17:10 Uhr
Panasonic macht den Affen!
Woran erkennt man eine wirklich erfolgreiche Viralkampagne? Richtig, daran, dass sie zunächst per klassischer PR-Meldung gestreut werden muss.
Das von dot-films realisierte Konzept präsentiert in einem Videospot einen Affen im Verhaltensforschungs-Labor, der die außergewöhnlichen Eigenschaften des TOUGHBOOKS testet: Widerstandsfähiges, schlag- und stoßgedämpftes LCD, robustes Gehäuse, geringes Gewicht, Vibrationsschutz, Wasserfestigkeit und lange Akkulaufzeiten.
Um Freunde und Bekannte mit den „schlagkräftigen Argumenten“ des Affen zu überzeugen, wird das Video mittels der Microsite www.monkey-proof.com weiter empfohlen. Die Microsite ist somit zentraler Bestandteil der Marketing-Kampagne, indem sie einerseits die Interessenten individuell anspricht, andererseits einen durchgängigen Einblick in den Kampagnen-Verlauf sowie eine transparente Erfolgskontrolle gewährleistet.
Liebe Leute von Panasonic. Virale Werbung ist toll, wenn sie denn funktioniert. Aber bitte vergesst dabei auch nicht eure Marke zu platzieren. Ja wo ist sie denn? Wo ist sie denn nur? Alles was ich sehe ist ein Affe, der auf ein x-beliebiges Notebook drischt, pupst und Wasser verschüttet. Das einzige was ich erkennen kann, es ist KEIN Apple-Produkt. Vielleicht würde der Affe dann auch nicht so ausflippen.
Jetzt also nochmal tief durchatmen, die Microsite, das Video in Ruhe angucken und sich ernsthaft die Frage stellen, ob man in diesem Fall nicht vom selbigen Affen gebissen wurde? Der Kreativitätsgrad dieser Kampagne düfte sogar etwas geringer ausfallen als der Intellekt des zu sehenden Tieres. Was für eine Botschaft strahlt das aus? BMM würde fragen, welche Brand Signals sind da zu sehen? Wo ist der Witz, der Esprit? Lustiger wäre sowas gewesen, wenn man schon auf affigem Niveau arbeiten muss, dass man einen Menschen in so eine Umgebung steckt, ihn wie ein Schimpansen agieren lässt und dann “primate-proofed” oder “DAU-proofed” drüber schreibt. Jetzt ist es einfach nur verschenkte und kostspielige Liebesmüh mit dem viralen Gehalt einer Sagrotanflasche. Und jetzt bloß bitte nicht argumentieren “Ja aber es wird ja doch hier darüber gesprochen”…
7 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 31. März 2007 um 13:31 Uhr
Bin auch nur durch die PR-meldung darauf aufmerksam geworden… aber so war das schon bei der ähnlich viralen Kampagne für “An Inconvenient Truth” aus gelichem Hause…
Am 2. April 2007 um 18:28 Uhr
Oho, Respekt, hat aber jemand seine Hausaufgaben gemacht!
Jetzt haben wir doch völlig vergessen, bei unserer Viral-Kampagne die Marke des Auftraggebers drauf zu schreiben. Und das, wo doch nun wirklich jeder auf diesem Planeten bekanntermaßen scharf darauf ist, sich Werbung anzugucken.
Hoffentlich nehmen uns die Besucher, die die Landingsite anklicken das nicht allzu übel. Und hoffentlich ist der Schock nicht zu groß, wenn sie dann versehentlich den „Testsieger“-Button berühren und sich plötzlich und unerwartet einer Panasonic Toughbook-Site gegenüber sehen.
Ohgottohgottohgott, wer soll sich da noch zurechtfinden? Da führen wir ja wirklich tausende von Leuten in die Irre. Und das täglich!
