05.06.07
17:21 Uhr

Auflösung zum Londoner Olympia 2012 Logo

Tony Blair Thomas Knüwer hat natürlich Unrecht. Wir haben knallhart die Hintergründe zur Entstehung des neuen Olympia 2012-Logos recherchiert. Dieses Logo soll natürlich nicht - wie Mr. Blair behauptet - das Bildnis einer auf dem Asphalt aufgeprallten Katze darstellen, dieses Logo ist ein uralter Entwurf und gleichzeitig ein Schnittmuster eines Ganzkörperkondoms für das weltbekannte und außerordentlich beliebte Maskottchen Twipsy:

Twipsy Olympia

Noch Fragen?

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20 Kommentare

  1. Tim

    Besonders gut fand ich, dass Goatse es durch das Olympia 2012 Logo zu BBC geschafft hat:
    youtube.com/watch?v=...

  2. Frank

    Patrick, Du hast da wohl etwas schnell über den Text von Herrn Knüwer drübergelesen.
    Blair sagte “When people see the brand, we want them to be inspired to make a positive change in their life.”, die Katzen-/Asphaltmetapher kommt von Herrn Knüwer.

  3. Patrick Breitenbach

    @Frank: Oh danke!

  4. Armin

    Viel schlimmer finde ich dass fuer solch einen Mist meine Steuergelder verschwendet werden. Soll ja angeblich GBP 400,000 gekostet haben der Kram.

  5. vroni

    Mein Kommentar dazu:

    Das Logo ist eine wunderbare Provokation für alle pathetischen Schöngeister, die sich hochoriginell :-(was mit stilisierter Flamme oder sich grafisch “hochbedeutsame” edle Spielereien mit den fünf Ringen vorgestellt haben. Sowas aber auch.

    Und daher find ich’s gut. Es wird Kommunikation provozieren, zum Anders- und Selbermachen ermuntern, aber stark genug sein, auch in seiner zugebenermaßen brachialen Urform erinnert zu werden. Was will man als Kommunikationsdesigner mehr. Wir sollten vom hohlen, verlogenen Schöngeistkram in Bezug auf Olympia mal wegkommen.

    Denke grad laut nach (muss erst die Urheberrechte oder wie die sich das copyrightmäßig vorgestellt haben studiern mit heißem Bemühn – ois in inglish, damn), ob ich nicht einen kleinen crazy Flashfilm dazu mache mit interaktivem Actionscript 2 mit genau diesen Elementen und sie in meinem Blog zur Verfügung stelle.

    Signatur:
    Ein Kommunikationsdesigner (mit Dippel, hach wie altmodisch), der keine schönen sinnentleerten Design-Rüschen, aber dafür Kommunikation mag.

  6. zaphir

    Mit Verlaub, vroni, aber es kann nicht das Ziel eines Kommunikationsdesigners sein, dass die halbe Welt, darüber kommuniziert wie scheisse das Logo aussieht und wie man das besser machen könnte.

    Das ist nicht bewundernswert, sondern frei nach dem Motto: Ziel verfehlt.

    (Gewollte) Provokation hin oder her, es gibt genug schlechtes und / oder unästhetisches Design auf dieser Welt, da muss man nicht noch eins drauflegen um dem “Schöngeistkram” zu entkommen. Ob ein simples Logo dies schaffen kann bleibt eh mal dahingestellt. Mag sein, das eine geeignete Markenkommunikation das Bild der Olympischen Spiele verändern könnte, aber dann bleibt immernoch die Frage: Warum eigentlich?

  7. vroni

    Dieses Logo wird man sich merken.
    Oder weißt du, wie das von Olympia Peking 2008 ausschaut?
    Siehste.

    Es ist nicht die Aufgabe eines Logos, schön zu sein. Und auch nicht, das überall Hässliche “ästhetisch” auszuwetzen. Aisthesis (gr.) heißt lediglich “Wahrnehmung”, da ist keine Wertung drin, ob gut, schön oder toll oder supertoll.

    Warum eigentlich?
    Dem Bild/Image der Olympischen Spiele tut es gut, vom hohen glatten langweiligen Ross des visuellen Belcanto runterzukommen und ein Mitmach-Ding zu werden. Ob man das mit einem 80er Jahre Graffiti-Tag macht wie beim London Logo oder einem anderen rauen Zeichen ist mir fast egal. Aber diese langweiligen Dinger der letzten paar Spiele… Erinnert sich wer an irgendeins? Austauschbar.
    olympia-statistik.de...
    olympia-statistik.de...

  8. vroni

    Für olympische Schöngeister, die es druff haben, gilt: Selbermachen
    london2012.com/joini...

