24.06.07
13:49 Uhr

Höchst geschmacklose Verirrung

Es gibt Werbung, die polarisiert; es gibt aber auch Werbung, die einfach nur unterirdisch schlecht ist. Welcher schwer gedopte Vollpfosten an dumpfem Kreativdirektor kann einer Marke ernsthaft so etwas vorschlagen?! …und welche Marke würde das auch noch veröffentlichen?!
Übelster bis kranker Sexismus von Pädagogen paart sich hier mit einem Bild von Schülerinnen, die für eine gute Note alles tun. Somit geht meine persönliche “goldene Zitrone” an diesen Spot,

zitrone.jpg

der auf dem Werbeblogger keine direkte Einbettung erfahren wird, ebenso wenig wie die explizite Nennung der Marke, die sich möglicherweise einen viralen Effekt wünscht.
In diesem Zusammenhang fällt ein weiteres Phänomen auf: Sowohl Youtube als auch Dailymotion stellen diesen Spot nur nach einer entsprechenden Altersfreigabe zur Verfügung.

youtube.jpg

dailymotion.jpg

Wer sich aber auf die Internet-Suche begibt, findet auf sehr vielen (auch deutschen) Websites eine eingebettete und ungeschützte Veröffentlichung dieses Videos, unter gleicher Video-ID, die beim direkten Aufruf bei den Video-Portalen den Altersfreigabeschutz aufruft. Was für einen Sinn hat aber dann diese Maßnahme, wenn sämtliche eingebetteten Videos weiter frei verfügbar sind?!

In der großen Hoffnung, dass die viralen Effekte sich schließlich gegen die Marke wenden, werde ich den deutschen Werberat auf dieses Unwerk hinweisen, auch wenn der Einfluss dieses Gremiums möglicherweise nicht über den “großen Teich” reichen kann.

Disclaimer: Der Verfasser distanziert sich ausdrücklich von dem Inhalt des Werbespots, der in diesem Beitrag kritisch thematisiert wird und macht sich seine Inhalte und Botschaften nicht zu eigen.

Keine Tags vorhanden

59 Kommentare

  1. Kai

    Au weia…Bös daneben gegriffen.

  2. Meier

    ist doch endlich mal ein spritziger Sot.

  3. Patrick Breitenbach

    Tja Tabus und unser Urtrieb, sind halt der größte virale Trigger…

  4. ramses101

    WTF? Nie, nie, nie und nimmer ist das die Arbeit einer Agentur. Ich würde eher sagen, dass das ein Beispiel dafür ist, wie User-Generated-Advertising zu Amok-Advertising wird (jedenfalls wäre das der Fall in einer Welt, in der der Werbegott ein einsehen hat).

  5. Ralf

    “Was für einen Sinn hat aber dann diese Maßnahme, wenn sämtliche eingebetteten Videos weiter frei verfügbar sind?!”

    Für den Inhalt einer Webseite sind alleine die Betreiber der Webseite verantwortlich. Jeder spielt halt in seinem eigenen Sandkasten. Dementsprechend muss auch jeder Webseitenbetreiber selber entscheiden ob er solche Inhalte frei zugänglich macht.
    Youtube&Co haben sich auf _ihren_ Webseiten dagegen entschieden. Lassen aber den Betreibern anderer Webseiten offensichtlich die Wahl ob sie es genauso machen.
    Nur so kann Internet funktionieren. Das was in dem einen Land erlaubt ist, ist in dem anderen verboten. Das Internet kennt aber keine Grenzen oder die lokal herrschende Gesetzeslage.

    Offensichtlich verhält es sich mit Geschmack genauso. Was dem einen gefällt und er für innovativ und gut findet, erzeugt bei dem anderen nur Ekel und Unverständnis.

  6. Meier

    kann mit den eigentich mal einer erklären? Ich habe ihn, ehrlich gesagt, nicht richtig verstanden.

  7. Hansson

    ” mir den”, meinte ich. Tschuldigung.

  8. Martin

    Man muss ihn nicht verstehen, am Besten nicht einmal seine wertvolle Zeit damit verschwenden drüber nachzudenken…

  9. Hansson

    Danke für den väterlichen Rat. Ich würde ihn trotzdem gern verstehen.

  10. Guldi

    Einfach nur katastophal…!!!

  11. Mika

    Krasse Werbung, auch wenn die Idee (Sex & Candy) vl ganz gut ist, aber eine Schülerin, die auf mich einen jungen, minderjährigen Eindruck macht (Zielgruppe der PopRocks?) da auftreten zu lassen ist einfach nur geschmacklos.

  12. vroni

    Tipp ebenfalls wie Ramses auf “Usergenerated Content”.
    So bekloppt ist keine Agentur, nicht einmal die dümmste.

  13. ritchie

    Die Werbeforscher prognostizieren ja eine zunehmende Pornographisierung der Werbung. Wer weiß – vielleicht laufen solche Spots in 5 Jahren im öff-rechtlcihen FS…
    Aber dennoch: triple OMG!

  14. ehrlichtreu.org - das blog des neuen Mannes.

