14:22 Uhr
Jung und von Matt sind geil!
Eigentlich wollte ich ja einen Beitrag zum Narzistentreffen in Cannes schreiben (bin ja nur neidisch, dass ich nicht da war), doch da sind mir doch tatsächlich diese beiden knuddeligen Werber (Anzeige Printausgabe Spiegel) dazwischengekommen:
Wow! Was soll ich sagen? Ich könnte jetzt anfangen zu nörgeln. Ach ja, die reichsten Werber Deutschlands machen mal für ein paar Stunden und einer richtig dick und fett bezahlten Kampagne auf obdachlos.
Oder: Der Gipfel der Eitelkeiten ist durch diese Anzeige nun endlich bestiegen worden. Was kann da überhaupt noch nächstes folgen? Die Kandidatur zum ersten Doppel-Bundespräsidenten?
Oder: Naja schön, dass sie nun nochmal beim alten Kunden so richtig nachtreten.
Aber nein, stattdessen sage ich einfach nur: Mensch, die haben entweder so viel Kohle, dass sie auch über sich selbst lachen können
Oder: Sixt hat so viel Kohle, dass sie sich eine solche Anzeige mit zwei massenunkompatiblen Typen (naja immerhin werden Namen eingeblendet) und einem spitzen Insiderwitz leisten können.
Oder: Das altbekannte “Wir stecken jede Mark in die Schokolade und nicht in die Werbung” bekommt einen völlig neuen Zusammenhang, denn hier steckt man nun wirklich jeden Euro in die Werbung.
Oder: Endlich lesen die bei JvM auch den Werbeblogger und nehmen das auch noch beim Wort.
Oder: Endlich spricht eine große Agentur mal offen über den Preisverfall und die Pitchbedingungen in der Werbebranche.
Oder: Der Agenturhund “Pappe” erregt immer noch das größte Mitleid.
Tja, ich kann mich wie immer nicht für eine richtige und wahre Position entscheiden. Und was meint ihr?
61 Kommentare
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- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
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- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...

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Am 25. Juni 2007 um 14:30 Uhr
wo ich das Motiv sehe –ich glaub, ich muss die praxis dringend wieder eröffnen.
MfG
doctor_best
Am 25. Juni 2007 um 14:32 Uhr
Ich finds großartig! Und abgesehen davon glaube ich, dass Jung und von Matt zu den bekannteren deutschen Geschäftsführern gehören dürften – auch außerhalb unserer putzigen Parallelwelt.
Am 25. Juni 2007 um 14:38 Uhr
@doctor_best: Ja bitte!
@ramses101: Wenns mich nicht irgendwie auch berührt hätte, hätte ich es nicht gepostet! :-)
Ich glaube nicht, dass sie bei der Mehrzahl der Spiegelleser wirklich bekannt sind. Manager-Magazin okay… Aber ist ja nicht unser Geld! ;-)
Am 25. Juni 2007 um 14:50 Uhr
Sie kokkettieren. Mit Armut. Musste zwar auch erst grinsen, doch das hielt nur 1 Sekunde an. Irschendwas…, zynisches lurt da drunter hervor,…weiß nicht.
Mir sind Motive lieber, über die ich dauerhaft und unbeschwert grinsen muss, wenn ich nur dran denke. Die Kitkat-Spots beispielsweise.
Mit malerisch verarmten Agenturjunkies gelingt mir das nicht so. Zu nah an der Wirklichkeit vieler kleiner Freelancer vielleicht? Große Agenturen – und nicht nur kleine, die jedem Kunden hinterherhecheln und sich auch noch grottenschlecht unter Wert verkaufen – haben sehr wohl ihren Anteil dran, dass die Preise kaputt sind. Finanzierten sie sich doch jahrelang locker über Media-Fees und schoben den Werbekunden die Kreation dafür fast gratis hinten rein, sorry für den Ausdruck. Das kann ein “kleiner” nicht, der muss schauen, dass er Kreation bezahlt bekommt. Das kapieren aber wiederum die Werbekunden nicht.
