14:52 Uhr
Money for “You” – Gibt es überhaupt ein faires Modell?
Die Agentur des Jahres und die Person des Jahres “DU”, “Wir” oder wer auch immer, auf alle Fälle diesmal ganz bewusst nicht die Etablierten, Reichen und Prominenten da draußen. So eine Auszeichnung für alle ist ja ganz schön und als Teil dieses Ganzen fühlt man sich zwar geschmeichelt, doch irgendwie fragt man sich dann doch manchmal warum die ganze Mühe, das täglich Schreiben, Nachrichten sichten, Energie investieren und Content generieren. Ich selbst darf mich absolut nicht beschweren, der Werbeblogger ist mehr oder minder berühmt/berüchtigt und auch mein gesamter beruflicher Horizont hat sich durch das bloggen stark erweitert. Dem Kopfbereich des Long Tails geht es also noch ganz gut, wobei das Bloggen alleine auf lange Sicht sicherlich nicht satt macht.
Immer wieder gibt es also auch Überlegungen zu einem Geschäfts- oder Vermarktungsmodell mit, um oder für Blogs. Es gibt Blogvermarktungsmodelle, es gibt AdSense & Konsorten, es gibt bezahlte Blogeinträge und und und…
Aber irgendwie sind diese Modelle entweder unausgegoren, kompliziert, ungerecht oder schlichtweg anrüchig.
Was wäre also wenn…
… es tatsächlich ein einfaches Modell – frei nach dem Cluetrain-Gedanken – gäbe, welches alle Parteien kommunikativ zusammenbringen würde?
… man als Blogbetreiber keine aufdringliche unkontrollierbare Werbung schalten oder irgendwelches Product Placement einbauen muss?
… es ein System gäbe, bei dem pro Kontakt bezahlt wird – mehr als bei AdSense – aber so, dass sich auch der Long Tail freut?
… wenn das Ganze eine gute Themenrelevanz besäße?
… wenn dieses Modell auch andere Publisher (Podcast, ITV, Foren etc.) mit ins Boot nehmen würde?
… dieses System auch noch völlig freiwillig und ohne Verpflichtungen für alle Beteiligten wäre?
… man als Blogautor und -leser sicher sein kann, dass die eigene Seele und privaten Daten nicht an andere verhökert werden.
Auf der anderen Seite, was wäre wenn …
… dieses Modell auch den Marken, Unternehmen und dem Markt weiterhelfen würde?
… diese volle Kontrolle über Leistungen (so wie der Einzelverbindungsnachweis) hätten und gleichzeitig noch die kritische Masse erreichen?
… es ein Modell gäbe, bei dem die Community, Leserschaft oder Blogfans ihre Autoren, ihren Lieblingsblog unterstützen könnten, ohne gleich dafür etwas zu bezahlen oder zu kaufen?
Das wäre doch mal ein Modell für das man Zeit, Energie und Geld investieren könnte. Die Frage ist nur: Wer aus der unverdorbenen deutschen Blogosphäre möchte so ein Modell tolerieren und auch tatsächlich nutzen?
Oder um es so schön mit Rolands Worten zu formulieren:
Wie bringe ich offene Kommunikation mit wirtschaftlichen Aspekten glaubwürdig und differenziert in Einklang ohne mich selbst zu verbiegen?!
4 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 25. Januar 2007 um 15:04 Uhr
Das wäre leicht zu lösen, wenn man bei Diensten wie Adsense einfach angeben könnte, was man an Werbung nicht haben möchte, bzw. welche Werbung man in seinem Blog bevorzugt sehen will. (Z.b keine Werbung von Mineraölkonzernen, dafür Greenpeace etc) Die Anbieter bekämen ein Profil mit dem sie arbeiten und könnten die Werbepreise danach ausrichten. Versteh eh nicht, warum das noch keiner macht. Vermutlich zu aufwendig.
Am 25. Januar 2007 um 16:29 Uhr
Wie bringe ich offene Kommunikation mit wirtschaftlichen Aspekten glaubwürdig und differenziert in Einklang ohne mich selbst zu verbiegen?!
Das ist die falsche Frage. Es müsste heißen: Wie kann *mein Werbepartner* offene Kommunikation mit wirtschaftlichen Aspekten glaubwürdig und differenziert in Einklang bringen ohne *sich selbst* zu verbiegen?
Guido
Am 25. Januar 2007 um 16:42 Uhr
@GuidoZ: Meine Perspektive war die des “Werbepartners”, bzw. auch aus der Sicht eines Unternehmens-Blogger. Aber dein Vorschlag ist natürlich genauso richtig, nur aus der anderen Blickrichtung.
Am 29. April 2009 um 04:59 Uhr
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