    Schülerinnen wird Sex unterstellt…

    “Es ist unfasslich und schießt schwer über jede Grenze der Erträglichkeit hinaus,” schrieb Grivo Bernschweig über das letzte “Wetten Dass” vor der Sommerpause. Ähnliches könnte man über den fol…

  15. ramses101

    Gibt’s da ne Quelle? Ich prognostiziere nämlich genau das Gegenteil: Rückkehr zur Romantik. Wobei man natürlich drüber streiten kann, was was ist ;)

    youtube.com/watch?v=...

  16. Julia

    Hansson, da gibt es nicht so viel zu verstehen – diese komischen Bonbondinger poppen (im Sinne von Popcorn) und knacken so im Mund.

    Ganz abgesehen von der Geschmacksverirrung dürfte der Spot auch nicht die Zielgruppe erreichen (hoffe ich jedenfalls mal ganz unschuldig) – solch Britzelbrausepulverzeugs konsumieren wohl eher Grundschüler.

  17. Stefan Mannes

    Dass das ding viral funktioniert zeigt sich ja auch hier. da hilft alles distanzieren von den inhalten nix und auch das nicht gemachte einbetten auf der site macht es nicht besser. der werbeblogger ist nun mal das traum-sprungbett von clips dieser art und ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum ihr mitmacht, denn bei viralen infektionen kommt es doch darauf an, die ansteckungskette zu unterbrechen. oder ?

    …aber die frage, die sich mir stellt: ist der clip überhaupt echt? das sieht so trashig aus. das könnte locker ein adspoof sein. weiss jemand etwas darüber ?

  18. Roland

    @Stefan
    Klar Stefan. Und dadurch, dass wir hier weder Brandname nennen noch direkt das Video einbetten, aktiviert dann zusätzlich einen weiteren Trigger, der die Neugier und damit den viralen Effekt pusht ;-)
    Das klingt ja fast wie die Aussage: Auch schlechte PR ist gute PR…
    Nein. Wie sollten wir sonst über Werbung berichten, ohne sie irgendwie auch zu benennen und zu kommentieren, egal ob gut oder schlecht bewertet?!
    Ob´s ein Spoof ist, werde ich weiter recherchieren…und ggf. wohl auch noch einmal das Thema aufgreifen. Das ist das Los!

  19. Patrick Breitenbach

    @Stefan: Es gibt Viren die lassen sich einfach nicht bannen! :-)

    *Achtung ich setze meine konstruktivistische Werbebloggerkappe auf*

    Wie man hier schon sieht, handelt es sich um einen hochviralen Spot, der erst dadurch viral wird, dass er die Gemüter so extrem erregt (nicht im wahrsten Sinne des Wortes) und damit spaltet. Es entstehen Gegner und Fans. Weil das in bestimmten Ländern und sozialen Gefügen moralisch anständiger zu sein scheint, zählen sich eben viele zu den Gegnern solcher Spots. (Die anderen schieben Humor vor ihren blanken Trieb).

    Aber einer gewissen Faszination dafür (für solche viralen Phänomene natürlich *winkwink*) kann man sich wohl nicht entziehen, ganz einfach weil es so perfekt funktioniert.

    Das ist die eine Seite, die andere ist immer, ob es letzendlich vom Produkt ablenkt, die Marke kaputt macht usw. In diesem Fall gibt es nichts kaputtzumachen. Die “Pop Rocks” sind Grundlage für eine immens lang etablierte Urban Legend: en.wikipedia.org/wik... (auch wenn es dazu führte dass das Produkt zeitweise (mit Absicht?) vom Markt genommen wurde). Das heisst die Marke blickt auf eine lange virale Tradition zurück.

    Ob das alles nun echt, Spoof oder gefaked ist werden wir wohl nie erfahren, da es die Viralität und die Verankerung einer weiteren Urban Legend verhindern würde.

    Gratulation, das Spiel mit den Trieben und Tabus hat funktioniert, wer auch immer dahinter steckt. Die Marke ist jedenfalls um eine kuriose Geschichte erweitert worden, ob davon nun mehr von diesem Zeug verkauft wird? Keine Ahnung. Mal sehen, wer das alles so ausprobiert. ;-)

  20. Roland

    @Patrick: Alles richtig, aber ob allein der Umstand, dass die Marke eine lange Markengeschichte hat, vor Markenbeschädigung schützt, bezweifle ich. Der Spot geht gar nicht und wenn Viralität in der untersten Schmuddelschublade gräbt, ist sie unter Markenführungsaspekten das, was die “Hardcore-Klassiker” und Offliner gerne mal sagen, wenn´s “um so Internet-Zeugs” geht: Klowand-Gekritzel. In diesem speziellen Fall hätten sie sogar Recht.

  21. vroni

    Ja und?
    Deswegen kaufe ich die Chemie-Kunst-Spratzelbrause trotzdem nicht.
    Gebe Julia recht: Zielgruppe Hauptschüler, was sonst. Leider aber ab 18, hehe, kleiner Widerspruch, daher Essig mit Erfolg von sowas. marketing system error

    Alles was wir hier hochgescheit konstruktivistisch oder dekonstruktivistisch brabbeln, öhm ns gegenseitig an die Backe knallen, ist echt fürn Ofen.

  22. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Deine Bierzeltmentalität nervt da manchmal mindestens genauso – um es mal zünftig auszudrücken.

