09.02.07
20:55 Uhr

Microsoft muss nun endlich ihre letzten Fans mobilisieren

Was Microsoft derzeit fehlt ist defintiv die Leichtigkeit, des “sich selbst nicht so wichtig nehmens”. Ich kenne kein Unternehmen, dass derzeit so viel Prügel einstecken muss, warum nicht gleich mit diesem Image bewusst spielen? Daraus kommunikativ das Positive ziehen? Versteckte Leidenschaften wecken. Die neuen Apple-Spots sind natürlich wieder großartig gemacht und erfüllen ihr Ziel: Microsoft-Fans zermürben und in die eigene Gemeinde aufnehmen.

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Das Konzept geht auf, zumindestens solang Microsoft nicht darauf reagiert. Dabei müsste ihnen klar sein, dass gerade ihre Fans nun eine Reaktion auf solche Attacken brauchen. Ja, Microsoft hat tatsächlich Evangelisten, aber die werden eben nur dann wach, wenn man sich entsprechend intensiv um sie kümmert, wenn man ihnen Motivation und einen Grund zum kämpfen gibt. Bis vor einem Jahr war ich ein solcher Microsoft-Evangelist, frei nach dem Motto “Hauptsache gegen dieses Apple-Getue und Windows ist eigentlich nicht übel”. Doch irgendwann bin ich dann tatsächlich konvertiert. Ich fühle mich unter den Mac-Usern einfach geborgener. Es ist wärmer, herzlicher und irgendwie sexy. Punkt! Es ist nicht nur eine Frage des Produktes, durch das Schweigen wird es aber zu einem Produktkampf, bei dem Microsoft derzeit die schlechteren Karten zu haben scheint. Los! Seid offensiv, traut euch! Weckt endlich eure Fans, gebt ihnen Mut & Hoffnung, gebt ihnen vor allem einen Rückhalt. Gebt ihnen etwas, für dass es sich zu “kämpfen” lohnt. Ihr habt doch eigentlich kaum noch was zu verlieren, oder?

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5 Kommentare

  1. Julian

    Zur Get a Mac-Kampagne wir derzeit viel Mist geschrieben, hier haben wir ein paar nähere Infos dazu:

    istammtisch.de/?p=35...

    istammtisch.de/?p=36...

    Und zu Steve Jobs’ offenem Brief gegen DRM weht auch eine steife Brise zur Zeit:

    istammtisch.de/?p=36...

    istammtisch.de/?p=37...

    istammtisch.de/?p=37...

    aber es gibt auch erste Einlenker:

    rp-online.de/public/...

    Und daß der Switch zum Mac sexy ist, hat auch Scot Finnie erfahren:

    istammtisch.de/?p=37...

    So, und nun genug Eigenwerbung!

  2. Mathias

    Alt, aber wenigstens ein Beginn:
    tv.truenuff.com/mac/

    Gruß,
    Mathias

  3. noplease

    Soso, Microsoft soll also laut P. Breitenbach in der jetzigen Lage “Daraus kommunikativ das Positive ziehen?”

    Ich denke, einzig positiv wäre, unterließe Microsoft bei der Kommunikation das dreiste Lügen!
    Warum ich so denke? Nun … noch während ich den o.g. Satz eben las, schwappte aus dem TV wie auf Bestellung einer der aktuellen Microsoft-Werbespots an meine Ohren, in dem behauptet wurde:
    “Mit Microsoft-Software haben Sie einfach alles im Griff”

    Ja, nee, is klar – oder?!

    Wer den Menschen definitiv nicht einlösbare Versprechen macht, ist ein Lügner. Wer das bewusst und öffentlich tut, ist dreist. So etwas hätte in anderen Bereichen unter Umständen sogar Haftstrafen zur Folge!

    Nicht dass es schon genug wäre, Menschen, die einfach nur einen Brieföffner benötigen, als einzig wahres Werkzeug dafür ein Schweizer Taschenmesser mit 18 Funktionen anzubieten, … nein, dieses Weichwarenimperium schafft es dann auch noch, der Mehrheit klar zu machen, dass die in diesem Messer integrierte Lupe ein unverzichtbare Element zum Brieföffnen ist, rechtfertigt damit den Preis dafür und macht auch noch unnachahmlichen Umsatz mit dieser Methode.
    Sozusagen “als Belohnung dafür” dürfen sie dann seit Jahren ungestraft Aussagen treffen, die die Konsumenten in trügerischer Sicherheit wiegen.
    Verkehrte Welt?

    Vollmundige Aussagen treffen und dann erst unter ausreichendem Druck wieder zurückzurudern bis fast zum vorherigen Ausgangspunkt.
    Heutzutage völlig normal?
    Vertrauensbildend?
    Nein, erschreckend!

    Wer dann als “partieller Kenner”
    - “Los! Seid offensiv, traut euch!”
    schreibt oder
    - “Weckt endlich eure Fans, gebt ihnen Mut & Hoffnung, …”,
    kann das in meinen Augen nur sehr zynisch meinen. Wenigstens mit einer Ironie, die an den meisten Lesern wohl auch wieder unbemerkt vorüberzieht.

    Der Satz:
    - “Gebt ihnen etwas, für dass es sich zu “kämpfenâ€? lohnt.”
    ist ein klarer Aufruf an Microsoft, den überwiegenden Teil des Codes der meisten Produkte völlig neu zu schreiben.
    Erst dann hätte man etwas, wofür sich das Kämpfen lohnt.

    Die Frage
    - “Ihr habt doch eigentlich kaum noch was zu verlieren, oder?”
    ist vermutlich rein rhetorisch zu verstehen.
    Microsoft dürfte bald so weit sein, dass die Erträge aus der Bewirtschaftung des eigenen Vermögens mehr Ertrag bringen als die Softwareverkäufe.
    Sie können also gar nichts verlieren, selbst wenn ab heute keiner mehr ein Microsoft-Produkt kaufen würde.

    Werbung heute kann nur dann dauerhaft erfolgreich sein, Kommunikation wirklich nur dann ernst genommen werden, wenn die Botschaften und Inhalte auffallend und nachvollziehbar ehrlich sind.
    So lange die Mehrheit in der Werbelandschaft das nicht kapiert, setzt sich die Entfremdung von der ‘Basis’ und der Vertrauensverlust in der Bevölkerung ähnlich fort, wie es bei den hiesigen kirchlichen Institutionen zu beobachten ist.
    Dann schwebt auch über solchen Giganten, wie Microsoft einer ist, weiter das Damokles-Schwert der Seifenblase, die irgendwann mit einem riesigen Knall platzen kann.

  4. Patrick Breitenbach

    Ehrlichkeit ist sicherlich der erste Schritt zur Besserung. Danke für deinen wertvollen Kommentar!

  5. jack leamas

    I hate Macs. I have always hated Macs. I hate people who use Macs. I even hate people who don’t use Macs but sometimes wish they did. Macs are glorified Fisher-Price activity centres for adults; computers for scaredy cats too nervous to learn how proper computers work; computers for people who earnestly believe in feng shui.
    ….
    Ultimately the campaign’s biggest flaw is that it perpetuates the notion that consumers somehow “define themselves” with the technology they choose. If you truly believe you need to pick a mobile phone that “says something” about your personality, don’t bother. You don’t have a personality. A mental illness, maybe – but not a personality.

    guardian.co.uk/comme...

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Eure Kommentare

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  • Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
  • ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
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