23.01.07
12:05 Uhr

Fair Play nur für Apple und iTunes?

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Was nützt der beste digitale Musikshop, wenn das -euphemisitsch gesprochen- „Sharing“ der gekauften Musikstücke im Longtail das Businessmodell gefährdet? Es ist also mehr als verständlich, dass Apple einen Weg durchsetzen will, ihre digitalen Angebote vor unberechtigter und eben dann ertragsloser Verbreitung zu schützen. Kritisch wird es, wenn dieses von Apple entwickelte DRM-System aber nur mit Apple-Hardware läuft. Das gefällt den Wettbewerbs- und Verbraucherschützern dann so gar nicht. Apple versuchte zunächst, eine Sammelklage aus dem Juni 2006 beim zuständigen Amtsgericht abzuweisen. Ohne Erfolg. Nun kocht die Gerüchteküche weiter.
Fazit: Apple kann sich -vor allem durch seine hippen kleinen mp3-Player und das geradezu sehnsüchtig erwartete iPhone- auf ein gutes Jahr freuen. Sie können also über ihre Produkte überzeugen. Weniger verbraucherfreundlich wirkt der Versuch, Abhängigkeiten und Inkompatibilitäten zu schaffen. Das ging schön öfter in die Hose und ist wenig vertrauensbildend.

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4 Kommentare

  1. cannabo

    Das Thema Kompatiblitäten bei Wiedergabemedien von Musik und Film ist doch uralt!
    (MC versus Tonband, Quicktime Winamp, Blueray wasauchimmer, ….). Der Zune spielt auch kein Quicktime ab. Jeder will sein eigenes Format durchsetzen. Das macht nicht nur Apple. Aber die sitzen am längsten Hebel. Und ehrlich gesagt ist mir das in diesem Fall lieber als wenn es Microsoft wäre.

  2. Roland

    @cannabo: Stimmt. Aber nach einer gewissen „Standardisierungszeit“ wurde die Technologie (VHS, MC, CD etc.) für andere Brands zur Verfügung gestellt. Die MC konnte man ja nicht nur im -guten alten- Sony Walkman hören, sondern auf jedem Bandleierkasten. Die DRM-Technologie wollte Apple bis heute wohl nicht lizensieren, was aus meiner Sicht ein Fehler ist, wenn man sich auch als Nr. 1 Musikportalanbieter für die große Konsumentenmasse versteht.

  3. Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Steve Jobs bittet uns um einen Gefallen.

    […] Damit formuliert Apple eindeutig, dass sie selbst nur allzu gerne auf DRM (Fairplay) verzichten würden, wenn denn die Musikindustrie (Universal, Sony BMG, Warner und EMI) ihnen diese ungeliebten Auflagen nähme. Der Verbraucher ist also gefordert. Wir sind gefordert, damit legal in Music Shops erworbene Musik endlich auch an jedem Endgerät abgespielt werden kann. Ich bin mir übrigens sicher, dass Steve diesem freien Wettbewerb sehr gelassen entgegensieht, wenn er dann tatsächlich käme. […]

  4. eye-cu » Blog Archive » Zukunft ohne DRM?

    […] Da Apple aus Europa in letzter Zeit immer mehr Druck aufgrund des eingesetzten FairPlay-DRMs bekommen haben, welches iTunes und die iPods fest miteinander verknüpft, holt Steve Jobs nun zum Gegenschlag aus. Er hat einen offenen Brief veröffentlicht, indem er erklärt wieso die Songs in iTunes mit dem FairPlay-DRM geschützt werden. […]

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