19.03.07
19:09 Uhr

Exklusivität schafft Begehrlichkeiten

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MySpace und andere sind voll, zu voll und viele Nutzer empfinden das offensichtlich auch so. Ich will die kuschelige Szene-Kneipe, abseits der Massenaufläufe eines Open Air-Konzertes, bei dem Hunderte von Bands gleichzeitig spielen. Die Masse ist ein tumber Verführer ohne Persönlichkeit, Inhalt und Charme. Wenn Masse auftaucht, geht der Einzelne unter. Natürlich kann man sich in der Masse ein Eckchen organisieren, aber irgendwie bleibt es laut und diffus. Egal, wo ich mich hinstelle, schon taucht wieder in der Nähe eine Sonderbeschallung auf, die den Kommunikationsbrei in großen Kübeln auskippt.
Ich steh´ eher auf kleine Clubs und Bands, die ich „anfassen“ und mit denen ich als Fan ins Gespräch kommen kann. Außerdem möchte ich direkt vor Ort eine CD von den Jungs kaufen, unbedingt, weil ich weiß, dass der Handel sie gar nicht führt und ich damit ein Stück exklusive Erinnerung erwerbe, die mich an dieses Erlebnis erinnert.

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4 Kommentare

  1. Vroni

    Der eine ist ein Massentier, fühlt sich pudelwohl auf Riesenveranstaltungen, der andere ist ein Gruppentier und braucht es überschaubar.
    Zähle mich auch zu letzteren. Hat zum Teil sicher auch mit dem Alter und/oder dem persönlich verschieden gefärbten Wunsch nach emotionaler Nachhaltigkeit zu tun.

    Könnte allgemein gesehen ein vollkommen normaler, aber kleinerer, Gegen-Pendelausschlag werden zu der Strömung „Riesen Web 2.0 Veranstaltung“. Zu jeden Trend gibt es einen – in der Regel etwas kleineren – Gegentrend. Sagen Trendforscher.

  2. Roland

    Der „Gegentrend“ findet wohl auch zunehmend innerhalb derselben Personen statt, die zunächst als Massentier begonnen haben. Irgendwann stellt sich eben eine natürliche Sättigung ein, nicht nur beim Essen.

  3. Thomas

    Das Ding von morgen ist: Spitze Communities und Subgruppen. Im Gegensatz zu vielen anderen glaube ich nicht, dass es eine Sättigung für Communities gibt. Genauso wie man auf viele Parties geht, ist man eben auch in vielen Communities.

    Und innerhalb gibt es dann wieder Orte, wo man (erst mal) nicht hinkommt. Genauso wie: erst am Türsteher vorbei, dann in die VIP-Area und dann noch aufs Podest hinten mit den Tischen, wo der Schampus aufs Haus geht (aber die Jahreskarte auch 10 000$ kostet..) Es muss immer noch einen Schritt weiter geben, damit man nie aufhört sich zu bemühen und interessant zu machen („was man nicht bekommt, will man haben“ – Herr Pohlmann?)

  4. Micro-Communities « LostFocus by Dominik Schwind

    […] Das Ende der Massen [via Werbeblogger.de] […]

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