14:23 Uhr
Zeichen und Arcor Wunder
Ich hätte es niemals geglaubt, dass unsere Protestschreiben tatsächlich Wirkung zeigen. Das Parallel-Einschreiben an Vorstand und Beschwerdemanagement scheint gewirkt zu haben. Wir erhalten von Arcor eine Gutschrift über zwei Jahre nicht erhaltene Leistung. Witzigerweise lief die Beschwerde ihren Parallelweg durch das Kundenservice Schema F, von dem wir ein Schreiben erhielten, dass wir selbst Schuld gewesen sind, da wir uns in diesen 2 Jahren nicht gemeldet haben, dass wir nicht die volle Leistung erhalten (Ja nee is klar! Einspruch bei Betrug, sonst gilt es nicht als Betrug).
Glücklicherweise meldete sich dann doch telefonisch ein echter Berater mit echtem Namen und echten Kompetenzen. Die Gutschrift flatterte bereits nach zwei Tagen in den Briefkasten. Dafür danke. Nun, würde ich noch gerne aus dem 12-monatigen Knebelvertrag heraus, denn eine Entschädigung ist zwar nett, verhindert aber nicht wirklich den gewünschten Anbieterwechsel. Dazu war das alles viel zu sperrig, viel zu träge und unsererseits mit viel zu viel Aufwand verbunden (die Hälfte der Gutschrift haben wir sicher wieder für die Hotline bezahlt).
Doch zeigt mir das Verfahren eins: Wer als geprellter Konsument am Ball bleibt und hartnäckig sich bei der Spitze eines Unternehmens beschwert, erhält zumindestens ein Stück weit Gehör. Wenn man solche Beschwerden bündeln würde und entsprechend aufmerksamkeitsstark überbringt, könnte das einen netten Effekt auf die Serviceorientierung eines Unternehmens sein. (Das wär doch mal eine nützliche Web 2.0 Anwendung)
Und sein wir doch mal ehrlich, das wäre eher produktiv als destruktiv, denn mit einem ausgezeichneten Service können Unternehmen derzeit sogar wieder richtig beim Kunden punkten, oder?
7 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 15. Juni 2007 um 14:48 Uhr
Teil-Glückwunsch :-)
Wir hatten auch schon eine Gutschrift von A. erwirkt. Mein Mann wollte schon aufgeben, aber der zähe Vronibär hat nochmal was richtig Blühendes geschrieben, das sie nicht ablehnen konnten :-). Das Vorspiel war aber ebenso mühsam wie bei euch.
Meine Meinung:
Sie probieren es, weil sie wissen, dass die meisten rasch aufgeben.
Komische Kundenorientierung. Man muss es wirklich mit Austritt oder Kündigung “belohnen”. Sowas geht gar nicht.
Kann man auch wunderbar sehen – um mal von A. wegzukommen – bei Eingaben an Krankenkassen wegen z. B. abgelehnter Reha. Es geht in einschlägigen Foren die nicht ganz unberechtigte Sage, die Kassen lehnten immer zuerst gern, ab um zu sehen, wer dennoch am Ball bleibt, der brauche das wirklich. Das spare den Kassen Geld. So wie einige Kassen kann sich nur jemand aufführen, der weiß, dass die Leut so schnell nicht wegkönnen.
Provider wie A. machen das, weil sie wissen, die meisten Leut haben Angst, das System zu wechseln, neue Kästchen, neu Konfiguratioen, neue Freischaltung. Das zehrt tatächlich gewaltig an den Nerven, ist nicht immer problemlos. An die letzte Sache kann ich mich gut erinnern, war saulang offline und hing nur noch in deren Hotline ab. Ich wollte sie alle am liebsten töten, obwohl ich wusste, dass es die Netten sind, die nur ihren Job machen, obwohl ich wusste, es sind die ganz oben dran schuld – aber irgendwo muss man ja mal anfangen :-))) Der Cortisol-Spiegel und der Blutdruck waren jedenfalls auf Anschlag Oberkante Unterlippe.
They do it, because they can. Und because… sie billig sein “müssen”. Daran schuld ist z. T. auch der Verbraucher.
