18.03.07
15:19 Uhr

JvM weiß genau, was hinten raus kommt

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Das Flächenland Niedersachsen geht rechtzeitig zur Cebit-Eröffnung auf Image-Schau. Der in den Print-Motiven allgegenwärtige Pferdeapfel zwinkert und PS-gestärkte Headlines über Wirtschaftsdynamik, Innovationskraft und Sympathie sollen es abrunden. Jedenfalls spricht man hier hochdeutsch.

31 Kommentare

  1. Frank

    Besser finde ich das Anzeigenmotiv: „Bei uns werden um 20 Uhr nicht die Bürgersteige hochgeklappt – aber die Technologie dazu hätten wir.“

    Als Kind dachte ich eine Zeit lang nämlich auch, wie das technisch wohl umgesetzt wird ;-)

  2. designer

    mir gefällt die gestaltung nicht.
    die pastellfarben finde ich kraftlos
    und die schriftwahl ist auch ned so der bruller.
    mit JvM gehts bergab.

  3. scheuert

    Ich finde es peinlich, wie Niedersachsen sich hier präsentiert. In jeder Anzeige ist ein Pferdeapfel „versteckt“, der zu suchen ist – wie eklig ist das denn??? Das einzige woran sich Betrachter erinnern, ist der eklige Pferdeapfel. Tolles Image für unser Niedersachsen :-(

  4. Frank

    Oh, das mit dem Pferdeapfel ist mir noch gar nicht aufgefallen. Das ist in der Tat ein fieses Easteregg der Hamburger Agentur an ihre nds. Auftraggeber. Haben die bestimmt geschickt verkauft, und hintenrum floppt dadurch die Kampagne.

  5. carpe

    Ich kenne die niedersächsischen Pferde nicht. Müsste ich? Ist der Landstrich ganz ohne greifbare, belegbare Vorzüge, von denen man statt ihrer hätte ausgehen können?
    Dieser Slogan ist für mein Empfinden fast schon ekelerregend schlecht.
    kalauerhaft, konstruiert, langweilig, anbiedernd, vorhersehbar, billig. versucht sich selbstbewusst(!) zu positionieren, scheitert an der hürde des klischees.

    Gegeben: Das Pferd vom Landeswappen, oder woher auch immer.
    Gesucht: Stolz, Prestige, eher schon Dynamik, Leistungsfähigkeit, Kraft, Potenzial etc etc was so ein Image eben braucht- vulgo Stärke— Schreiben wir doch: Pferdestärken!

    Ja Himmel :|

  6. Vroni

    Den Klecks auf der Linie hab ich gar nicht als Pferde-Appel erkannt: Ich dachte, es wär ein Klecks/großer Fussel auf meinem Display.(Hat die Katze drauf geniest… ?)

    Biederer Slogan.
    Der der Schwaben („Wir können alles außer Hochdeutsch.“) war um bundesländische Welten besser.

  7. Steffen

    Absolut unverständlich wie soetwas erfolgreich verkauft werden kann! (Respekt an die Berater!)
    Aber jetzt mal ehrlich! Diese Kampagne ist für mich weder greifbar (Pferde???) noch irgendwie kreativ und der Slogan hat im Gegensatzt zu dem von BaWü (…Hochdeutsch) keinerlei Chance sich einzuprägen (einfach zu austauschbar!Würde vieleicht besser zu Stuttgart passen) und geschweige den das sich einer der Bürger darin wieder findet!

  8. alex

    …peinlich auch, dass das geld von niedersachsen nach hamburg geschafft wird, damit eine richtig teure agentur uns niedersachsen lächerlich machen kann. herrlich. herzlichen glückwunsch nach hamburg. ich hoffe, man hat gut verdient und sich ordentlich die schenkel geklopft.

  9. ramses101

    Das war zwar auch mein erster Gedanke. Aber weiß jemand, ob es einen Pitch gegeben hat? Vielleicht sind die Niedersachsen ja schlicht alle rausgeflogen. Und Scholz & Friends ist nun auch nicht gerade schwäbischer Mittelstand ;-)

  10. Thor

    „Wir können alles – auch hochdeutsch.“

    Stattdessen gibts dämliche Scheiss-Anzeigen (jetzt im wörtlichen Sinn).

  11. mofo

    Die Kampagne ist meiner Ansicht nach ganz nett und stellt die Niedersachsen selbstironischer dar, als sie es in Wirklichkeit sind (s. Kommentar von alex). Den Pferdeapfel halte ich für ein augenzwinkerndes und lustiges Detail.

  12. Vroni

    „Ganz nett“ ist für mich eine vernichtende Metapher für teuer bezahlte, angebliche Hochleistung.

    :))

  13. mofo

    Es hätte ja auch schlimmer kommen können, und ja, Werbung kostet Geld.

  14. lokalreporter

    die pointierten pferdeäpfel sind JvM’s rache an die adresse des niedersächsischen kontakters. stechfliegen, die ihn im kommenden sommer nachts überfallen werden, wenn er unter braunschweiger brücken nächtigt. wie wärs mit diesen beiden:
    1) bei uns ist der kunde könig und unser thronfolger kettenraucher.
    2) alle hannoveraner sind vegetarier!

  15. Eckbert

    Wie kann man Pferdeäpfel eklig finden? Pferdeäpfel wecken bei mir ausschließlich positive Assotiationen. Und wer vielleicht behuptet, sie sollen nicht gut riechen, dem kann ich nur den öfteren Aufenthalt im Pferdestall und drumherum empfehlen. Wer das erst kennt wird sich dieser Magie der Unwiderstehlichkeit irgendwann auch nicht mehr entziehen können!
    Also ich finde die Idee einfach Klasse!

