14:09 Uhr
Volvo: The right side of your brain?
Volvo bedeutet Sicherheit. Ein Branding, das sich seit meiner Kindkeit für mich nicht geändert hat. Volvo wurde im Marketing eben nicht mit Geschwindigkeit, PS oder Sportlichkeit beworben, obwohl jedem klar war, dass diese Autos auch ziemlich flott unterwegs sind und ordentlich anziehen können. Auf die Sicherheit der Autos wurde besonderen Wert gelegt, das konnte keine andere Marke toppen und das wusste der Autofahrer. Eigentlich eine Markeneigenschaft in der Automobilbranche, die unbezahlbar ist. Ein USP, aus dem man einfach noch mehr machen kann. Diese Strategie scheint heute jedoch endgültig vorbei zu sein, statt sich weiterhin klar von anderen Automarken abzuheben, will man sich mit Volvo in die rechte, emotionale Gehirnhälfte vorarbeiten, somit die alten Markenwerte während der Fahrt über Bord werfen. Das Image soll aufgebohrt werden. Also ein Auto für jede Gelegenheit?
So how does Volvo sex up its safety positioning? Mr. Merrihew predicts it will tie its younger-skewing models, such as the C30, to fun-to-drive performance and associate its pricier products with luxury.
Den Spaßfahrer zum Kauf eine Volvos zu überreden, dürfte ebenso schwierig sein, wie in der Vergangenheit den Manager zum Kauf eines Phaetons zu überzeugen. Und gerade am Beispiel von VW sollte Volvo froh über seinen eindeutigen Markenkern sein. Etliche Automobilmarken versuchen eine eindeutige Positionierung zu finden, Volvo marschiert in die Gegenrichtung.
It takes a long time to change images. (…) It could take Volvo another 10 years to get where it wants to be.
Es wird länger als 10 Jahre dauern bis man ein Image wieder so “clear” kriegt. Fragt doch mal Opel oder Ford!
5 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 2. April 2007 um 15:23 Uhr
Patrick, da hast Du sowas von recht.
Aus Sicht wertorientierter Markenführung kommt die Repositionierung von Volvo Richtunf fun-to-drive und luxury aktiver Geldvernichtung gleich. Zumal fun-to-drive doch arg nach sheer driving plesure (zu deutsch: Freude am Fahren) klingt und da kenn ich einen uneinholbar starken weiß-blauen Konkurrenten. Und ob es neben RR, Bentley, Maybach oder meinetwegen auch Jaguar noch Automarken gibt die glaubhaft Luxus verkörpern können, bleibt mehr als zweifelhaft. Und wenn wir schon dabei sind: Erklär mir doch mal einer warum Safety nicht sexy ist?
Mir kommt es eher so vor als ob da eine Marketingmannschaft des ewig gleichen Themas überdrüssig geworden ist und nun schlechtere Verkaufszahlen zum Anlass nimmt eine pseudofundierte (yeah, rechte Hirnhälfte…is krass Neuromarketing, weischt…) Neupositionierung vorzunehmen.
Vielleicht isses ja auch gar nicht so schlimm. Aber erstmal hört es sich zumindest so an…
Am 2. April 2007 um 15:57 Uhr
Und Renault lacht sich in’s Fäustchen. Mit ihrem Knäckebrot-, Weißwurst-, Baguettespot haben sie nun erfolgreich die Skandinavier verdrängt. So leichtfertig sollte man diese wertvolle Positionierung wirklich nicht aufgeben…
Am 3. April 2007 um 10:46 Uhr
Vor allem ist das Thema “Rechte gehirnhälfte ist krass Neuromarketing” auch noch falsch :). Obwohl es durchaus Unterschiede in den Gehirnhälften gibt (z.B. ist eine Sprachfähig, die andere nicht, weil Broca’s und wernicke’s area nicht “gespiegelt” vorliegen), haben diese FASXT NICHTS mit Emotionalität vs. Rationalität zu tun, wie hier von Volvo oder deren Agentur angedeutet.
Relevant wären hier viel eher limbisches vs. kortikales System – was keine “Rechts-Links” sondern eher eine “Oben-Unten”-unterscheidung ist.
Im übrigen stimme ich Patrick leider (!) einmal wieder – eigentlich wollte ich meine Postings hier ja kontrovers halten ;). Aber wie schon der alte Jost 1877 (!!!) in seinen Jostschen Sätzen der Psychophysik empirisch festgestellt hat – “Ältere Assoziationen werden langsamer vergessen als junge [und überlagern diese daher]“. Insofern ist es von Volvo illusorisch, sich in den nächsten jahren von der Sicherheitspositionierung entfernen zu wollen – zumindest, ohne verschwenderisch massiven Werbedruck aufzubauen, den man stattdessen auf die Kommunikation einer Carline verwenden könnte. Es wird den Verbraucher nur verwirren.
Am 3. April 2007 um 11:24 Uhr
@Markus: Tut mir leid, dass ich wieder deiner Meinung bin! ;-)
Man könnte sich den anderen Themen schon widmen, nur sollte dabei der Markenkern immer Zentrum der Kommunikation bleiben. “Der sicherste Fahrspaß”, “Wir bieten Doppelluxus: Sicherheit und Komfort” etc. Vielleicht machen die das sogar auf diese Art, anders ergibt es leider absolut keinen Sinn.
Am 8. Mai 2008 um 12:11 Uhr
[...] Die aktuellen Modellreihen haben zwischenzeitlich diese Probleme überwunden, aber ein einmal geprägtes Markenbild wandelt sich eben in den Köpfen der Menschen nur langsam. Mit dem neuen Hoffnungsträger [...]