02.04.07
21:37 Uhr

Angst und Schrecken

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Wie mit Angst Kampagne gemacht wird, stellte uns kürzlich JvM vor. In den USA steht man drastischen bis geschmacklosen Botschaften ebenso wenig kritisch gegenüber. Der zur Werbewirksamkeit mutierte Voyeurismus stellt eine aufklärende Botschaft außerhalb schockierender Motive komplett in den Hintergrund. Außerdem wirft die Headline völlig überflüssigerweise noch die Frage auf, ob der Tod dann nicht gar die „bessere Wahl“ sei. Für wen?! Unglaublich.

jacqui_poster.jpg

8 Kommentare

  1. hartmut

    heftig!

  2. Nino

    puh, ist mir echt zu heftig. eigentlich weiss doch jeder, was passieren kann, wenn man betrunken fährt – muss also meiner meinung nach in dieser deutlichkeit echt nicht sein

  3. Six

    Ein Schlag in die Magengrube. Die Sache ist halt die: Wenn das Bild echt ist, kann man nicht einmal was dagegen sagen. Deshalb finde ich das auch richtig.

  4. Sommi

    Kenne das Bild schon länger aus dem 2004 (USA 2003) erschienen Buch -Die 100 Prinzipien für erfolgreiche Gestaltung-. (S. 32f) Dort wird es im Zusammenhang der klassischen Konditionierung erwähnt. Sicher, wir leben in einer voyeuistischen Gesellschaft, ohne Bilder läuft heute nichts mehr. Aber obwohl jeder weiß, dass man sich nicht betrunken ans Steuer setzen soll machen es trotzdem täglich tausende. Ich find dieses schockierende (und anscheinend ECHTE!) Motiv gut, weil es das zeigt, was sich keiner vor dem Crash vorstellen kann. Die Wirkung dieser Anzeige muß unglaublich sein, hoffentlich.

  5. Roland

    @Sommi Ich glaube nicht, dass die „Wirkung“ bzw. Werbewirkung gigantisch ist, eher nur die Aufmerksamkeit, die sich eben nicht in einem ggf. veränderten Konsumverhalten beim Autofahren auflöst. Die erste Assoziation ist Abschreckung – nach kurzem Aufmerksamkeits-Pull folgt die menschliche Reaktion der Abwehr und Distanz, weil die eigene und die aufgezeigte Realität zu sehr differiert, als dass der „Konsument“ in das Thema wirklich hineingezogen wird, involviert wird, mitmacht. Es ist „leider“ menschlich, dass nur sehr wenige Menschen das Leid von anderen wirklich empathisch mitfühlen. Wer ist schon gerne im Krankenhaus, und sei es nur als Besucher…

  6. Senem

    Da ich seit einiger Zeit in den USA lebe, kann ich aus eigener Erfahrung sagen das viele Amis wirklich besoffen Autofahren. Viel mehr als in Deutschland!
    Die Anzeige waere in Deutschland evt. wirklich nach hinten losgegangen. Aber ich denke hier in den Staaten (mit einer gewissen „I don’t care“ Mentalitaet )ist es nunmal eine der einzigen Moeglichkeiten den Leuten die Augen zu oeffnen!
    Vielleicht ist „Angst“ paedagogisch gesehen nicht der beste Weg, aber hier hilft es leider…

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