    @Roland: Welche Marke? Die von Kraft oder die Pop Rocks? Ernsthaft, ich glaube – so sehr ich den Spot selbst daneben finde – er macht in diesem speziellen Fall nicht viel kaputt. Kann höchstens sein, dass die Eltern auf die Barrikaden gehen, aber das hatten wir in den 70ern mit diesen Süßigkeiten inkl. Selbstklebetatoos auch. Da haben die Eltern das ihren Kindern verboten, weil die Urban Legend rumging, dass da LSD drauf sei. Und? Die Kinder habens erst recht gekauft.

    Mir gehts nicht um gut oder schlecht, gut oder böse, mir gehts um die Funktionalität. Ethisch ist das natürlich ein völlig anderes Thema.

  23. Patrick Breitenbach

    @Roland: Noch was. Was glaubt ihr, warum diese Schmutzrapper in vielen Kinderzimmer dudeln, warum Jamba Millionen verdient und warum Popetown bei der ersten Ausgabe die höchste Quote hatte? Weil wir das entsprechend aufbauschen.

    MTV und die besagten Plattenlabels reiben sich dabei die Hände. Übrigens läuft das bsp. bei Rammstein nicht anders. Provozieren bis zum Limit und schön den Deckel drauf und die Gerüchteküche brodeln lassen. So verdienen die ihr Geld.

    Also man sollte sich bewusst machen dass wir durch kontroverse Diskussionen das gesamte Ding nach vorne pushen.

    Noch mal zu Vroni. Du bist auch nicht in der Zielgruppe der Spatzelbrause, meine Liebe! Also so weit dürfte das wohl klar sein oder? Und du glaubst ja wohl nicht ernstahaft, dass Jugendliche unter 18 diesen Spot nicht zu sehen bekommen??????? Dann weißt du leider nicht, was in deutschen Kinderzimmern, -gärten und Schulen so abgeht. (nicht nur die sozialen Brennpunkte, wie du sie beschreibst)

  24. Patrick Breitenbach

    Eine Frage habe ich noch: Wäre der Spot genauso diskutiert worde, hätte am Ende die Schlussszene gefehlt?

    Das würde mich interessieren, weil ich vermute, dass gerade dort der elementare Tabubruch vorliegt.

  25. Annette

    Igitt!
    Ich finde, die letzte Szene setzt definitiv nochmal einen oben drauf. Aber der Spot wäre auch ohne schon ziemlich krass. Da klettert die kleine Feministin in mir hoch (was eher selten passiert), die die Darstellung des Mädchens als dumme Schlampe schon so was von unter der Gürtellinie (man beachte die Zweideutigkeit hier) findet und so schon das Kotzen kriegt.

    Ich bin ja ein großer Fan von Subtilität. Aber davon haben die Macher dieses Spots definitiv noch nichts gehört.

    Ich tendiere übrigens auch stark zu einem Spoof. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hersteller einer Süßigkeit, die sich primär an Kinder richtet, so was offiziell durchgehen lassen.

  26. Ralf

    Ich möchte Patricks Frage ein wenig abändern und frage mich, ob der Chor der Zeigefinger erhobenen Moralapostel genauso in das Igitt-Singsang verfallen wäre, wenn es um eine Szene aus einem Film (z.B. einer wie American Pie) gehandelt hätte. Vor allem aber, ob die Welle der Empörung flacher ausgefallen wäre, hätte Roland diesen Spot zwar als derbe aber irgendwie auch witzig umschrieben.

    Ich habe ein wenig das Gefühl das hauptsächlich zustimmende Kommentare auftauchen und gegensätzliche Meinungen völlig ausbleiben.

  27. ramses101

    Die erste Frage stellt sich eigentlich gar nicht, denn so eine Szene käme in Filmen wie American Pie schlicht nicht vor. American Pie hat zwar permanent den Sex zum Thema, nimmt es aber immer mit Humor.

    Und das vermisse ich an dem Spot oben ganz besonders. Er ist ja nicht mal witzig. Und das hätte ich auch genau so geschrieben, wenn die Meinung aller anderen anders gewesen wäre. Als ob hier nur Jubelperser unterwegs wären.

    Wenn gegensätzliche Meinungen völlig ausbleiben, kann das auch einen Grund haben ;-)

  28. vroni

    “Und du glaubst ja wohl nicht ernstahaft, dass Jugendliche unter 18 diesen Spot nicht zu sehen bekommen???????”

    Patrick, es war lediglich der Hinweis auf die Altersrestriktion. Ich hätte das vielleicht deutlicher schreiben sollen, dass ich das meine. Na_türlich_bin_ich_nicht_so_dämlich, nicht zu wissen, dass die gerne umgangen wird. Faktisch haben sie jedoch damit einen Spot “für Erwachsene” “geschaffen”, obwohl er Teenie-Kram bewirbt. Doof, oder.

    Ob das den viralen Kick gibt, bezweifle ich. Da gibt es “interessantere” oder hardcorigere Dinge im Netz, die ein Teenie anklicken kann. Braucht auch nur anklicken, er sei über 18.

    Außerdem hab ich SpRatzelbrause gesagt, und nicht Spatzelbrause :-)
    Bin ich der Monacofranze… .-)

  29. vroni

    “Das würde mich interessieren, weil ich vermute, dass gerade dort der elementare Tabubruch vorliegt.”

