21.05.07
17:10 Uhr

Werbeblogger Vollzeit!

WIRWERBER

Ich habe eine Vision, muss aber entgegen Helmut Schmidts Verordnung nicht gleich zum Arzt rennen. Ich orientiere mich eher an dieser Definition:

…eine Motivation oder Überzeugung, in eine Sache zu investieren…

Die Sache ist eindeutig, nämlich der Werbeblogger. Meine Überzeugung und Motivation ist nunmehr seit November 2003 täglich gewachsen. Mein großer Traum ist es, den Werbeblogger als eigenständiges Medienformat auch professionell – sprich in Vollzeitbeschäftigung – und langfristig zu führen. Das Schreiben, die Recherche aber vor allem der tägliche Dialog mit den Lesern hat mir vor Augen geführt, wieviel Spaß und Leidenschaft und Potenzial im Werbeblogger steckt. Warum nicht aus der Leidenschaft einen Beruf machen? Für mich ist die Freude an der täglichen Arbeit immer noch die beste Voraussetzung, um sie auch richtig gut zu machen.

Der Werbeblogger war von Beginn an ein Teamblog, es waren immer mehrere Autoren beteiligt – ohne dass man sich in irgendeiner Form abgesprochen hat. Es war irgendwie alles im Fluss. Wenn man nicht mehr schreiben wollte, ist jemand anders eingesprungen. Der Reiz eines Teamblogs liegt auf der Hand; man erreicht Vielfalt in Themen und Stilistik. Etwas, was ich generell an Blogs zu schätzen weiß. Daher möchte ich diesen Schritt in die Kommerzialisierung (ieeh das böse Wort) auch nicht alleine gehen. Mit Roland Kühl-v. Puttkamer habe ich einen Partner gefunden, der nicht nur auf einer Wellenlänge liegt, was das Verständnis von Marketing und Markenentwicklung angeht, sondern der eben auch stilistisch und inhaltlich den Werbeblogger wunderbar ergänzt und bereichert. Mit ihm entstand dann auch ein regelmäßiger und intensiver Austausch rund um die Frage, ob und wie man den Werbeblogger als tragfähiges Unternehmen aufbauen könnte. Weitere Werbeblogger Team-Mitglieder wissen von unserem Vorhaben und sind bei erfolgreicher Entwicklung weiterhin als fester Bestandteil des Teams eingeplant, sofern die jeweiligen persönlichen und beruflichen Umstände es zulassen.

Wie geht man vor?
Der Entschluss steht also fest. Jetzt oder nie – mit dem Werbeblogger sich selbst und vielleicht auch noch einige freie Autoren zu finanzieren. Der erste Schritt ist sicherlich die Erstellung einer Agenda. Was geht, was geht gar nicht? Da kristallisierten sich sehr schnell folgende Punkte heraus:

1. Werbung ja, aber die Umsetzung ist sicherlich nicht unproblematisch. Je werbefreier, desto besser auch durch die Tatsache, dass wir kritisch über Werbung und vereinzelte Kampagnen berichten und berichten werden.

2. Wenn Werbung, dann klare Trennung von der Redaktion. Keine Vermischung, keine gekauften Einträge.

3. Wenn Werbung, dann kann dies nicht nach regulären TKP-Modellen geschehen. Wir sehen uns als Fachmedium mit spitzer Zielgruppe. Wir sind Werber, die meist auch mit Werbern sprechen. Hier geht es nicht um Kontakte, hier geht es um Dialoge.

4. Daher auch kein Google-Adsense. Das Modell passt nicht zu uns, es besteht die Gefahr der Keywordbloggerei.

5. Paid Content funktioniert momentan nicht. Spenden sind zu unberechenbar, da wir langfristig am Markt bestehen möchten.

6. Gerade für die Übergangszeit brauchen wir finanzstarke Partner, die an unser Modell glauben, den Werbeblogger inhaltlich zu einem Fachmediendienst auszubauen. Das Blog in der heutigen Form bleibt dabei im Mittelpunkt.

