10:33 Uhr
Blogger machen Print
In den USA ist eben alles ein wenig schneller und der Markt ist natürlich auch deutlich größer, was den medialen Einfluß von Weblogs und Podcasts betrifft. Dennoch sind die Entwicklungen in der neuen Welt nicht selten auch ein Trend-Indikator für Entwicklungen, die in Europa einige Monate bis Jahre später Fuß fassen.
“Blogger & Podcaster” ist nun mit seiner ersten Ausgabe auf dem US-Markt erschienen. Das Magazin wirkt angenehm aufgeräumt und professionell gelayoutet. Kein Wunder, denn selbstverständlich sind die Sponsoren und beteiligten Mediaunternehmen nicht reine Gutmenschen, sondern die Publikation ist auch Vermarktungsplattform und in ihrer ersten Ausgabe schon mit einem Anteil an Werbung versehen, der sicher noch weiter ausgebaut werden wird. Da die US-Amerikaner und auch Blogger aber ein vergleichsweise natürliches Verhältnis zu Marktmechanismen und Werbung haben, ist das auch gar kein Problem.
Der Publisher “LARSTAN” ist übrigens spezialisiert auf “Leadership”-Marketing, welches über qualifizierte Fachthemen, -Inhalte und Persönlichkeiten in Gang gesetzt wird und auf den fortgesetzten Dialog der Personen und Märkte setzt.
Nachtrag: Der Gründer und Publisher des Magazins, Larry Genkin, erklärt in diesem Blog-Kommentar kurz seine Strategie:
Thanks for checking out Blogger & Podcaster David. As the publisher I can tell you a lot of hard work went into pulling this off so it’s gratifying to hear your initial review. I totally understand about the subscription price too. I made the decision to charge for the print subscription to allow as many people as possible to have access to the magazine. If we would have given the print edition away for free like many trade publishers do, we would have had to cap circulation at around 10,000 before our printing and mailing costs would force us to have to charge advertising rates that would be to steep for what the industry can afford at this time. By offering the digital and podcast editions for free we can literally allow millions to have access to the content without having to significantly raise our advertising rates. Hope you understand.
6 Kommentare
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- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...

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Am 23. April 2007 um 11:36 Uhr
Print-Magazin für Blogger…
Die ersten Reaktionen auf BlogInside, dem “Magazin für Blogger” vom deutschen Blogvermarkter BlogPay fielen eher ernüchternd aus. Die Kritik bezieht sich allerdings nicht auf die grundsätzliche Idee, sondern eher auf die Aufmachung und …
Am 23. April 2007 um 14:33 Uhr
Ich gebe dem Ganzen noch drei Monate, bis wir so etwas auch in Deutschland haben. Und es wird sich dann durchsetzen, wenn einige der A-Blogger das Heft auf die Beine stellen. Ansonsten wird es nur die Neu-Blogger ansprechen, und die werden es nicht kaufen. Weil sie nicht mal mitbekommen werden, dass es so ein Heft überhaupt gibt.
Am 23. April 2007 um 15:31 Uhr
Ein deutsches Blogger-Magazin hätte keine Chance. Blogger bloggen über Blogs und Blogger und daraus wird ein Heft gemacht – wer soll das denn kaufen? Und warum?
Am 23. April 2007 um 15:35 Uhr
Die Herausforderung ist, dass es mehr sein muss, als eine bloße selbstreferenzielle Inzenstveranstaltung. Wenn Online Print geht, muss es die Klassik mitnehmen – wenn Klassik Online geht, sollte es allerdings auch die Netzgemeinde mitnehmen und zumindest diesen Beweis bleiben viele Portale, die aus dem Print kommen, noch schuldig.
Am 23. April 2007 um 16:52 Uhr
Das online-Heft von denen erinnert mich daran, dass ich doch meinen Page-Flipper für meine neue Website einsetzen sollte. Flash hin Flash her, dochnschönesding.
Zum Heft selber
und zur hoffnunglos wirkenden Frage: Welcher Blogger soll so ein Heft übers Bloggen kaufen? Na, der, dessen Augen schon rot vom Monitorrödeln sind. Eine Zielgruppe, die wächst, das kann ich euch versprechen :-)
offtopic: Gehe jetzt jedenfalls zum Kiosk und kaufe mir eben den SPIEGEL, weil mich das Titelthema diese Woche sehr interessiert. Ich könnt das auch als e-Book abonnieren, aber mir tun die Augen weh vom vielen Lesen auf dem Monitor. Und das viele schicke puristische Weiß machts auch nicht besser, sorry – hab’ ja selber sio ein weisses Ding als Blog…
Am 23. April 2007 um 22:28 Uhr
Ein Nischen-Magazin für die USA rauszubringen oder für Deutschland sind natürlich zwei paar Schuhe. Nichtsdestotrotz hat mittlerweile jede auch noch zu inzestiös wirkende Randgruppe das Recht auf ein eigenes Printformat. Es gibt ja glaube ich auch zig Anglermagazine (Wobei ich nicht weiß ob es mehr Angler als Blogger gibt). Wenn sie/wir eine Zeitung machen wollen, lasst sie doch, wenn sie nur übers bloggen schreiben, werden das eben auch nur Blogger lesen. Wieso sollte ich mir als Nicht-Angler “den Köder” kaufen?
Viel spannende ist doch die Frage ob scheinbare Laienjournalisten auch ein spannendes Printformat hinbekommen – jetzt mal völlig unabhängig von der Thematik. Ich denke Print ist schon lange nix elitäres mehr. Die Druckkosten halten sich in Grenzen und POD wird in den Jahren immer einfacher und beliebter werden. Auch hier wird sich früher oder später der Long Tail seinen Weg ebenen.