    Patrick, der war schon vorher. Als die Schülerin sich zum blowjob hinkniete.
    Pastabasta!

  30. Ralf

    @Ramses101:
    Es ist also wesentlich lustiger wenn jemand einen Apfelkuchen pimpert? Na ja … Geschmack&Humor scheint wirklich SEHR unterschiedlich zu sein.

    BTW: Täusche ich mich oder ist hier zumindest ein Kommentar verschwunden der zu 90% aus Me2 und 10% heißer Luft bestand?

    Es wäre wirklich interessant zu sehen wie die Kommentare ausgefallen wären, wäre Roland von dem Spot begeistert gewesen. Ich tippe nämlich mal darauf das dann ebenso viel Zustimmung gekommen wäre.
    Nicht deshalb weil hier nur Jubelperser unterwegs sind, sondern weil es in den Kommentarbereichen häufig zu beobachten ist das die Kommentatoren dem Autor zustimmen. Diejenigen die anderer Meinung sind, scheinen dann lieber zu schweigen.

    Also ich finde den Spot nicht so ekelhaft und abstoßend wie er dargestellt wird. Für mich reiht er sich eben in die Tradition des Tabubruchs ein, der in Amerika des öfteren auch in Filmen zu sehen ist und war.
    Viel perfider finde ich z.B. die Werbung der Katholischen Kirche die derzeit auf RTL zu sehen ist, die das Busunglück von Bernburg aufgreift.
    13 Tote und die Katholische Kirche hat nichts besseres zu tun als ein paar Sinnsprüche über den Sender zu jagen und für ihre Bibelsprüche per SMS zu werben. Da sind für mich die Grenzen des Erträglichen sehr weit überschritten.

  31. ramses101

    Dass Geschmack nicht gleich Geschmack ist, und dass das gerade beim Humor der Fall ist, dürfte klar sein.

    Aber auch Humor kann man objektiv beurteilen. Und ja, wenn jemand einen Apfelkuchen missbraucht und dabei von seinem Vater erwischt wird, dann kann das durchaus lustig sein – für die einen weniger, für die anderen mehr.

    Wenn sich eine Schülerin von ihrem Lehrer ins Gesicht spritzen lässt, um eine bessere Note zu bekommen, dann kann daran eigentlich nichts lustig sein. Dass es dennoch Leute gibt, die darüber lachen, will ich nicht ausschließen. Irgend jemand hat den Mist schließlich auch produziert.

    Die von Dir gemachte Beobachtung, dem Autor im Kommentarbereich eher zuzustimmen, kann ich übrigens gerade hier beim Werbeblogger nicht unbedingt teilen (auch wenn Du grundsätzlich gar nicht mal Unrecht hast). Hier wird doch eigentlich durchaus kontrovers diskutiert. Und wenn sich mal (fast) alle einig sind, dann ist das eben so ;-)

    Den Kirchenspot kenn ich nicht. Gibt es den auf Youtube? Denn Deine Beschreibung klingt in der Tat nicht sonderlich danach, dass dort christlichen Grundsätzen nachgeeifert würde.

  32. vroni

    Etzt les ich’s erst richtig: “…meine Bierzeltmentalität…”

    Mannmannmann. Get a life!

  33. Patrick Breitenbach

    @Ralf: Da magst du schon recht haben, wenn die Tonalität des Beitrages schon zu einer MEinung hin tendiert und dann noch in den Kommentaren bestätigt wird, werden einige sich ihre Meinung dazu sparen. Ich finde aber beide Seiten wichtig und es zeigt eben auch warum solche krassen Spots funktionieren. Es ist wie bei den Gaffern. Wir alle finden sie widerlich trotzdem gibt es sie immer wieder und wenn man vorher einen gefragt hätte wie sie zu Gaffern stehen, dann…

    @Vroni: Dann habe ich dich mißverstanden. Dann nehmen wir doch den Spot mal richtig auseinander. Was ich besonders widerlich finde ist, dass der Spot gerade auf Minderjährige anspielt (also nicht nur adressiert). Im Grunde genommen sollen das keine 30-Jährigen Schüler sein, sondern irgendwo um die 15-18. Highschool eben. Da beginnt also Tabu Nummer 1 (bitte nicht falsch verstehen, Tabus haben durchaus Sinn, nicht dass mir vorgeworfen wird, ich halte alle Tabus in meinem konstruktivistischen Wahn für Blödsinn. Sie haben auf alle Fälle eine Funktion.)

    Tabu Nummer 2 ist Sex für gute Noten oder überhaupt Sex als naturelle Bezahlung. Da platzt einem die Hutschnur das zweite Mal. Nichtsdestotrotz ist gerade aufgrund der starken Tabuisierung irgendwo ein Bedürfnis, ein Trieb vorhanden, sonst gebe es ja auch nicht das Tabu, da es ja steuern soll.

    Tabu Nummer 3 ist dann die Schlussszene. Niemand hat es bisher gewagt eine Körperflüssigkeit so in Szene zu setzen. Bei “Verrückt nach Mary” haben wir uns über das Sperma in den Haaren köstlich amüsiert. Aber auch nur, weil das Tabu dort per Bande umspielt wurde. Also kein direkter sexueller Akt usw.

