bewusst, dass mein Satz mit der Verfassungsfeindlichkeit völlig überzogen war und mit Recht auch völlig kontraproduktiv ist. Denn letztendlich wollte ich die StudiVZ-Nutzer warnen, aber eben mit einer völlig bescheuerten Methode, nämlich das von dir angerügte Schubladendenken. Der Satz galt den Machern, der Marke und ich hab nicht lange genug drüber nachgedacht. Sorry dafür.

    Würde mich trotzdem freuen, wenn ihr als Nutzer begreift, wen ihr da eigentlich füttert.

  33. Boogie

    Es gibt doch eine Alternative zu Studivz.

  34. Patrick Breitenbach

    Update III: Olaf erklärt wie es zur gestrigen Löschung kam und stellt erneut eines der Videos auf Sevenload. Vom anderen Video gibts nur Standbilder. Die Vermutung, dass sich Off the record als Viralseeder für die Spots engagiert (gegen Geld) bezeichnet er als absurd. Sein Beweis: Er stellt den internationalen Clip auf eine nationale Videoplattform. Diesen “Beweis? wiederum halte ich für absurd. Mir ist es egal ob er für das Seeding Geld bekommt, Tatsache bleibt, Off the record seeded weiterhin diesen Mist, zum zweiten Mal, nachdem er nach einigen Beschwerden von Youtube geschmissen wurde. Ich bin nun gespannt, wie sich die Qualitätsplattform Sevenload verhält. Viel bedenklicher finde ich es aber, dass man sich im Blog über den Spot brüskiert und ihn gleichzeitig aber mächtig fördert. Das habe ich noch nicht wirklich verstanden und ich wäre dankbar für eine Erklärung.

  35. somiht

    na toll, jetzt hatte ich nen supi text geschrieben, aber die dämliche anti-spam-frage nicht beantwortet – alles weg.

    tenor meines kommentars: ich als studivz-mitglied finde patricks text, trotz der relativierung in den kommentaren, diffamierend gegenüber den usern.

    und kaum ein user wird sich gedanken darüber, wen er da füttert, einfach weil studivz gern genutzt wird. siehe coca-cola-trinker, starbucks-besucher oder chiquita-bananen-esser.

  36. Patrick Breitenbach

    Update IV: Updates im Minutentakt auch bei Off the record. Das Video bei Sevenload wurde wieder entfernt und die entsprechende Passage im Blogeintrag durchgestrichen. Zusatz von Olaf:

    Nach einem ausführlichen Blick durch die Kommentare auch auf anderen Blogs scheinen viele dieser Seeding-Theorie anzuhängen. Vielleicht entkräftet es die Vorwürfe, wenn ich gar keinen Spot einbinde.

    Vielleicht ja.

  37. Olaf

    Also: die Spots habe ich bei Youtube gelöscht.
    Den Spot bei Sevenload habe ich angesichts der breiten Seeding-Kritik auch wieder gelöscht. Mir ging es beim reinstellen um die Dokumentation. Thats it. Das kann man übermotiviert finden. Das Kind ist im Brunnen. Der Vorwurf des Viral-Seeds ist in der Welt. Ich vermute, daran wird auch die Löschung bei Sevenload nix ändern. Aber stehen lassen wäre angesichts der Kritik ja wohl auch keine Lösung.

  38. Razzinger

    @ Patrick

    “Viel bedenklicher finde ich es aber, dass man sich im Blog über den Spot brüskiert und ihn gleichzeitig aber mächtig fördert.”

    Und du fährst das andere Extrem und erwartest von den Leuten, dass sie sich über den Spot brüskieren, ohne ihn zu kennen. Und entblödest dich nicht, ihnen als Ersatz fürs eigene Anschauen eine schriftliche Zusammenfassung der Spots zu liefern.

    Das halte ich für bedenklich. Wie gesagt, erinnert mich irgendwie an die Geschichte mit den dänischen Karikaturen.

    Klarer Fall: Die Spots sind Scheiße. Aber ob man sich der Meinung anschließen möchte oder nicht, kann man nur entscheiden, wenn man sie auch gesehen hat.

  39. Patrick Breitenbach

    @Olaf: Das habe ich verstanden. Woher hattet ihr denn die Spots überhaupt? Du hast ja eingeleitet mit

    StudiVZ streut derzeit drei virale Spots durchs Web,

    Bei dieser Aussage gehe ich davon aus, dass diese Spots bereits regulär im Umlauf sind. Daher musst du auch die misstrauischen Vermutungen verstehen.

  40. Patrick Breitenbach

    @Razzinger: Jo, mag sein. Ist auch meine subjektive Meinung und als solche gekennzeichnet. ICH BRÜSKIERE MICH, ich erwarte nicht, dass andere es auch machen sollen. Die Zusammenfassung habe ich gegeben, weil ich danach gefragt wurde. Überprüfen muss das jeder selbst, aber das muss ich doch nicht zu jedem meiner Beiträge schreiben oder?

  41. Patrick Breitenbach

    @somiht: Natürlich findest du den Text diffamierend. Du nutzt StudiVZ. Was soll ich sagen? Entweder du hältst meine Aussagen für überzogen, dumm, unwahr oder was auch immer (dann sollte dich das nicht weiter jucken) oder du gehst halt raus aus dem Verein.

    Und wenn die “Realtivierung” nicht hilft. Gesagt ist gesagt. Erklärung der Aussage macht sie scheinbar nicht verständlicher. Ich kann StudiVZ-Mitglieder nicht über einen Kamm scheren und diffamieren, da ich sie nicht kenne. Ich kenne nur diese beiden Spots von StudiVZ finanziert. Vom einen aufs andere zu schließen war in diesem Fall subjektiv falsch oder eben stimmig. Deine Wahrnehmung, nicht meine! ;-)

  42. somiht

    darum gehts ja, hatte ich in der zusammenfassung vergessen:
    ich kenne die videos (immer noch) nicht. entsprechend fehlt mir die grundlage, (m)eine meinung zu bilden.

    nur durch deinen text ist das nicht möglich. da beginnt dann die wagenburg-mentalität ;-)

  43. No Way

    Morgens, halb zehn in Deutschland: Eine Reihe seeehr, lustiger aber durchaus mit schwarzem Humor (nennt man bei uns glaub ich auch: I R O N I E) gespickter Spots, wird auf youtube gestellt. Was macht man da jetzt wenn das nicht haargenau MEINE Art von Humor ist, bzw. wenn ich vielleicht einfach zu engstirnig bin? MELDEN!

    Habt ihr doch in der Schule sicher früher auch gemacht: Da gab es doch diese bösen Kinder die in der Pause geraucht haben oder ihre Hausaufgaben abgeschrieben haben. Ja, die haben wir auch alle beim Lehrer gemeldet. Ein Glück, dafür gibt es doch heute den Werberat. Als nächstet (Nach dem Prinzip BILD Zeitung: “DA BÖSE – DER MUSS WEG) stimmen einige Lemminge (ohne eigene Meinung) bei: “Mensch, ein riesen Sauerei ist das” “Genau” “Unerhört”.

    Wo ist euer Problem: Keiner wird gezwungen die Spots zu sehen, sie laufen weder im Vorabendprogramm noch im Kinderfernsehn. Das sind mit Sicherheit einige der harmlosesten Dinger seit Jahren die aus Youtube verschwunden sind. Bezeichnender Weise kamen sie (und der Prostest) aus Deutschland.

  44. Patrick Breitenbach

    @somhit: Richtig. Hatte aber nicht den Anspruch Meinung aufzudrücken, sondern schlichtweg auszudrücken. Denken muss jeder noch selbst.

    @No Way: Humor? Wenn Menschen andere Menschen an Schweine verfüttern? Ja in einem gewissen Kontext im eigenen Wohnzimmer sicherlich superlustig. Aber nicht offen zugänglich über eine kommerzielle Videoplattform. Nur weil man nicht alles witzig fundet, ist man nicht gleich engstirnig. Aber sicherlich, es ist eine andere Art zu denken und zu fühlen. Also lass mir meine sonst nenn ich dich engstirnig! :-)

  45. 50hz

    “Wenn Menschen andere Menschen an Schweine verfüttern? Ja in einem gewissen Kontext im eigenen Wohnzimmer sicherlich superlustig.”
    Patrick, wenn Du in dieser Weise bereit bist zu relativieren, bist Du Teil des Problems: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Immer! Auch in Deinen Wohnzimmer.

  46. No Way

    @ Patrick

    Hast du “Snatch” gesehen? Da geht es auch um das verfüttern von Menschen an Schweine. Oder muss man den cool finden, weil’s Guy Ritchie ist?

    Und, sorry. Ich finds immer noch engstirnig. Du kommst mit dem Humor nicht klar. Das ist dein Gutes Recht. Aber wieso handelt ihr dann so (meldung machen bei youtube etc) das der Spot anderen vorenthalten wird?

  47. Patrick Breitenbach

    @50hz: Klar bin ich Teil des Problems. Ich bin ja Teil dieser Welt. Vielleicht sollten wir schrittweise versuchen das Problem zu lösen und nicht mit einer sowieso frustrierenden Keule.

    Mit eigenem Wohnzimmer meinte ich im eigenen Kontext. Ist es ein unterschied ob das im Zeichentrick dargestellt wird oder im Zuge einer Gesellschaftskritik oder eines Kunstwerkes? Wenn du moralisch so gefestigt bist, dann Gratulation!

  48. Patrick Breitenbach

    @No Way: Ich habe den Spot nicht verbannen lassen. Wie käme ich darauf? Ich hab ihn nicht direkt verlinkt. Wer suchet der findet. Die Arbeit nehme ich euch in diesem Fall nicht ab. Zu Snatch siehe oben. Aber es gibt eben Grenzen in meinem Bewusstsein. Du magst sicherlich Sachen nicht komisch finden, die ich lustig finde. Bist du dann auch engstirnig?

  49. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Das Problem ist, dass die Spots der letzte Dreck sind. Es ist Schund der untersten Schublade und wer zusätzlich Kinder hat, so wie ich, der kann das wirklich nicht mehr entspannt sehen. Die Begründung, es gäbe gar noch Abartigeres bei Youtube, tröstet mich gar nicht, im Gegenteil.
    Und die aus der Schule abgeleitete “Petze-Nummer” über harmlose und normale Vorgänge zeigt mit leider, dass da gehörig relativiert wird.
    Zum Thema off-the-record: Ich kann natürlich verstehen, dass es der redaktionellen Sorgfalt entspricht, bei einer Themenbearbeitung über Spots auch die Videos zu zeigen. Dass man damit grundsätzlich auch dem Vorwurf einer mittelbaren “Kampagnenunterstützung” ausgeliefert ist, muss man aushalten und ist auch bei uns im Blog immer mal wieder ein Thema bei grenzwertigen werblichen Schöpfungen. Was ich aber nicht verstehe:
    Warum beteiligen sich die Kollegen (proaktiv /zum zweiten Mal) an einer Veröffentlichung und wo, angesichts der extrem geringen Viewerzahl kurz nach Veröffentlichung) liegt die Quelle des Videomaterials. Meines Wissens gab es eben zum VÖ-Zeitpunkt nur diese eine Quelle via Youtube durch off the record. Wo kommt also das Zeugs im Urpsrung her?

  50. Patrick Breitenbach

    @50hz: Moral kann immer nur ein Prozess sein, kein Ist-Zustand.

  51. vroni

    Interessant und bezeichnend ist, dass die meisten Kritiker des Löschens hier alle mit anonymem Nick aufschlagen. Haben sie keinen Mut, öffentlich und erkannterweise als wahrnehmbare Person zu ihrer Meinung zu stehen?

    Ich finde es seltsam. Wenn ihr solche brutalen Virals mit nach rechter Nazimusik oder wie nach englisches Rammstein klingender Untermalung unproblematisch findet, dann solltet ihr auch den Mumm haben, es auch unproblematisch zu finden, dass man weiß, wer ihr seid.

    Aber ne, feige sind’s die wackeren Recken.

    Und weil das so ist, nehme ich euere Argumente und Angriffe an Patrick von wegen ist doch “Humor” oder spießiger Deutschheit nicht an. Schöner Humor, hab ihr überlegt, für was für eine Art Humor ihr da draußen als deutsche Community-Plattform damit dann auf internationalen Plattformen steht? Habt ihr kein Hirn? Auf diese “Werbung” für “deutschen Humor und deutsche Ironie” kann ich sehr gut verzichten.

    Zum “Wir haben das doch nur dokumentieren wollen” von Olaf. Habe ich noch nicht ganz begriffen, warum man Sachen “dokumentieren” will, die gar nicht in echt draußen in the wild sind, sondern damit erst hinausgeschickt werden. Dokumentieren kann ich doch nur was, was bereits draußen ist. Und wenn es geht nicht selber initiiert. Da war aber nichts draußen, ihr wart die ersten. Wenn ich aber selber derjenige bin, der etwas erst nach außen bringt und es dann “dokumentieren” will: das ist ganz einfach kein echten Nachrichten, sondern ein Initiieren, künstliches Nachrichten erzeugen, wie man es eher von PR kennt. Mit echten Nachrichten hat das überhaupt nichts zu tun. Das kann man doch hirnmäßig relativ easy begreifen.

    Gebt es zu, so ein Verhalten ist PR und fertig. Dieses Rumgewinde begreift kein Mensch.

  52. Sandra

    Klingt sehr interessant die Diskussion wenn man die Spots noch nicht gesehen hat!
    What is the buzz all about?
    Und @ Nils:
    Ich bin raus aus dem StudiVZ (gleich nachdem die Verlagsübernahme bekannt wurde) und bleibe es auch. Und wer die Berichterstattung auf spiegelonline über das StudiVz verfolgt hatte, der muss sich eigentlich über gar nichts mehr wundern.

  53. 50hz

    Ja Patrick, bin ich. Nur zur Klarstellung: Sicher wird es Anlässe geben, Bilder von so etwas zu zeigen. Möglicherweise zur Dokumentation. Nur “superlustig” kann ich das nicht finden. Und wer es doch tut, steht ganz offenbar außerhalb unserer Gesellschaft.

    @Roland:
    Danke für die deutlichen Worte.

    Zum Thema off-the-record: Wie wäre es, Olafs Vorgehen schlicht als Gedankenlosigkeit abzulegen?

  54. Patrick Breitenbach

    @50hz: Ich finde das nicht “superlustig”. Ich gestehe aber zu dass es andere Kontexte gibt. Die Menschen, die das superlustig finden, sind nicht außerhalb der Gesellschaft, so ein Blödsinn. Sie sind Teil unserer Gesellschaft, genau das regt uns ja so auf. Ausgrenzen bringt nichts.

  55. No Way

    @Vroni

    Danke das du alles was ich geschrieben habe bestätigst. Und überhaupt Rammstein gehört auch endlich verboten. Die machen auch immer so böse Videos.

  56. Claus Thaler

    Um mal etwas die Luft aus der ganzen Sache zu nehmen: Ich habe die Spots gesehen und kann jeden beruhigen, der sie nicht mehr oder noch nicht gesehen hat. Die Dinger sind einfach nur doof, weil sie die ganze Zeit schreien: Wir sind superduperprovokant.
    In der “Titanic” gab es vor vielen Jahren mal einen Beitrag zur Frage, was Satire darf. Da wurde ein kackender Papst mit Hakenkreuzarmbinde gezeigt, aber da hatte die Provokation noch einen Sinn, nämlich im Rahemen eines journalistischen Beitrags auszuloten, wie weit man gehen kann, bis eine Klage kommt.
    Bei den StudiVZ-Filmen handelt es sich leider nur um langweiliges, pubertäres Getöse, das möglichst viel Diskussion im Internet nach sich ziehen soll. Vielleicht sollten sich gewisse Leute doch besser darauf beschränken gute Computer zu erfinden, denn gegen den Ai-Maq kann man ja nun wirklich nix sagen, den benutze ich auch jeden Tag und freue mich darüber. :-)

  57. Armin

    Ob die Dinger nun “geseedet” wurden oder nicht, von wem, und ob die nun wirklich fuer eine virale Kampagne gedacht waren, ist mir jetzt erst einmal egal.