Sixt kann da mit dieser Anzeige vielleicht sogar bei Leuten, die Selfirony noch nie verstanden haben (und dazu zähle ich viele große Werbekunden, sonst wäre ihr Werbung besser) eine ganz andere Reaktion auslösen: “Wunderbar, das mache ich denn mit meiner ollen Agentur auch.”
:-))) Supi.
Am 25. Juni 2007 um 14:53 Uhr
Nee Nee Nee, da hab ich mich doch glatt am Müsli verschluckt.
Werbung für Werber ist Cannes-zeitnah ja meinetwegen machbar, aber übertreiben muss man es auch nicht.
Am 25. Juni 2007 um 15:03 Uhr
Ich finde das Motiv auch nicht wirklich gelungen. Zum einen erkennen – wie schon gesagt wurde – wahrscheinlich nur die wenigsten Spiegel-Leser den Insiderwitz. Zum anderen dürften sich viele kleine Agenturen und Freelancer ziemlich auf die Füße getreten fühlen, bei denen der Preisdruck als unbarmherzige Realität in den alltäglichen Akquise- und Vertragsverhandlungen stattfinden und nicht lustigerweise in einer Kunden-Anzeige. Auch wenn’s witzig gemeint ist – dass Deutschlands mit am besten verdienende Werber (nehme ich mangels besserem Wissens einfach mal an) hier die unterbezahlten Obdachlosen geben, kann man schon recht schnell in den falschen Hals bekommen.
Am 25. Juni 2007 um 15:04 Uhr
Ich habs mir gestern schon in der Welt am Sonntag zeigen lassen und finde es extrem geil.
Ich denke auch: Von uns Werbern sind diese beiden zumindest noch die bekanntesten. Und wer sie nicht kennt, kann es sich zumindest aus der Headline zusammenreimen.
Am 25. Juni 2007 um 15:13 Uhr
grottenschlecht und überhaupt nicht lustig.
Am 25. Juni 2007 um 15:17 Uhr
Der Kunde Sixt ist -vorsichtig formuliert- mindestens experimentierfreudig und ist wohl für fast alles zu haben.
werbeblogger.de/2007...
Insoweit hat man wohl agentur- und kundenseitig gemeisam Freude, zu polarisieren und zu reizen. Ob´s allerdings ein Kaufanreiz ist, wage ich zu bezweifeln. Aber vielleicht hat man sich ja in diesem Fall die Entwicklungskosten geteilt, denn die Protagonisten rufen ja wohl ein Model-Honorar auf…
Linke Tasche- rechte Tasche. Passt doch!
Am 25. Juni 2007 um 15:34 Uhr
Gäääähn.
Am 25. Juni 2007 um 15:46 Uhr
Vielleicht ist aber auch der eigentliche Grund für dieses Motiv, dass sich Leute wie wir darüber auslassen. Ich meine das Plakat polarisiert und aktiviert zum schreiben ;-)
Man weiß ja nie….ich kann mir gut vorstellen, dass das geplant war…
Sixt hat bei mir so oder so nen schelchtes Image :D
Am 25. Juni 2007 um 15:49 Uhr
Ein netter Scherz – nicht mehr und nichts Neues.
Ich glaube nicht, dass die beiden allgemein bekannter sind als Zlatko von der ersten Big Brother Staffel.
Fazit: Schön als kleines, virales Werbermail…
Am 25. Juni 2007 um 15:54 Uhr
Ihr macht Euch alle viel zu viele Gedanken ;-) Kein Mensch muss den Zusammenhang kennen, dass der Saturn-Etat gerade flöten gegangen ist. Kein Mensch muss die “Werbeleute” tatsächlich kennen.
“Geiz ist geil” dürfte ein Schlagwort sein, das den normalen Spiegelleser immer geärgert hat, weil jeder klar denkende Mensch weiß, dass es falsch ist. Und jetzt bekommt er es endlich bunt auf weiß, dass er Recht hatte.