    Subsumieren wir den Spot ist er a) extrem Frauenfeindlich b) mit einem pädophilen Touch versehen und c) pornografisch.

    Sind wir soweit konform (mal abgesehen davon ob der nun witzig gemacht wurde oder nicht)?

    Jetzt frage ich mich allerdings wieso Spots die mit Gewalt spielen wesentlich unumstrittener sind als das Quasi-Gegenteil Sex? Über die TAZ-RAF-Anzeige hat sich kaum jemand aufgeregt. Wenn Ron Hammer explodiert lachen alle usw. Das ist für mich der Beweis für Relativismus und für Konstruktivismus. Wir erschaffen uns unsere Kanäle wie wir denken und bewerten. Jeder für sich und dann noch zusammengefasst in einer Gesellschaft oder Kultur. Und das ist für mich der entscheidende Punkt. Und dennoch es wird über den Spot gesprochen. Das Ziel der viralen Aktion ist damit vorerst erfüllt, egal ob Spoof oder Auftragsarbeit. Wenn es ein Spoof ist kann sich die Marke distanzieren, wenn es eine Auftragsarbeit ist wohl auch (oder meint ihr die geben das zu?). Daher meinte ich ja, wir werden es nie erfahren.

    Übrigens sowas ähnliches gabs ja schonmal mit Puma: adrants.com/2003/03/...

  34. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Wer gern verbal mit Maßkrügen wirft, darf sich nicht wundern, wenn mal einer zrückgeflogn kommt! :-)

  35. somiht

    (offtopic) rammstein wird mmn wegen der (guten) musik gekauft/gehört (/offtopic)

  36. vroni

    Patrick, uiuiui.

    Zur Info für Unbeteiligte: Ich hatte in einem früheren Blogkomment mal gesagt, dass wer provoziert, sich nicht wundern soll, wenn Masskrüge (eines anderen wohlgemerkt, nicht meine) geflogen kämen.

    Das kann nicht bedeuten, dass ich der Masskrugwerfer bin (No.1) und es kann auch nicht bedeuten, dass ich “Bierzeltmentalität” hätte (No 2).
    Ich hatte Patrick damals nur darauf hinweisen wollen, dass wer in den Wald hineinruft, ihm aus dem Wald auch mal was systemisch korrekt entgegengeschallert kommen kann – ich kommentierte damit eifnahc nur meine Sicht eines Disputs zw. Patrick und einem anderen Blogger.

    Wenn ich das sprachliche Bild mit dem Wald benutzt hätte, hätte ich dann jetzt eine Waldmentalität, oder was *feix*.

    Ich bin lediglich für die liberalitas bavariae. Und für die Einsicht, dass ois rein systemisch ist: Ruf hinein = Echo hinaus. Des is ois. Patrick, beruhig dich wieder und lass das mal, mich indirekt irschendwie – und aus dem damaligen Zusammenhang genommen- als Masskrugwerferin hinzustellen. Da liegt kein Segen drauf. Wer meine Einlassungen gerade auf dem Werbeblogger kennt, weiß, dass ich in der Regel recht reflektiert an die Dinge rangehe (ad rem und nicht an personam).
    Peace ey.

  37. vroni

    Um zum Thema zurückzukehren.
    Ich glaube nicht, dass der Spot viral recht erfolgreich sein wird.

    1. Das Ding geht sauber nach hinten los. Ein Firma, die sowas zulässt, tut sich nirgendwo einen Gefallen, ob im prüden, aber locker zu Gewalt eingestellten US oder im freizügigeren Europa.

    2. Wirklich erfolgreich ist eine Werbemaßnahme dann, wenn der Abverkauf nicht nur kurzfristig dadurch steigt. Ein Viralfilmgebastel allein bringt nix, er muss eingebettet sein in weiteren laufenden und stimmigen Maßnahmen. Axe machts vor.

    3. Wenn wir wirtschaftliche Zahlen darüber haben über den Erfolg dieser Prickelbrausedinger, dann lass uns gern darüber weiterdiskutieren. Bis dahin gilt: viral kann teurer werden, als einer Firma lieb ist. Nix mit Biliglösung und gleichzeitig Mords-Durchschlagseffekt, eher Boomerang, das haben schon andere Firmen erleben müssen. Ich finde, Viralfilmchen haben sich eh langsam alle abgenutzt. Dass sie glauben, immmer drastischer und krasser werden zu müssen, kann ein deutlicher Beleg dafür sein.

    Der Verbraucher ist nicht dumm, lernt dazu und macht sich immer weniger draus.

  38. Mo

    Es gibt sicher viele Spots die grenzwertig sind, aber dieser ist wahrlich weit über die Grenze hinausgeschossen.

    Grüße
    Mo

  39. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Dann bist du eben begeisterte Zuschauerin einer “Maßkrugfliegerei”, jedenfalls befandest du dich mitten im Zelt. Der Vergleich kam von dir und nicht von mir. Ich sehe das nämlich nicht ganz so wie du, aber egal, das Thema soll ruhen, ich nehme den Vorwurd der Bierzeltmentalität zurück und nun zurück zur Sache.