    Ich vermute ich gehoere zu den wenigen die die Spots gesehen haben (beide Spots).

    Als schwarzen Humor wuerde ich das nicht bezeichnen. Und ich habe so meine Zweifel dass viele meiner “Landsleute” das als schwarzen Humor bezeichnen wuerden (Ich nehme mal an dass die Spots fuer den Britischen Markt gedacht waren/sind).

    Den Kinderentfuehrungsspot im Land von James Bulger und Madeleine McCann? Ich weiss ja nicht ob das so eine gute Idee ist…

  58. Nils

    @Sandra: Hilfe, meinst du mich :-)

    Wenn ja verweise ich erstens auf mein Kommentar bei off the record.

    “@Patrick: Sehe ich genauso. Daher der Satz “Erst auf die Aktion kann die Reaktion folgen?. Ich habe bereits eine Mail ans StudiVZ geschrieben, in der ich um eine Stellungnahme bitte. Des Weiteren habe ich Sie bezüglich weiterer Aktivitäten in dieser Richtung befragt.
    Die warte ich ab, dann überlege ich mir wie ich reagiere.

    Ich halte nur nichts davon, auf die User einzudreschen. Das ist m.E. zum jetzigen Zeitpunkt unfair.”

    Zweitens: Stelle ich Mal folgendes den Raum (Jetzt wird das Eis dünn). Wie konsequent geht ein Kunde/ User mit Unternehmen um. Kauft er noch Fisch der in Billiglohnländern verarbeitet wird? Kauft er noch Benzin das durch Kriege und Umweltverschmutzung stark vorbelastet ist? Geht er um seine Autotür zu lackieren, zu einer Werkstatt die es unter der Hand macht? Ist er noch User einer Community die “zweifelhafte” Werbung macht?

  59. Patrick Breitenbach

    Bei Robert habe ich es so beschrieben: basicthinking.de/blo...

    Ich möchte einfach nicht, dass diese Inhalte Teil meiner Welt und die Welt meiner Kinder werden. Das ist alles. Dafür kämpfe ich, ob engstirnig oder nicht engstirnig. Ob Spießer oder Coolio.

  60. Patrick Breitenbach

    @Nils: So ein Umdenken ist ein langwieriger Prozess, der nicht von heute auf morgen geschehen kann. Aber er geschieht, zu jeder Sekunde bei jedem einzelnen von uns. In dem Moment wo man darüber liest, redet usw. Erst die Kommunikation über solche Dinge kann uns Anstöße geben. Am Ende entscheidet jeder selbst inwieweit er Verantwortung nimmt.

    Daher bereue ich wirklich den vorschnellen Angriff auf die User, bin impulsiv. Auch ich hatte an der Stelle nicht den Gesamtprozess begriffen und wollte mit der Keule alles schlagartig verändern. Shit happens.

  61. ramses101

    “Bei den StudiVZ-Filmen handelt es sich leider nur um langweiliges, pubertäres Getöse”

    Absolut. Aber auch um asoziales Getöse. Und mich würde wirklich interessieren, wie denn die dargestellten Nutzer darauf reagieren, dass sie so dargestellt werden (und ja: ich habe die Spots gesehen). Momentan scheint die Spots in der besagten Gruppe (Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg) noch niemand zu kennen.

    Und wenn man sich die Gruppe mal so anschaut, ist eigentlich auch klar ersichtlich, dass es sich da mitnichten um militante Fleischfresser handelt. Lustigerweise ist es ja nun so, dass man sich bei StudiVZ mit seinem tatsächlichen Namen anmeldet und des weiteren ist es ja so, dass google nichts vergisst und Personaler alles interessiert.

    Die Werbung geht also klar auf Kosten der aktiven Nutzer. Das sollte die eigentlich schon interessieren.

  62. Stefan

    “Dein Account wurde gelöscht. Vielen Dank, dass du das Studiverzeichnis benutzt hast.”

    War zwar eh nur zum “Umgucken”, aber der Account ist jetzt raus aus der “Erfolgsbilanz”

  63. No Way

    @patrick

    Ich hab auch ein Kind, und wenn es alt genug ist um im Netz zu surfen werde ich 100% sicher darauf achten was es sich ansieht.

    Sehr wichtig ist mir aber auch das mein Kind die Freiheit hat, sich später, wenn es alt genug ist, seinen Film/Musik/Kunst Horizont ,ohne Zensur o.a., erweitern kann.

  64. 50hz

    Okay, ich präzisiere: … stehen außerhalb eines gesellschaftlichen Konsenses, von dem ich hoffe, dass es ihn noch gibt …

  65. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @no way: klar. Wir “Alten” sollten den Kindern in erster Linie Freiheit schenken. Und mediale Kompetenz und kritischen Umgang mit der ganzen digitalen Garbage-Collection, die es eben auch gibt, fördern. Aber auch keinen Schweinestall hinterlassen, ob nun medial oder bezgl. der Umwelt z.B..

  66. Nils

    @Patrick: Ohne mich anbiedern zu wollen. Ich glaube nicht das unsere Meinung sehr weit auseinander liegen.

    @Stefan: Glückwunsch zur Abmeldung, aber du schreibst auch „War zwar eh nur zum Umgucken?. Genau da liegt das Problem. StudiVZ gehört zum Alltag. Kontakt zu Freunden, Verabredung, Bekannte in ganz Deutschland wieder treffen. Na ja, ich brauche euch ja nicht eine social community erklären. Was ich sagen will, der Ausstieg ist schwerer als Ihr denkt. Man gibt da viele Kontakte auf. Blöder Vergleich, aber seine Handynummern löscht man auch nicht einfach. Und Alternativen? Nein, weil alle im StudVZ sind. Macht es euch in der Diskussion nicht zu einfach, auch wenn Ihr zum großen Teil Recht habt.

  67. Sandra

    @Nils: Ja ich meinte Dich! ;o)
    Nun bin ich verirrt! ;o) Habe wohl in deinem ersten Post die Ironie überlesen, oder wie?
    Wurst, denn dein zweiter Punkt ist alle Mal viele Überlegungen wert. Zuviele um die jetzt in nem Kommentar zu besprechen. Aber ich glaube, das ist ein Teufelskreis, den Du da ansprichst. Ich kann doch nur kaufen, was mir vorgesetzt wird und mir wird doch das vorgesetzt was ich kaufe…

  68. Nils

    @Sandra: Nicht dein Fehler, war zu diesem Zeitpunkt über einen Satz sehr aufgebracht. Ich möchte mich von diesem Kommentar ausdrücklich distanzieren.

  69. vroni

    Noway

    “Und überhaupt Rammstein gehört auch endlich verboten.”

    Sachma, hast du überhaupt kapiert, was ich sagen wollte, du Anonym-Poster. Ich hab nix gegen Rammstein. Obwohl man sagen muss, sie kokettieren recht geschickt mit dem Nazi-Image und das hinterlässt einen komischen Geschmack (das wollen sie wohl). Rammstein selber jedoch ist tausendmal intelligentere Musik als der Naziaggro-Dummschrammel, der diesen Virals unterliegt und ebenfalls mit Nazikacke kokettiert, aber viel dümmer.

    Herr lass Hirn vom Himmel fallen.

  70. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Soll ich dir sagen warum er anonym kommentiert? Weil er Angst hat wir könnten etwas über sein Weltbild herausfinden und somit seine Argumentation ad absurdum führen. Denn irgendetwas gibt es auch in seinem Leben, dass er unlustig, uncool oder verdammenswert findet. Anders kann ich mir das Versteckspiel eines so großen Freidenkers nicht erklären.

    PS: Ich war mal mehr oder weniger unfreiwillig auf einem Rammsteinkonzert (im Zuge eines Festivals). Habe mir das ganze von hinten angeschaut und mir wurde leicht übel. “LINKS”, “LINKS” und das gesamte Publikum “RECHTS” und schmeisst die Arme schräg in die Luft. So beweisen sie jedenfalls wie Massenmanipulation recht gut funktioniert und verdienen damit ordentlich Kohle. Von daher sicherlich SEHR intelligent.

  71. Stefan

    @Nils:

    “Zum Ungucken” war in meinem Fall wirklich, um das Phänomen zu betrachten. Allerdings beobachte ich in meinem Umkreis auch eine Menge Leute, die scheinbar E-Mail, ICQ, Handy oder sogar Sprechen nicht mehr kennen. Schade. Für sie.

  72. No Way

    @patrick & vroni

    ja, das stimmt. Folgendes find ich unlustig: Kleinkariert, nicht-weit-stirnig, Meinung aufdrängen, Drohungen, Post von Wagner und noch vieles vieles mehr.

    Bitte, Bitte, Bitte sagt mir jetzt nicht das ihr Rammstein echt für rechts haltet. Übrigens Marylin Manson frißt auch keine kleinen Kinder. Und er war auch nicht schuld an Littelton.

    und warum ich hier anonym schreibe: ich hab angst das menschen von eurer art bei mir vor der tür stehen und über ihrern blog oder die bibel mit mir diskutieren wollen.

  73. ramses101

    Ist es denn wirklich so kleinkariert, wenn man sich über Werbung (!) aufregt, in der Menschen an Schweine verfüttert werden?

  74. Patrick Breitenbach

    @No Way: LOL :-D

    Ich hab ANgst dass so einer wie du vor meiner Tür steht und kichernd brennende Hundehaufen davor legt.

    Es hat niemand behauptet, dass Rammstein rechts ist. Bitte nochmal genauer lesen. Das macht die Stirn breiter!

  75. vroni

    PR-Kolbrück gibts auch nicht auf…

    … und hat jetzt die JPGs dazu veröffentlicht plus einen Link auf das ominöse Portal, das ars(ch)-Berlin laut denic.de aufgesetzt hat.
    Gestern ging das Portal noch nicht, heute mit Passwort. Bin sicher, StudiVZ-User bekommen das Passwort eh anstandslos oder können sich gar mit ihren normalen Log-in-Daten einloggen. Nur eine Frage der Zeit jetzt, wann ein User die Ding rippt, per Mails verteilt oder anonym auf Portale schaufelt. Es geht los.
    Nur zu, machts nur so weiter.

    Horizont und der dumme Rest stehen drauf, z.B. vom Don den Fehdehandschuh ins Gesicht betoniert zu kriegen. Den Krieg kann man gelassen als eröffnet betrachten, ihr habt’s so gewollt. Arsch-Berlin werde ich mir merken.

  76. Patrick Breitenbach

    Noch was, No Way. (allein der Nickname spricht Bände) Wie schön, dass DU uns nicht deine Meinung von deiner freien Welt aufdrängen möchtest, die Kleinkarrierte Spießer am liebsten zuschnüren wollen. Ich danke dir für die Selbstentlarvung. Geht ja auch ohne Realname.

  77. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Bevor wir hier noch zum Verkäufer des “Wachturms” stigmatisiert werden von anonymen Postern….Nicht wir stehen vor seiner Tür, er ist in unserem Wohnzimmer. Wir haben uns vorgestellt. Er sich nicht. Schiedsrichter sagt: Ball zu mir. Gespielt wird nur unter gleichen Bedingungen….

  78. No Way

    …ein letzter post:

    eure kollegin vroni macht’s richtig. raus mit den Kraftausdrücken (Arsch-Berlin) und nicht widerlegbaren Unterstellungen (der und die haben aber ein passwort, und ich nicht, das liegt wohl daran dass…)

    ist mir zu blöd, sowas.

  79. Patrick Breitenbach

    @No Way: Also jetzt sei mal nicht so kleinkarriert. Ich find Arsch-Berlin witzig.

  80. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Zu Olaf Kolbrück. Man muss vielleicht unterscheiden zwischen der Person Olaf Kolbrück und dem Verlag Horizont. Trotz häufig betonter Unabhängigkeit sollte man bedenken, dass es dort gewisse Mechanismen gibt, die die individuelle Freiheit und Meinung des Olaf Kolbrücks stark beeinträchtigen könnten.

  81. HighText iBusiness Medien-Technik-Wirtschaft

    StudiVZ will von Ekel-Videos nichts wissen: “Über Geschmack lässt sich immer streiten”…

  82. No Way

    OK. Mist. Gar kein so schlechter Konter. Hab eigentlich auch kein Problem mit Kraftausdrücken. Wollte mich eigentlich nur ausklinken. Hab durch die Schreiberei hier zuviel liegen lassen. Muss jetzt echt was arbeiten. Schau heut abend nochmal rein.

  83. vroni

    Des host aber etzt schee gsagt, Patrick.
    Mogst net gern in die Diplomatie abwandern?
    (Beackere grade einen Botschaftskunden – und bin am Kostenangebot dengeln – der mich aquirierte, wenns mogst empfehle ich dich gerne als weiteren Mitarbeiter)

    Immer netzwerkend, net zwergend :-)

  84. Stimm aus dem Off

    die vroni scheint mir schon recht gern kraftausdrücke in den hiesigen kommentaren zu verwenden und auch in der wortwahl gegenüber ihren kontrahenten nicht übertrieben höflich zu sein.

    könnte natürlich auch ein grund sein, warum einige poster die anonymität vorziehen…

  85. Patrick Breitenbach

    @No Way: Jo, gibt wichtigeres im Leben. Hau rein. Ich freu mich auf die nächste Reibung. Erzeugt so viel wohlige Wärme.

    @Vroni: Ah geeh! Da war ich doch schon. Wobei ich den Job sicherlich recht spaßig fände. Aber sicherlich auch wieder extreeeeeem anstrengend. Da reicht mir meine Mikrodiplomatie in meiner Mikrowelt hier. Aber ich fürchte das zählt später nicht für eine Referenz in meiner BEwerbung auf einen diplomatischen Posten.

  86. Patrick Breitenbach

    @Stimm aus dem Off: Wieso ist die von euch beobachtete Unhöflichkeit von Vroni ein Grund anonym zu kommentieren? Das würde ich gern genau wissen. Denn schließlich ist Vroni identifizierbar und scheint damit viel leichter (so scheint es nach eurer Logik) angreifbarer zu sein. Versucht doch mal das Visier hochzuklappen. Könnte ne nette Variante sein um der scheinbaren Unhöflichkeit entgegenzutreten.

  87. Francis, Infopirat

    Ganz grosses Tennis mal wieder. StudiVZ geht mir seit jeher ja sowas von am Arsch vorbei. Naja. Was solls. Wer sonst nichts zum Ficken findet…

  88. Patrick Breitenbach

    Wir sind doch alle nur PR-Marionetten, oder?

    Die Spots sollen provozieren und so für eine intensive Auseinandersetzung sorgen. Uns geht es darum, eine möglichst kontroverse Diskussion im Netz zu starten, damit Aufmerksamkeit für StudiVZ zu generieren und neue User zu gewinnen, indem sie sich an dem Prozess beteiligen

    erklärt Agenturchef André Aimaq.

    horizont.net/news/in...

    Mal sehen ob auch ein paar zukünftige und gegenwärtige Kunden sich ploarisieren.