Es gibt im Bewusstsein der Leute doch gar nicht solche und solche Werber. Es gibt nur die Werber. Versucht doch mal, mit einer kleinen gerade Pleite gegangenen Agentur Mitleid zu erregen. Bestenfalls gibt es ein Schulterzucken. Werber? Braucht doch eh kein Mensch. Pleite? Gottseidank, ein Laden weniger, der mich belästigen kann.
Arbeitslose Werber bekommen nur eins: Schadenfreude.
Am 25. Juni 2007 um 15:57 Uhr
oder: wo steht der Bus?
Am 25. Juni 2007 um 16:05 Uhr
@ Ramses
Da hamses. Vollste Zustimmung zu dieser Sicht von außen.
Alles zu viel Inzucht – Sicht der Normalos von außen sollte man eh mehr angewöhnen.
Am 25. Juni 2007 um 17:11 Uhr
ist doch klar: das ist ein motiv, mit dem man beim nächsten art directors club einen nagel gewinnen will. dafür muss es halt einmal offiziell geschaltet worden sein. mehr sinn und zweck – gar einen verkaufsfördernden – hat das nicht, aber für genau diesen sinn und zweck ists doch lustig. auch wenn das foto nicht so weit geht, wie es gehen müßte, um wirklich gut zu sein, und die headline ist ja auchn bisschen bemüht.
Am 25. Juni 2007 um 17:12 Uhr
Den beiden hier hätte ich lieber was in den Becher geworfen:
werbeblogger.de/inde...
Am 25. Juni 2007 um 17:21 Uhr
Ach ja, für den Zaster gibt man doch gerne auch mal fotogen den sozial Abgeschobenen. Bisschen kokettieren hat noch niemandem geschadet, nicht wahr? Und danach noch auf ein Champagnerchen?
Am 25. Juni 2007 um 17:38 Uhr
hhhmm, als die Anzeige gestern in der Welt am Sonntag entdeckte, dachte ich, hübsch, die passt aber ganz doll prima zum WamS-Interview mit Herrn von Matt gleich ein paar Seiten später…
Am 25. Juni 2007 um 18:02 Uhr
Was gibt´s denn da an die Klowand zu kritzeln? Die Anzeige ist perfekt! Kompliment an Agentur und Kunde.
Am 25. Juni 2007 um 18:39 Uhr
Mir erschließt sich da kein Witz. Ich bezweifel dass ich humorlos bin aber anscheinend nicht gebildet genug um die Werbung “lustig” zu finden.
Am 25. Juni 2007 um 18:56 Uhr
@Pippilotta:
Richtig mutig (und vor allem günstiger) wäre es in diesem Zusammenhang aber gewesen, die Anzeige in eine der vielen Obdachlosen-Zeitschriften zu schalten.
Am 25. Juni 2007 um 19:22 Uhr
Und DAS wiederum hätte völlig zu Recht Klassenkeile gegeben.
Am 25. Juni 2007 um 20:40 Uhr
Als Nicht-Werber /PR-ler sage ich: schönes Foto.
Frage: wer sind Matt und von Remy ?
Am 25. Juni 2007 um 20:48 Uhr
Da werfe ich doch jetzt einfach mal das hier in die Runde :
cpluv.com/www/medias...
Am 25. Juni 2007 um 21:07 Uhr
Cedric
Interessant. Ich wage es nicht auszusprechen, kann mir einer über die Straße helfen?. Geht mit “Pla…” an und hört mit “…at” öhm, auf…?
Am 25. Juni 2007 um 21:58 Uhr
die romantische szene beäugt sich selbst, etwas, was jean-remy von matt in einem interview vor zwei jahren noch als nicht richtungsweisende nabelschau bezeichnete -> heute setzt er sich selbst ins bild[dem zeitgeist hinterher, unmutig, blöd ausgeleuchtet].
werbung setzt eben doch keine trends, es ist immer der kunde, der zahlt.
besser wär gewesen, die beiden im milieu zu plazieren[mit huren im hintergrund], auf ihr schildchen GEIZ MACHT GEIL zu kritzeln[der copytest der agentur springer&jacoby verlangte einst dem obdachlos bärtigen vor der tür was aufs schild zu texten], und sich eben nicht der moralischen minderheit minderbemittelter moralisten zu beugen ~~ beim nächsten trip mit den kumpels nach polen wird wieder die günstige wochenend-c-klasse bei SIXT gebucht!