    1. Ach wenn das alles doch nur so herrlich naiv romantisch wäre. Natürlich ist das der Idealfall, die Realität sieht oft ganz anders aus. Auch Volker Nickel hat das immer wieder in unserem Podcast betont, doch ich glaube schlichtweg nicht daran, ganz einfach weil es zu oft passiert. Und mal angenommen es ist ein Spoof, dann sagt das Unternehmen natürlich, dass es nicht von ihnen ist. Da kann nix nach hinten losgehen, weil ja angeblich nichts geplant wurde. Im Gegenteil, das Unternehmen ist im Gespräch und lässt den Wind aus den Segeln, indem sie sich davon distanzieren. Die gleiche MEthodik wird angewandt, wenn es irgendwie geplant oder forciert war. Zur Not muss dann eben wieder ein Praktikant dran glauben. Das wäre nicht das erste Mal und wir alle erinnern uns an den Polo Bomber. Hat VW deshalb Imageeinbußen gehabt? Ich glaube nicht. Desweiteren kann es sein, dass dieses Produkt sowieso schon im Sterben liegt und man dadurch nochmal den Defilibrator ordentlich angesetzt hat. 50/50 Überlebenschance. Mal sehen wieviele Gehirnzellen dabei drauf gehen.

    2. Das kommt auf das Marketingziel an. Du kannst doch nicht als Agentur die Ziele des Marketingleiters festlegen. Wenn das Ziel schnelle Aufmerksamkeit und schneller kurzfristiger ABsatz ist, dann wurde das Ziel erfüllt. (Zum Teil, die Zahlen kennen wir nicht, die Aufmerksamkeit schon) Und wer weiß, was da noch so folgt. Vielleicht nur der Beginn einer ganzen Reihe von Virals oder gar einem UGA-Contest. Alles noch offen.

    3. Ich gebe dir absolut recht. Doch für eines sind gelungene Viralkampagnen immer gut. Die Marke wird kurzzeitig aufglühen. Die Frage ist dann eben was man anschließend daraus macht.

    Den letzten Satz unteraschreibe ich voll und ganz, allerdings ander interpretiert, nämlich, dass er sich in Zukunft nicht mehr an solchen clips stören wird. Ein Tabubruch hat auch eine Abstumpfung zur Folge. Von daher nutzt sich das ganz von alleine ab.

  40. vroni

    “Dann bist du eben begeisterte Zuschauerin einer “Maßkrugfliegereiâ€?, ”

    Kaum. Und habe entgeistert versucht, sachlich zu bleiben und die Bälle humorvoll flach zu halten.

    Begeisterte Zuschauer waren die Sensationstouristen, die damals still und leise auf dein Blog aufschlugen und atemlos mitlasen… du hast die Zahlen, ich nicht, aber sie müssten an dem besagten Tag gewaltig gewesen sein.
    __________________

    “Wenn das Ziel schnelle Aufmerksamkeit und schneller kurzfristiger ABsatz ist, dann wurde das Ziel erfüllt.”

    JAJA. Wie schön für die :-) (Ne, issn echter Krampf)

    “Du kannst doch nicht als Agentur die Ziele des Marketingleiters festlegen.”

    Ne, festlegen nicht. Aber eine Meinung ahben, auch wenn sie ihn vermutlich nicht interessieren wird. Ich muss diesen Kunden weder mögen noch nehmen. Wenn sowas nicht in mein Portfolio passt, dann mache ich es auch nicht. Reines nachhaltiges Geschäftskalkül. Lieber Käseverkäuferin dann.

    Werbeleiter sind nur 1-2 Jahre da, dann wechseln sie. Da ist denen nachhaltiges Corporate möglicherweise richtig schnurz – sie oder ihr Boss wollen kurzfristige Erfolge. Dürfen die, ist das Problem derer, die solche Karussells einstellen, nicht meins. Hab ich kein Problem mit, weil ich sowas dann nicht mache.

  41. vroni

    @ Patrick zu deinem Punkt 1 noch.

    Vergleich doch diese Mickerbrause nicht mit VW.
    Das haut hinten und vorne nicht hin. Warum? Es dauert, bis eine große Marke richtig beschädigt ist, ein missratenes Filmchen schafft das sicher nicht auf einen Schlag bei einer großen Marke.

    Aber wer zur Hecke sind diese Brausehersteller? Wer kennt die groß? Ich kenn die nicht. Und wer nur das Filmchen dann von denen kennt, dann geht deren Kuh-Hintern aber rascher auf Grundeis, als sie Muh! sagen können.

    Der Vorwurf der Naivität und der Romantik geht 1:1 zurück an dich.

    (In letzter Zeit gefälltst mir eh net. Hat es was mit deinem “Marktplatz” zu tun…, und dass du vesuchst, wirtschaftlich zu denken…? Ne, sag nix.)

  42. vroni

    “wirtschaftlich” piddee. In Gänsepfoten.

  43. Roland

    @vroni:
    Aber ich sach was ;-). Dissenz in bestimmten Sachfragen ist doch völlig ok. und so wichtig nehmen wir uns hier nicht. Wirtschaftlichkeit ist eh nicht relevant, Blogs per se haben -noch- kein tragfähiges Wirtschaftmodell in Deutschland. Blogs sind Meinung, und meistens auch viele unterschiedliche Meinungen und das ist auch gut so. Und bleibt so. Marktplatz mit “Warefeilbieten” ist woanders und dann auch ausdrücklich gewünscht. So weiß jeder, wo man was bekommt.