  89. vroni

    Wenn und weil eine Berliner Agentur in beauftragten Hirnkleister-Filmen und StudiVZ in Foren noch ganz andere Sachen sagen. Hobts mi, scheinheiliges Pharisäertum.

    Freedom of speech gilt für alle, nicht nur für die, die glauben, ungeniert Dummprovo produzieren zu dürfen und pfeilgrad knallhart darauf pokern, dass der Rest schon fein ruhig sein wird aus falsch verstandener Toleranz. Darauf läuft es doch hinaus und ich finde das schäbig.

  90. Stimm aus dem Off

    weil ich erstens keine lust verspüre mich unter klarnamen von irgendwem anpöbeln zu lassen. und zweitens könnte ich in versuchung geraten, selber rumzupöbeln. was mir schlicht zu blöd ist. für sowas geh ich zum fußball.

  91. Olaf

    Da der eine oder andere Leser den Verdacht geäußert hat, ich hätte für die Kampagne Seeding betrieben, hier einige Anmerkungen, der Versuch einer Erklärung.
    Vorneweg:
    Angesichts der Produktionszyklen der Printausgabe bekommt Horizont, ebenso wie andere Blätter, hin und wieder Kampagnen-Material (TV oder Online) zeitig genug, damit die Artikel es möglichst zeitgleich mit der Kampagne ins Blatt schaffen. Wahlweise von den Unternehmen oder den Agenturen. Ein völlig normaler Vorgang.
    Nach einem kurzen Gespräch zwischen Tür und Angel mit dem betreuenden Printkollegen bin ich nachlässigerweise davon ausgegangen, dass die Kampagne schon irgendwo platziert ist und schon angelaufen ist. Fakt ist: Ich fand die Spots im Web nicht. Allerdings fehlte mir wegen anderer Termine auch die Zeit für eine ausführliche Suche. Irgendwo werden sie ja schon sein, dachte ich. Falsch gedacht. Scheiße gelaufen. Mein Fehler.
    Da ich die Story aber zu diesem Zeitpunkt bringen wollte, die Spots hatte und auch dokumentieren wollte, habe mich mangels anderer Möglichkeiten schlicht Youtube bedient. (Wir haben derzeit keine andere Möglichkeit der Content-Einbindung von Videos als über ein Portal.) Dabei habe ich schlicht die Story gesehen und mich vom journalistischen Ehrgeiz leiten lassen, die Geschichte als Erster zu präsentieren. Dass ich die Spots damit auch womöglich seeden könnte, darüber habe ich gar nicht weiter groß nachgedacht. Ich fand das in dem Moment nicht so verwerflich zusätzlich (!) zur viralen Verbreitung beizutragen. Ich fand wesentlicher: Wenn man darüber schreibt muss man die Spots auch zeigen. Ich sah das schlicht als journalistisches Muss.
    Inzwischen sehe ich das etwas anders. Ein paar Bilder und mehr beschreibender Text hätten es womöglich auch getan. Nochmal: Hektik, Schludrigkeit, Nachlässigkeit, samt einiger weiterer Holprigkeiten, darf nicht. Ist aber nun mal passiert. Mea Culpa.

  92. Patrick Breitenbach

    @Stimm aus dem Off: Dann wunder dich nicht, wenn man dich als Anonymer nicht wirklich ernst nimmt.

    Anpöbeln unter einem Nickname ist super? Versteh ich nicht. Schlüpfst du denn so richtig rein in das anonyme Gewand?

  93. vroni

    Glaubt bloss nicht, dass Youtube alles Eingestellte schluckt, nur für den Fall, dass man seien youtube-Account ungeniert als Archiv für Provokram benutzen kann:

    * YouTube is not for pornography or sexually explicit content. If this describes your video, even if it’s a video of yourself, don’t post it on YouTube. Also, be advised that we work closely with law enforcement and we report child exploitation. Please read our Safety Tips and stay safe on YouTube.
    * Don’t post videos showing dangerous or illegal acts, like animal abuse, drug abuse, or bomb making.
    * Graphic or gratuitous violence is not allowed. If your video shows someone getting hurt, attacked, or humiliated, don’t post it.
    * YouTube is not a shock site. Don’t post gross-out videos of accidents, dead bodies and stuff like that. This includes war footage if it’s intended to shock or disgust.
    * Respect copyright. Only upload videos that you made or that you have obtained the rights to use. This means don’t upload videos you didn’t make, or use content in your videos that someone else owns the copyright to, such as music tracks, snippets of copyrighted programs, or videos made by other users, without their permission. Read our Copyright Tips for more information.
    * We encourage free speech and defend everyone’s right to express unpopular points of view. But we don’t permit hate speech which contains slurs or the malicious use of stereotypes intended to attack or demean a particular gender, sexual orientation, race, religion, or nationality.
    * There is zero tolerance for predatory behavior, stalking, threats, harassment, invading privacy, or the revealing of other members’ personal information. Anyone caught doing these things may be permanently banned from YouTube.
    * Don’t try to cheat the system. No gamed thumbnails, spamming tags, or creating dummy accounts that do things a human wouldn’t do.”

    Sie reagieren, as steht nicht nur zur Gaudi drinne in deren Code of Condukt. In der letzten Zeit sind mir deutlich mehr indizierte Filme aufgefallen als sonst. Oft wegen “copyrightt claims” aber auch weil “inappropriate”. Und glaubt mir, ich werde so einen Mist immer flaggen, solange ich DSL-Anschlusshabe. Und mein Englisch reicht dicke, um mich mit denen nachhaltig in Korrespondenz zu setzen. Nicht nur für “Dear sirs” und “Kind regards”.

  94. Patrick Breitenbach

    Noch viel viel wichtiger finde ich den Verhaltenskodex von StudiVZ. Es sind gleich mehrere Regeln, die der Geboteersteller selbst gebrochen hat und damit ad absurdum führt:

    1. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber man muss es immer wieder sagen: Auf der anderen Seite eurer Rechner sitzt ein Mensch. Deshalb gehört eine respektvolle Ausdrucksweise und ein höflicher Umgang untereinander zu den Grundlagen im studiVZ. Dementsprechend ist es auch nicht gestattet, Mitglieder von studiVZ negativ hervorzuheben oder lächerlich zu machen.

    2. Veröffentlichungen, die gegen geltendes Recht verstoßen, sind natürlich grundsätzlich nicht gestattet.
    (…)

    10. Rassistische, gewalttätige, politisch extremistische, sexistische, diskriminierende oder sonst anstößige Veröffentlichungen, sowie solche, die andere Personen, Volksgruppen oder religiöse Bekenntnisse beleidigen, verleumden, bedrohen oder verbal herabsetzen, sind nicht gestattet.

    11. Nacktaufnahmen und pornografische Motive bzw. Abbildungen von körperlicher oder sexueller Gewalt sind nicht gestattet. Ebenso verboten sind Aufnahmen von Opfern von Gewalttaten, Opfern von Krieg oder Opfern von Naturkatastrophen, die Verwendung von verfassungswidrigen Symbolen sowie die Abbildung von gewaltverherrlichenden Motiven oder Darstellungen von Kriegshandlungen.

    (…)
    13. Daten dürfen nicht ohne Zustimmung manuell oder automatisiert zum Zwecke der Datengewinnung ausgelesen, gespeichert, bearbeitet, verändert, weitergeleitet, kommerziell genutzt oder auf sonstige Weise missbraucht werden.

    Komplett hier: studivz.net/l/rules/

  95. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Das ist es genau, was mich dabei so sauer fährt an den Spots: Die Beugung der eigenen (Doppel)moral”, um dann anschließend zu erklären: Wir wollen bewusst einen offenen Diskurs über das Thema mit diesen Spots anstoßen.
    Bäh.

  96. WebZweiPunktNull.de » Blog Archive » StudiVZ Viralkampagne wirft große Schatten voraus

    [...] Ergänzend zu dem Bericht auf Horizont.net gibt im Blog off-the-record.de einen Bericht der etwas mehr verrät. Oder verriet? Der Beitrag mit den eingebetteten Clips wurde einen Tag zuvor vorsorglich gelöscht. Eine Doku der Geschehnisse gibt beim Werbeblogger. [...]

  97. Sandra

    Ich fand’s im off-the-record blog mal ganz gut ins Bild gesetzt zu werden worauf die Spot Ideen denn gründen – nämlich auf den “Interessensgruppen” im StudiVZ, die mal ernst mal weniger ernst zu nehmen sind. Die Idee finde ich eigentlich ziemlich Klasse, vielleicht hat man sich bei der Entscheidung, die Vegetarier-Gruppe als Spot Idee zu nehmen, einfach vergriffen *ähem*…
    Da gäbe es soviele schöne “schräge” aber richtig witzige Gruppen, die nach Spot-Umsetztung einfach nur so schreien…

  98. Patrick Breitenbach

    @Sandra: Richtig, ich denke StudiVZ böte sich sowieso als unglaublich sexy Marke an, gäbe es da nicht ein paar Leute, die meinen sie müssen mit der Brechstange ran, nur weil sie Bock auf Pubertätsmarketing haben. So wird aus der begehrenswerten Grande Dame eben doch nur eine schmuddelige Hafennutte.

  99. Annette

    So. Jetzt hab ich hier lange still mitgelesen und mir so meine Gedanken gemacht. Ich war eine von den wenigen, die zumindest einen der Spots (Vegetarier) noch gesehen haben, bevor sie wieder runtergenommen wurden und bin definitiv angeekelt davon. Nicht erst seit dem Punkt im Video, ab dem Menschen an Schweine verfüttert werden. Schon vorher ist es mir gewaltig sauer aufgestossen.

    Im Gegensatz zu anderen hier war ich nicht nur zum umschauen im StudiVZ und habe mir die Entscheidung daher auch nicht leicht gemacht. Es ist schon sehr praktisch und schön, seine Leute so erreichen zu können.

    Trotz alledem habe ich gerade meinen Account gelöscht. Das bisschen “Mühe”, mich einzeln an meine Freunde wenden zu müssen, ist es mir wert, hier ein Zeichen zu setzen und dem StudiVZ den Rücken zu kehren. Ich möchte mit dieser Art “Humor” schlicht und ergreifend nicht in Verbindung gebracht werden. Das bin nicht ich und das will und werde ich nicht unterstützen.

  100. Stimm aus dem Off

    @patrick. meine antwort auf deine frage lautet: nö, is natürlich nicht super. unter nick angepöbelt zu werden, stresst mich einfach weniger, da ich nicht unter zugzwang gerate, meinen klarnamen und damit meinen ruf um jedem preis verteidigen zu müssen.

    und machst du die qualität von argumenten und meinungsäußerungen tatsächlich daran fest, ob sie anonym erfolgen? hälst du wahlkabinen auch für überflüssig?

    ach ja: studi vz finde auch doof.

  101. Patrick Breitenbach

    @Stimm aus dem Off: Ich halte Anonymität per se nicht für Schwachsinn. Unter Umständen ist Anonymität sinnstiftend. Im Gegensatz dazu kann Anonymität aber auch missbraucht werden.

    Übrigens, ein Zeichen DASS es Wahlkabinen geben MUSS ist für mich eher ein Zeichen für eine ziemlich meinungsunfreie Gesellschaft.

  102. Patrick Breitenbach

    @Anette: Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.

  103. Christian Stuhlmann

    ach, ich bin zwar wieder viel zu spät (Kommentar xxx),
    aber bei so vielen Senftuben ;-))
    ich habe die 2 Spots gestern gesehen ohne Ton und es ist der totale Scheiß. Respekt vor der verkäuferischen Leistung einer Agentur, die erstmal Kohle für das Konzept und dann noch für die Umsetzung einstreicht. Dann sich medial mit der Publizierung brüstet (als hätte es noch mehr PR gebraucht), während der Kunde sich distanziert. Respekt vor Kunden, die so viel Kohle haben!!!! Bitte bei mir melden!! Und wie so oft passt der Spruch: Das ist doch erst der Anfang… viele Marken werden folgen, remember the Frosta Latenight-Version, die natürlich total harmlos aber vor einiger Zeit noch undenkbar war!!!
    btw, die armen Schweine in dem Spot… Vegetarier sollen ja mitunter ungenießbar sein.

  104. vroni

    “…während der Kunde sich distanziert.”

    Kann man das irgendwo genauer nachlesen?
    Ich habe nur ein Bezahlportal gefunden, das eine derartige Meldung im Anreißer bringt und für weiteres muss man Premium Member oder Member sein. Seltsam das.

  105. vroni

    Info und Korrektur:
    Das Portal heißt ibusiness.de
    und man kann sich auch als Basismember ksotenlos einloggen und diesen Artikel abrufen. Was ich tat soviel Zeit mss sein.

    Tenor innen im Text dieser Meldung meiner Meinung nach:
    StudiVZ begreife die Aufregung nicht und wolle auf alle Fälle die Kampagne durchziehen, weil sie überzeugt seien, dass die Zielgruppe den “Humor verstehen wird”.

    Die Überschrift dazu auf ibusiness:
    “StudiVZ will von Ekel-Videos nichts wissen: “Über Geschmack lässt sich immer streiten”

    Die Überschrift ist ein bisschen misleading, denn bei flüchtigem Lesen könnte man annehmen (ist mir passiert), sie wollten sich von den _Videos_ distanzieren. Nein.
    Sie wollen sich aber wohl eher vom _Begriff_(!sic!)”Ekelvideo distanzieren. So bekommt das einen anderen Zusammenhang.

    Oh wie ich Journalisten und ihre Schreibe manchmal liebe :-/(
    To them: Please talk language to me…

  106. vroni

    “Noch in dieser Woche soll die Kampagne offiziell starten.” (ibusiness oder StudiVZ über StudiVZs Haltung. StudiVZ-Sprecher: Dirk Hensen https://www.xing.com.... Dirk Hensen war vorher bei yahoo! noch weiter vorher bei Burda.)

    Ich bin nicht sicher, ob dann nicht die Luft brennt.

    Nach meiner Meinung fährt diese neue Führung fährt StudiVZ vollends und arrogant an die Wand.

  107. engola

    Boah, erstmal Danke für diese Diskussion, die ich seit gestern mitverfolge. – [Erstmal: Mir gefällt die Meinung von Hernn Breitenbach sehr gut, ein Werber der um die Wirkung von Kommunikation reflektiert und um die gesellschaftliche Bedeutung von Reichweiten-Werbung weiß. Chapeu!]

    Nun ist es also offiziell: “StudiVZ will von Ekel-Videos nichts wissen: “Über Geschmack lässt sich immer streiten?

    Ein Portal will mit so einer schmierigen Schweinekampagne den kruden Humor von Studenten erreichen, was meiner Meinung nach schon Verachtung verdient. (Verachtung für die Nutzer oder die Betreiber des Dienstes? – mir unklar.)

    Die Betreiber von StVZ betreiben gleichzeitig ein Portal für Minderjährige. ScVZ wendet sich ausdrücklich an Schüler ab 13 (wenn ich mich nicht irre) – Daß dort 10jährige oder gar 9jährige auch Angemeldet sind, ist wahrscheinlich (Wer kontrolliert schon das Alter, jeder Schüler will immer älter erscheinen als er ist).

    Leute, die so eine Werbekampagne starten, werden auf unsere Kinder losgelassen. Das ist intolerabel. – Sofort zumachen!