Das da überhaupt jemand reinklickt, ist ja eigentlich schon verwunderlich genug, zumal doch jedes x-beliebige Notebook den Kontakt mit einem Schimpansen mühelos wegstecken würde (ok, ein Apple nicht). Klar, aufklatschen, Wasser reinkippen, drauf rumspringen, oder den Fußboden damit aufwischen: Alle handelsüblichen Laptops sind schließlich für so was gebaut. Eigentlich seltsam, dass so selten mit derartigen Features geworben wird, oder? Da sollte doch sofort jeder ein DAU-T-Shirt überstreifen, der sich nicht wundert, wenn sein Rechner abraucht, nur weil er versehentlich seinen Kaffee reingekippt hat, oder das Ding einfach nicht mehr funktionieren will, nur weil es mal vom Schreibtisch gefallen ist.
Danke jedenfalls für die wirklich spitzenmäßige Idee, das Laptop einfach einem Menschen zu geben und einen „primate-proof“ vorzuführen. Darauf muss man wirklich erstmal kommen! Aber klar, warum den Umweg über einen Affen machen? Was die schlimme Bestie Mensch überlebt, sollte so ziemlich alles abkönnen.
Und deshalb hätten wir’s eigentlich genau so machen sollen, wie immer:
Mensch mit Laptop, Panasonic-Logo drauf und ab dafür. Super Viral!
Abermillionen Klicks wären uns sicher gewesen. So müssen wir täglich bangen, ob das unerklärliche Interesse an der Site nicht plötzlich abreisst, weil alle merken, dass sie da ja nun wirklich nichts Besonderes gezeigt bekommen.
Bleiben also nur noch die Mac-User und vielleicht 2-3 Leute, die ihren x-beliebigen Rechner vielleicht doch nicht unbedingt einem Schimpansen anvertrauen würden. Ob das genügt, unseren Kunden zufrieden zu stellen? Wir können nur hoffen…..
Mit freundlichen Grüßen…
Am 2. April 2007 um 19:20 Uhr
Na dann ist doch alles bestens! Kampagne gelungen.
Am 3. April 2007 um 10:47 Uhr
Ich sehe diese Maßnahme auch eher als PR-Gag und weniger als virale Maßnahme. Andernfalls wäre wohl kaum eine PR-Meldung in Form einer Kampagnen-Bedienungsanleitung vorab nötig gewesen?! Oder soll sie lediglich der Agentur als Aushängeschild für weitere Kunden dienen? Der Kampagne bringt sie allenfalls Aufmerksamkeit im Werbeumfeld – “schau mal, was die grad machen”.
Auch ist mir nicht klar, welche Motivation die Kampagne beim Besucher wecken soll, die Botschaft in seiner peer group zu verbreiten. Alles was es an Unerwartetem zu sehen gibt, beschränkt sich darauf, dass das behandelte Notebook nicht kaputt geht. Aus der Sicht des Kunden eine Punktlandung: Gut gemacht, freigegeben! Aber aus Sicht der Zielgruppe: Kaum Substanz für den Einzelnen, sich in irgendeiner Art dazu oder darüber mitzuteilen.
Von meinem Standpunkt fehlen hier ganz wesentliche Bestandteile für ein freiwilliges Mitwirken einer ausreichenden kritischen Masse, damit sich das Thema VON SELBST bekannt macht…
Am 3. April 2007 um 19:13 Uhr
ich verstehe die ganze diskussion nicht. ich finde die kampagne grossartig und sehr amüsant. Ich überlege mir gerade einen einsatz für die fast moving consumer goods, die ich verantworte. weiter so! wir brauchen mutige aktionen in deutschland. ich finde auch gut, dass das panasonic marketing so souverän mit den eigenen produkten umgeht und diese offensichtlich dem risiko der selbstzerstörung aussetzt :-). weiter so panasonic!!!!!
Am 5. April 2007 um 09:47 Uhr
super kampagne, geiler spot!
Am 9. Dezember 2007 um 14:38 Uhr
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