  44. stk

    Was ich bei solchen Diskussionen irgendwie nie so ganz verstehe: Wieso sollte es ausgerechnet _Frauen_feindlich sein, wenn Maenner sich derart “missbrauchen” lassen? Waere es maennerfeindlich, wenn es eine Lehrerin und ein Schueler waere?

  45. Patrick Breitenbach

    @Vroni: “Aber wer zur Hecke sind diese Brausehersteller? Wer kennt die groß?”

    Ähhh, sorry, das gehört Kraft Foods und die Dinger sind in den USA ziemlich bekannt, allein wegen der Urban Legend die ich oben beschrieben habe. Also behalte mal schön Naivität und Romantik bei dir! ;-)

    Zum “wirtschaftlichen Denken” sei gesagt, dass es deine Vermutung ist, dass ich dir das wohl lassen muss. Wenn das ein unterschwelliger Vorwurf sein soll, auch schön. Ich lasse jedem seine Meinung.

  46. Stefan Mannes

    Autsch. Wie werde ich denn die Benachrichtigung bei neuen Kommentaren wieder los? Das wird mir jetzt alles ein bischen viel …

  47. Björn

    In allen Gesellschafts-Magazinen erfahren wir, was Jugendliche – und wahrscheinlich genau die Zielgruppe für Pop Rocks – so an Klips auf ihren Handys haben. Da muss man schon ziemlich tief in die Kiste greifen, um von denen überhaupt wahrgenommen zu werden. Einen Heini gegen einen Baumarkt rauschen zu lassen, wird da wohl kaum reichen, sofern unblutig.

    Dieser Spot hätte Potenzial…

  48. Ralf

    @Stefan: In den Mails die du bekommst steht ein Link: Unsubscribe From This Entry

    @Ramses:
    ich denke nicht das es diesen Spot auf Youtube&Co gibt. Ich kann dir aber kurz beschreiben was zu sehen und zu hören ist:
    Es sind Bilder vom Busunglück zu sehen. Dazu wird ein Bibelvers eingeblendet und vorgelesen.
    Bis hier hin kann man noch von Anteilnahme ausgehen.
    Danach kommt noch der Spruch das man sich die Bibelverse auch als SMS täglich aufs Handy schicken lassen kann.

    Ich habe nichts dagegen wenn die (katholische) Kirche um Mitglieder wirbt. Aber muss es ausgerechnet mit einem solchen Unglück sein?

  49. vroni

    Ach Patrick,
    nur weil ich diese Brausedinger nicht kenne und esse, bin ich noch lang nicht naiv.

    Kraft Food: Habe mich schlau gemacht, sie sind angeblich von General Foods. Aber egal. Glaub auch nicht, dass das Jungvolk weiß, ob von dem oder dem. Es wird sie auch nicht interessieren, sie wissen den Namen “Pop Rocks” und das scheint zu langen. Isse: Produktmarkenstrategie. Heißt nicht xy Food Pop Rocks. Daher kann hier ein Flop nur dem Produkt schaden, dem Konzern nie. Den kennt eh keiner.

    Was bei einem Polo schon anders wäre, keiner tippt da auf Chrysler :-).
    Da: Dachmarkenstrategie. Heißt immer VW Polo.

    Da gibt es kein Vertun, dass das schon etwas anders tickt, und daher bleibe ich auch bei meiner Ansicht.

  50. Patrick Breitenbach

    @Vroni. Ach Vroni, du weisst doch ganz genau dass ich das nicht ernst meine und nur die Bälle immer zurückschieße. Einigen wir uns auf ein Unentschieden (sagte der Ritter mit den abgehackten Armen und Beinen)

    Klar konnte der VW Polo Spot die Marke nicht beschädigen, ich bleibe aber auch dabei, dass dieser Spot dem Produkt nicht wirklich schaden wird. Im Gegenteil, ich tippe tatsächlich auf die Version, dass die Brausdingens tatsächlich kurz vor dem Exitus standen. Wir werden es sehen. Im übrigen hoffe ich wirklich sehr, dass die Aktion nicht greift, denn ich finde den Spot genauso zum kotzen wie du, nur mal so neben all dem Konstruktivismus-Geblubber von mir bemerkt.

  51. Timo

    Jetzt weiß ich warum ich werbeblogger.de so mag. Patricks Aussagen sind einfach kompetent. Ich hab immerhin keinen Kommentar ausgelassen …

  52. vroni

    “Im Gegenteil, ich tippe tatsächlich auf die Version, dass die Brausdingens tatsächlich kurz vor dem Exitus standen.”

    Wunderbar. Patrick, wenn was dran ist, dann ging das Ding auf alle Fälle nach dem Motto: “Ist der Ruf erst mal ruiniert,… pornt sich’s gänzlich unscheniert.” Dann können die tatsächlich nur gewinnen :-) A

    ber wohl nur kurz, denn so wie es ausieht, macht man mit solchen Filmen nur Punkte bei Präpotenten mit IQ von Zimmertemperatur, die den Unterschied zwischen krass und wirklich witzig in diesem Leben ständig verwechseln und ihn auch nimmer rausfinden werden. Ein witziger Spot geht einfach anders. Und wenn er witzig ist, darf er gern schärfer rangehen. Aber nur porn ist doof.