Am 26. Juni 2007 um 09:48 Uhr
Vier, in Cannes goldprämierte, Longcopys(!) mit geschätztem Arbeitsaufwand von mindestens drei Monaten: interessieren hier keine Sau.
JvM-Eigenanzeige, Art Direction und Text zusammen geschätzter Arbeitsaufwand einer Mittagspause: 27 Kommentare.
Interpretationen überlasse ich euch.
Am 26. Juni 2007 um 09:55 Uhr
Mal ganz abgeshen davon, dass Alpia / S&J die Grundidee schon vor bald 20 Jahren im Kampagnenformat durchgezogen haben – “Keine Mark in die Wrebung…” :
Neue Breitcordhose, völlig neues Profil an Holgers schicken Stiefelchen, und die Haare (zugeben, nur Jean-Remys) niedlich verzupft.
wer soll den beiden Herren diese Inszenierung glauben? Speziell mit ihren Gehältern hat das Motiv nivchts zu tun – eher schon mit denen ihrer (und anderer) Praktikanten und zulieferer. (ich zitiere einen bzw. alle Kundenberater: “Duuu, das weißt Du ja, wir haben da kein Budget dafür, da müsstest Du schon nochn bißchen runtergehen….”
Am 26. Juni 2007 um 09:56 Uhr
@Thomas: Mich hats interessiert! ;-)
Gib ihnen eine Chance, der Beitrag ist ja noch nicht so lange online!
werbeblogger.de/2007...
Am 26. Juni 2007 um 10:00 Uhr
@Thies: Stimmt. Schön wäre eine Guerilla-Aktion gewesen. Jean-Remy und Holger einen Tag und eine Nacht lang als Obdachloser oder Praktikant leben. ;-)
Am 26. Juni 2007 um 10:30 Uhr
Die schönsten Kommentare fallen einem ja immer erst zehn minuten später ein:
“JvMs Werbung wird auch immer billiger.”
Am 26. Juni 2007 um 11:03 Uhr
@Thomas: Was heißt hier “interessiert keine Sau”? Bei den Long-Copys gibt es einfach nichts zu diskutieren. Die sind großartig. Willst Du das 27 Mal in Kommentarform lesen?
Am 26. Juni 2007 um 11:45 Uhr
Unbestritten, dass sie großartig sind. Letztendlich glaube ich schon, dass sich hier einige dafür interessieren und sie auch zu schätzen wissen. Mein Vergleich sollte nur die Unverhältnismässigkeit zum Ausdruck bringen, zwischen einem Keyword “Jung von Matt”, das Woche für Woche zum Anziehungspunkt Dutzender wird und einer unfassbar schönen Arbeiten (und jeder Texter wird wissen, wie schwer es ist, vier solcher Copys zu schreiben), bei der man das Gefühl bekommt, sie würden links liegen gelassen. Mir ist es relativ egal, wieviel Kommentare welcher Post bekommt – ich fand nur, dass es an dem Beispiel plakativ darzustellen war, wo bei vielen hier die Prioritäten liegen: Bashing not Clapping.
Am 26. Juni 2007 um 12:10 Uhr
thomas, hast du das sixt-plakat getextet?
Am 26. Juni 2007 um 12:22 Uhr
@Thomas: Zustimmung. Gerade wenn es um JvM geht, scheint die Bash-Latte sehr niedrig zu liegen. Aber so ist es nun mal: Wer sich was traut, riskiert, aufs Maul zu bekommen. Und JvM traut sich eben mehr als andere Agenturen. Ich seh das absolut postiv, ganz gemäß dem (andernorts schon erwähnten) Motto von Wieden + Kennedy “Embracing Failure”. Wer nur Durchschnitt produziert, macht halt auch keine Fehler. Glaubt er zumindest, in Wahrheit macht er natürlich alles falsch, aber das ist ein weites Feld ;-)
Fürs Protokoll (muss man ja offensichtlich gleich dazu sagen): Nie bei JvM gewesen.