Das nächste Mal keinen Massenprovider, mal sehen, was er so treibt.
Dann schaun mer mal und guggen dann.
Schönes WE nochmal
Am 15. Juni 2007 um 15:22 Uhr
Beschwerdebündelung war mal die Idee von vocatus.de (Dafür gabs sogar tolle Bonuspunkte bzw. webmiles). Inzwischen ist Vocatus auf den Marktforschungszweig gewechselt.
Am 15. Juni 2007 um 16:58 Uhr
Drücke Euch weiterhin die Daumen. Vielleicht bekommt Ihr ja doch einen guten Vertrag mit guter Leistung (bei wem auch immer).
Ich hatte diesmal ein gutes Erlebnis mit der Telekom und sitze hier im Paulaner Wiesbaden. Prost!
Am 15. Juni 2007 um 17:07 Uhr
Und das gleiche Problem an der Front von Versatel. Dort kauf man teure WLAN Hardware, die mehrfach ausgezeichnet worden ist und bekommt an Stelle der versprochenen 2048KBits/s mal gerade 300KBits/s. Nach mehreren Telefonaten mit den freundlichen Hotlinemitarbeitern (Die scheinbar auch immer nur stur von der Maske ablesen), wurde festgestellt das ich ja nicht deren Hardware verwende und das Modem im Router schuld dran sei. Komisch nur, das selbe Hardware bei meinem Bruder mit selben Anschluss bestens läuft.
Schliesslich sollte ein Techniker kommen und sich das ganze ansehen.(Was immer der an einem geschlossenen WLAN-Router zu erkennen glaubt)
Dem konnte ich dann aber absagen, weil urplötzlich und von einem auf den anderen Tag alles wieder ging. Nachdem ich gedroht hatte die Geschichte auf meinem Weblog und diversen Kundenschutzportalen public zu machen.
Am 15. Juni 2007 um 18:29 Uhr
Herzlichen Glückwunsch, ich weiß aber nicht ob die dich jetzt so kurz nach der Gutschrift gehen lassen wollen.
Was du mal prüfen kannst wenn du weg willst ist, ob dir evtl ein außerordentliches Kündigungsrecht zusteht, da ARCORgerade erst die Gebühren für die Hotline erhöht hat (von 24ct/min auf 49 ct/min).
Mehr dazu hier: arcor-faq.de/t/neuig...
Ich persönlich kann mit der Preiserhöhung gut leben, da ja eine kostenlose Störungshotline eingeführt wurde und das der Einzige Grund ist warum ich bei der Arcor Hotline je angerufen haeb und ich mir auch keinen anderen vorstellen kann um bei der Hotline anzurufen.
Was sich aus der Preiserhöhung rechtlich allerdings ergibt kann ich nicht sagen, da musst du mal nen Profi fragen.
mfg Tobi
Am 18. Juni 2007 um 11:49 Uhr
Grundsätzlich immer ganz laut werden und das nach möglichst weit oben – das scheint das Einzig funktionierende zu sein, jednfalls, was meine bisherige Erfahrung mit dem Schweinske, mit der Telekom und der Helvetia Versicherung angeht. Vielleicht bin ich auch bloss Querulant.
Am 27. Juni 2007 um 19:29 Uhr
Ich bin seit August 2001 bei Arcor. Da ich 2006 einen Tarifwechsel hatte, bin ich bis Okt. 2007 gebunden aber dann gehe ich. Der Kundenservice ist nicht zu kotzen, man muss sich erst durch das Menü wie blöd drücken, um überhaupt noch einen Kundenberater zu bekommen und der kassiert in der Zwischenzeit satte ,49 Cent die Minute. Für eine weitere MSN-Nummer für den ISDN-Anschluss, kassieren die 10,50 Euro. Bei meinem Vertragsabschluss waren extra MSN-Nummern kostenlos. Gibt es eine Störung, sind alle anderen Schuld, außer Arcor. Nur komisch, dass alle anderen Geräte an ihrem Ort bleiben und nach ein paar Stunden geht wieder alles.
Ich hoffe, dass das was mit der Telekom passiert ist, auch bald mit Arcor passiert, denn die halten sich für die Allergrößten.