7. Wir verkaufen unsere Leser nicht. Wir werden keine Daten an Dritte zu Werbe- oder anderen Zwecken weiterreichen.

8. Wenn Werbung, dann darf der Inhalt nicht darunter leiden. Wir verabscheuen Flashlayer und halten diese für kontraproduktiv. Wir möchten am liebsten eine Werbeform entwickeln, die unserer Sache gerechter wird. Weg von der Push-Massenpenetration hin zu der Pull-Nischenkommunikation, bei allem Bewusstsein, dass Massenmedien einen wichtigen Beitrag zur Markenführung leisten. Wir sind aber kein Massenmedium und konsequenterweise gehen wir den anderen Weg.

9. Keine inhaltliche Beugung. Wir lassen uns von niemandem reinreden. Dialogkanäle müssen offen bleiben. Wir werden den Weichspüler schön im Schrank stehen lassen.

10. Qualitätssteigerung ohne wesentliche Quantitätszunahme. Wir werden jetzt nicht täglich 100 Blogeinträge bringen, das hätte keinen Sinn. Wir wollen verstärkt Wert auf Qualität und Recherche legen. Dazu möchten wir auch Themenschwerpunkte bilden und den Werbeblogger insgesamt lesefreundlicher gestalten. Eine Überfrachtung ist dabei absolut tabu.

Wir sind anspruchsvoll, wir sind in jeder Hinsicht qualitätsorientiert. Fakt ist aber auch, dass der Werbeblogger auf dem jetzigen Niveau so nicht auf Dauer weitergeführt werden kann. Durch meinen familiären Zuwachs muss ich Prioritäten setzen -daher das jetzige Vorhaben, den Werbeblogger dauerhaft vollberuflich zu führen und weiterzuentwickeln.

Soweit die Vision, nun zu den Taten:

Alle Vorzüge und Fakten rund um den Werbeblogger haben wir zusammengefasst und in einer Kurzpräsentation an mögliche strategische Partner – sprich Investoren versendet. Es wurden Gespräche geführt, die durchaus eine positive Resonanz hevorbrachten. Jedoch mahlen die Mühlen bekanntlich langsam und einige Vorstellungen der Partner und auch von uns gehen auseinander. Egal wie die Gespräche sich entwickeln: Wir unternehmen. Gibt es also ein Modell, das es uns ermöglicht, den Betrieb des Werbebloggers wie oben skizziert zu entwickeln? Ein Modell, das sich nicht nur an unserer Einstellung für Marketing orientiert, sondern auch echten Mehrwert für unsere Leser bietet, dann noch möglichst frei von irgendwelchen wilden Bannern, Produktempfehlungen oder Gewinnspielen?

Ja, das gibt es unserer Meinung nach. Wir bauen einen Markt.

Die große Frage, die mich immer wieder beschäftigt ist die Folgende: Warum dringt der Markt und damit seine abstrakten Vertriebsagenten, nämlich die klassische Werbung, so penetrant in unsere Wohn- und Lebensräume ein, während die B2B-Kommunikation (business-to-business ist das Marketing zwischen Unternehmen) völlig außerhalb unseres Privatlebens in den Büroräumen stattfindet?

Früher hatten wir den Marktplatz nicht im Haus, sondern vor der Tür. Our home was our castle. Kein Werbeclip, keine Anzeige störte uns in unserem friedlichen und kuscheligen Eigenheim. Wenn wir etwas kaufen wollten, flanierten wir auf den hiesigen Marktplätzen. Die Marktschreier brüllten unser Trommelfell zwar heiß, aber als wir nach Hause kamen, herrschte wieder Ruhe. Ruhe, was gibt es Schöneres?! In einem Zeitalter der Hektik und der spärlichen Freizeit sehnt man sich doch einfach nur nach Ruhe. Doch sobald wir die “Hirnentspanner” Fernsehen oder Zeitschrift aktivieren sind sie wieder da, die Marktschreier, mitten in unserem Wohnzimmer. Das Schlimme daran: wir sind gerade nicht im Markt- sondern im Relaxmodus!