Am 26. Juni 2007 um 13:59 Uhr
@Enthüllungsjournalist: Nein. Wenn es so wäre, hätte ich mich als solcher ausgegeben.
Am 26. Juni 2007 um 14:11 Uhr
angeber diskreditieren!
Am 26. Juni 2007 um 15:34 Uhr
Nun, nehmen wir alle Animositäten und die Moralkeule beiseite und betrachten diese Werbung ganz neutral, ist sie als reine Werbung witzig und als Retourkutsche an Saturn extrem witzig. Und Punkt.
Am 26. Juni 2007 um 18:54 Uhr
“… als reine Werbung witzig” – nun, das setzt ja wohl voraus, dass der normale Spiegel-Leser sowohl weiß, wer diese beiden Leute sind, wie auch, dass diese zwei vorher einen anderen Kunden betreut hatten, der mit Knauserigkeit warb, dass sie diesen verloren haben, und dass das eine Retourkutsche sein könnte.
Ist das nicht ein wenig zuviel verlangt?
Am 26. Juni 2007 um 19:24 Uhr
Bekommt man das irgendwo auch als Poster?
Am 26. Juni 2007 um 22:04 Uhr
Nein, das setzt es eben nicht voraus, Frank.
Komm mal runter. Nicht alles Menschen sind viel doofer als Du und können tatsächlich einen Witz einfach so verstehen, ohne dabei über 200 Ecken zu denken und in verschiedenen blogs gegenzulesen.
Am 26. Juni 2007 um 22:04 Uhr
NAchtrag: Und die, die die beiden Typen auf dem Photo kennen, die können eben auch zwei mal lachen.
Am 26. Juni 2007 um 22:05 Uhr
Nachtrag Nachtrag: Oder eben auch nicht.
Am 26. Juni 2007 um 23:11 Uhr
@Thomas:
“Bashing not Clapping”?
:-(
Am 27. Juni 2007 um 07:17 Uhr
Wie man sieht: Kokettieren mit Armut ist stets polarisierend. Habe ich auch bei meiner kleinen Spendengala letztes Jahr bemerkt. Ist das das Letzte Tabu in unserer Gesellschaft? Reiche Menschen, die sich zum Spaß als arm hinstellen?
Am 27. Juni 2007 um 07:23 Uhr
Das meinte ich mit der Moralkeule.
Am 27. Juni 2007 um 08:23 Uhr
@Gerrit: Hmm, ich glaube da gibt es nocj ine Vielzahl weiterer Tabus, die man brechen könnte. Daher wohl eher die Fragen:
1. Sind Tabus dazu da gebrochen zu werdenm bzw. welche Funktion haben sie?
2. Wenn ja, sollte sich die Werbung dieser Aufgabe zuwenden?
Am 27. Juni 2007 um 08:26 Uhr
Noch was. Ich sehe in dem Motiv noch nicht einmal einen Tabubruch. Es gibt genug Menschen, die sich an Karneval als Penner – oh sorry PC – Obdachlose zurecht machenm nur ist das eben ein anderer Kontext. Es ist mehr ein Gschmäckle als ein Tabu.
Am 27. Juni 2007 um 12:53 Uhr
Ja Patrick,
ein Tabu wird hier wohl nicht gebrochen (ausser dem, dass hier der Kunde SIXT eine Retourkutsche gegen einen anderen, verlorenen Kunden bezahlen darf).
Was hier mich hieran so stört, ist die Selbstverliebtheit und Nabelschau der Branche – würden sich die leitenden beratenden Rechtsanwälte oder die Architekten der Filialen so darstellen, und erwarten, dass man sie erkennt und über sie lacht?
Eher wohl nicht.
