05.06.07
08:54 Uhr

Die Sims: Der virtuelle H&M

Ich weiß zwar nicht, wie die Leute hier darauf kommen, dass ich angeblich dauernd über Second Life berichte bzw. es sogar hochjuble, aber hier ist ein virtuelles Projekt, was ausnahmsweise mal Relevanz für das Marketing besitzt. Die Discount-Kleider-Marke H&M steigt nämlich ins Gaming ein. Mit “Die Sims 2″ hat man wohl den potentesten Partner gefunden, um die eigene Marke auch in virtuelle Sphären tragen zu können.

H&M Sims

Das Mini-Erweiterungs-Pack geht derzeit für knappe 18 Euro über die Ladentische und liefert den Sims 2 Spielern (Großteil der Spieler ist weiblich) einen H&M-Laden und 60 neue Kleider & Accessoires. Die Sims sind im Gegensatz zu Second Life zum einen ein (funktionierendes) Spiel, zum anderen ist es natürlich wesentlich reichweitenstärker. Der erste Teil der Lebenssimulation wurde über 54 Mio. mal verkauft. Der zweite Teil brach in den ersten Tagen des Release alle bis dato aufgestellten Rekorde und die Nutzerzahl dürfte mittlerweile wieder im zweistelligen Millionenbereich liegen. Ob sich der gebrandete H&M Zusatz tatsächlich gut verkauft, bleibt abzuwarten. Falls die Erweiterung ein Ladenhüter werden sollte, kann H&M die immer noch in ihren Fillialen billig verscheuern oder einfach verschenken. Das Branding ist so und so Gold wert.

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3 Kommentare

  1. Der Blogbote

    Quickie am Morgen…

    Guten Morgen liebe Netzwelt,
    der G8-Gipfel ist in aller Munde. Jens hat dazu auf unserem Schwesterschiff ein paar Gedanken zusammen gertragen. Und auch sonst ist die Blogwelt voller G und 8. Ich versuche mal nich ein paar andere Themen zu finden:
    Falsc…

  2. Philippe

    Hi Patrick
    Ich finde diese Marketingkooperation zwischen Die Sims und H&M auch sehr interessant. Es gibt tatsächlich immer mehr Marken, die mit Videospielen kooperieren, insbesondere um Ihre Sichtbarkeit in der virtuellen Welt zu erhöhen. Ich denke aber, dass es H&M nicht nur darum geht. Solche Kooperationen bieten viele Möglichkeiten für beide Partner und den Endkunden und ermöglichen eine „Win-Win-Win“ Situation, was einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine Marketingkooperation ist. Das Videospiel bekommt einen neuen und aufregenden Spielinhalt, der den Spielern ermöglicht, ihre Persönlichkeit und eigene Idee auszudrücken: diese Personalisierung des Spiels erlaubt es, die Kundenbindung ganz besonders zu stärken. H&M bekommt eine neue Möglichkeit, um ihre Kunden anzusprechen und kann auch Vorteil aus den verschiedenen Entwürfen der Teilnehmer für zukünftige Kollektionen ziehen. Endlich gibt diese Kooperation Sims-Fans die Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, in dem sie eine eigene Modelinie entwerfen und diese dann international präsentieren können.
    Mesh-box (www.mesh-box.com), der neue Blog der Agentur für Marketingkooperationen Noshokaty, Döring & Thun, hat ebenfalls Beispiele solcher Kooperationen erwähnt, wie z.B. VISA und World of Warcraft (mesh-box.com/?p=100). Dort wird weiterhin gezeigt, dass solche Kooperationen inzwischen auch umgekehrt funktionieren können: z.B. Jeep, die das Umfeld des Videospiels American Wasteland für ihre Trailhawk’s TV Werbung genutzt haben, während im Spiel Jeeps verwendet werden (mesh-box.com/?p=100).

  3. Styleguide

    H&M passt für meinen Geschmack wie die Faust aufs Auge, bei dem hohen Frauenanteil ist wahrschenlich ein riesiger Anteil an Fashionvictims dabei. Videospiele, vorallem Onlinegames, werden bei steigenden Reichweiten eh immer interessanter fürs Branding. Da wird sicherlich noch einiges auf uns zukommen.

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Eure Kommentare

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  • Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
  • ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
  • Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
  • Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
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