  108. vroni

    Ich überlege gerade die Möglichkeiten, was passiert, wenn man als Privatbürger eine Anzeige (als da sind: Jugendschutz im Internet, Verletzung persönlicher und sittlicher Gefühle, Verstoß gegn die guten Sitten, Gewaltverherrlichung, Rassismus, Sexismus) erstattet oder/und rascher: eine EV, einstweilige Verfügung zu erwirkt, falls die Dinger on air sind.

    Was passiert dann, werden die dann noch interessanter?
    Oder ist es schon besser, diese Virals vorher abzuwürgen, bevor sie die für Virals kritische Masse von über 8-10% von was weiß ich erreichen. Ich wäge grade ab und komme zu keinem Ergebnis.

    Paradoxon: Ein Einbeziehen der Medien, z. B. des SPIEGEL (SPon)oder und Stern in die Berichterstattung wird die kritische Masse am raschesten erreichen lassen. Ich befürchte, darauf kann es abzielen. Ich befürchte, das haben die spin doctors sich auch so überlegt.

  109. engola

    Allein das hier würde doch schon reichen, oder?

    Natürlich ist diese Sache viral, Negativwerbung ist auch Werbung. – Das dumme ist nur, daß die sich damit den Abschaum ins Portal holen.

    Der Punkt, an dem mir die Hutschnur hochgeht ist eben der Zusammenhang mit dem Betreiber eines Portals für Minderjährige. (Der Geist dahinter hat sich offenbart.)

    Oh, ich sehe gerade…

  110. vroni

    Ich weiß nicht, ob JPGs reichen.
    Da müsste schon der Film selbst dazu her und der Beweis, das der öffentlich gespielt wird.

    Ich vermute daher stark, dass das von Ars dazu frisch angemeldete eigene Filmportal* studimovies.com dazu dient, dort Filme (solche Filme) (derzeit passwortgeschützt) zu veröffentlichen.

    Grund: Über öffentlich zugängliche Portale wie youtube, dailymotion oder sevenload könnten leichter von Kritikern Rechts- oder Code of Conduktverletzungen geltend gemacht werden.

    Ein passwortgeschütztes = nichtöffentliches Filmportal hingegen bietet weniger rechtliche Angriffsflächen und man kann schön per Mitgliederwerbung/E-Mail Interessenten etc. Zugang zu diesem Portal ermöglichen. Der mögliche weitere Ausweg gegen Filmbeanstandungen in Portalen: Die Filme selber per e-Mail zu verschicken – wie man es gerne bei Bürohumor mit ppt oder pps (Powerpointfilmchen)- Formaten macht ist nämlich nicht so der Weg. Virale Videos sind zum Teil bis 18 und mehr MB groß, manche erreichen locker 30 und mehr, je nach Spieldauer und ob sie gleich passend für gängige Mediaplayer gerippt sind.

    [Textpassage auf Wunsch des Kommentators gelöscht]

  111. vroni

    Uups Patrick,
    bitte den whois Kram wieder a.s.a.p. wegmachen. Tschuldigung.
    Darf nicht, da liegen laut whois Rechte drauf.

  112. Basic Thinking Blog » StudiVZ goes Rotten und Scoops

    [...] off the record mit dieser Videogeschichte hinbekommen, doch muss sich Olaf (der Autor des Blogs) im Werbeblogger entschuldigen. Weiß zwar nicht so recht warum, aber ok. Es war halt nun schon immer so, dass der [...]

  113. Patrick Breitenbach

    Es kann eigentlich nur eine sinnvolle Lösung neben dem ganzen juristischen Scheiss geben. Die klassische Gegenmagie. Also eine Kampagne muss her, die sich gegen den ganzen Rotz stellt. Groß aufgezogen, mit Guerilla-Taktik, so dass diese anstatt dem Dreck in die Medien kommen. Man könnte mit einem Watchblog anfangen, in dem alle Schandtaten gesammelt werden, verbunden mit einer Exmatrikulationsliste. Bestenfalls soll die Kampagne gleichzeitig für eine sinnvolle Alternative zu StudiVZ gestrickt werden, so dass die User eine niedrige Hemmschwelle zum wechseln haben.

    Das ist m.E. das einzige was wir Kommunikatoren an dieser Stelle tun können. Die Botschaft spiegeln und somit direkt dadurch zurückschießen. Das einzige was denen weh tut ist Publicity in diese Richtung und ein Portal dass ihnen die Kunden wegnimmt.

  114. Patrick Breitenbach

    Gibt es ein wirklich gutes Portal mit dem Zeug zum StudiVZ-Killer und einigermaßen vertretbaren ethischen Ansprüchen?

  115. Patrick Breitenbach

    Das gleiche gilt für die unsägliche Agenturarbeit, auch da schwebt mir ein Spoof der Kampagne vor. Wir machen ein Making-Of zur unsäglichen Kampagne und stellen die Agenturmitarbeiter von ARS mal vor. Ich hab allerhand Zombiefilme gesehen. Daher kann ich mir ungefähr deren Denkapparate vorstellen. Ließe sich auch sehr schön umsetzen, Kamerateam zufällig hier?

    ALternativ könnten wir mit der Kamera und den Snuff-Clips bei großen Kunden von denen vorstellig werden. Im Michael Moore Style. Die fragen wir dann mal, was sie davon halten. UND UND UND.

  116. Patrick Breitenbach

    Oh wie ich sehe noch ein Argument: presseportal.de/pm/6...

  117. StudiVZ schaltet von Radaumarketing auf Ekelmarketing » VisualBlog - das VisualOrgasm-Weblog

    [...] hab sie selbst nicht gesehen und will sie auch nicht sehen! Aber im Off the record Blog und bei den Werbebloggern wird interessant drüber diskuttiert. Ich kann nur sagen, ich bin heilfroh, dass mein Sohn noch zu [...]

  118. vroni

    Strategische Überlegungen II
    Motto: Erst denken, dann Gegenlist kreieren.

    Ich weiß nur, Patrick, dass derzeit Semesterferien und vorlesungsfreie Zeit sein dürfte. Und damit Sauregurkensommerlochnesszeit für Studentenkampagnen. Erreich mal neue Mitglieder/Studenten gerade in dieser Zeit vor ihren Laptöpfen, nada.

    Verstehe daher auf den ersten Blick nicht, was sich Ars dabei gedacht haben, ausgerechnet zu Beginn von Semesterferien eine derartige “Kampagne” mit viralen Ekel-Videos zu veranstalten um ein Momentum bei potenziellen Mitgliedern zu kriegen. Kriegen sie nicht. Da war sicher was anderes geplant.

    Da sie gleich ein ganzes Filmportal studimovie angemeldet haben, glaube ich daher viel eher, dass diese 3 paar Dummfilme nur ein Medientest waren (da kommt noch mehr Filmmaterial). Für Testzwecke passt die Sommerlochzeit prima, denn da sind (online-)Medien traditionell begieriger auf jede Dummnachricht. Wenn der Medientest gelaufen ist, wenn sie gesehen haben, wie angebissen wird/wurde und eine gewisse Grundöffentlichkeit damit hergestellt wurde, dann erst produzieren sie weiteres oder machen ihr Filmportal attraktiv, auf das sicher auch von den Usern Fremdfilme hochgeladen werden dürften.

    Die einzige Konsequenz daraus (in meinen Augen) für sicher sehr lustige & kreative Anti-Ekelideen könnte leider sein, dass man sich pressemäßig, blogmäßig, kreativmäßig jetzt aufs Nötigste beschränkt, statt zur kreativen Hochform aufzulaufen. Einfach um das und diese spin-Denke nicht noch mehr zu verbreiten. Damit gibt man ihnen nur Recht, dass sie richtig kalkuliert haben.

    Schlage daher vor – da man jetzt im Urlaubsommer junge Leute mit einer Gegenkampagne eher schlecht erreicht – sich auf fachliche Arbeit zu konzentrieren: diese Denke (aufmerksamkeit um jeden Preis), die sowas gebiert, zu untersuchen und etwas Besseres, um Marketingerfolg zu bekommen, dagegenzuhalten. Das Prob ist doch derzeit die Ideenlosigkeit der Marketer, gepaart mit Zynismus.
    ________

    Wobei ich zugeben muss, dass die Idee, ein skurilles, verarschendes Making Of Filmchen zu verbreiten, großen Charme hat.

    Aber die Agenturleute vor ihren Kunden mooremäßig zu outen: Da mache ich nix ohne eigenen Anwalt im Hintergrund :-)

  119. vroni

    “Das einzige was denen weh tut ist Publicity in diese Richtung und ein Portal dass ihnen die Kunden wegnimmt.”

    Facebook.
    Ist zwar die gleiche Datenschleuder, aber hat gerade nach aktuellen Pressemeldungen hochaktuell neue attraktive Features (und deutsche Sprache?) für den deutschen Markt.

  120. vroni

    Facebook:
    spiegel.de/netzwelt/...

    Damit könnte man den Teufel (rotten Datenschleuder StudiVZ mit altmodischem Viralgestank) mit dem Belzebub (Datenschleuder mit neumodischer Viralkiste: Amazonanbindung, Musikwidgets und selbstspreadenden Schnickischnacki) austreiben. :-( :-)

  121. Patrick Breitenbach

    Da StudiVZ ja Fun, Fun, Fun verspricht, glaube ich grad dann erwischen die zur Semesterfreien Zeit ihre Leute. Es müssen schließlich Partys ausgecheckt werden …

  122. Patrick Breitenbach

    Facebook? Waren das nicht die, von denen StudiVZ alles kopiert haben? ;-)

    Ich streck mal meine Fühler aus. Vielleicht kann man mit denen ja sogar reden…

  123. vroni

    Also meine Elitesse war sommers nie am Rechner, immer unterwegs oder ganz in Urlaub, Strand, tauchen, nix mehr sehen,was technisch ausieht oder an die Uni erinnert. Gecheckt wurde mit SMS und Handy. Wenn die in der Zeit das Arbeits- und Leidensgerät Laptop sah, kriegte die eine mittlere Ekelkrise… :-)

  124. blog.50hz.de

    Holtzbrinck verfüttert Leichenteile…

    Verdammt! Wie groß muss die Verzweifelung im ehedem ehrenwerten Hause Georg von Holtzbrinck wohl sein, dass man sich dort an ohnehin zweifelhaften sogenannten Communities für teuer Geld beiteiligt, das peinliche Management durch ein offenbar …

  125. Patrick Breitenbach

    Eine weitere Möglichkeit wäre StudiVZ kommunikativ enger mit der Dachmarke Holtzbrinck zu koppeln. Siehe Djure oben mit seinem Beitrag.

  126. Nils

    Glaubt Ihr im Ernst die Konkurrenz ist besser? Verrennt euch nicht in eurem Ehrgeiz. Stellt euch Mal vor Ihr bringt viel rüber (z.B. zu Facebook), und die bauen dann scheiße. Da möchte ich nicht eure Gesichter sehen. Glaube der Markt ist zu Interessant um Prinzipien vor monetäre Gesichtspunkte zu stellen, dass wird bei Facebook nicht anders sein.

  127. Patrick Breitenbach

    @Nils: Keine Angst, mir fehlt dazu sowieso die Zeit im Moment. Das sind mal wilde Brainstorming-Impulse. Ich glaube schon dass es “bessere” Konkurrenz gibt, zumindestens hoffe ich das doch stark!

  128. 50hz

    Damit der Knüwer (bei lanu) nicht alleine im Regen steht: Herr Ziesemer, Herr von Randow, Herr di Lorenzo, Herr Casdorff, Frau Bunz… um nur einige zu nennen. Bewegt Euch!

  129. Philipp

    Falls jemand nicht weiß wie es geht:

    youtube.com/watch?v=...

    :)

    Philipp

  130. Nils

    @Patrick: hope dies last…

  131. vroni

    Bin normalerweise nicht der von der lange abwartenden Sorte (handeln, handeln, ja, jawohlja!!).

    Doch hier würde ich auch gerne abwarten. Vor allem was der neue gesetztere Boss dieses Haufens Marcus Riecke (ex ebay) anstellen wird. Sein Amtsantritt ist ja erst im zarten jungen August gewesen, also seit 3 Tagen.

    Er wird von daher kaum die seltsamen Videos beauftragt und zu verantworten haben, das waren mit hoher Wahrscheinlickeit die Jungkrümelmonster Dennis Bemmann und Michael Brehm. Und Riecke muss schauen, wie er aus dieser nicht von ihm angezettelten Nummer rauskommt. Das ist relativ leicht für einen neuen Boss: Ignorebutton feste drücken und neue eigene Sitten aufziehen.

    Ich habe jedenfalls noch nirgends seit dem Sündenfall von OTR diese Videos wieder geseeded gesehen (ich kenn sie a). Kann sein, dass man Gras drüberwachsen lasen will. Ich würde das nur begrüßen.

    Was StudiVZ Pressesprecher blubbern “StudiVZ will von Ekel-Videos nichts wissen: “Über Geschmack lässt sich immer streiten? ist immer so die eine Sache. Natürlich werden sie vor den Bloggern offiziell kein Jota nachgeben, sonst nochwas :-) Haben wir ja in der Blogbar gesehen, wie arg man ihnen auf den Pelz rücken muss, damit sie mal was zugeben oder ändern (damals die Datenlecks).
    Bande.

    ________________________________________

    Rieckes Lied?:
    “Sie sind so dumm, und ich bin ihr Chef…”
    :-D

  132. 50hz

    Na dann besteht ja Hoffnung.

  133. vroni

    Hmhmhm. Der Grund, warum diese Videos nicht mehr öffentlich im Netz zu sehen sind, kann natürlich auch ein anderer sein:

    Sie sind vielleicht jetzt nur noch auf dem passwortgeschützten studimovie.com gebunkert (rechtliche Gründe?). Und sie werden wohl (oder bandbreitesparend ihre Links auf dieses Portal) ähnlich Schneeballsystem pro Fan 23mal* an Bekannte und Neulinge verschickt, um für StudiVZ zu werben. Wenn ich die untere Info richtig verstanden habe.

    Info via Bernd Röthlingshöfer
    berndroethlingshoefe...

  134. Patrick Breitenbach

    Naja und wenn schon. Ist doch nur eine Frage der Zeit bis das durchsickert und dann liegen die auch auf Youtube & Co. Sowas soll doch nur die Begehrlichkeit nach oben schrauben. Schützt auch vor Strafe nicht. Dauert eben länger bis der Schweinkram aufgedeckt wird. Beschwerde direkt an den Provider und sie müssen es auch dort runternehmen, es sei denn ihr Server liegt im Taka-Tuka-Land.

    Mit neuen Chefs ist das immer so eine Sache. Ich glaub ehrlich gesagt nicht an einen moralischen Umschwung. Wozu? Never touch a running system. Solange User da sind und neue hinzukommen, können die sich alles erlauben. Ich kenne diese Quasi-Monopolstellung aus der Handelswerbung. Da gabs auch einen der konnte noch so schlecht werben, die Kunden kamen trotzdem, ganz einfach weils der einzige große Laden in der Nähe ist. Sobald Konkurrenz einzieht, sieht die Sache jedoch ganz anders aus.

  135. betalog.de › Sicher nur so ‘ne…

    [...] … virale StudiVZ-Kampagne: # # # # # # # [...]

