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10 Schritte zum Web 3.0
Angeregt durch Gerrits wunderbaren Beitrag “Web 2.0 is nicht Oma-Kompatibel” habe ich mal spontan einige Sache zusammengetragen, um auch Gerrits Oma die Nutzung der bunten neuen Webdienste zu ermöglichen – natürlich nur wenn die entsprechenden Web 2.0er das beherzigen. Ansonsten ist das ein laaaanger Prozess, den man eben höchstens etwas beschleunigen kann, wenn man die Grunddenke ändert. Das Internet an sich hat ja schon ähnliche Prozesse durchgemacht, warum sollte es der zweiten Version also anders gehen. Also hier 10 Vorschläge um die Sache etwas zu beschleunigen:
1. Viel, viel einfacher machen
Vielleicht mal auf die eine oder andere Funktion verzichten, wenn man dafür einen Dienst ganz besonders gut machen kann. Es soll ja sogar Leute geben, die wollen mit Handys tatsächlich ausschließlich nur telefonieren.
2. Andere Sprachen lernen
Wenn Flickr & Co. nicht will, dass wir Deutsche in Massen den Service nutzen. Bitte! Willst du das auch? Come in and find out!
3. Kurz und knackig
Eigentlich sollte ein Webservice selbsterklärend sein. Wenn nicht, dann komm auf den Punkt. Wo ist das Alleinstellungsmerkmal. Finde einen Satz was man mit deinem Dienst anstellen kann. Wo ist der Nutzen?
4. Rollentausch – Raus aus dem Nerdanzug
Wir “Geeks” sind zwar eure “Early Adopters” aber letzendlich wollt ihr doch, dass die ganze Welt euern Dienst verwendet. Also sprecht eine weniger technische Sprache.
5. Zuhören – Entspannen – Handeln
Und wenn euch der Vorschlag eines Nutzers noch so dämlich erscheinen mag. Es hilft mitunter aus dem eigenen Dunstkreis herauszukommen und vielleicht eine Funktion zu verbessern, die tatsächlich auch dem Großteil der Nutzer dient.
6. Weiterdenken bzw. für alle denken
Was könnte ein Webservice wirklich nützliches für die gesamte Gesellschaft tun?
7. Nischen finden und besetzen
Konzentriert euch auch entsprechend auf sie. Es gibt große und kleine Nischen. Wichtig ist, man ist der Beste seiner Zunft. Alle Web 2.0 Dienste bedienen derzeit eigentlich nur eine Nische.
8. Wenn schon kopieren, dann doch wesentlich besser
Wenn ihr schon einen Webservice kopiert, dann macht ihn doch bitte auch gleich besser, schlanker und einfacher.
9. Barrieren prüfen
Was könnte Menschen daran hindern meinen Dienst zu nutzen? