23.03.07
02:52 Uhr

Printanzeigen – Ein Fenster ohne Haus?

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In einer aktuellen amerikanische Studie wird den Anzeigen in Tageszeitungen und Magazinen die Hauptmotivation für eine weiterführende Internetrecherche zugesprochen.

consumers said that they were most motivated to begin an online search after viewing:

* Advertisements in magazines (47.2%)
* Newspapers (42.3%)
* Ads on TV (42.8%)
* From reading articles (43.7%)

Dazu erstmal Gratulation an die Klassik. Die herbeigeredete Krise scheint sich wieder zu beruhigen, wenn man als Klassiker die Zahlen zu nutzen weiß. Denn selbstverständlich funktionieren Anzeigen. Doch ausschließlich mit Anzeigen bzw. klassischen Elementen zu arbeiten ist einfach zu wenig. Anzeigen, TV-Spots (dienen ebenso gut als Rechercheanreiz) etc. sind für mich Werbefenster. Sie werden sehr oft wahrgenommen, aber nur selten aufgemacht. Aber wenn sie dann schon einmal geöffnet werden, so sollte der Konsument doch bitte auch dahinter ein hübsches Haus vorfinden. Platz genug ist ja im Internet. Bevor man sich also ein dreidimensionales Haus in virtuellen Welten errichtet, sollte man wohl eher zielstrebig an seinem 2D-Markenhaus im good old WWW arbeiten.

Konvergenz ja bitte, aber auch bitte konsequent umsetzen. Die Grabenkämpfe zwischen Online-Marketing und klassischer Werbung sollte endlich beendet werden. Wir sind eine Familie, wir wohnen alle im gleichen Haus, jeder hat seinen Zweck und seine Aufgabe. Niemand darf da eigentlich fehlen. Aber es wird ja schon eifrig in die Hände gespuckt.

Dazu dürfte dann auch der Titel des neuen ADC/Horizont-Magazins „beef“ ganz gut passen: „Print 2.0 – The End of the End of Print“

6 Kommentare

  1. mark793

    Studien, die die Wirksamkeit von Print belegen sollen, liefern VDZ und BDZV hierzulande ja auch immer wieder.

    Mir fallen in Ihrem Kurzzitat vor allem zwei Dinge auf:

    1) Anzeigen in Zeitungen, Zeitschriften, TV-Spots und redaktionelle Artikel liegen ziemlich nah beisammen

    2) Ich sehe nicht, wie sich Online-Werbung in diesem Vergleich einreiht

    Vielleicht klicke ich mal rüber und gucke mir das an der Quelle an. Vielleicht aber auch nicht, denn der Ruf nach konvergenten (crossmedialen) Ansätzen schallt ja nun auch auf dieser Seite des Atlantiks schon seit ein paar Jahren durch die Lande. Aber Ihren Schlussfolgerungen kann ich mich anschließen: Die Grabenkämpfe zwischen Online und Klassik bringen keinem was. Die Älteren werden sich vielleicht erinnern, wieviel Flurschaden das sinnlose Gerempel zwischen Print und TV vor rund 15 Jahren
    angerichtete, bevor man sich auf Druck der Kundschaft zusammengerauft hat.

  2. lxndr

    Das macht 176 Prozent für klassische Werbeträger. Unglaublich!

  3. Patrick Breitenbach

    Hehe! :-)

  4. Meg

    Hachz, Du glaubst gar nicht, wie glücklich mich Deine Beiträge machen! Ich bombardiere meinen Chef täglich damit, in der Hoffnung, dass er die Augen öffnet und versteht, dass nicht DAS wichtig ist, was die Marketing-Leute wollen, sondern das, was das „Fußvolk“ draussen braucht. Und dass Web 2.0 nen langen Bart hat und nicht gerade am 01.01.2007 erfunden wurde. Weiter so, ich liebe diese Seite! :)

    Meg

  5. Patrick Breitenbach

    @Meg: Und du glaubst gar nicht wie gut uns solche Kommentare tun! Danke!

  6. Meg

    Hört bloss nicht auf! :)

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