  16. Frank

    Die Idee von Thor ist auch nicht schlecht. Nicht umsonst boomt die nds. Callcenterbranche, weil man hierzulande eben das dialektfreieste Deutsch spricht.

  17. Thies

    Die „kleine Brigitte“ in „Brigitte“ und der Zeichner Sepp Arnemann in der „TV Hören und Sehen“ verstecken auf ihren Seiten seit Jahrzehnten immer eine kleine Maus. Beim Recyclen dieser etwas älteren Kinder-Witz-Idee kann dann ja nur Mist rauskommen.

    Abgesehen davon:
    Pferdedäpfel sind größer. Aber das wäre den JvMs dann wohl doch ein bißchen peinlich gewesen und so sieht die schlechte Anzeige eben dann auch aus wie schlecht gedruckt.

  18. alex

    Frank: Du hast Recht. Von allen Kotsorten ist der Pferdeapfel der Angenehmsten – der Allerbeste. Aber leider bibt es den guten Geruch nicht in den Anzeigen nicht. Leider ist die Abbildungsqualität in den Anzeigen auch nicht so besonders, dass auch die sonst wunderschöne Optik einen Pferdehaufens nicht so gut rüberkommt (siehe Thies). Das Pferd, dass für die Anzeige das Äpfelchen gebacken hat, war vielleicht auch nicht ganz gesund, denn mit Verlaub, bei einem gesunden Pferd spritzt der Apfel beim Aufschlag nicht so. Sicher war es ein Pferd aus Hamburg….

  19. leoni

    Der Pferdeapfel ist zu einem subtilen typographischen Detail stilisiert worden und gewinnt dadurch noch an Aussagekraft. V.a. im Hinblick auf die
    in den Anzeigen thematisierten niedersächsischen Eigenschaften und Leistungen.
    Die Anzeigen sind nicht schlecht und sehen schon gar nicht „wie schlecht gedruckt“ aus – die sich auf der Webseite befindenden Motive sind in schlechter Qualität abgespeichert worden (und das hat sicher nicht JvM verbrochen) – die Qualität der Printanzeigen hingegen ist optimal und man erkennt jede noch so feine Einzelheit des Mikro-Pferdeapfels.

  20. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Da die Kampagne eine Print-Kampagne ist, möge man sich die entsprechende Größe, Auflösung und ggf. Lupe mit vorstellen…

  21. alex

    …oh sorry. in den pdf-datein der anzeigen, die das land niedersachsen online gestellt hat, kann man mit der lupenfunktion sehen, dass es sich um einen ordentlich und gesunden (wahrscheinlich duftenden) hannoveraner haufen handelt. da ist man als niedersachse auch gleich wieder beruhigt. die vermeindlichen ungesunden spritzer entpuppen sich als strohhalme. auf den citycards, die man vor den klotüren vieler niedersächsischer kneipen einsammeln kann und in der anzeige einer niedersächsichen tageszeitung war das auch unter zuhilfenahme eines fadenzählers nicht zu erkennen… ich nehme alles zurück, aber beschissen sind die anzeigen doch immernoch? ach, dass ist so superverrückt werbermäßig und jetzt haben die niedersachsen auch mal ein bißchen hamburger style bekommen!…Sie wissen ja – wichtig ist eben, was hinten rauskommt!

  22. Vroni

    Kann es sein, dass das mit den Pferde_ver_äppeln die gleichen Werber waren, die dunnemals auf der Du-bist-Deutschland-Kampagnen auch so einen komischen Hundesch**haufen als Logo gemacht haben? *kringel*

    Hardcore-Freudianer sind der festen Ansicht, dass der sogenannte deutsche Grundcharakter (so denn es einen gibt), autoritär gestört und vorwiegend analfixiert sei (am Humor und an der Werbung zu erkennen).

  23. alex

    ja, ich glaube auch. es ist auch die gleiche agentur, die die hamburger bewerbung für olympia 2012 betreut hat. hätte man die kampagne mit fischresten verziert, dann wärs vielleicht was geworden.

    Ps: ich würde mal den grundcharakter der deutschen werber/medien nicht gleich auf das ganze volk runterbrechen.

  24. Wall

    … na gut, der düngende Effekt von Pferdeäpfeln ist natürlich mehr was für Schrebergärtner. Also wenn Niedersachsen von lauter Laubenpiepern bevölkert wäre, könnte man da ja durchaus einen Mehrwert generieren …ist es aber nicht. Und wenn eine Agentur mit gutem Namen selbigen auf den Mist wirft, dann schließt so am Ende doch wieder der kreis und alles läuft prima, stinkt zum Himmel oder wie auch immer …

  25. Steve

    Der Pferdeapfel wurde extra geshootet.

  26. Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Was hinten aus Niedersachsen rauskam

    […] Roland hatte es schon angedeutet. JvM hat sich mit den niedersächsischen Pferdeäpfeln zum Affen gemacht. Oder war es der Kunde? Nun erschien jedenfalls heute diese Anzeige in der Printausgabe des Spiegels und ich muss sagen, ich bin von dem Kacklauer begeistert: Schon entdeckt? Auch in dieser Anzeige ist ein Pferdeapfel versteckt (…) Wichtig ist, was am Ende rauskommt. […]

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    […] streitbare Sound-Logo von Mercedes, die morbide Kampagne der Michael Stich-Stiftung oder die “Pferdeäpfel in Niedersachsen” geht; vieles an Kampagnen der “worldwide agency of the year 2008” ist streitbar, […]

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  31. Klaus

    Nette Idee …ich finds lessig! Was tut man nicht alles um Touristen und neuen Einwohner anzuziehen.

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