  136. heiko

    Ich habe eben erst von der ganzen Sache Wind bekommen und bin ehrlich gesagt schockiert: wie da auf dem Rücken von Vegetariern, fetten Kindern, und geilen Weibern versucht wird, auf zynischste Weise Kohle zu machen, ist wirklich abscheulich. Ich sehe schon deutlich vor mir wie morgen wieder irgendeins von diesen labilen Kids durchtickt und auf Vegetarier oder geile Weiber losgeht. Aber dann wollen die feinen Herrschaften von der Werbeindustrie damit natürlich nichts zu tun haben, und werden sich scheinheilig auf ihre sog. “Kunstfreiheit” berufen. Denen sollte man mal einen Löffel ihrer eigenen Medizin verabreichen… Und was das alles für das Ansehen Deutschlands und der gesamten Werbeindustrie bewirkt, kann man sich ja an einer Hand abzählen. Dabei bräuchten gerade die Kids von heute, eine Werbung in denen auch Werte vermittelt werden und nicht ein solch defätistischen Nihilismus. Ich hoffe Vroni fällt noch etwas ein, wie man diesen Schmutzfinken das Handwerk legen kann.

  137. vroni

    Kann auch sein, klar.
    Habe aber auch schon Corporate Cultures wackeln und habe Abteilungen gehen sehen, weil ein neuer Boss kam, “aufgeräumt” und einen neuen Stil eingeführt hat. Mit jedem neuen Oberboss wechselt auch gern die interne Marketingleiter mit oder weg. Und mit letzterem oft auch die Agentur. Weil sie ihre eigene mitbringen, o.a.

    Es hängt davon ab, welchen “Auftrag” von “oben” er bekam.

  138. vroni

    Noch interessantes zu Facebook und Riecke aus der FAZ:
    faz-community.faz.ne...

  139. vroni

    So sieht Martin Weigert das mit dem deutsch geplanten Facebook:
    zweinull.cc/machtkam...

  140. Annette

    Ich bin ja mal sehr gespannt, wohin sich das alles entwickelt und ob die Spots noch offiziell an den Start gehen. Die Aktion schlägt jetzt schon extrem hohe Wellen und Don Alphonso prophezeit, dass das schon reicht, um die Veröffentlichung zu verhindern (blogbar.de/archiv/20...)

    Dagegen steht die von Vroni weiter oben zitierte Aussage (“Noch in dieser Woche soll die Kampagne offiziell starten.? (ibusiness oder StudiVZ über StudiVZs Haltung. StudiVZ-Sprecher: Dirk Hensen ).

    Harren wir also mal der Dinge, die da kommen und beobachten, wie viel Macht Kleinbloggersdorf schon hat.

  141. Anon

    Mir war, als hätte ich gestern irgendwo gelesen “Don ante Portas”.
    Und schwuuppp schon isser da. Ich wusste doch, dass da noch einer fehlt.
    Anon

  142. Dr. Dean

    Die Frage mag fies sein und außerhalb des Kontextes stehen: Was sagen uns derartige “Viralmarketing”-Aktionen über das Viralmarketing an und für sich? Ich denke: Wenig Gutes. Ich glaube jedenfalls tatsächlich, dass “Viralmarketing” und “Guerillamarketing” sehr leicht problematische Züge entwickeln können, zumal dann, wenn es bevorzugt darum geht, mit seinen “Viralmarketingaktionen” am lautesten und am aufsehenerregendsten zu sein.

    Und zurück zum Thema: Was sagt dieser Viralmarketingaktion unterste Dreckmist über das Jugendschutzverständnis bei StudiVZ und seinem kleinen Brüderchen SchülerVZ? Garnichts Gutes.

    Die Verantwortlichen bei StudiVZ und SchülerVZ sind nicht bei Verstand.

  143. Andreas Rodenheber

    Dr. Dean
    Die Frage hat m.E. der englische Art Directors Club schon 2004 in seherischer Klarheit beantwortet:
    werbeblogger.de/2004...

    Da der Spot nicht mehr online ist, muss ich ihn wohl nacherzählen. Da sitzt der Juror des D&AD Viralwerbung-Awards und öffnet die Einsendungen zum Wettbewerb. Und was er dann – wie man im Standbild noch erkennen kann – ins Angesicht bekommt, ist nichts Appetitliches.

    Viral funktioniert nur unappetitlich. Das scheinen wohl viele für ein Naturgesetz zu halten. So pflegt halt jeder sein Menschenbild.

  144. vroni

    @ Dr. Dean

    Die – hmhm derzeit noch – Verantwortlichen bei StudiVZ sind 2 junge Männer. In einem Alter, bei dem man früher gesagt hat, sie sollen sich erst mal ordentlich die Hörner abstoßen.

    Wie sollen die da bei Verstand sein.

    Jedes Unternehmen, ob Startup mit jungen Zielgruppen oder anderes braucht eine gemischte Alters- und Erfahrungsstruktur. Gerne junge, weil die ihre Kunden draußen vielleicht besser verstehen. Aber auch bitte älter harte Hunde fürs operative Geschäft, die überdrehten Jungwelpen mal einen ordentlichen Nasenstüber verpassen. Welpen alleine würde ich als Inhaber oder Käufer nicht hantieren lassen, außer ich plane von vornherein einen antiautoritären Kindergarten oder ein sauberes Exit.

  145. Patrick Breitenbach

    @Dr. Dean + Andreas: Ich widerspreche, dass viral nur unappetitlich funktioniert. Viral ist alles was uns Menschen dazu bewegt es anderen Menschen weiterzugeben. Das kann durchaus auch etwas schönes sein (siehe lachendes Baby im neueren Post, Millionenfach angesehen). Nur wenn der Mensch dazu neigt, schreckliche Dinge, Abartiges etc. eher weiterzuleiten als schöne Dinge, so haben wir ein Problem.

    Viral Spots sind eigentlich mit 3 Grunddingen zu füttern, und zwar Dinge die uns weltweit verbinden.

    1. Sex und die Begierde nach Sex
    2. Gewalt/Angst und die Begierde nach Schutz
    3. Glück und die Begierde nach Lachen (entspricht dem Ausschütten von Glückshormonen, versucht mal 5 Minuten lang die Mundwinkel zum grinsen zu formen, so werdet ihr mehrken, dass eurer Körper Seretonin ausschüttet, es sei denn ihr seid bereits total verkokst)

    Diese 3 Grundzutaten werden also immer wieder beliebig aufs neue gemischt. Ein bißchen hiervon, ein wenig davon.

    Für mich ist wirklich ganz entscheidend, welche Meta-Informationen ein Clip für eine Marke mittransportiert. Den Clip an sich (der Container) mag noch ganz lustig sein, was aber wenn die darin zur Schau gestellten Werte auch auf die Marke mitübertragen werden (was sie meist nicht tun, was aber auch Virale Werbung eigentlich unnütz macht)? Dann passiert eine Art Spiegelung. StudiVZ bekommt die Markenwerte Gewalt, Angst, Aggression, Antisozial, menschenfeindlich und kriminell. Eigenschaften, die sich ein Social Network eigentlich nicht leisten kann. Doch das sind natürlich nur sehr langfristige Prozesse. Zielt man also auf den Zweit-Exit (also den Wiederverkauf von StudiVZ an ein anderes Unternehmen, z.B. Facebook), so fährt man sicherlich die kurzfristige Strategie, die da lautet: Aufmerksamkeit um jeden Preis. Und mir scheint, als liefe das gerade ab. Würde zur bisherigen Strategie zu 100% passen. Und von der Seite aus betrachtet haben sowohl Agentur als auch Auftraggeber gute Arbeit geleistet. Denn sie haben bereits jetzt schon wieder enorm Aufmerksamkeit, ohne dass die Filme überhaupt noch gezeigt werden müssen.

    Aber wie wir alle wissen ist nicht der Weg das Ziel. Und an den Zielen sollten wir ein Unternehmen messen. Daher (auch wenn ich mittlerweile als altklug oder Müslifan tituliert werde, was mir nichts ausmacht, weil ich weiß warum diejenigen sowas sagen, nämlich aus Angst) kann ich mich nur wiederholen: werbeblogger.de/2007...

    Drum gilt es immer wieder Ziele von Unternehmen zu prüfen, denn sie sagen viel mehr aus als ihre Werbung, bzw. Werbung lässt Rückschlüsse auf die Zielsetzung eines Unternehmens zu.

    Daher mein vorerst abschließender Appell. Verknüpft euren Unmut nicht mit der Agentur (nicht ausschließlich), sondern mit denen, die das doppelmoralisch Gebahren dulden. In diesem Fall die Dachmarke und damit der Verlag. Das sind die Geldgeber. Sie sind es, die Strategien ablehnen oder verabschieden, also die Ziele stecken.

  146. vroni

    @ Andreas

    Es gibt schon noch anderes Virales (und super dazu):
    brainwash.robertundh...

    De Grund, warum viele Werber nur auf banal Ekliges als Idee kommen ist, ist rasch erzählt.

    Weil sie a) plump meinen Tabubruch sei immer eklig, bastapasta (wird frech zum Naturgesetz umgedeutet. Wie war das nochmal mit dem Konstruktivismus und Umdeutung, Patrick)
    b) weil sie die Tatsache, dass sie unkreativ sind und ihnen nichts gescheites einfällt (ein GAU für einen Werber) hinter freches Gebaren verstecken.
    c) und weil Werbekunden ihnen das sogar gläubig abnehmen, dass das kreativ sein, wenn es nur cool und wichtig genug verkauft wird
    Eigentlich aber ist es Täuschung und Betrug.

    (Ich habe selber so eine virale Geschichte in meiner alten Agentur erlebt und mich erfolgreich gewehrt, sowas zu machen. Nicht weil es um eine riesige Euterbrust ging, ach gottchen. Nein: weil die Idee mit ihr und der Text dazu nicht im mindesten witzig war!
    Nicht einmal in der Nähe einer Geruchs einer flüchtigen Big Idea.

    Ich hab sauber und höflich argumentiert und dann gesagt, sie sollten ich für diese unkreative Werbeidee (die soviel ich weiß von irgendeinem testosterongesteuerten Jungkontakter kam, bitte einen anderen Art Direktor suchen und habe damit einen Riesenfön ausgelöst. Vor allem die über die Designer kommandogewohnten BWLerchen im Team begriffen erst zäh, dass mal was nicht nach ihrem Testosteronspiegel lief.
    Nach der ersten Verblüffung sind sie statt zu ruhigen Argumenten zu wüsten Gegenangriffen gestartet. Das war 1998/99. (Don würde bei dieser Jahreszahl sagen, klar, das haben wir jetzt wieder…)

  147. Andreas Rodenheber

    > Ich widerspreche, dass viral nur unappetitlich funktioniert

    Wollte ich damit auch nicht gesagt haben. Sondern wie Vroni das präzisiert hat: Unappetitliches Virales ist einfach die Version für die Denkfaulen, die aber leider trotzdem (oft) funktioniert. Jedenfalls was die Aufmerksamkeit betrifft. (Wie es dann bei den Branding-Zielen aussieht, steht natürlich auf ner ganz anderen Pappe).

    Und vieles, was auf positive Weise viral funktioniert, nennt sich gar nicht explizit viral. Es ist einfach da und gut und angenehm und wird weitermpfohlen ohne großen Bohey drumherum…

  148. Freddy

    @ vroni

    Wie heißt noch mal der Fachbegriff für “Diskrimnierung von Menschen aufgrund ihres (zu jungen) Alters?”
    Ich kenne die beiden Spacken nicht und ich bin ganz bestimmt nicht in deren Alter.
    Aber Kommentare,mit “Harten Hunden”, die “Jungewelpen” mal “Nasenstüber” verpassen, haben nicht mal die verdient. Das sind ja Sprüche, die sich mein Vater von seinem “Lehrherren” anhören musste. Lehrjahre sind schließlich keine Herrenjahre, mein lieber Herr Gesangsverein, ja die bei StudiVZ führen sich ja auf wie Graf Koks von der Gasanstalt!

  149. vroni

    Das war keine Diskriminierung.
    Ich habe gesagt, sie dürfen und sollen und sehr wohl.
    Wo ist da Ausschluss und Diskriminierung. Aber nur eine gemischtes Team kann solche blöden Davongalopper-Fehler weitestgehend verhindern.

    Zum Wording: “Harte Hunde” und “Welpe” darf ich nicht sagen, aber “Spacken” darfst du sagen…, hm. Quod licet…
    Warum so unter Adrenalin?

    Hey, ich bin doch lieber ein Welpe als eine Spacke, odrr?

    Nasenstüber
    stuffz!

  150. Freddy

    @ vroni

    Also, ich wäre lieber “Spacko” als “Welpe”. Denn an meinem spackomäßigen Verhalten könnte ich was ändern. An meinem Alter nicht.
    Behinderte würden sich (vermutlich) auch lieber “Arschloch” als “Krüppel” nennen lassen. Und ein Schwarzer lieber “Blöde Sau” als “Bimbo”.

    Ach, aber das führt alles zu weit. Ich hör jetzt auch auf.

  151. + Blog`N`Roll + » Blog Archive » Üble Geschichten ums SchmutzVZ - Teil III

    [...] Ziel der Kampagne? Derrrrr interrrrrrnnnnaaaattttiioooooonnnnaaaale Durchbrrrrrrrrruuuuccchhh! Angeblich sollte die Kampagne demnächst starten. Mehr Infos zum Geschehen gibts auch [...]

  152. Patrick Breitenbach

    @Freddy + Vroni: Friede! Konzentrieren wir uns lieber auf das worüber wir un sgemeinsam aufregen. Das am Alter festzumachen finde ich auch ein wenig fehl am Platze. Ich kenn genug 40-Jährige, die sich wie 14 aufführen und umgekehrt. Hat eher was mit geistiger Reife zu tun.

  153. Micha

    Ich zeige Flagge und habe meinen StudiVZ Account eben gelöscht. Im Nachhinein merkt man, was für ein unnötiger Scheiß das war. Wenn schon Kontakte pflegen, dann seriöser via XING oder sowas. Da hat man wenigstens noch einen kleinen Mehrwert.

  154. kakoii

    Auch wenn ich mich jetzt selbst zum Opfer des Buzz mache. Wo kann ich die Clips denn nun sehen?

  155. Alexander Trust

    Kennt jemand den Kinofilm, bzw. mittlerweile die drei Teile von SAW? Der erste Teil war zunächst nicht als Kassenschlager gedacht gewesen, sondern eher in Richtung B-Movie vorgesehen. Trotzdem wurde er ein Hit in den Staaten. Die Teile 2 und 3 und generell viele von den Filmen, die danach in den Staaten Horror, Blut oder sonstiges zeigen sollten, sie lassen den Nihilismus hochleben. Es ist lediglich eine Feststellung, die ich vor einiger Zeit schon getroffen habe.

    Wenn StudiVZ nun derartige Spots bestellt, treffen sie zumindest den Geschmack so mancher nihilistischer Zeitgenossen, und das sind nicht wenige.

  156. StudiVZ: virale Kampagne kommentiert - Sajonara.de - Internetmagazin

    [...] dieser Stelle bei off-the-record. Am 01. August wurde gebloggt und prompt von einigen Topbloggern verlinkt. Aufmerksamkeit weckt allerdings Begehrlichkeiten. Schnell wurde der Artikel an jener Stelle [...]

  157. vroni

    @ Alexander

    Es geht hier aber dummerweise um Marketing und nicht um B-Movies.
    Da ist nur die lästige Frage: zahlen Ekelfilme & Kettensägenmassaker (auch wenn sie manchen nihilistischen Zeitgenossen gefallen) auf die Marke ein? Auch virale Sachen sollten das nämlich. Die lapidare Behauptung, es ginge um pure Aufmerksamkeit, stimmt so nicht. Und ich bin froh, wenn solche Sachen langsam als Irrweg oder Irrglaube in die Werbegeschichte eingingen. Weil sie einer sind.