Bannerwerbung sind Marktschreier, die niemand hören möchte. Was wäre aber, wenn es einen Marktplatz für uns Werber gäbe, der dialogorientiert und bannerfrei ist und der die Möglichkeiten der neuen Medien verstehen und nutzen kann?! Jeder aus unserer Branche kann seinen Stand aufbauen und sich und seine Leistungen feilbieten. Egal ob Freelancer, Agenturen oder Verlage für Fachbücher. Wir wollen den Marktplatz ganz für uns allein. WIR WERBER!

Viele von euch betreiben Werbeagenturen, sind dort angestellt, arbeiten als Freelancer oder sind sonst irgendwie in der Werbebranche tätig. Wenn ihr unser Angebot zu schätzen wisst, dann bitten wir euch, diesen Marktplatz gemeinsam mit uns aufzubauen. Über unseren Blog begegnen wir uns regelmäßig; was liegt näher als ein passender Marktplatz für uns alle?! Wir stellen Fläche, Bretter, Planen -und was man sonst für einen Marktstand 2.0 so braucht – zur Verfügung. Ihr müsst euch nur ein Plätzchen suchen und uns eine kleine Standgebühr bezahlen. Als Gegenleistung pflegen wir den Markt, kommunizieren ihn über seine Grenzen hinaus und teilweise im Werbeblogger – klar gekennzeichnet. -

Beispiel: Es gibt Stellenangebote. Diese könnt ihr als Agenturen buchen. Sie erscheinen dann nicht nur auf dem Marktplatz, sondern wir integrieren diese auch in unser wöchentliches Podcastformat. Dialogwerbung eben. Authentisch, natürlich und ungekünstelt. Oder ihr wollt gar selbst einen werblichen Podcast auf den Marktplatz stellen? Kein Problem, wir helfen euch dabei, ein Format in Dialog- bzw. Interviewform zu produzieren. Wir befragen euch zu der aktuellen Stellenausschreibung, eurer neusten Case Study oder dem aktuellen Fachbuch. Der Dialog ist die galanteste und natürlichste Art des Handels.

Fazit?
Wir suchen auch weiterhin aktive Unterstützer in der Sache und es interessiert uns jetzt natürlich brennend, ob ihr die Entwicklungsmöglichkeiten und konzeptionellen Denkrichtungen des Werbeblogger ähnlich bewertet. Wir freuen uns wie immer auf euer Feedback in den Kommentaren. Denn eines dürfte völlig glasklar sein: Ohne euch, die Werbeblogger-Leser, ist alles nichts.

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43 Kommentare

  1. Christoph

    Klingt vielversprechend. Viel Erfolg!

  2. Henrik Teichmann

    Viel Erfolg!

  3. Christian Stuhlmann

    Patrick, ich bin sprachlos! Soviel Offenheit in einer Branche in der man sonst ja immer so geheimnisvoll tut finde ich bemerkenswert. Die Idee im übrigen auch. Ich muss es erst mal sacken lassen, aber es wird klappen!! Freu mich auf die Beta… the stakes are high, dafür hast Du mit Deinen Kommentaren gesorgt ;-)
    WIR WERBER bringt nach der sinnstiftenden Domainvergabe ganzer Sätze wieder eine neue Dimension. Auch wenn in Bezug auf Werber leider ein Hauch Arroganz mitweht (f*ck 80s and 90s), musst Du dafür sorgen, dass es eine selfconcious attitude bekommt und ab dafür!!
    Danke für Dein Engagement in der Werbewelt,
    Gruß Christian
    PS: Monolog -> Dialog -> Multilog? Wie heißt es, wenn alle mit allen?

  4. partnerprogrammfanatic

    Hört sich interessant an. Der Name und das Design passen ja schonmal :-)

  5. massenpublikum

    Jetzt verstehe ich auch Eure Umfrage vor ein paar Wochen. “Wollt Ihr ein Werbenetzwerk”, oder so.

