08.05.07
00:58 Uhr
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Der stumme Hummelflug

So kann es gehen. Da hatte einst der anerkannte Komponist Rimski-Korsakow viele Noten zu seinem weltbekannten Hummelflug niedergeschrieben und nun ist das Notenblatt blank und stumm. Dank Raid, dem ultimativen Allesvernichter, wenn es um störendes und hochfrequent nervendes Kleinvieh geht. Nette Idee. Wer doch nicht ganz auf eine freie Interpretation des Originals verzichten will, dem sei dieser Clip empfohlen.
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12 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 8. Mai 2007 um 08:40 Uhr
Der Zweck heiligt die Mittel? Oder ist das mal wieder – eine für mich zu feine – Ironie? Warum nicht gleich Bienen killen (ich weiß, es heißt nicht “Flight of the bee”)? Genausogut könnte man ja für Baseballkeulen damit werben, dass man ganz toll Robben damit umbringen kann. Also: Es ist sehr intelligent, es ist eine gute Idee, aber der Werber als moralische Instanz ist mal wieder ein Totalausfall.
Übrigens heiligt m.E. auch ein guter Zweck nicht die Mittel: Letztens sah ich in meiner Apotheke einen Spendenaufruf für Kinder mit einer Knochenkrankheit. Head:” Kleine Knochen brechen leise.” Unwillkürlich entfuhr es mir: Das ist ja eklig! Woraufhin mich die Apothekerin ganz verständnislos ansah und meinte, das sei aber ein ganz wichtiges Projekt. Ich hatte natürlich nicht das Projekt kritisiert, höchstens dessen Werbeverantwortlichen, aber naja …
Und dass eine Idee zu schade zum Wegwerfen ist, darf nicht das entscheidende Kriterium sein.
Am 8. Mai 2007 um 09:45 Uhr
Hummeln stehen unter Naturschutz, soweit ich weiss. Wenn das Lied “The Flight Of The Stechmück” hieß, wär die Werbung besser. So find ichs net so toll.
Am 8. Mai 2007 um 11:05 Uhr
Ich finds großartig. der Vergleich mit der Baseball-Keule hinkt m. E. ein Bisschen, denn Insektenspray ist nun mal per se dazu da, Insekten zu töten. Gut, zwar eher böse Mücken als arme Hummeln, aber das ändert nichts am Prinzip.
Am 8. Mai 2007 um 11:10 Uhr
Ich denke es ist nicht ganz so einfach einen Insektenkiller zu bewerben, dessen einzige Funktion darin besteht Insekten zu töten oder zu vergraulen – was auch immer in dem Zeugs drin ist…. Ich verstehe auch nicht was das mit nem Baseballschläger zu tun hat. Also aus Musikersicht finde ich die Anzeige ziemlich gelungen und ehrlich. :-)
Am 8. Mai 2007 um 11:10 Uhr
da war wohl jemand schneller…
Am 8. Mai 2007 um 12:10 Uhr
Natürlich weiß auch ich, dass jeder Vergleich hinkt, mancher sogar auf beiden Beinen. Aber das Prinzip scheint klar und macht, scheint’s, auch anderen Unbehagen. Ich melde mich nur deswegen nochmal, weil ich eine andere Werbung (Spot) für Insektenvertilger in Erinnerung habe, die vergleichbar kreativ ist, ohne gleich auf die Hummeln loszugehen:
Da wird jemand von einer Fliege genervt und besprüht sie mit dem Mittel. Die Fliege surrt unbeeindruckt weiter. Er sprüht nochmal, die Fliege bleibt putzmunter. Er nimmt die Spraydose und erschlägt damit die Fliege. Abspann mit Produkt und Claim – gut gegen …
Das ist genauso witzig oder witziger (allerdings keine Anzeige), aber ohne die – vielleicht auch nur Deutschland so empfundenen – Zweideutigkeiten. Denn ich möchte nicht ausschließen, dass der durchschnittliche Verwender, der ja per se schon nicht besonders rücksichtsvoll mit der Umwelt umgeht, dadurch ungut ermuntert und bestätigt wird.
Und ich sag es nochmal: Witzig und gut gefunden finde ich es auch. Aber das reicht nicht. Nicht immer.
Am 8. Mai 2007 um 12:29 Uhr
Ich denke ich weiss was du meinst. Dann dürfte es aber konsequenterweise keine Werbung für solche Mittel geben. Bei deinem Spot stirbt die Fliege doch auch…
Am 8. Mai 2007 um 12:43 Uhr
Vielleicht doch nicht ganz: Auf die Gefahr hin, roh zu erscheinen: Ich habe nichts dagegen, dass Fliegen und Mücken getötet werden, obwohl ich selbst es inzwischen nur noch dann tue, wenn ich es (subjektiv) für nötig halte. Dann aber gezielt und effizient (mit der Fliegenpatsche), statt mit dem Schrotgewehr und lediglich effektiv (Spray). Mir geht es tatsächlich um den fliegenden Rest: Bienen, Hummeln, Libellen, Schmetterlinge etc., der m.b.E. noch nicht einmal als Kollateralschaden akzeptiert werden darf.
Und das mal abgesehen davon, dass 1. Spraydosen verboten gehören (-> Klimawandel) und 2. die Wirkstoffe nicht nur für Insekten giftig sind, sondern sich auch auf Lebensmitteln absetzen und so in die Nahrungskette gelangen. Das ist zwar bei modernen Mitteln wegen ihrer besseren Abbaubarkeit nicht mehr ganz so tragisch wie seinerzeit beim DDT, aber man soll ja nicht aufhören zu fragen, wenn etwas wirkt – man darf auch ruhig zum “wie” voranschreiten und dort mit kritischer Aufmerksamkeit verweilen …
Am 8. Mai 2007 um 14:12 Uhr
Ist ja alles richtig. Trotzdem bleibt die Idee in meinen Augen großartig. Und Sorgen um die Hummelpopulation muss man sich auch nicht machen, da solche Anzeigen erfahrungsgemäß nur ein Mal im “Budjadinger Wochenblatt” geschaltet und dann schnurstracks nach Cannes geschickt werden ;-)
Am 8. Mai 2007 um 14:55 Uhr
Äh ja, richtig!
Schluss der Debatte also, as far as I am concerned. Ich ich lerne daraus: Für mich muss nicht nur die Anzeige, der Spot selbst stimmig sein, sondern auch das ganze Drumherum.
Und mir scheint, dass ich, was Fliegen in der Suppe betrifft, eine übermäßig entwickelte Wahrnehmung habe.
Am 8. Mai 2007 um 17:12 Uhr
@ Wolfgang – so leicht geben wir den alles-ist-erlaubt-Werbern ;-) nicht nach.
Ich finde diese Werbung auch daneben – genauer: völlig daneben. Und deinen letzten Satz im ersten Kommentar unterschreib ich mit: “Und dass eine Idee zu schade zum Wegwerfen ist, darf nicht das entscheidende Kriterium sein.”
Am 8. Mai 2007 um 17:36 Uhr
Vielleicht noch als Zusatzinfo: Die Kamapgne läuft in Südeuropa, genauer in Portugal. Die Plagegeister sind dort -klimabedingt (noch)- häufiger und die Verbraucher radikaler. Schlimmer fine ich in diesem Zusammenhang in Frankreich den euphemistischen Begriff “eau de javelle”…Nein, das ist kein Parfum, sondern das fieseste Reinigungsmittel für die Umwelt. In Frankreich ein Allerweltsprodukt.