07.02.07
11:44 Uhr

Steve Jobs bittet uns um einen Gefallen.

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Relativiert gesprochen: Steve Jobs bittet alle Europäer, die Musikindustrie davon zu überzeugen, dass diese elendigen DRM-Schutzmechanismen, zu denen letztendlich Apple, Microsoft oder Sony in ihren Online-Musicstores gezwungen werden, der falsche Weg sind.

„Much of the concern over DRM systems has arisen in European countries. Perhaps those unhappy with the current situation should redirect their energies towards persuading the music companies to sell their music DRM-free. For Europeans, two and a half of the big four music companies are located right in their backyard. The largest, Universal, is 100% owned by Vivendi, a French company. EMI is a British company, and Sony BMG is 50% owned by Bertelsmann, a German company. Convincing them to license their music to Apple and others DRM-free will create a truly interoperable music marketplace. Apple will embrace this wholeheartedly.“

Damit formuliert Apple eindeutig, dass sie selbst nur allzu gerne auf DRM (Fairplay) verzichten würden, wenn denn die Musikindustrie (Universal, Sony BMG, Warner und EMI) ihnen diese ungeliebten Auflagen nähme. Der Verbraucher ist also gefordert. Wir sind gefordert, damit legal in Music Shops erworbene Musik endlich auch an jedem Endgerät abgespielt werden kann. Ich bin mir übrigens sicher, dass Steve diesem freien Wettbewerb sehr gelassen entgegensieht, wenn er dann tatsächlich käme.

Was haltet ihr also von einer Microsite, die die Verbrauchermeinungen zusammenfasst und bei aktiver Teilnahme von uns allen ein erster kleiner Anstoß sein könnte, der den Stein (Nein, nicht den hier…) ins Rollen bringt?

Mehr auch im Forum.

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7 Kommentare

  1. Marco

    Bin dafür. DRM bestraft nicht die Raubkopierer. DRM gängelt den ehrlichen User.

    Küss die Hand.

  2. Lule

    Stimme auch definitiv gegen DRM. Es ist wirklich eine Plage und hindert im Übrigen die Raubkopierer kein bisschen an ihrem Handwerk, sondern nur ehrliche User daran ihre teuer bezahlte Musik zu hören

  3. Martin Jordan

    Ein cleverer Sprung nach vorn ist das, nachdem ihm die versammelten Verbraucherschützer Europas im Nacken sitzen … meine Stimme hat er und die Musikgiganten morgen einen Brief im Kasten.

  4. Bastian

    Ja dass will ich aber auch mal meinen, dass Steve damit den Vorwürfen aus dem Norden Europas Parolie bieten möchte. Aber cleverer Schachzug die Verantwortung weiterzugeben – und uns als ituner kanns nur recht sein (vorrausgesetzt die Preise steigen dadurch nicht an!)

  5. Peter Grosskopf

    Verbrauchersite? Wenn die Plattenfirmen mal realisieren würden, dass es Kunden sind, die Musik kaufen, würde man sicherlich Einfluss nehmen können. Ich glaube diese Firmen sind derart weit von ihren Kunden weg, dass es sie schlichtweg nicht interessieren würde … Steve Jobs hat ja auch gesagt, dass noch ein sehr großer Teil an CDs ohne Kopierschutz verkauft wird. Von daher ist es seltsam, dass man bei online Musikverkäufen gerade auf DRM setzen muss …

  6. Jürgen Siebert

    Ich habe den Text von Steve Jobs mal übersetzt:
    fontblog.de/steve-jo...

  7. Roland

    Danke Jürgen. Toller Service. Jetzt wär es noch schön, wenn wir die Aufrufkräfte bündeln könnten. Denn neben der genialen Form der Unternehmenskommunikation durch S.J. ist das Thema viel zu relevant, als dass es wieder still in den Analen der Blog-Posts versickert.

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