02.05.07
11:43 Uhr
11:43 Uhr
AIDS-Kampagnen: Es geht auch ohne Schocks
Link: www.youtube.com
Wirklich toller und auch sehr rührseliger Spot aus Frankreich, der eben auch völlig ohne übertriebene Schockelemente auskommt und mit dem Slogan “AIDS wird so nicht übertragen. Liebe schon!” die Erkrankten von ihrer Ausgrenzung in der Gesellschaft befreien möchte. Eben eine ganz andere und wesentlich sensiblere Nummer als das hier.
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10 Kommentare
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- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
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Am 2. Mai 2007 um 12:15 Uhr
Ohne Schocks ja, ohne Wirkung aber leider auch.
Weder warnt er vor AIDS noch vermittelt es das Gefühl einer tödlichen Krankheit, die wartet wenn man nichts dagegen tut.
Ziel verfehlt.
Am 2. Mai 2007 um 12:20 Uhr
Nicht ganz, der Spot hatte zur Aufgabe zu transportieren, dass Umarmungen und Berührungen kein HIV überträgt. Ein wichtiger Punkt der gesamten Aufklärung.
Das Ziel war natürlich nicht darzustellen welche Übetragungswege es gibt und wie man aufpassen soll.
Am 2. Mai 2007 um 12:31 Uhr
Die Idee an sich finde ich großartig, getrübt wird sie nur dadurch, dass sie von kreativer Seite geklaut ist (freehugscampaign.org...), aber das ist bei einer Kampagne gegen HIV wohl vertretbar.
Am 2. Mai 2007 um 15:55 Uhr
ist es nicht. im übrigen kommt es ursprünglich von Jackass
Am 2. Mai 2007 um 16:28 Uhr
Hauptintention ist doch der Diskriminierung AIDS-Erkrankter gegenzuwirken, oder? Gerade durch Schock-Videos kommt diese Diskriminierung zustande. Man klärt über Gefahren auf, das ist richtig und wichtig, allerdings muss man auch auf die “Nebenwirkungen” achten: HIV-Erkrankte werden diskriminiert. Der Spot wirkt dem also schon entgegen und verfehlt meiner Meinung nach nicht seine Wirkung.
Am 2. Mai 2007 um 17:20 Uhr
@ Kai: Ich denke, die Krankheit wartet nicht, weil man nichts dagegen tut, sondern, weil man das Falsche tut. “Das Gute ist stets das Böse, das man lässt” (mein Konfirmations-Spruch – nie war er so wertvoll wie heute!).
Dafür kann man aber eben eine Menge Richtiges tun, – nämlich nicht nur Erkrankte nicht auszugrenzen, sondern eben auf sie zuzugehen. Insofern macht der Spot doch eigentlich alles richtig. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu rührselig (aber ehrlich gesagt frage ich mich doch, ob ich mich für eine Umamrmung vom Fahrrad ziehen lassen würde … hm. Das ist aber wohl eine andere Story).
Am 2. Mai 2007 um 20:33 Uhr
nice campaing. have you seen
this incredeble spot for beer TOOHEYS EXTRA DRY?
advertolog.com/tv_sp...
Believes it will get a Lion, hopefully a Gold one.
Am 3. Mai 2007 um 04:04 Uhr
I recommand this nice guerrilla action marketing : fubiz.net/blog/index...
Am 3. Mai 2007 um 08:41 Uhr
Ich sehe das (von psychologischer Seite) leider ähnlich wie Kai.
Dass mit der Kampagne eine geringere Ausgrenzung von AIDS-Kranken erreicht würde, halte ich für utopisch. Ebensowenig werden die Leute sich davon aufgefordert fühlen, sich zu schützen.
Und genau beim “fühlen” liegt auch der Haken. Während der Spot eine schön intellektuelle Übung zum Thema “Liebe und HIV” sein mag, baut er leider GAR KEIN emotionales Aktionspotenzial (wie der Amerikaner sagen würde: Keinen “sense of urgency”) im Hirn auf, sondern vermittelt nur ein vages “gutes Gefühl”.
Das liegt nicht (nur) an den positiven, beruhigenden Bildern, sondern einfach auch daran, dass die Krankheit erst zum Schluss in Form von (rein kortikal verarbeitbarem) Text erwähnt wird, während die emotionsstarken Bilder in den 2:30 Minuten zuvor rein gar nichts mit dem Thema AIDS zu tun hatten.
Auch ich halte den Spot damit insgesamt für ungeeignet.
Am 3. Mai 2007 um 08:41 Uhr
Ach ja: Damit liegen wir meinungsmässig endlich mal wieder auseinander, Patrick :).