    Andreas Rodenheber meinte zwar in einem Beitrag vorher, solch sinnlos provozierndes Zeug ohne jegliche Inhalte hätte leider immer auch Erfolg, da sehe ich nirgendwo einen Beweis. Kann mir bite einer ein Werber ein Beispiel nennen, in dem reines Ekel-Virales auch Erfolg gebracht hätte. Erfolg im Sinn von mehr Kunden, mehr Intessenten, ich meine die echte Konversionsrate.

    Werbung darf einfach nicht alles, was Kinofilme dürfen.

    Nihilistiches Virales zahlt doch nur wirklich dann auf die Marke ein, wenn die Marke eine nihilistischen Markenkern hat. Hat StudiVZ als Freundefindundhalt-Spassportal einen nihilistischen Markenkern? Sind Provokation bis zum Äußersten, Bosheit, queer Irony, Zynismus und Nihilismus wirklich das Core Asset eines sozialen Netzwerkes, das breit ist und sogar noch breiter werden will?

    Selbst Goths, die nicht breit sind, Foren und soziale Nischencommmunities betreiben, würden das für sich ablehnen.

    Kann mir da echt nur Satanistenzirkel vorstellen :-) Für die kann so ein Viral passen.

  158. Alexander Trust

    @vroni: Virales Marketing muss vor allen Dingen Aufmerksamkeit erzeugen. Rein psychologisch geht es nicht um die Sache, sondern um die Aufmerksamkeit. Der Liter Benzin kostet immer noch nicht 5 Euro und trotzdem hat das die Grünen damals Stimmen gekostet, weil damit Angst geschürt wurde. Angst oder Angetan sein. Wenn man etwas schlecht machen möchte, erzeugt man Angst, wenn man etwas befördern möchte, muss man im Prinzip nur Aufmerksamkeit erzeugen. Manche Kampagnen sind für die Initiatoren manchmal auch nach hinten losgegangen. Ob nämlich ein Seehofer derart angekratzt ist, wie die Informanten es sich wünschten, wird sich zeigen, usw. usf.

    Es geht hierbei nicht um Deutschland. Es wird die Kunden einen feuchten Kehricht interessieren. Ansonsten viel heiße Luft, und die ist wichtig. Siehe SchülerVZ mit Umweltschmutz in Form von Kreidespray und Papiermüll. Big Brother ist nicht verboten worden und im Prinzip wird vieles nicht aufgehalten, solange die Machtverhältnisse, solange die Kasse stimmt. In Sachen Verbot von Killerspielen könnte es in Deutschland sogar eng werden, weil wir eben weniger Nachwuchs haben und damit die Lobby der Käufer schwächer ist, weniger materiellen Druck erzeugt. Aber entscheiden, wie er mit so ner Marketingkampagne von StudiVZ umgehen soll, muss wohl jeder selbst.

    Nihilistisches Virales ist angesagt, weil Nihilismus en vogue ist. Ob die Marke damit was zu tun hat – so denke ich, ist total nebensächlich. Man kann Werbefernsehen schauen oder Printmagazine durchblättern und wird sich oft genug fragen, was hat denn der symbolische Wert der Werbung/Anzeige mit dem Produkt zu tun. Da ist oft kaum eine Verbindung. Es geht nur darum, dem Produkt hip zu machen. Die Nihilisten haben schließlich einen breiten Stand im Amiland und aber trotzdem ganz gewöhnliche Freunde. Die Kampagne könnte in USA in meinen Augen ein mittelschwerer Erfolg werden, einfach weil es genug Leute gibt, die so Rotten und Gore mögen.

    Gibt es auch Argumente, warum Werbung nicht alles darf, was Kinofilme nicht dürfen? Gibt es Gesetze, was eigentlich Werbung ist und was nicht? Das ist mir zu normativ. Ich glaube, du nimmst bei StudiVZ das Wort “Sozial” zu wörtlich. Bei StudiVZ war nie etwas sozial. Der Verkauf an Holtzbrinck war ein Beleg für die Heuschreckenmentalität von Dariani und Co. – Und auch die Worte vor der RTL-Regionalfenster-Kamera von dem SchuelerVZ-Werbefritzen, man wolle das Bildungssystem beeinflussen – also das ist Bauernfängerei für Leichtgläubige. Man könnte das akademische Feld revolutionieren und das wissenschaftliche Arbeiten auf ein neues Level hieven, doch das interessiert StudiVZ nicht, interessierte sie nie.

  159. vroni

    Alexander

    “…wird sich oft genug fragen, was hat denn der symbolische Wert der Werbung/Anzeige mit dem Produkt zu tun. Da ist oft kaum eine Verbindung.”

    Das Hauptmerkmal derartiger Arbeiten mancher Agenturen ist Zeitdruck und der Versuch, schlechte Arbeit nach außen gut zu verkaufen. Es ist Unfähigkeit und Inkompetenz. Es ist nicht: es gehört so.

    Und ich sag dir auch warum. Weil viele Werber es nicht können. Und weil es auch schwer ist. Überschätz doch deren Fähigkeiten nicht, sie haben oft nur eins: ein großes Maul. Ist ihre einzige Rettung derzeit :-)

    Denn viele derartige Kampagnen, bei denen man nicht merkt, was das mit der Marke zu tun haben soll, werden – leider – in großer Eile erzeugt und hergestampft. Ich könnte da voll aus dem Nähkästchen reden. “Quick’n dirty” ist das Zauberwort. Muss aber Leute, die noch leben, schützen, sonst werde ich erschossen :-)
    Ich kenne eine mittelgroße Werbeagentur in München, deren Geschäftsleitung hat in ihrer Verzweiflung, weil es wegen sowas ausgewachsene Kriege zwischen den Kreativen und den etatverantwortlichen Kontaktern gab, einen psychologischen Supervisor eingestellt :-) Das Geld hätten sie vielleicht besser für Strategien gegenüber Knauserkunden verwendet, die ihnen den Hahn für sauberere Arbeit abdrehten.

    Mitarbeiter, die Besseres wollen und nochmaliges Nachdenken plus sauberere Strategien einfordern, gehen in solchen fremdgesteuerten Tempotempo- und Geldverdien-Rädchenwerken einfach unter. Es gilt in vielen Agenturen einfach: noch halbwegs im Kostenrahmen bleiben, sonst schreiben sie Miese. Sie, die ihren eigenen Kunden Sachen stricken wollen, womit diese mehr Geld und mehr Kunden bekommen sollen, sind oft seltsam unfähig in der eigenen Vermarktung ihrer eigenen kreativen Leistungen und der Außenwertschätzung echter kreativer Qualität. Und da es immer weniger Kohle dafür gibt, geht auch oft die Qualität flöten. Idee schlägt Budget, ja doch. Doch für eine gute UND relevante Idee braucht es auch oft: Zeit. Und time is money . Money = Gehalt= Kreativkosten. Ideen fliegen auch einem Kreativen nicht gleich in der ersten Briefingstunde zu.

    Vielleicht ist dir nicht entgangen, dass Werbekunden seit Jahren an der Kostenschraube drehen. Nicht nur an Mediaausgaben sparen (die keine Fixkosten sind, sondern sich rasch in über zweistellige Millionenhöhe multiplizieren, wenn man Reichweite haben will) , sondern auch die Kreativen mit den einmaligen Strategie- und Gestaltungsfixkosten pro Kampagne unter Druck setzen. Alles billig-billig, schnell-schnell. Da bleibt keine Zeit für saubere Hirnarbeit, sondern nur für oberflächlichen Chichi. Und der Werbekunde ist’s auch noch oft genug zufrieden, weil er keine Ahnung hat, was ihm da für Mist verkauft wird und was möglich gewesen wäre.

    “Virales Marketing muss vor allen Dingen Aufmerksamkeit erzeugen.”

    Du sagst es selber: VOR allen Dingen. Es gibt aber denn noch andere Dinge. Das ist in deinem Satz mit drin. Und um das geht es. Sonst könnt ich auch sofort einen viralen Film erstellen (kost ja nicht so die Hölle wie TV), bei dem uns allen die Ohren schlackern und der jenseits von Gut & Böse ist, um für meine eigene Agentur zu werben. Bin sicher, es gibt Werbekunden, denen nihilistisches Zeug gefällt. Dennoch werde ich mir keinen Gefallen damit tun :-)

    “Die Nihilisten haben schließlich einen breiten Stand im Amiland ”

    Die viralen Filmchen waren gedacht für Spanien, Frankreich, Polen und England.

  160. vroni

    Nachtrag: Gedanken von mir zum (wahren?)Markenkern von studiVZ:

    Du sagst:
    “Bei StudiVZ war nie etwas sozial. Der Verkauf an Holtzbrinck war ein Beleg für die Heuschreckenmentalität von Dariani und Co. – Und auch die Worte vor der RTL-Regionalfenster-Kamera von dem SchuelerVZ-Werbefritzen, man wolle das Bildungssystem beeinflussen – also das ist Bauernfängerei für Leichtgläubige.”

    Ein Markenkern setzt sich aus Vielem zusammen, die Mentalität der Geschäftsführung, oder was sie vorgibt, zu wollen (Ziele) ist nur ein Teil davon.

    Eine Marke setzt sich aus vielem-vielem zusammen: nicht nur aus Behauptung von heuschreckigen oer nichtheuschreckigen Vorständen, sondern aus mehr: z.B. der Innenwahrnehmung der Mitarbeiter, der Außenwahrnehmung de Öffentlichkeit, der Wahrnehmung ihre Nutzer oder Kunden, der Wahrnehmung ihrer Seele, last not least auch der Optik des Corporate, des Aussehens der Mitarbeiter.

    Diese T-Shirttragende Turnschuhführung plus ihre ebenso lockere Partyklientel der Kunden symbolsieren einfach den Markenkern Lässigkeit, Frechheit, Sorglosigkeit, Attitüde.

    Und SchülerVZ hat zwar den gewünschten Markenkern Bildung, der haut aber nicht hin, weil er aufgesetzt ist und nicht echt. Existiert nicht.

    Aber wo pidde haben beide den Markenkern Nihilismus (“nicht existiert wirklich, es ist eh alles wurstegal, nichts hat Sinn, nichts Folgen”.) Die studieren und arbeiten tatsächlich, haben Beziehungen, bemühen sich anerkannt zu sein und zählen eifrig ihre Freunde.

    Der Markenkern ist eher: Attitüde.

  161. Andreas Rodenheber

    @ Vroni
    Ich sagte, dass Aufmerksamkeit und tatsächlicher Nutzen auf zwei verschiedenen Pappen stehen. Aber viele Kunden stehen eben schon kurz vor dem Orgasmus, wenn sie überhaupt Aufmerksamkeit kriegen. Ist ja auch stehende Rede hier bei sämtlichen Virals, die negativ besprochen werden: früher oder später kommt immer einer in den Kommentaren vorbei, der sagt, was wollt ihr denn, ihr schreibt ja drüber, Aufmerksamkeit, Multiplikation, bad news is good news, also war’s ein Erfolg.

    Ein Kurzschluss, der scheinbar in so vielen Köpfen zündelt, dass er kaum wieder auszurotten ist.

  162. vroni

    Orgasmus :-)))

    Oja. Erfolg kann man natürlich auch so definieren, dass man überhaupt beachtet wird. Am besten ich stell mich jetzt naus auf’d Straß mit bekloppten Klamotten oder auch ganz ohne, dann hab ich auch Erfolg :-) Bin mal gespannt, ob dann ein Flaneur vorbeikommt und sagt, es wird immerhin über mich geredet, also hätte ich Erfolg.

    Zu den Virals:
    Wenn man dramaturgisch eine zweite Ebene eingebaut hätte, ein sichtbarer Kontext geschaffen worden wäre, der klar macht, dass es den Markenkern “Attitüde” meint und nicht echtes, das wärs gewesen.
    Leider hat so die verwackelte, schnelle Reality-Bericht-Optik einer ackelkamera und der schlechten Auflösung wie bei einer Lifeaufnahme einen anderen, allzu echten Eindruck hinterlassen. (Ich habe die Filme gesehen). Die Extremitäten hätten deutlicher künstlich aussehen müssen, etc. Einzig das fette Mädchen im anderen Film war deutlich künstlich in dicke Kissen eigabaute und mit krass blöder Perücke. Nur danach wieder; die Dramaturgie hatte arge Mängel, die Message war nicht sich selbst nicht ernst nehmen, sondern echter Hass auf Dicke.

    Wer behauptet, es sei dennoch witzig und ironisch gewesen, da krass, verwechselt da was. Er geht von seinem eigenen inneren Kontext aus, seine eigene Sicht von innen, die weiß, was studiVZ ist und ausmacht (die Foren zu dem Vegetarierthema heißen zwar komisch, sind aber wirklich eher harmlos).

    Das wissen jedoch frische Adressaten aus Frankreich oder Polen nicht. Die sehen lediglich ein recht echt wirkendes Schlachtprogramm. Der Attitüde-Kontext muss aber für andere, Neue sichtbar sein. Wird oft von Laien falsch gemacht, ihr eigenes Vorwissen zu unterschlagen, wenn sie eine Idee für andere visualisieren. So kriegen sie kein saubere Pointe und der Inhalt wird missverstanden. Aber ich hätte nicht gedacht, dass eine Agentur das vergisst.

    Meister in diesem handwerklichen Bereich sind und bleiben die Monthy Pythons. Bei ihnen spritzt das Blut (z. b. schwarzer Ritter bei Jabberwocky), dermaßen krass und künstlich wie C-Rohr aus seinen abgeschlagenen Extremitäten, der Dialog des Verstümmelten, der nicht einmal mehr laufen kann, ist dermaßen albern: du wirst sehen, ich gebe nicht auf, du wirst noch von mir hören…, dass es wirklich ironisch rüberkommt.

    Arsmedia muss noch ein wenig üben.

    Den gleichen Fehler der Sicht von innen und er ungenügenden Aufbereitung hat auch Dariani gemacht mit seiner Völkischer-Beobachter-Einladung. Aber der war keine Profi-Agentur, die es besser können muss. Ist keine Entschuldigung für seine arge Geschmacklosigkeit, das will nur sagen, dass das Terrain eines solchen Genres sehr dünn ist und diesen Spitzentanz beherrschen nicht viele.

  163. Alexander Trust

    @vroni: Wie ich zum StudiVZ stehe ist eine Sache. Aber folgendes kann ich nicht ganz teilen. Du schreibst:

    “Das Hauptmerkmal derartiger Arbeiten mancher Agenturen ist Zeitdruck und der Versuch, schlechte Arbeit nach außen gut zu verkaufen. Es ist Unfähigkeit und Inkompetenz. Es ist nicht: es gehört so.”

    Wer ist in diesem Fall die Isntanz, die das bewertet? Ist ein Buch von Dieter Bohlen, dass sich öfter verkauft hat als viele anderen schlechter? Ich meine, wo liegt der Maßstab und wer legt ihn fest? Ich habe halt meinen eigenen Geschmack, und in der Summe gibt es sowas wie gesellschaftliche Ideale, nur “es gehört so” ist nicht verifizierbar. Was sich wie gehört, das ist ständig im Wandel begriffen. Die älteren Kader sagen immer und zu jeder Zeit: Die Jugend von Heute, usf. – Eine Grammatik ein Knigge… alles nur mehr oder weniger Zeitdokumente und keine Werke mit universalem Anspruch. Es gibt auch Leitfäden für Journalisten und so gibt es sicherlich auch welche für Werbefachleute, nur letztendlich wird es immer auch Neuerscheinungen geben, und es sind dann eher Grabenkämpfe, zwischen denen, die noch das Sagen haben und jenen, die vielleicht gerne mehr Mitspracherecht hätten, ein guter Vergleich: Blogger vs. Journalisten. Ich halte Diskussionen nicht für sinnlos, aber eine normative Position werde ich zu keiner Zeit einnehmen, und das Zitat von dir wirkt auf mich sehr normativ.