  6. Patrick Breitenbach

    @massenpublikum: Jein. Die Umfrage war nicht in dieser Richtung geplant. Da befanden wir uns noch in einer kreativen Brainstormphase. Aber sicherlich hilft sowas dann später bei der Konkretisierung von Ideen.

  7. vroni

    Gefällt mir, Superidee.

    Eigentlich sogar überfällig, denn kann mir einer verraten, was der ADG, der BDW und die GWA oder auch der Benchpark, und wie sie alle heißen, für ihre Leute für ein Engagement haben? Wo sie den Dialog – auch den mit der Öffentlichkeit, die ist der Marktplatz – bereit halten?

    Freu mich auf die Entwicklung dieses neuen Auftritts.

    Die gstandene Marktfrau Vroni
    Jo, die mit den lecker roten Tomaten (die überreifen zum Werfen `´`´), der Stand Nr. 4245 links hinten, nachm Käsepavillon.

  8. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Das werte ich mal als klares Commitment! ;-)

    Ich bau schonmal deinen Stand auf…

  9. Patrick Breitenbach

    @Alex: Den Kontakt zur Branche bewahre ich mir durch werbeblogger.de. ganz sicher. Denn ohne werbeblogger hätte ich niemals diesen jetzigen Einblick in die Branche bekommen. Außerdem wird weiterhin meine Hauptaufgabe die Kommunikation sein, mit Leuten aus der Branche über die Branche. Aber die Gefahr besteht natürlich immer. Wichtig ist, ich darf meine Neugier nicht verlieren.

  10. die muse

    Sehr schön. Ganz viel Erfolg für euch!

  11. lokalreporter

    starter mit guter umsetzung gilts zu unterstützen. ich bewerb mich schon mal für den stand neben der vroni.

  12. Erik

    Also BWLer frage ich mich, ob und wie ihr genügend Asche für zwei Mann zusammenkriegt, und das jeden Monat. Darauf bin ich sehr gespannt!

    Die Idee an sich ist gut. Ihr müsst allerdings den Vertrauensbonus der Marktteilnehmer einkalkulieren. Denn: Wer am Anfag investiert, hat seinen “Stand”, aber noch wenige “Besucher”. Wird es Rabatte für Früheinsteiger geben, die in die Presche springen und erstmal dafür sorgen, dass überhaupt was los ist?

    Falls von euch noch nicht bedacht: Ein Gewinnbeteiligungsmodell à la eBay wäre vielleicht was. Also: Einfach nur nen Stand reinstellen kostet sehr wenig, damit auch jeder schmerzfrei dabei sein kann. Wer über euern Marktplatz Geschäfte abwickelt, zahlt ein wenig extra.

    Dürfte man noch erfahren, wer die technische Realisierung eures Marktplatzes übernimmt? Denn das Teil muss ja absolut wasserfest werden, wenn Leute da schon ihr Geld reinstecken sollen…

    Bin gespannt!

  13. Senem

    Awesome idea!
    War letzte Woche auf der Ad., Marketing… Diversity conference in der B.U. bdionline.com/divers...
    Und die meinte auch das man wirklich “passion” fuer diesen Job haben muss!
    You Guys have a lot of passion! ;)
    Wuensche euch viel Erfolg und Spass!

  14. Claus

    Hallo Patrick,

    ich finde es einfach nur faszinierend wie Du Deiner Idee und Leidenschaft Stück für Stück gefolgt bist.

    Ich denke da nur an Sunfind, wenn Du noch weißt was ich meine :)

    Grüße,

    Claus

  15. Dieter Schneider

    … ob die Fachverlage wissen, was sich da tut?

  16. Roland

    @Dieter
    könnt ich mir schon vorstellen, bei dieser offenen Kommunikation hier.

  17. Gerrit

    Hach! Der Sprung in die Selbstständigkeit! Großartig. Sollte sich da was bei mir ergeben, und ich schließe das nicht aus, da Würzburg mir immer noch sehr sympathisch ist… Vielleicht klopfe ich mal bei Euch an, nächstes Jahr oder so. So einen Designfuzzi kann man ja immer gebrauchen :-) Ganz viel Spaß und Erfolg!!