Zudem klingelt’s eben jedem Freelancer im Öhrchen, wenn er das liest und gerade noch ein “… mach’s nicht so teuer, das Budget ist seeehr klein” gehört hat – und auf der anderen Seite von Fällen weiß, wo durch Zufall herauskam, zu welch exorbitang erhöhtem Satz die gelieferten Arbeiten dem Auftraggeber dann in Rechnung gestellt wurden.
Am 27. Juni 2007 um 13:11 Uhr
@ customerofhell: bei euch in der agentur.
Am 27. Juni 2007 um 15:08 Uhr
was n armer irrsinn:
die beiden oberpenner der deutschen werbung stellen sich eitel als arm dar.
ärmer als das motiv sicher als für besonders kreativ und einfallsreich zu halten ist da nur die tatsache, dass die MA der 2 die eigentlich ärmsten werber deutschlands sind, denn sie werden ausgeschächtet und dann exiliert. noch ärmer nur das mit sich machen zu lassen und noch ärmer nur, geiz ist doch nicht geil auf dem pappschild stehen zu haben. denn das sich dahinter die 2 obergeizer verstecken ist das allerärmste.
echt arm.
Am 27. Juni 2007 um 17:32 Uhr
@ alle: Können wir jetzt aufhören? Am Schluss bilden sich die zwei Nasen wieder werweißwas auf die Resonanz ein, die sie auslösen…
(Dabei verdient jeder echte Penner mehr Aufmerksamkeit. )
Am 15. August 2007 um 14:03 Uhr
Neues von Sixt. Ohne jeden weiteren Kommentar:
verdammt-ich-hab-nix...
youtube.com/watch?v=...
Am 15. August 2007 um 14:48 Uhr
[...] Man nehme: …einen deutschen Pop-Song aus den Alltime-Top-Ten der Deutschen Charts. …den Original-Interpreten des One-Hit Wonders mit Second-Hit Ambitionen. …das Pleite Thema des Protagonisten in Boulevard-Manier auf. …dazu einen großen Deutschen Autovermieter mit “360 Grad” Kommunikations-Ambitionen und “verarmten” Kommunikationsberatern. [...]
Am 14. Dezember 2007 um 08:54 Uhr
[...] ist, wenn ein verkrusteter österreichischer Geistlicher digitale Weihnachtswünsche von zwei veramten Werbern an eine angeblich frische kreative Agentur segnet? Endlich wird 2008 wieder gebetet UND [...]
Am 5. Februar 2008 um 09:30 Uhr
Ich versteh die Leute nicht die zu JVM als Sklave wollen. Wenn du frühzeitig an Burn-Out leiden willst, gehst du zu JVM. Mit Privatleben und Wochenenden ist dann Essig. Wenn du Glück hast, kriegst du noch deine 5 Stunden Schlaf am Tag. Und am Ende gehst du bestimmt nicht mehr in Agenturen die für den Tante Emmaladen Flyer gestalten und bei JVM hast du zwar große Kunden wie BMW aber das ist dir letztendlich auch scheißegal weil dir irgendwann bewusst wird das du nur eine Hure der Werbebranche warst. *thumbsup*
Am 13. November 2008 um 10:28 Uhr
mal wieder jung-bashing. immerhin, sie bleiben dadurch immer wieder im gespräch! :-P #gratiskultur #jvm tinyurl.com/yt3a2t
Am 13. November 2008 um 10:29 Uhr
[...] und keinen Hedgefonds, müssen die beiden sicherlich nicht so schnell am Hungertuch nagen, mit dem sie zuvor so lustvoll kokettiert haben. Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): geiz-ist-geil, gratiskultur, holger-jung, [...]
Am 13. November 2008 um 23:59 Uhr
ich hatte mal was ähnliches gemacht… leider ohne solche Berühmtheiten =)
tistside-projects.de...
Am 29. Juni 2009 um 15:16 Uhr
[...] Agenturmitarbeiter sind damals zum Wettbewerb weitergezogen oder haben sich mit eigenen Unternehmen selbst an die kreative Spitze der deutschen und internationalen Agenturszene [...]