05.06.07
17:21 Uhr
17:21 Uhr
Auflösung zum Londoner Olympia 2012 Logo
Tony Blair Thomas Knüwer hat natürlich Unrecht. Wir haben knallhart die Hintergründe zur Entstehung des neuen Olympia 2012-Logos recherchiert. Dieses Logo soll natürlich nicht - wie Mr. Blair behauptet - das Bildnis einer auf dem Asphalt aufgeprallten Katze darstellen, dieses Logo ist ein uralter Entwurf und gleichzeitig ein Schnittmuster eines Ganzkörperkondoms für das weltbekannte und außerordentlich beliebte Maskottchen Twipsy:

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Am 5. Juni 2007 um 17:45 Uhr
Besonders gut fand ich, dass Goatse es durch das Olympia 2012 Logo zu BBC geschafft hat:
youtube.com/watch?v=...
Am 5. Juni 2007 um 17:55 Uhr
Patrick, Du hast da wohl etwas schnell über den Text von Herrn Knüwer drübergelesen.
Blair sagte “When people see the brand, we want them to be inspired to make a positive change in their life.”, die Katzen-/Asphaltmetapher kommt von Herrn Knüwer.
Am 5. Juni 2007 um 18:07 Uhr
@Frank: Oh danke!
Am 5. Juni 2007 um 21:31 Uhr
Viel schlimmer finde ich dass fuer solch einen Mist meine Steuergelder verschwendet werden. Soll ja angeblich GBP 400,000 gekostet haben der Kram.
Am 5. Juni 2007 um 23:32 Uhr
Mein Kommentar dazu:
Das Logo ist eine wunderbare Provokation für alle pathetischen Schöngeister, die sich hochoriginell :-(was mit stilisierter Flamme oder sich grafisch “hochbedeutsame” edle Spielereien mit den fünf Ringen vorgestellt haben. Sowas aber auch.
Und daher find ich’s gut. Es wird Kommunikation provozieren, zum Anders- und Selbermachen ermuntern, aber stark genug sein, auch in seiner zugebenermaßen brachialen Urform erinnert zu werden. Was will man als Kommunikationsdesigner mehr. Wir sollten vom hohlen, verlogenen Schöngeistkram in Bezug auf Olympia mal wegkommen.
Denke grad laut nach (muss erst die Urheberrechte oder wie die sich das copyrightmäßig vorgestellt haben studiern mit heißem Bemühn – ois in inglish, damn), ob ich nicht einen kleinen crazy Flashfilm dazu mache mit interaktivem Actionscript 2 mit genau diesen Elementen und sie in meinem Blog zur Verfügung stelle.
Signatur:
Ein Kommunikationsdesigner (mit Dippel, hach wie altmodisch), der keine schönen sinnentleerten Design-Rüschen, aber dafür Kommunikation mag.
Am 6. Juni 2007 um 00:10 Uhr
Mit Verlaub, vroni, aber es kann nicht das Ziel eines Kommunikationsdesigners sein, dass die halbe Welt, darüber kommuniziert wie scheisse das Logo aussieht und wie man das besser machen könnte.
Das ist nicht bewundernswert, sondern frei nach dem Motto: Ziel verfehlt.
(Gewollte) Provokation hin oder her, es gibt genug schlechtes und / oder unästhetisches Design auf dieser Welt, da muss man nicht noch eins drauflegen um dem “Schöngeistkram” zu entkommen. Ob ein simples Logo dies schaffen kann bleibt eh mal dahingestellt. Mag sein, das eine geeignete Markenkommunikation das Bild der Olympischen Spiele verändern könnte, aber dann bleibt immernoch die Frage: Warum eigentlich?
Am 6. Juni 2007 um 02:56 Uhr
Dieses Logo wird man sich merken.
Oder weißt du, wie das von Olympia Peking 2008 ausschaut?
Siehste.
Es ist nicht die Aufgabe eines Logos, schön zu sein. Und auch nicht, das überall Hässliche “ästhetisch” auszuwetzen. Aisthesis (gr.) heißt lediglich “Wahrnehmung”, da ist keine Wertung drin, ob gut, schön oder toll oder supertoll.
Warum eigentlich?
Dem Bild/Image der Olympischen Spiele tut es gut, vom hohen glatten langweiligen Ross des visuellen Belcanto runterzukommen und ein Mitmach-Ding zu werden. Ob man das mit einem 80er Jahre Graffiti-Tag macht wie beim London Logo oder einem anderen rauen Zeichen ist mir fast egal. Aber diese langweiligen Dinger der letzten paar Spiele… Erinnert sich wer an irgendeins? Austauschbar.
olympia-statistik.de...
olympia-statistik.de...
Am 6. Juni 2007 um 04:00 Uhr
Für olympische Schöngeister, die es druff haben, gilt: Selbermachen
london2012.com/joini...
Am 6. Juni 2007 um 10:00 Uhr
finds ganz schön, auch wenn ich nicht so begeistert vom Magenta und dem zickzack-schwuppdiwupp-film bin.