  18. Roland

    @Gerrit Danke. Nächstes Jahr oder so ist ja nicht so weit hin. Dein Angebot nehmen wir gerne an und machen ganz sicher die Tür auf.

  19. Julian Reischl

    Ich fall vom Stuhl! Super Idee, und genau zum richtigen Zeitpunkt (also früh genug, um noch innovativ zu sein). Ich bange ein wenig um die Frage, wo das Geld herkommt, bin aber überzeugt, daß Ihr das gu bedacht habt. Ich freue mich über diesen mutigen Schritt und wünsche fast alles Glück der Welt (ein wenig bräuchte ich noch selber … )! Kann ich helfen?

  20. vroni

    Die Geldfrage und die hohe Kunst des BWLens (aus allem Gold zu machen):

    Vielleicht werde ich jetzt als 0.99 Neanderthalerin gesteinigt, aber was spricht denn verdammt nochmal dagegen, altmodische old school Mitgliederbeiträge zu zahlen und das damit auschließlich zu finanzieren.

    Ich bin die ewige Billig-Kontent versus Paid Content versus Böse-Werbung rein ja-nein – nur um Seiten oder Plattformen irgendwie zu finanzieren richtig leid. Ich zahle gern einen Mitgliederbeitrag, um sicher zu sein, dass Unabhängigkeit gewahrt ist. Wer ganz arm ist oder Student, kriegt Sonderstatus.

    _____________________
    Es haut einfach nicht hin, das a) niemand was zahlen muss, aber b) hinten trotzdem ein Ertrag raus kommen soll. *Werbung wollen se och nich de verwöhnten Umme-User, ja wat denn nu etzt*. Magie? Zauberey? Quadratur des Kreises? Wirtschafts-Esoterik? :-))
    _____________________

    (Wenn ich sehe, was die GWA einsammelt als Jahresbeitrag…, aber ich bin schon ruhig)

  21. lokalreporter

    esoterik geht nach innen ~ wirtschaftsesoterik erst recht. idiomisiert hübsch verpackter zitatischer impuls ->> vroni strengt sich an!

  22. vroni

    hÄ?

    :-))))))))))))) Du bist doch noch viel zu jung für Wirtschaftserotik.

  23. Patrick Breitenbach

    @Erik: Du meintest: “Also BWLer frage ich mich, ob und wie ihr genügend Asche für zwei Mann zusammenkriegt, und das jeden Monat. Darauf bin ich sehr gespannt!”

    Wir auch! ;-)
    Nein im Ernst, natürlich sind wir auch noch in der Sondierungphase für mögliche Partner (Investoren etc), die zumindestens den Übergang finanzieren, langfristig soll das natürlich “Chashback” hervorbringen, sonst wäre es ja auch Blödsinn. Andererseits brauchen wir keine Bürohallen, keinen Fuhrpark oder diverse Assistentinnen. Sprich unsere Kosten sind ziemlich schmal, zumal wir Kommunikation, Design und Teile der Webentwicklung selbst in die Hand nehmen. Hinzu kommt noch unser Angebot Podcasts zu produzieren, da Roland ja im Soundbranding beheimatet ist und somit schon alles nötige schon vorhanden wäre. Ohne Übertreibung würde ich sagen, dass unsere Leidenschaft und Kompetenz sicherlich 2-3 weitere Mitarbeiter locker wieder auffängt.

    Du meintest weiterhin:
    “Die Idee an sich ist gut. Ihr müsst allerdings den Vertrauensbonus der Marktteilnehmer einkalkulieren. Denn: Wer am Anfag investiert, hat seinen “Standâ€?, aber noch wenige “Besucherâ€?. Wird es Rabatte für Früheinsteiger geben, die in die Presche springen und erstmal dafür sorgen, dass überhaupt was los ist?”