    So eine Produktmarke kann demnach tatsächlich nicht beschädigt werden. Denn man kann nur etwas beschädigen und nach unten ziehen, was vorher oben war. Scheint ja dann nach deiner Vermutung bei Rockpops, Poprocks oder Poppopps nicht der Fall gewesen zu sein.

    Ich stehe aber tatsächlich mehr auf de-konstruktivistisches “Gelaber” als auf moralische oder ethische Argumentation, denn Moral und Ethik sind ein schwammiger Boden verglichen mit einem sauberen rationalen Verriss nach alter Sitte :-)

  53. Ringo

    @Patrick: Ich stimme “stk” zu. Wieso soll der spot frauenfeindlich sein (“extrem” sowieso nicht)? Als ob ein Mann alles für einen blowjob tun würde…das ist eindeutig männerfeindlich!
    Pädophiles kann ich auch nicht erkennen – man höre allein die recht tiefe Stimme der Hauptdarstellerin.
    Und um etwas spitzfindig zu sein: Pornografie gibt es auch nicht, höchstens angedeutete selbige.
    Also bitte etwas weniger Hysterie.

  54. Patrick Breitenbach

    @Ringo: Och ich bin relativ(iert) entspannt.

    Trotzdem sind natürlich die Tendenzen da. Frauenfeindlich weil Frauen eben Sex für fast gar nichts bieten, sich dadurch zum Objekt machen. Aber vielleicht fragt ihr mal eine Frau dazu (die Emma-Ecke z.B. die Jahrzehnte lang gegen so ein Bild der Frauen kämpfen). Männerfeindlich bedingt, weil wir Männer uns damit abgefunden haben mit dem Schwanz zu denken und das in unserer Kultur sogar teilweise als schick empfunden wird. Wir dominieren ja schließlich damit.

    Über das Thema “Pornografie” (de.wikipedia.org/wik...) können wir uns gerne streiten, da gäbe es aber bestimmt spannendere Themen. Natürlich werden keine Geschlechtsteile gezeigt, aber eben Sperma (ob echt oder nicht). Von Erotik kann wohl keine Rede sein, oder?

    Der Spot ist unterschwellig pädophil. Natürlich sind die clever genug gewesen eine über 30-Jährige Schauspielerin zu engagieren. Aber das Set und Setting lässt doch sehr auf Minderjährige in der Highschool schließen, oder?

  55. Sandra

    Der Spot kann nicht echt sein! Ich sehe ihn als Persiflage, auch deswegen, weil diese “Anwendung” von PopRocks in den USA soweit ich weiß auch als “Urban Legend” durchgeistert. Das erzählt man sich unter Teenagern gerne mal bei sleep-overs spät abends und pfeifft sich dann kichernd ne Packung rein, denk ich.
    Aber auch mit diesem Wissen bleibt der Spot geschmacklos. Finde ja er könnte auch als Teaser für so einen schlechten Schulmädchen-Lehrer Schmuddelfilm herhalten.

  56. Podpimp

    Ich tu mich echt schwer in diese “Pfui-Bäh”-Tiraden mit einzustimmen. Und ehrlich: Ich hab bei dem Spot geschmunzelt. Denn man kann ihn doch nicht wirklich ernst nehmen. Zugegeben, die letzte Einstellung hätte man sich getrost sparen können, aber vielleicht hat der CD das Briefing einfach zu ernst genommen:

    Werbeleiter: “Wir brauchen einen Spot mit Augenzwinkern”
    CD: “Passt, ham wir”

    Für mich zielt dieser Spot auch selbstironisch genug auf die amerikanische Zielgruppe und überspitzt die dortige “American Pie”-Mentalität. So what… Dass die Tabu-Mechanik dort regelmäßig auf fruchtbaren Boden fällt zeigt auch der Erfolg der viralen Kampagne für “The Average American Male”, diesmal für Erwachsene.
    Siehe tellerrand.typepad.c...

  57. Roland

    Die “urban legend” kurz zusammengefasst:
    metacafe.com/watch/5...

  58. Gelbe Gurke

    Kleiner Tipp:
    Wer sich zu sehr über so etwas aufregt, macht sich verdächtig.

  59. Roland

    @Gelbe Gurke:
    Ich brauche keine Tipps vom Geheimdienst mit verklausulierter Botschaft. Der Beitrag ist meine persönliche Meinung und wenn ich Informationen in den Tiefen der Kommentare ergänze, dann vor allem, um allen einen Überblick über das zu verschaffen, was hier öfter als “urban legend” thematisiert wurde und ggf. nicht jeder in D kennt.

Einen Kommentar schreiben

Eure Kommentare

Feed
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
  • ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
  • Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
  • Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
  • InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
  • Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
  • ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...
  • Brian: Der Titel ist genial. Danke :).
Adscene: The Kaiser Report
Werbeblogger Late Night Podcast
Werbeblogger Podcast auf iTunes abonnieren



Wordpress-Blogsoftware
blogoscoop