Es hat keinen erkennbaren bezug, man kann viel reininterpretieren wenn man nicht weiß daß es ne 2012 sein soll.
sowas zu lesen ist allerdings traurig, ich dachte erst das wär mit viel Mut rausgefetzt worden:
“..the logo emerged after eight months of consumer-testing by focus groups.”
bin schon auf die Piktos gespannt, weiß jemand ob man die auch schon wo anschauen kann?
Am 6. Juni 2007 um 10:45 Uhr
“Dieses Logo wird man sich merken.”
Das bezweifle ich. In IQ- und ähnlichen Tests dürfte die Figur jedenfalls schon zu den komplizierteren gehören. Zeig das Ding 10 Leuten, drück ihnen einen magentafarbenen Stift (wo ist die Telekom, wenn man sie mal braucht?) in die Hand und sag ihnen, sie sollen das Logo nachzeichnen. Du wirst 10 höchst unterschiedliche Gebilde bekommen (die vermutlich allesamt besser aussehen, als der Scherbenhaufen da oben).
Wobei ich auf der anderen Seite “gute Erinnerbarkeit und Wiedererkennungswert” auch nicht zwingend ganz nach oben auf die Liste der Eigenschaften setzen würde, die ein Olympia-Logo haben muss. Wozu? Das wird uns noch oft genug vor die Nase gesetzt. Und wenn die Olympischen Spiele in London erst durch sind, muss sich auch niemand an das Logo erinnern.
Am 6. Juni 2007 um 10:49 Uhr
Apropos austauschbare Logos. Wusste doch gleich, dass ich das:
olympia-statistik.de...
vor noch nicht allzu langer Zeit schonmal gesehen habe:
blog.j4p4n.de/wp-con...
Am 6. Juni 2007 um 10:58 Uhr
Immerhin hat’s die Ringe.
So ahne ich, worum es geht.
Schade, dass die Ringe den Look stören.
Ohne wäre das Logo schöner.
Und geneu das halte ich für die Schwäche: dass nämlich Thema(Ringe) und Gestaltung(Magentatangram) und schleißlich die fiese Typo einfach nicht zusammengehen.
Am 6. Juni 2007 um 11:55 Uhr
die art-diretoren um mich herum mögen das ding. ich erlaube mir keine meinung.
Am 6. Juni 2007 um 12:08 Uhr
Zugegeben, mir fehlt natürlich für eine fundierte Meinung auch der Blick des ADs bzw. Designers. Aber müssten die das Ding nach 8 Monaten Rumgeteste nicht schon aus Prinzip verteufeln? So aus reiner Berufsehre heraus mein ich ;-)
Je länger die Testphase desto größer die Unsicherheit desto fauler der Kompromiss. Das dürfte auch (oder: gerade?) für Design gelten.
Am 6. Juni 2007 um 12:44 Uhr
Soll das Logo Artdirektoren gefallen, oder den Menschen, die damit konfrontiert werden?
Am 6. Juni 2007 um 13:50 Uhr
das logo ähnelt lisa simpson bei einem blowjob.
Am 6. Juni 2007 um 14:07 Uhr
@Dave: LOL! :-D
Stimmt.
Am 6. Juni 2007 um 14:12 Uhr
Kein Mensch muss ein Logo “mögen”. Aber wenn er es sieht, wäre es schön, wenn er etwas, im Idealfall den Absender ;-) damit verbindet. Immerhin steht es hier gleich im Logo selbst. Von daher kann ich meine Meinung auch gleich revidieren: Super-Logo. Funktioniert beim ersten Hinsehen.
Am 6. Juni 2007 um 17:14 Uhr
@ Ramses
“…sag ihnen, sie sollen das Logo nachzeichnen. Du wirst 10 höchst unterschiedliche Gebilde bekommen…”
Ungestützt genau nachmalen das wird nicht sein, stimmt. Aber wenn sie es sehen, dann wissen sie genau: Aha.
Zum Thema Mitmach-Logo:
Ich vermute, man will absichtlich, dass verschiedene Dinge hineininterpretiert werden können. So sieht der eine zackige Zahlen, der andere Lisa Simpson beim Blow-Job.
Ich habs:
Das Ding ist ein Rorschach-Test. Wer interpretiert, outet sich :-))
Aber Ernst beiseite: Das mit dem Mitmachen plus Selbergestalten kann – wenn man es irgendwoanders macht als auf deren Galerie – blöd ausgehen…, da irreführend mit der Aussage “mitmachen”. Die Rechte sind strikt und streng (kann man nachlesen auf deren Londonlogo-Seite). Den Fall mit ner Abmahnung wegen der Verwendung eines Olympia-Logos hatten wir schon mal, war das nicht das Saftblog? Kann also noch lustig :-( werden. Auf Flickr habe ich schon die ersten Werke gesichtet.
Am 8. Juni 2007 um 11:08 Uhr
Jetzt bin ich sicher nicht rechts ausgerichtet, aber ich sehe da doppel S Symbol.
*autsch*