29.07.07
17:49 Uhr

Banner bannen

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Wir ihr ja schon wisst…Ich mag keine zugeklebten Litfasssäulen, erst recht nicht auf Web-Sites. Wenn die Balance zwischen Content und Werbebotschaft kippt, bin ich weg, auch oder gerade als Werber. Aber nicht nur die Menge machts, auch individuell schlecht gemachte Banner und Botschaften an sich sind ein Grund zur Abwahl. Was wäre wohl, wenn Besucher gezielt bestimmte Banner tatsächlich „abwählen“ könnten? Und es nach Abwahl für den jeweiligen Seitenbesucher verschwindet?
Aber nicht nur das. Die Abwähler würden gezählt und Teil der statistischen Analyse für den Werbenden werden, genauso wie umgekehrt auch diejenigen Votes, die das Ad für besonders gelungen hielten.
Nach einer gewissen Laufzeit hätte man dann eine schöne Statistik über das, was Verbraucher als sinnvolle Werbung oder als Banner Spam erachten. (Mir ist natürlich auch klar, dass so ein Voting-Instrument immer auch missbräuchlich genutzt werden kann, aber das ist ein anderes Thema.)
Adpinion möchte genau das anbieten. Banner die verschwinden, wenn man sie abwählt. Das Ganze sieht dann z.B. so aus und es wird über die bekannte „Daumen hoch/runter“ bewertet.

Adopinion

Bei Abwahl gibt´s eine Entschuldigung…

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… und der Banner verschwindet.

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Was würde so eine Banner-Werbeform bewegen, wenn es in der Breite Verwendung finden sollte?
Gute Idee oder schlechter Witz?

13 Kommentare

  1. vroni

    Ich halte adpinion nicht für etwas Mildtätiges, Web 2.0 -Interaktives oder Demokratisches, sodnern mindestens zu zwei Dritteln für einen Versuch, gezielter an den User ranzukommen (verfeienerter Pull)

    Indem man etwas über seine Likes und Dislikes erfährt. Klickt er z. B. in der Mehrzahl Casino-, Flickerflacker- und Autowerbungsbanner weg und lässt dafür gnädig nur sehr witzige, gamige oder edle Kultur- und Kosmetikbanner stehen, dann wird er – meine Spekulation – in Zukunft dafür eben mit letzteren mehr bedacht (Dann dafür möglicherweise bis zum Abwinken). Er hinterlässt ja Spuren im Netz und damit auch bei Adpinion. Lieg‘ ich richtig oder erzähl ich Quatsch?

  2. Florian

    klar, genau das ist der punkt. der besucher bekommt werbungen die er sehen will. vermutlich wird die zukunft der werbung sowieso genau so ausssehen.
    ob google jetzt die werbungen anhand der eingegebenen suchanfragen personalisiert, iptv durch die der angesehenen sendungen oder indem der benutzer direkt bestimmt welche werbungen er sehen will ist dann letztlich egal.

  3. henning

    „Wegbewertete“ Werbung ist wahrgenommene Werbung!

  4. Patrick Breitenbach

    Ich halte das für Humbug. Wesentlich galanter fand ich mal die Lösung auf einem großen amerikanischen Blog. Da konnte man den gesamten Bannerzikrus ausschalten und erhielt ein dezentes Sponsoring.

    Aber auch mit diesen fadenscheinigen userfreundlichen Bannern ändert das nicht die Grundproblematik. Wir stören uns doch selten an einzelnen Bannern sondern vielmehr an die Gesamtüberfrachtung. Da isses doch völlig wurscht was im Banner dargestellt wird.

    Ja und eben noch die FRage des Gebrauches. Ich denke die meisten haben innerlich schon so abgeschaltet, dass die wenigsten sich auch noch die Zeit und Muße nehmen ein banner zu bewerben. Tss.

  5. Roland

    Das Angebot ist in der Tat n „schlechter Witz“. Targeted Advertising mit dynamischer Hilfe der Nutzer. Auch nicht schlecht. User generated targeting also ;-). Adpinion dankt.
    Und klar: Wer etwas schlecht findet, hat es schon wahrgenommen.
    Generell kann ich nicht verstehen, warum immer solche „Krücken“ entstehen, die im Prinzip nichts anderes sind als camouflierte Push-Strategie. Richtig, Vroni.

  6. Annette

    Ich fände es begrüßenswerter, wenn man pauschal sämtliche flashlayers und sonstiges, dass einem die Sicht auf den Content raubt, im Vorhinein abwählen könnte.
    Nichts ist lästiger, wenn man irgendetwas recherchieren muss oder auch nur mal in einer der kurzen Pausen einen Artikel lesen will und dann erst alle paar Seiten einen Jogger oder sonst eine Werbefläche beiseite klicken muss.