    Klar wird es besondere Einstiegskonditionen geben, ob wir allerdings an der heiklen Preisschraube drehen, wissen wir noch nicht. Ich bin eher der Verfechter des Mottos “Was nix kostet is auch nix wert”. Wenn, wäre ich für ein Angebot, welches mehr Leistungen bietet. Wir sind aber für Anregungen immer offen.

    Du meintest weiter:
    “Falls von euch noch nicht bedacht: Ein Gewinnbeteiligungsmodell à la eBay wäre vielleicht was. Also: Einfach nur nen Stand reinstellen kostet sehr wenig, damit auch jeder schmerzfrei dabei sein kann. Wer über euern Marktplatz Geschäfte abwickelt, zahlt ein wenig extra.”

    Klar haben wir daran gedacht, allerdings halte ich wenig von Maklergeschäften auf dieser Ebene. Unkontrollierbar und nicht gerechtfertigt. Wie will man das feststellen, wieso sollten wir in solche Prozesse eingreifen? Nein, da pochen wir auf die freie Geschäftsabwicklung. Solche Modelle benötigen nämlich auch entsprechenden Aufwand. Es soll ein freier Markt sein.

    Du meintest zum Schluss:
    “Dürfte man noch erfahren, wer die technische Realisierung eures Marktplatzes übernimmt? Denn das Teil muss ja absolut wasserfest werden, wenn Leute da schon ihr Geld reinstecken sollen…”

    Da sind wir ebenfalls noch in der Sondierung. Wir stecken gerade sozusagen in der architektonischen Phase. Aber uns ist natürlich klar, dass der Markt absolut sicher sein muss. Daher wird es auch keine wirkliche “Beta” geben. Entweder es funktioniert oder nicht.

    @Claus: Witzig. An “Sunfind” habe ich in der letzten Woche auch wieder mal gedacht. Lange her! :-)

    @Vroni: Genauso sehen wir das auch und ich betrachte das als Online-Business 3.0 (um mal richtig schön bullshitty zu sein). Also nix mit deinem 0.1 Neandertal.

    Unsere Absicht ist es “Bannerfrei” und unabhängig zu bleiben. Denn das ist auch ein klarer Benefit für die Nutzer. Wenn ich teilweise sehe, was da andere Portale fabrizieren, wird mir schlecht. Ich suche Service finde aber hunderte von blinkenden Bannern, die mich an meiner eigentlichen Suche hindern. Und das funktioniert eben nur durch solche “Mitgliederbeiträge”, die wir auch staffeln möchten. Es wird sicherlich auch kostenlose Angebote geben (zum Beispiel Cases zu Social Campaigns) oder preislich reduzierte.

    Gleichzeitig sollte man sich aber im Klaren sein, was man für sein Geld erhält. Kostenlose, unabhängige und teilweise unterhaltsame Inhalte auf dem Werbeblogger und die Möglichkeit sich virtuell als Werber zu vernetzen.

    Was kostet denn beispielsweise eine Stellenanzeige in einer Fachzeitschrift? So hoch werden wir bestimmt nicht gehen, ganz einfach weil wir keine eigene Kantine zu bewirtschaften haben! ;-)

    Aber das Prinzip ist ja nicht neu. Der Unterschied liegt klar zwischen “werbefrei” und “bannerfrei”. Denn Werbung ist es ja, allerdings eine, wie wir finden, sinnvolle und interessante.

    Ich bin sehr gespannt, ob und wie wir die großen Agenturen mit ins Boot holen und den kleinen Agenturen und Freelancer entsprechend attraktive Angebote anbieten können.

  24. macx

    Ein offener Brief, der mir zeigt: Die Seite kannst du weiterhin öffnen und lesen was draufsteht. Dafür erst einmal Applaus. Mutig finde ich den Schritt, mit dem WB den Lebensunterhaltalt zu bestreiten. Ich war bereits einige Jahre selbständig, litt aber unter Einsamkeit. Von daher seit ihr im Team natürlich besser aufgestellt. Ich wünsche euch also alles Gute und werde natürlich die Entwicklung verfolgen.
    Und wenn ich dazu beitragen kann (Podcast-Plugin Podpress) oder andere Dinge, lasst es mich bitte wissen.