  9. Chris

    finds ganz schön, auch wenn ich nicht so begeistert vom Magenta und dem zickzack-schwuppdiwupp-film bin.
    Es hat keinen erkennbaren bezug, man kann viel reininterpretieren wenn man nicht weiß daß es ne 2012 sein soll.

    sowas zu lesen ist allerdings traurig, ich dachte erst das wär mit viel Mut rausgefetzt worden:

    “..the logo emerged after eight months of consumer-testing by focus groups.”

    bin schon auf die Piktos gespannt, weiß jemand ob man die auch schon wo anschauen kann?

  10. ramses101

    “Dieses Logo wird man sich merken.”

    Das bezweifle ich. In IQ- und ähnlichen Tests dürfte die Figur jedenfalls schon zu den komplizierteren gehören. Zeig das Ding 10 Leuten, drück ihnen einen magentafarbenen Stift (wo ist die Telekom, wenn man sie mal braucht?) in die Hand und sag ihnen, sie sollen das Logo nachzeichnen. Du wirst 10 höchst unterschiedliche Gebilde bekommen (die vermutlich allesamt besser aussehen, als der Scherbenhaufen da oben).

    Wobei ich auf der anderen Seite “gute Erinnerbarkeit und Wiedererkennungswert” auch nicht zwingend ganz nach oben auf die Liste der Eigenschaften setzen würde, die ein Olympia-Logo haben muss. Wozu? Das wird uns noch oft genug vor die Nase gesetzt. Und wenn die Olympischen Spiele in London erst durch sind, muss sich auch niemand an das Logo erinnern.

  11. ramses101

    Apropos austauschbare Logos. Wusste doch gleich, dass ich das:

    olympia-statistik.de...

    vor noch nicht allzu langer Zeit schonmal gesehen habe:

    blog.j4p4n.de/wp-con...

  12. Thies

    Immerhin hat’s die Ringe.
    So ahne ich, worum es geht.
    Schade, dass die Ringe den Look stören.
    Ohne wäre das Logo schöner.
    Und geneu das halte ich für die Schwäche: dass nämlich Thema(Ringe) und Gestaltung(Magentatangram) und schleißlich die fiese Typo einfach nicht zusammengehen.

  13. alex von staudt

    die art-diretoren um mich herum mögen das ding. ich erlaube mir keine meinung.

  14. ramses101

    Zugegeben, mir fehlt natürlich für eine fundierte Meinung auch der Blick des ADs bzw. Designers. Aber müssten die das Ding nach 8 Monaten Rumgeteste nicht schon aus Prinzip verteufeln? So aus reiner Berufsehre heraus mein ich ;-)

    Je länger die Testphase desto größer die Unsicherheit desto fauler der Kompromiss. Das dürfte auch (oder: gerade?) für Design gelten.

  15. Tim

    Soll das Logo Artdirektoren gefallen, oder den Menschen, die damit konfrontiert werden?

  16. Dave

    das logo ähnelt lisa simpson bei einem blowjob.

  17. Patrick Breitenbach

    @Dave: LOL! :-D

    Stimmt.

  18. ramses101

    Kein Mensch muss ein Logo “mögen”. Aber wenn er es sieht, wäre es schön, wenn er etwas, im Idealfall den Absender ;-) damit verbindet. Immerhin steht es hier gleich im Logo selbst. Von daher kann ich meine Meinung auch gleich revidieren: Super-Logo. Funktioniert beim ersten Hinsehen.

  19. vroni

    @ Ramses

    “…sag ihnen, sie sollen das Logo nachzeichnen. Du wirst 10 höchst unterschiedliche Gebilde bekommen…”

    Ungestützt genau nachmalen das wird nicht sein, stimmt. Aber wenn sie es sehen, dann wissen sie genau: Aha.

    Zum Thema Mitmach-Logo:
    Ich vermute, man will absichtlich, dass verschiedene Dinge hineininterpretiert werden können. So sieht der eine zackige Zahlen, der andere Lisa Simpson beim Blow-Job.

    Ich habs:
    Das Ding ist ein Rorschach-Test. Wer interpretiert, outet sich :-))
    Aber Ernst beiseite: Das mit dem Mitmachen plus Selbergestalten kann – wenn man es irgendwoanders macht als auf deren Galerie – blöd ausgehen…, da irreführend mit der Aussage “mitmachen”. Die Rechte sind strikt und streng (kann man nachlesen auf deren Londonlogo-Seite). Den Fall mit ner Abmahnung wegen der Verwendung eines Olympia-Logos hatten wir schon mal, war das nicht das Saftblog? Kann also noch lustig :-( werden. Auf Flickr habe ich schon die ersten Werke gesichtet.

  20. Oli

    Jetzt bin ich sicher nicht rechts ausgerichtet, aber ich sehe da doppel S Symbol.

    *autsch*

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