    Das finde ich persönlich noch nerviger als Pop-ups, da ich die zumindest schnell in den Hintergrund befördern kann während ich bei flashlayern erst mühsam das gut versteckte Kreuzlein suchen muss.

    Bei Bannern habe ich mit allem Geblinke und Getue inzwischen so eine Resistenz entwickelt, dass ich die meisten nur noch wahr nehme, wenn ich Zeit habe.

  7. Shun Di

    @Annette: Firefox + NoScript (+ evtl. AdBlock + GoogleCustomize) = Problem gelöst.

    Um den vom IE gewohnten Komfort zu erhalten noch MediaWrap + IE-Tab (für Windows-Updates ActiveX-Apps, die nicht gewrapped werden können).

    Und als Goodies: Stop-Or-Reload, FireFTP und LocationBar².

  8. Roland

    @Shun Di
    Danke für die Tipps. Klar, wir Techies können sowas. Der durchschnittliche Web-User macht das wohl eher nicht und gerade deswegen hat dieser Nutzertyp so seine Probleme mit überbordender und nerviger Push-Werbung. Vielleicht sollte man eben doch intensiv an Modellen arbeiten, die vom Konzeptansatz neuer Werbeformen nicht den „technischen Wettbewerb“ gegen Ad-Killer in den Mittelpunkt stellen sondern einfach von sich aus „attraktiver“ werden.

  9. Shun Di

    Im Netz funktioniert Push imho nicht. Das Netz als solches ist eine einzige Pull-Quelle und wird analog eben auch so genutzt.

    Ich brauche etwas? Ok, mal schnell im Netz suchen. Oh, ein Link zu jemandem, der anbietet, was ich brauche. Gut. AdSense ist hier imho eine recht ordentliche Lösung.

    Aber das „A“, „I“ und „D“ wird wohl eher offline erzeugt – von guten Virals mal abgesehen. Klassische Werbebanner sollte man also wirklich „bannen“.

    Und unter uns Pastorentöchtern: Wir klicken doch selbst auf den „Banner“ oben rechts im werbeblogger eher, weil wir mit dem werbeblogger oft konform gehen, ihm also vertrauen – und nicht, weil’s einen unausweichlichen Charme versprüht – who’s with me? ;)

  10. Roland Kühl-v.Puttkamer

    I´m with you. Deswegen haben wir diesen interaktiven Adcast entwickelt, der visuell zwar wie ein -nicht animierter- Banner ruhig im Blog steht, aber doch was persönlich Hörbares von sich gibt – wenn man es denn hören WILL.

  11. Annette

    Danke, Shun Di. NoScript hab ich mir grade mal runtergeladen. Mal sehen, ob es hilft.

  12. Shun Di

    Wenn die gelbe Leiste stört, kann man diese übrigens ausschalten – imho reicht das Symbol unten reichts vollkommen aus ;)

  13. R. Jung

    Ich konnte noch nie verstehen, wieso 80% der privaten Website-Betreiber Popups und ähnliche Blink-Werbung einsetzen, weil doch „Content-Integrated-Advertising“ ähnlich Adsense schon lange deutlich mehr Werbeeinnahmen erwirtschaftet.

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  • Tom: Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ein guter Texter oder auch Grafiker meistens besser verdienen als bei gehalt.de geschrieben....
  • WERBOU: Ich denke es ist in der Werbebranche sehr unterschiedlich. Gerade was in Sachen Grafik geht, wird meistens der Preis ziemlich gedrückt, was...
  • Thomas Beichel: Wirklich geschmackvoll ist der Werbebanner wirklich nicht, aber jede Werbeagentur wird ihnen recht geben, denn die Werbung erfüllt...
  • Sebastian: Was ich nie verstehen werde warum die nicht wirkliche Kulanz walten lassen. 10€ Guthaben tun dem Anbieter nicht weh.. für ihn bedeutet...
  • Roland Kühl-v.Puttkamer: Nein, tot nicht, wir leben und arbeiten ja alle und auch der Werbeblogger ist online ;-). Für die nähere Zukunft der...
  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
  • Gatzetec flashlights for friends: Wir denken der Auftrag wurde erfüllt. Gute Werbung für das Produkt und man schaut zweimal hin :-) Gibt es...
  • Detlef Arndt: Als Marketing Experte müsste man auch wissen, warum das so ist. Angebot und Nachfrage sind hier nicht im Einklag. Klare Sache. Daher...
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