  25. Reklameblogger

    Werbeblogger goes Selbstständigkeit…

    Eigentlich schreibe ich nicht über andere Blogs oder nehme an Verlinkungsaktionen und sonstigen Dingen teil, aber das ist mir einen Eintrag wert: Der Werbeblogger wird selbstständig.
    Klingt erstmal komisch, ist aber so: Der Gründer und A…

  26. Sebastian

    hebt Hand

  27. Michael Herrling

    Schöne Idee. Das ist doch mal ein toller “Output”, den das Werbeblogger-Projekt hervorbringt. Ich drück Euch kräftig die Daumen!

  28. Roland

    Vielen Dank allen für das Feedback :-)
    Eine wesentliche Grundüberlegung war auch: In einem Markt, in welchem zur Zeit und erfreulicherweise die Nachfrage nach Mitarbeitern in Werbeagenturen wächst, soll es auch einen Marktplatz geben, der auf eine neue Art Jobanbieter und Suchende zusammenbringt. Derzeit haben wir so rund 4500 Leser inkl. RSS täglich (am Wochenende geht´s dann auf ca. die Hälfte zurück – Freizeit sei Dank). Damit dürfte eine “Personalanzeige” bei uns inkl. neuartiger Anzeigenform durchaus die Breite und Tiefe an Menschen erreichen, die auch für Agenturchefs und Personalverantwortliche wirklich interessant ist -so glauben wir zumindest bzw. sagen uns die direkt bekannten Agenturen im Umfeld.

  29. Roland

    Noch ein kleiner Hinweis: Da die Anfragen, Kommentare und auch direkte Mails ordentlich zunehmen, werden wir bis morgen ein eigenes “wirwerber-Projektblog” aufsetzen. Domain bzw Zugang folgen in Kürze.

  30. ben

    ich hab nichts mit der werbebranche am hut, lese den werbeblogger trotzdem regelmäßig weil ich das thema interessant finde und die massenwerbung einfach leid bin. ich bin dermeinung, dass ihr das schafft!
    auch wenn mein beitrag weig konstruktiv ist wollte ich ihn gern loswerden!

  31. Erik

    Trudelte heute per Mail rein: https://www.xing.com...
    “… wir möchten Sie herzlich einladen am Betatest des „XING Marketplace” teilzunehmen.

    Hier finden Sie täglich aktuelle Dienstleistungen, Immobilienanzeigen und Jobangebote aus dem XING-Netzwerk (zum Start nur Jobangebote). …”

    ;-) Na wenn das mal kein zusätzlicher Ansporn ist!

    Vielen Dank auch nochmal (Patrick) für Dein Feedback zu meinen Anmerkungen. Meine Ideen waren sicher etwas holzhammermethodenmäßig, aber ich sehe, dass ihr euch schon wirklich vielseitige Gedanken gemacht habt. Sehr gut! Preisschraube und Maklermanieren hin oder her: Dass Du von einer Tragfähigkeit von 5 Personen (inkl. Roland und Dir) ausgehst, schraubt meine Erwarten zwar noch weiter in die Höhe, aber zeigt nochmal umso mehr, dass ihr hier mehr seht als nur einen Testballon.

    Ich bin sehr gespannt, wie ihr Agenturen (groß und klein) gewinnen könnt und euch gleichzeitig die freie Schnauze beim Bloggen bewahrt!!!

  32. markus

    Viel Glück!

  33. vroni

    Gegen Xing und den Beta-Marketplace hab ich was, das kann einem die Tagesform versauen – diese etepetete-Angestellten-Plattform mit Leuten, die wie Angestellte denken, ihre uralt-Bürowitze da drin verbreiten, auch noch eso-sülzen, sich aber als hochpotente Unternehmer ausgeben, kryptische Anfragen ohne jede Dunst reinstellen, und den ganzen Tag sich da drin rumtreiben. (Bin ex und raus nach einem halben Jahr)

    Da hat der Werbeblogger tausend mal mehr Chancen bei mir. Mindestens 1000:1.
    Ach, reicht nicht.