    Was genau meinst du mit derzeit? Der gesellschaftliche Wandel müsste sich umkehren, damit wir gewissen Tugenden von annodazumal heutzutage wieder hoffähig machen könnten. Da hat aber schlecht ein einzelner Einfluss drauf. Angenommen, man möchte unterscheiden zwischen guter und schlechter Werbung. Welche Faktoren unterscheiden dann diese? Angenommen man unterscheidet zwischen Belletristik und Trivialliteratur. Kulturelles Kapital ist erforderlich um Belletristik wertschätzen zu können. Aber selbst ein tiefsinniges, mehrschichtiges Werk hat eben nur diese Eigenschaften anzubieten. Niemand kann doch objektiv beurteilen wollen, und sagen… die Komplexität ist das Bessere, im Vergleich zur Einfachheit. Man könnte den Spieß ja genau rumdrehen und meinen, ach ja, weil’s so schon eingängig ist, kann man es viel eher konsumieren. Ich würde da nicht den Richter spielen wollen zwischen Gut und Böse.

    Kohle muss nichts mit Qualität zu tun haben. Sehr simple Ideen können relativ kostengünstig umgesetzt werden und ne Menge Erfolg garantieren. Doch bedarf es eben des Verständnisses der Mittel und Wege. Die Botschaft muss transportiert werden, wenn es eine gibt. Wenn die nämlich nicht ankommt, dann wirkt Werbung nicht. Wenn ein Werbespot im Prinzip allerdings keine Botschaft hat, kann er nicht viel verkehrt machen, außer eben möglichst kontrovers, auffällig oder sonst wie sein zu wollen.

    Die Briten sowieso, aber auch die Franzosen haben in ihrer Kinokultur “Purpurne Flüsse” z. B., ebenfalls Anzeichen von Nihilismus aufscheinen lassen. Vielleicht kommen Nietzsches Voraussagen zum Tragen und es ist eben gerade jetzt die Zeit dafür. Who knows it?! Polen ist je nach Landstrich sehr amerikafreundlich und erlebt einen McDonalds-Kulturschock. Das, was konservativ ist oder das, was als liberal gilt – also diese Dinge verändern sich ebenso mit der Zeit. Man kann in Amerika feststellen, dass durchaus konservative Bevölkerungsgruppen sich vom Nihilismus angetan fühlen. Gore und Attraction beißen sich nicht mit Patriotismus und Waffenliebe. Wobei das sehr oberflächlich gedacht ist. Aber ich möchte möglichst plakativ bleiben.

    Die anderen Dinge, die es noch gibt, die werden doch von der Zielgruppe vorgegeben. Es bringt nichts, eine Werbeaktion komplex zu gestalten, wenn die Rezipienten damit überfordert wären. Ist zumindest meine Meinung. Man kann auch Texte aufplustern und noch schön schreiben, etc. – aber mitunter verkleinert man dann sogar den Kreis der Empfänger, weil nicht gar so viele für Schönschreiberei empfänglich sind.

    Wie schaut denn die Innenwahrnehmung von den StudiVZ-Mitarbeitern aus? Irgendwo zwischen Spaßveranstaltung und Drückerkolonne, aber never ever sozial veranlagt. Die Campus Captains waren gerade solche, die immer in sind, die immer auf Parties gehen, weil sie’s können, die die Rosinen im Studentenleben schmecken können. An Bildung hat dort kaum jemand gedacht und kommuniziert haben sie es dann auch nicht. Und von den Mitarbeitern, die dort sonst noch im Berliner Bonker sitzen – man wird sich als Ehssan und Co. damals bestimmt keine Leute angestellt haben, mit denen man menschlich nicht zurecht kommt. Damit es allerdings harmoniert, werden diese vom selben Schlag sein. Manche haben es vielleicht auch als Herausforderung angesehen und wollten sich selbst beweisen in einem Metier. Als ich den Ausspruch bei der SchülerVZ-Kampagne hörte, man wolle das Bildungssystem beeinflussen, dachte ich – hört hört, noch mehr heiße Luft. Es sind ja die Nutzer im VZ, die sich Mittel und Wege im VZ gesucht haben, um irgendwas zu organisieren. Büchertausch, etc. pp. – Aber man kann technisch so viel realisieren, um es den Leuten im akademischen Feld und eben auch schon im Schüleralltag leichter zu machen. In meinen Augen hat man bislang nur noch dazu beigetragen die Motivationsfalle Bildungssystem so wie sie sich darstellt zu verstärken. Man kriegt es nicht hin, Bildung als etwas Tolles hinzustellen, sondern hat nur unter dem Deckmantel möglichst viel Spaßgesellschaft feilgeboten. That’s it. Man könnte sich mit Schulbuchverlagen, Ausbildungszentren, Anbietern von Lernsoftware, etc. zusammentun, interaktive Lösungen zum Lernen in der Gruppe, Dokumentenaustausch usf. sich überlegen. Das würde dem Netzwerk nicht schaden, vor allem nicht langfristig, wenn aus den einstigen Studis manchmal sogar Akademiker geworden sind.

    Die Mentalität wurstegal ist vielen Mitgliedern eigen. ;) Das ist in meinen Augen allerdings ein allgemeines Prob… Phänomen. Das haben sie erkannt und entsprechend auf smalltalk und Spaß umgesattelt, bzw. immer schon auf diese Pferde gesetzt.

  164. Patrick Breitenbach

    @Alexander Trust: Wenn es niemanden gibt der normativ voranprescht werden wir schneller bei Nietzsche sein, als uns allen lieb ist. Ein einfaches “Let go” ist fatal. Ich glaube auch nicht, dass die 1 Mio. StudiVZ Nihilisten sind. Ich glaube, dass das aktive Management von Nihilismus und Selbstüberschätzung geprägt ist. Hat schonmal jemand sich das Profil von Essan durchgelesen? Man könnte fast meinen “Heute die Welt, morgen das Sonnensystem”.

    Und: Meines Erachtens gibt es gewisse Naturgesetze und Eigenschaften, die der Mensch im Laufe der gesamten Evolution beachtet hat. Eines davon ist “Mitgefühl”. Wenn uns das verloren geht (und das tut es je mehr es solche Gewalteskapaden in die Werbung getragen werden – das ist ein ziemlich neues Phänomen), dann sieht es wirklich übel aus. Aber die meisten Nihilisten konvertieren ganz ganz schnell sobald sie merken, dass sie und ihre Mitmenschen eben nicht unverletzbar oder unsterblich sind. Allerspätestens wenn sie Kinder bekommen. Ich zähle das ganze mal zu jugendlichem Übereifer. Das heißt jetzt auch nicht, dass wir wie die Moralapostel selbstgeißelnd durch die Gegend laufen. Nur eines können wir sicher nicht. Uns über Klima, Bush, Kriege etc. aufregen und auf der anderen Seite so tun, als komme das aus den Untiefen der Hölle. Jeder Einzelne kann die Welt mitgestalten und jeder Einzelne tut es. Sogar die sog. Nihilisten tun es. Sie haben mehr Einfluss als sie vielleicht denken und das ist das traurige.

    In einem stimme ich dir zu, man muss mehr tun als nur zu lamentieren, wobei das Lamentieren an sich schon sehr wichtig ist. Jetzt muss nur noch der eine oder andere einen Schritt weitergehen. Wir sind jedenfalls dran.

  165. Patrick Breitenbach

    @Alexander Trust: BTW, ansonsten ein schöner Kommentar von dir, der viele richtige und wichtige Dinge anspricht.

  166. Alexander Trust

    Ich möchte auch nicht den Common Sense missen, und es gibt einen Weg neben der Normativität. Ein Common Sense entwickelt sich ohne jemanden, der pedantisch immer auf seinen Standpunkt beharrt. Wir werden auch den Nihilismus überleben, vielleicht ist er so etwas wie eine Generalüberholung, eine Kur für unsere Gesellschaft. Jeder hat die Möglichkeit, egal ob Nihilist oder nicht, ein wenig Verantwortung zu zeigen. Und da ich ein Anhänger der kanadischen Medientheorien bin, denke ich überdies, dass wir noch ne Weile mit dem Nihilismus werden auskommen müssen, weil wir derzeit dabei sind, Formen von Medien auszuprobieren, die ihn befördern. Es wird auch wieder anders kommen, weil wir sonst in einer Sackgasse landen, und der Mensch nie in einer Sackgasse landen möchte, sondern immer höher, schneller, weiter möchte. Danke für die Blumen, aber ich hab nur in Worte gefasst, was ich denke. :)

  167. Patrick Breitenbach

    Eben. Und ein Ausdruck für Verantwortung ist eben auch eine gewisse Verteidigung von eigenen Normen und Werten. Das hat erstmal nicht viel mit Starrsinnigkeit zu tun. Ich eifer der Therorie der gestaltenden Kommunikation und Imitation nach. Ich glaube, dass Kommunikation unser Weltbild formt und dass wir durch Imitation lernen und weitervererben. Daher ist es umso wichtiger bei solchen Dingen Grenzen zu ziehen. Je starrsinniger das geschieht, desto mehr Gegenwehr, das ist klar. Es muss daher eine Mischung aus Verständnis und Aufklärung geschaffen werden, vielleicht ohne den großen Zeigefinger. Daher habe ich auch meinen Angriff gegen alle StudiVZ-User bitter bereut. Das war daneben und kontraproduktiv.

  168. Andreas Rodenheber

    Meine ganz persönlichen Anwandlungen von Nihilismus enden immer ganz schnell, wenn ich mir klar mache, dass es hier nicht um l’art pour l’art geht, sondern um sehr reale Marktanteile und sehr reales Geld, das sich einige Leute mit breitem Grinsen in ihre Taschen stecken möchten.

    Wäre ich ein zwanzigjähriger Marktteilnehmer zwischen Mensa und Vordiplom, würde ich mir deshalb sehr wohl überlegen, ob ich deren feuchte Welteroberungspläne unterstützen möchte und schaute mich beizeiten nach Alternativen um. Dabei fände ich vielleicht auch nur lauter einäugige Anbieter, aber diese Zyklopen wären mir vermutlich allesamt dennoch lieber als die ethisch Blinden von StudiVZ mit ihrem notorischen Nachpubertäts-Zynismus.

    Und bewegen könnte ich durchaus etwas, wenn ich mit dieser Entscheidung nicht alleine bliebe.

  169. doctea

    Weder oral noch anal – einfach nur: banal & peinlich.

  170. vroni

    @ Alexander

    Ich komme mir jetzt so vor, als hätte ich das StudiVZ mit seinen Benutzern hochgelobt:-) Nicht anders kommt mir deine engagierte Antwort vor.

    Bevor wir weiter mit -ismus Bezeichnungen rumetikettieren :-), ich glaube einfach, dass die Mehrheit dieser Studenten eben nicht echt nihilistisch unterwegs ist, sondern nur tut als ob. Ich halte daran fest, dass sie die Attitüde pflegen, echt ist davon nichts.
    Parties sind in der Mehrheit auch tun als ob Veranstaltungen, wo eine Spassmaske aufgesetzt wird. Kaum daheim ist das Getue abgelegt.

    Es geht auch nicht zusammen, wieso sie denn gleichzeitig nihilistisch und Spassgesellschaft sein sollen. Ein waschechter Nihilist hat keinen Spass mehr und macht kein Spass. Das “Lustige” an nihilistischer Attitüde ist doch gerade, dass man eben noch Werte hat, die launig gebrochen werden. Hätte man sie nicht, würde niemand dieser Attitüdoren den Witz an diesem aufgesetzten Nihilismus erkennen.

    Ich weigere mich auch, sie alle als ethisch Blinde in einen Topf zu werfen, nur weil ihre “Anführer” sich grauenvoll pubertär aufführen.

    Nochmal (weil ich glaube, falsch verstanden worden zu sein):
    Du sagtest:
    ““…wird sich oft genug fragen, was hat denn der symbolische Wert der Werbung/Anzeige mit dem Produkt zu tun. Da ist oft kaum eine Verbindung.? Ich meinte wirklich in meiner Antwort, dass man die Tatsache, dass da draußen immens viel Werbung kursiert, die den Zusammenhang zwischen Kreation und Aussage nicht erwischt, nicht als Naturgesetz hinstellen sollte, dass Werbung dann halt mal so ist. Weil die Rezipienten so seien.

    Das halte ich für eine gefährliche Einstellung und zwar die über die Rezipienten. Gar noch nicht so lange her, da hielt man in der Werbung die beworbenen Menschen draußen für dumm, daher dürfe man dumm und einfallslos werben, es sei sogar richtig so. Jetzt hält man sie für moralisch bescheuert, also dürfe man jeden zynischen Quark über sie ausschütten, sie wären halt so unterwegs und Werbung spiegele sie. Eine Generalabsolution für dumme, billig und hastig hergestellte Werbung.

    Es kann sein, dass der mediale Eindruck entsteht, dass die Menschen so seien, aber sind sie das wirklich? Ich glaube eher an selbstverstärkende Mechanismen: dass man nur die Leute wahrnimmt, die sich so aufführen und das man das dann für einen Zeitgeist hält. Last not least schreiben Journalisten gern voneinander ab und verstärken das noch mehr. Ich glaube daher nicht daran, was in der (online-)Zeitung steht :-) Daher halte ich mich auf vor moraltropfenden Angriffen gegen “nihilistische” und “normlose” Studenten zurück, wenn ihre “Führung” Mist baut. Es sind eher Mitläufer, die sich gar nichts denken (auch blöd, klar), die müssten auch erst im Wiki nachschlagen, was denn Nihilismus sei.
    Mitläufer sind oft ein Problem, weil sie eben bei was mitmachen, was nicht in Ordnung ist. Ich komme aber ziemlich sicher nicht an sie ran, wenn ich sie hart mit Anklagen konfrontiere.

    Die Viralfilme sind ein zusätzliches Thema für sich: waren einfach superschlecht und bitterernst-blöd gemacht, keine Ebenen, in denen Deutungsmöglichkeiten angeboten werden, kein Plot, die deren “Lebensgefühl” der ironischen Attitüde irgendwie rübergebracht hätten. Daher fielen die so gewaltig durch bei denen die sie gesehen haben. Dämlich gemacht. Ich fand sie auch riesigen Mist.

    Über Tarantinos “Pulp Fiction” oder “From Dust till Dawn” regt sich deswegen kein Mensch auf, weil diese Filme klar rüberkommen, dass sie das gewalttätige Genre zwar als Vorlage nehmen, aber gegen den Strich bürsten.

  171. Notizblog No.31 : slidetone.blog

    [...] Kommentare and counting… dieser hier ist mein Lieblings-Kommentar der Woche: Wir “Alten? sollten den Kindern in erster Linie [...]

  172. vroni

    Shelljugendstudie 2006 und Werteorientierung:
    shell.com/home/conte...

