01:36 Uhr
Weblocks
Ping für Ping, Kommentar für Kommentar, Trackback für Trackback…
Gelegentlich -und aktuell auch anlässlich der “öffentlichen Sache”, der re(s) publica,- wird darüber berichtet, dass Blogs zu sehr in ihrer eigenen Welt lebten, bzw. gar ihre Räucherstäbchen zündeten, um den Duft allzu schnell selbst einzuatmen. Weblogs sind doch eigentlich eine vielseitige und öffentliche Stimme; sie sind -häufig genug- viel lebendiger, als der Textstaub der Visitenkarten-Websites. Sie sind das, was Menschen und ihre Gedanken in einem vitalen Dialog ausmachen. Sie sind persönlich, emotional, hier und da unreflektiert und -bitte erzählt mir keine Geschichten- dankbar für eine kleine (oder auch große) Öffentlichkeit. Warum sollte ich über etwas in einem Weblog schreiben und zugleich postulieren, dass ich nur für mich selbst schreibe?! So ein Unsinn. Diesen Zweck erfüllt ein Tagebuch der verschlossenen Art viel glaubwürdiger – no need to publish it.
Meine These: – und damit schließe ich mich ausdrücklich mit ein – die meisten Blogger wünschen sich eine Öffentlichkeit, die mitliest. Das hat übrigens nichts mit Kommerzialität und Verwertung zu tun. Es ist nur schön, wenn der/die eine oder andere teilnimmt an den Gedanken, die einen beschäftigen. Machmal ist es ein Stein des Anstoßes, machmal nur ein Kopfschütteln oder Abnicken, machmal aber auch im Dialog kontrovers und ggf. weiterführend. Egal wohin!
Bloggen ist eben keine Strategie, keine Taktik und kein Marketing. Es ist der geschriebene Gedanke, der gelegentlich seine Anhänger und Gegner findet. Es ist Kommentar und Meinung ohne Ankündigung. Das ist ein Markt und dieser ist öffentlich.
14 Kommentare
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- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...
- Brian: Der Titel ist genial. Danke :).

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Am 25. April 2007 um 06:25 Uhr
Amen. Nicht zu viele Erwwartungen, nirgendwo Mainstream, den Konsequenzen seines Schreibens bewusst, die Möglichkeiten nutzend. Genau das merkt man täglich neu hier bei den Werbebloggern. Vielen Dank übrigens dafür an dieser Stelle.
Am 25. April 2007 um 07:42 Uhr
Irgendwie funktioniert das nicht mit den Trackbacks. Daher hier manuell: massenpublikum.de/bl...
Am 25. April 2007 um 08:14 Uhr
Keine Strategie…
Roland Kühl-v.Puttkamer hat beim Werbeblogger ein paar Gedanken aufgeschrieben, was Bloggen ausmacht.
“Bloggen ist eben keine Strategie, keine Taktik und kein Marketing. Es ist der geschriebene Gedanke, der gelegentlich seine Anhänger u…
Am 25. April 2007 um 08:36 Uhr
Jau,so ist das. Danke lieber Roland.
Am 25. April 2007 um 10:46 Uhr
Sehr schön auf den Punkt gebracht! :)
Am 25. April 2007 um 14:45 Uhr
@Massenpublikum: Auch der manuelle Trackback kommt nicht an, er führt zum WordPress-Admin.
Am 25. April 2007 um 17:50 Uhr
Danke Roland, das ist es was Blogs ausmacht. Jetzt weiß ich genau warum ich die Dinger so gerne lese.
Am 25. April 2007 um 18:34 Uhr
Danke für den Hinweis Patrick.
Nun aber: massenpublikum.de/bl...
Am 25. April 2007 um 21:30 Uhr
Mir gefällt die unaufgeregte Art, in der Du das auf den Punkt bringst. Ich persönlich kann nicht so viel anfangen mit dem Hype, der um das Bloggen gemacht wird – ja, sind es denn nun virtuelle Klotüren, die beschmiert werden, und entfalten sich womöglich unangenehme Gerüche, könnte man diese Türen öffnen? Darf ein Blogger ein Werbebanner auf seinem Blog schalten oder provoziert er damit die Exkommunikation durch einen durch wen auch immer ernannten Blogpapst?
Habemus wasdenn? Vielleicht haben wir hier einfach das demokratischste Erzeugnis seit dem gemeinsamen Feierabendbier? War es nicht für Jean Remy von Matt letztlich deswegen so absolut ungewöhnlich, dass ihm im eigenen Hause widersprochen wurde, weil er diesen offenen Disput einfach nie zugelassen hat? Ich möchte kein Urteil abgeben über die Art und Weise, wie eine erwiesenermaßen sehr erfolgreiche Werbeagentur geführt werden sollte – und tatsächlich bin ich eher ein Anhänger einer straffen Führung. Aber es ist doch wirklich sehr interessant, welche Brandherde in manchem Keller schwelen. Die Frage könnte doch sein: Wie kann man diese Energie nutzbar machen?
Nun, jetzt ist es aber Zeit für meine kleine Freiheit – ich höre schon das entfernte Rufen aus dem Külschrank. Wohlsein!
Am 20. Mai 2008 um 17:18 Uhr
[...] bekannter Kollegen und Blogger. Diese gelegentlich auch unter dem Aspekt der Selbstreferenzialität kritiserten Effekte nehmen ganz natürlich ab, insbesondere wenn sich die Fachblogs zunehmend mehr in ihrer Nische [...]
Am 29. Mai 2008 um 13:45 Uhr
[...] muss Spaß machen und darf nicht in gefühlter oder faktischer Pflichtschreiberei ausarten. Deswegen kann ich es [...]
Am 23. Juli 2008 um 01:48 Uhr
[...] schreiben einfach, oder machen eben zum Thema auch mal Pause. Selbst ein großer Teil der ehemaligen [...]
Am 15. Dezember 2008 um 12:35 Uhr
[...] Umfeld der (viralen) Werbung geht es um Aufmerksamkeit. Niemand publiziert ohne Absicht, der Bloger nicht, der Twitterer nicht, ebensowenig der Youtube-User und schon gar nicht professionelle [...]
Am 7. Dezember 2010 um 00:40 Uhr
[...] also bloggen? Warum also Schreiben? Die Frage stellt sich nach meiner Erfahrung oft so gar nicht. Ich blogge, ich schreibe, weil ich Freude daran habe, Gedanken jenseits von Quickshots bei [...]