  34. Markus Roder

    Hallo Patrick und Roland,

    Das meintest Du (Patrick) also mit “in letzter Zeit hatte ich viel um die Ohren…” ;). Euch beiden viel Glück und ich denke, ich kann jetzt schon sagen, dass die DSG Euren Marktplatz zumindest mal sondieren wird… einfach uns mal anschreiben!

  35. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Markus Danke, Markus. Ich hatte auch viel um die Ohren, vor allen Dingen mit den ganzen Podcasts ;-). Anschreiben machen wir fertig, na logo. Wir sehen uns auf dem Markt…

  36. customerofhell

    “Hallo liebe Gemeinde! Wir wollen den Werbeblogger professionalisieren, noch mehr Zeit in coole Beiträge stecken. Deshalb haben wir uns entschlossen einen Marktplatz für Werber zu gründen.” Das ist doch die Message in kurz, oder nicht?
    Mal unabhängig davon, dass ich beide Ideen sehr gut finde, sehe ich nicht den kausalen Zusammenhang. Ihr hättet auch schreiben können: Deshalb haben wir uns entschlossen Müsli übers Internet zu verkaufen.
    Was ich damit sagen will, ihr könntet den Zeitaufwand den ihr für den Marktplatz braucht auch in jede andere Form des Gelderwerbs stecken. Denn diese Zeit wird nicht zur Recherche von neuen Beiträgen zur Verfügung stehen.
    Keine Frage, zum Übergang ist es bestimmt ne gute Idee und möglicherweise kann man mit der Sache ja auch ohne viel Arbeit gutes Geld verdienen (-; ,aber als Finanzierung für den Werbeblogger Pro braucht ihr glaube ich eine andere Quelle (ich drücke die Daumen für die Investoren).

  37. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Höllenkunde ;-)
    Der kausale Zusammenhang liegt ganz einfach in der Tatsache, dass wir Werber sind, über Werber und Werbung schreiben und Werber uns auch lesen. Überflutende Werbung im Content wollen wir nicht, also machen wir unser eigenes “Adsense” für Werber, klein, fein, nischengerecht und -ein wenig- abseits vom Blog. Ob ein Werbeblogger pro mit Investoren ganz werbefrei sein könnte, hmmm?!

  38. Roland

    Danke dir natürlich trotzdem für den Daumendruck. An den anderen Quellen arbeiten wir natürlich auch, aber es funktioniert, glauben wir, auch so, wenn auch zunächst etwas kleiner.

  39. customerofhell

    Ich war ja auch nicht der Meinung, dass der Werbeblogger ohne Werbung auskommen soll (wie schön sich dieser Satz doch anhört…). Ich sehe aber auch die potentiellen Probleme die ihr schon beschrieben habt.

  40. Patrick Breitenbach

    @customerofhell: Was wir da machen ist ja im Endeffekt auch Werbung (oder Promotion?) Allerdings dialogorientierte Werbung, die den Leser eben auch mehr interessieren könnte, als wild rotierende Online-Banner. Wir versuchen da also eine Mischform zu entwickeln. Zum einen finanziert man durch so ein Modell den Inhalt des Werbebloggers wie in einem klassischen Abo, aber als zusätzliche Gegenleistung erhält man eben auch noch ein Plätzchen, auf dem man für sich und sein Produkt oder seine Leistungen werben kann. Alles im Rahmen der Nische Kommunikation. Das ist jetzt nicht ein Web 2.0 Start-Up des Jahrtausends, dass für ein paar Millionen an jemand verscherbelt werden soll, es ist ein Refinanzierungsmodell, das hoffentlich auch greifen wird und somit die redaktionelle Unabhängigkeit unseres Teams bewahrt.

  41. Alex

    Da bin ich aber schon gespannt, was da hier in Zukunft auf uns zukommt. Klingt auf alle Fälle vielversprechend.

  42. Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Bye bye Buena la Vista

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