    Nix Nihilisten, “die Jugend von heute” hat ein stabiles Wertbewusstsein: “Das Wertesystem der Jugendlichen weist insgesamt eine positive und stabile Ausrichtung auf. ”

    Es kann eher sein, dass Verwerfungen in der öffentlichen Wahrnehmung ein Jungsproblem sind, sich so aufzuführen (Auszug aus der Studie):

    “Mädchen und junge Frauen sind auch 2006 wie bereits 2002 das wertebewusstere Geschlecht. Übergreifende Lebensorientierungen wie das Umwelt- und das Gesundheitsbewusstsein sowie das soziale Engagement sind für sie wichtiger als für Jungen und junge Männer. Das betrifft auch die Bewertung der sozialen Nahbeziehungen (vor allem bei Familie und Partnerschaft), das Achten auf die eigenen Gefühle sowie die Bewertung von Sekundärtugenden (besonders Ordnung und Sicherheit). Männliche Jugendliche setzen diesem weiblichen Wertebewusstsein, das soziale Bindungen und Normen besonders betont, ein konkurrenz- und wettstreitorientiertes Lebenskonzept entgegen.”

    Wenn ich das jetzt ohne die Shellstudie im Rücken gesagt hätte…

    Meine weitere persönliche Schlussfogerung aus der Shellbeobachtung, dass junge Männer, was Werte betrifft, Mädchen gegenüber weniger ausgeprägt seien: Es wird sich vermutlich dann etwas bei jungen Männern und ihrem Verhältnis zu Normen ändern, wenn sie mal Kinder oder Familie haben…

    Bis dahin (wenn überhaupt, denn die Verantwortung von Familie wird durch Ausbildung und wirtschaftliche Unsicherheit verständlicherweise von jungen Männern immer weiter hinausgezögert) haben sie eher ein “konkurrenz- und wettstreitorientiertes Lebenskonzept” als eins, das soziales Miteinander, Einfühlung und Anstand für wichtig(er) hält.

    Meine persönliche Schlussfolgerung (die niemand mit mir teilen muss, pidde) ist: Junge Geschäftsführer Mitte 20 sind für mich häufiger als Ältere ethisch UND geschäftlich unreif wie Hacke, weil sie sich öfter als Ältere (von dene es auch genug Unreife Krischperl gibt, keine Frage) nicht um Normen scheren und brauchen eine Art von Kontrolle. Empfehle erfahrenen Businessangel bei Jungstartups. (Abern icht grad den Darinai, der derzeit nach Meldungen auch angeblich den Businessangel geben will, das hieße prächtigst den Bock zum Gärtner machen :-) )

    Ich persönlich als kleiner Designer fürchte sogar Junggründer ein wenig, hatte kürzlich einen zu betreuen. Der war über die Maßen uneinsichtig und beratungsresistent, verstand auch nach zig klugen Argumentationen immer noch nicht, weshalb die öffentlich Darstellung von Leistungen, auch PR- oder Werbekommunikation zumindest einen wahren Kern haben sollte. Er war zu allem Lug und Trug bereit, Hauptsache, es kämen Kunden. Dieser Auftrag war für mich ein Kreuzweg und ich hatte ihn ihm zweimal erbost aufgekündigt, mit der Bitte um Einstellungsänderung, sonst könne ich nicht weitermachen. Ein befreundeter Webdesigner klagt recht über Startups, es sei schwer mit ihnen zu arbeiten, weil sie hundertpro von sich überzeugt sind.

    Ich will garantiert nicht alle Startups und junge Gründermänner vedammen, aber ich persönlich bevorzuge anstandsmäßig halbwegs gefestigte Unternehmer. Von denen krieg ich wenigstens mein Geld…

  173. Freddy

    @ vroni und die anderen PhilosophInnen

    Puh, meine Güte, bitte, schreibt doch einfach ein Buch, vielleicht kauf ich mir das dann sogar, wenn ich mal einen garantiert verregneten 4-Wochen-Urlaub in Nord-Norwegen vor mir habe.

    Das Thema ist doch langsam wirklich mal ins Koma gefallen. Bis es (vielleicht) mal wiederbelebt wird durch

    a) den Fall, dass StudiVZ die Geschichte tatsächlich auf die Netzreise schickt (mittlerweise existiert der ganze Skandal ja nur noch vom Hörensagen) oder

    b) sich einer der Verursacher aus der sympathischsten Agentur Deutschlands mal zum Thema meldet.

    Bis dahin ist das doch alles egal. Nennt das Nihilismus, mir auch egal. Aber da s hier ist alles echt nur noch öde.

  174. Patrick Breitenbach

    Ach Freddy, ich bin immer wieder über solche Kommentare wie deinen hier erstaunt. Da macht sich doch einer die Mühe und liest 173 Kommentare und schreibt dann mehrere Absätzen (und auch noch in ganzen Sätzen), wie langweilig er das hier alles findet. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, als sei dir eigentlich ständig langweilig, denn sonst würdest du

    a) den ganzen Scheiss hier nicht durchlesen und

    b) dir nicht noch die Mühe machen und ausgiebig umschreiben, wie langweilig du das hier findest.

    Vielleicht stört dich aber auch irgendetwas anderes an der Diskussion (darauf tippe ich eher), wie dem auch sei, mach es doch einfach wie die anderen Gelangweilten da draußen: Einfach ignorieren. Falls dir doch nicht langweilig sein sollte, dann erzähl doch mal was dich wirklich bedrückt.

    Lieben Gruß nach Hamburg
    einer der Philosophen

  175. Freddy

    @ Patrick

    Ich nehme alles zurück. Dennnnn – die Virals sind wieder bei Youtube zu bewundern, zumindest eins:

    youtube.com/watch?v=...

  176. Patrick Breitenbach

    @Freddy: Ich wusste es doch. Dir ist permanent langweilig!

  177. Freddy

    @ Patrick

    Du hast vollkommen recht. Ich würde ja gern auch lieber draußen spielen.
    geht aber nicht. Aber wenn mein funkensprühender Esprit hier unerwünscht ist, geh ich rüber zu OTR. Da ist der Spießer gerade mit einem Kracher um die Ecke gekommen, gegen den deine menschenfressenden Schweine ziemlich blass aussehen.

  178. Roland

    wtf, freddy, gut jetzt. Dein “funkensprühender Esprit” braucht in der Tat fachlichen Input. Gibt´s auch bei den Kollegen, klar.

  179. Patrick Breitenbach

    Jetzt lass Freddy doch, ich wusste gar nicht, dass seine Agentur so wenig zu tun hat. Das nächste Mal bitte darauf achten, anonymer die kostbare Bürozeit zu opfern. Langeweile zu Hause kann ja noch angehen, Langeweile in der Agentur? Hmm …

  180. vroni

    Jaja Freddylein.
    Das waren noch Zeiten als Künstler, Kracher und Konsorten selber was losgemacht haben, etzert tigern sie im Internet rum und maunzen den Mond an.
    Als ich Agenturangestellter war und wir hatten Sommerloch, habe ich mit dem Texter abartige Mottoparties ausgeheckt, wir warteten aber ganz sicher nicht auf Schweine, sondern auf das gecrunchte Eis für den pangalaktischen Gonnergurgler :-)
    Die Cheffes fandens goil.

  181. roccen

    Wie zufällig erscheint einige Tage später ein Spiegel Online Artikel zum Thema:

    Gruppen im StudiVZ: “Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg” spiegel.de/unispiege...

    Zufälle gibt es :)

  182. Patrick Breitenbach

    @roccen: Danke für den Link. Tja. Zufall oder die PR scheint auch nicht gerade zu schlafen. Wer macht die eigentlich für StudiVZ aka Holtzbrink? Weiß das zufällig jemand?

  183. tim

    Hab den Link auch gerade gefunden. Wahres Lehr- und Glanzstück der PR-Agentur. Viel mehr zeigt sich aber für mich, dass die Redakteure und Online-Redaktionen immer noch blind, taub und ignorant gegenüber der Blogosphere sind. Es sei denn, es gibt einen kleine Jungen aus den Staaten der Schildkröten mag: spiegel.de/netzwelt/...

    Für sowas bleibt Zeit, für kritische Berichte wohl kaum.

    Fatal, vor allem weil in dem Artikel die folgende Gruppe auch noch belustigend aufgezählt wird:

    “Dicke Kinder sind schwerer zu kidnappen”

    Any Questions? Aust, bitte übernehmen Sie!

  184. Paul Buchhorn - Online Marketing News

    naja, wer es nötig hat solche kampagnen zu fahren, hat meiner meinugn irgendwelche probleme. gesunde unternehmen würde so ein dreck nie durchziehen.

  185. vroni

    @ Paul Buchhorn

    Genau so ist es. Eine andere als diese vernichtende Erklärung gibt es nicht für die Filme.

  186. Sandra

    @freddy:
    also, dein link führt zu einem schön harmlosen “Schweinefütterungs-Video” – einfach nur futternde Schweine, auch ganz nett, und nicht so ganz off topic, ABER, willst Du uns vergackeiern?
    Bitte nicht!

  187. Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Verschwundene StudiVZ Spots

    [...] nun wirklich jeder sich sein Bild von den Holtzbrinck bezahlten Spots für StudiVZ (produziert von ARS Interacitve) machen kann, hat Lanu auf boocompany den ersten der Spots [...]

  188. Viel Lärm um nichts - StudiVZ und die Ekelspots

    [...] gebe ich dem Werbeblogger absolut Recht und finde das ganze [...]

  189. Die berühmten StudiVZ-Videos. Mein Statement. « Patsy Jones ::: Nippifippi hell yeah

    [...] Diskussionen darüber kann man u.A. beim Werbeblogger oder bei off the record (Hier begann das, soweit ich es mitbekommen habe)  [...]

  190. Norman

    Werbung vom goldenen Hirschen rechts und links ARS Bashing, komm du bist doich bezahlt worden.

    Zum Thema: Ich hab schon weit schlimmere Spots und Werbung gesehen, wie viele andere. Filme in denen Menschenfleisch gegessen werden gibts in A B und C movies. Bei denen geht es aber manchmal tatsächlich um den Akt des Essens, der ist wohl bei den Spots jedem (nach-)denkenden Menschen nicht in den Sinn gekommen.

    Das Ganze ist doch nur ein witzloses geheische nach Visits seitens mancher Blogger, oh wie schlecht

  191. Patrick Breitenbach

    @Norman: Klar sind wir bezahlt worden. Für die Anzeige der Hirschen. Das sogenannte Bashing ist kostenlos und leider völlig unabhängig von der Werbefläche, da redaktionell. Können uns leider keine Anwälte leisten, daher setzten wir das Wort anders ein.

    Klar gibt das Visits. Wir wollen den Virus ja auch herzlich willkommen heißen. Viren wollen doch Visits erheischen. So kriegen sie welche. Wo ist plötzlich das Problem? Funktioniert doch prima die virale Werbung.

    Achso. Es entspricht nicht deiner Meinung und es passiert nicht auf deinem Blog. Tschuldige, dass wir dich nicht vorher um Rat gefragt haben. Der nächste Virus gehört dann gerne dir.

    Hmm hat man schonmal jemand was schlimmeres als einen Selbstmord gesehen? Hat man schonmal schlimmeres als eine Folterung gesehen? Alles wohl eine Frage der Abgestumpftheit und wohl kaum durch dein Argument auch nur ansatzweise nachvollziehbar.

  192. Kopfschüttler

    …und heute in der W&V, Ausgabe 33. Schon gesehen?

  193. Abzocke 2.0 at PROVOAKTION

    [...] von Visual Blog, vielleicht sind die Jungs ähnlich bei Mister-Wong “involviert” wie Off-The-Record bei Holtzbrinck?? Und wo wir schon bei Holtzbrinck sind: Nach der Pleite mit den “viralen” Spots [...]

  194. Neue studiVZ Variante? - Der Marketingblog zu akpix.de

    [...] kann ich mir diesen Schritt, der nach reichlich schlechter PR, vielen Faux-Pas und einer – in meinen Augen – ziemlich bescheidenden [...]

  195. Lasse

    Jeder kann StudiVZ Profile einsehen, abspeichern und auswerten.
    Es sind mehr Nutzer registriert als es Studenten in Deutschland gibt. Für mich ist klar, dass die Plattform durch die Anonymität des Internets immer niveauloser werden wird.

    Die Ausgrenzung aller Nicht-Studenten ist auch so eine Sache

  196. Mark

    Solche Portale sind wirklich lächerlig und ich bin gespannt was da noch kommen wird!

  197. Zahlen und Statistiken zum Werbeblogger 2007 | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Zahlen und Statistiken zum Werbeblogger 2007

    [...] also immer noch ;-)) 2. Da ergibt Safer Sex erst richtig Sinn (…weil Sex im Titel steht?!) 3. StudiVZ: Oral oder anal? (Klar, das Social Network ist gerne ein Thema der Blogosphäre) 4. Klare Kommunikation kann [...]

  198. Hochtage für den Blumenhandel | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Hochtage für den Blumenhandel

    [...] nationalen oder internationalen Verbreitungsportalen aufgetaucht? Oder soll dieser Spot erst “viral werden” über klassische PR-Kommunikation?! Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): [...]

  199. studiVZ/meinVZ Werbespot | Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » studiVZ/meinVZ Werbespot

    [...] Involvement betrifft. Ganz und gar unaufgeregt kommt auch dieser neue Werbespot daher, der diesmal ohne Gewalt, Menschenverachtung und Schweinepest daherkommt (wobei viral wirkt der sicherlich [...]

  200. NRW Martin

    Und warum sollte das nicht so sein?
    Werbespot hin oder her … “oral oder anal” Schon alleine der titel…
    MfG

  201. 60csx

    Erst neulich kam wieder ein Bericht bei Stern TV über StudiVZ, da ging es um die fragwürdigen Gruppen!
    MfG

  202. Geheim

    Das Studivz ist genau das richtige für die Bekloppten, die sich an Sendungen wie “hot or not” aufgeilen und sich selbst gerne zur Schau stellen

  203. Chino

    Der Blog Eintrag ist zwar schon etwas älter, aber konnte es mir trotzdem nicht verkneifen, ich bin der Meinung, man sollte die Finger von solchen socialnetwork Seiten lassen, da sie einfach nur unsicher sind und man gestalkt werden kann, in letzter hört man immer häufiger das Wort stasivz :o

  204. Nike Free Run

    Nike Free Run…

    StudiVZ: Oral oder anal? (Update) | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv…

Eure Kommentare

Feed
  • Tom: Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ein guter Texter oder auch Grafiker meistens besser verdienen als bei gehalt.de geschrieben....
  • WERBOU: Ich denke es ist in der Werbebranche sehr unterschiedlich. Gerade was in Sachen Grafik geht, wird meistens der Preis ziemlich gedrückt, was...
  • Thomas Beichel: Wirklich geschmackvoll ist der Werbebanner wirklich nicht, aber jede Werbeagentur wird ihnen recht geben, denn die Werbung erfüllt...
  • Sebastian: Was ich nie verstehen werde warum die nicht wirkliche Kulanz walten lassen. 10€ Guthaben tun dem Anbieter nicht weh.. für ihn bedeutet...
  • Roland Kühl-v.Puttkamer: Nein, tot nicht, wir leben und arbeiten ja alle und auch der Werbeblogger ist online ;-). Für die nähere Zukunft der...
  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
  • Gatzetec flashlights for friends: Wir denken der Auftrag wurde erfüllt. Gute Werbung für das Produkt und man schaut zweimal hin :-) Gibt es...
  • Detlef Arndt: Als Marketing Experte müsste man auch wissen, warum das so ist. Angebot und Nachfrage sind hier nicht im Einklag. Klare Sache. Daher...
Adscene: The Kaiser Report
Werbeblogger Late Night Podcast
Werbeblogger Podcast auf iTunes abonnieren



Wordpress-Blogsoftware
blogoscoop