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Mundpropaganda Korruption
Die Vielfalt und thematische Auffächerung von Weblogs – inkl. der sogenannten Opinion Leader, die aus ihrer spezifischen Blogparzelle Meinungsimpulse in die vernetzte Welt senden – ist eigentlich eine feine Sache. Die Nachrichtenlandschaft wird durch die beruflich, fachlich und/oder persönlich involvierte Personengruppe eines individuell organisierten Web-Journalismus bereichert und ermöglicht offene Einblicke, die vor einigen Jahren so noch nicht verfügbar waren.
Natürlich sind diese einzelnen “Web-Multiplikatoren” eine interessante Zielgruppe auch für die Werbe- und Kommunikationswirtschaft. Im besten Fall wird freiwillig, aus persönlicher Überzeugung und mit Kontextrelevanz zu den eigenen Inhalten auch über die gesamte Marken- und Produktwelt geschrieben, die uns allen täglich begegnet. Gelegentlich wird gar ein konkretes Produkt herausgestellt, welches den eigenen Lesern aus innerer Leidenschaft empfohlen wird.
Die degenerative Seite macht nun leider immer mehr von sich reden. Gefakte Blogs, schleichwerberische Kommentare, bezahlte oder angediente Blog-Inhalte und auch komplett eingekaufte Blog-Schreiberlinge halten Einzug in die ach so heile Welt von Groß-Bloggersdorf.
Es ist sehr zu wünschen, dass diese Art der Korruption schnell auffliegt und verurteilt wird, auch wenn es gelegentlich gar nicht so einfach sein dürfte, die Wegelagerer der neuen Web 2.0 Welt eindeutig zu identifizieren.
Mundpropaganda ist eine Vertrauensfrage und funktioniert nur sauber, wenn der Brand seine Produkte offen zur Diskussion stellt und zuhört. Jede Art von Manipulation zerstört diese Vertrauensebene nachhaltig. Leider besteht damit zugleich die Gefahr, dass die Authentizität und Glaubwürdigkeit von Blogs in ihrer Gesamtheit erschüttert wird und die Betreiber vorschnell unter eine Art Generalverdacht gestellt werden, sobald hier oder da eine Marke bzw. Produkt erwähnt wird.
Es ist eine gute Einrichtung, dass Inhalt und Werbung klar getrennt werden sollten. Das ist bei Empfehlungs-Marketing nicht ohne Weiteres möglich und verlangt daher eine besonders scharfe Verurteilung der schwarzen Schafe, die den Begriff “Propaganda” ganz anders interpretieren.
7 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 26. April 2008 um 02:11 Uhr
[...] im Blog redaktionell zu Wort kommen zulassen. Böse Zungen würden gleich die ganze Trigami-Diskussion herunterträllern, denn Redaktion und Werbung führen in diesem Fall bis auf Weiteres [...]
Am 2. Januar 2010 um 10:19 Uhr
[...] Nun, direkt heisst zum Beispiel mit einem zwischengeschalteten Dienstleister a la Trigami. Das es auch anders geht , kann man bei Connected Marketing nachlesen. Auch Robert Basic hat drüber geschrieben , anderswo wird es sehr kritisch gesehen. [...]
Am 18. Januar 2010 um 12:15 Uhr
[...] via @clab bin ich gerade eben auf diesen Beitrag vom Werbeblogger aus dem April 2007 [...]
Am 18. Januar 2010 um 12:34 Uhr
[...] der eigenen Produkte der einst so renommierte Verlag noch hat und lieber die natürliche Mundpropaganda korrumpiert. Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): pay-per-post, [...]
Am 13. September 2010 um 14:51 Uhr
[...] Andererseits bietet das Feld des Seedings ähnliches Missbrauchspotenzial wie “SEO”, wo sich Spreu von Weizen trennt, wenn man von “weißen bzw. schwarzen Hüten” spricht. Die Grenze ist schwer zu ziehen und teilweise noch schwieriger für den Netzuser zu erkennen. [...]
Am 5. November 2010 um 09:17 Uhr
[...] Meinungen sind geteilt. Während einige Vertreter wie zum Beispiel Roland Kühl-v.Puttkamer – z.B. in einem sehr guten Beitrag im Werbeblogger – jegliche Manipulation vermeintlicher Mundpropaganda ablehnen, hat Seeding-Dienstleister Dan [...]
Am 15. Dezember 2010 um 09:41 Uhr
„Gekaufte“ Nutzermeinungen in Social Media – Rechtliche Grenzen in Deutschland und den USA…
Das Internet ist heute wahrscheinlich das wichtigste Medium, wenn sich Verbraucher über Produkte und Dienstleistungen informieren wollen. Dabei spielen Aussagen anderer Verbraucher in sozialen Netzwerken a la Facebook, Twitter & Co ebenso eine Rolle, w…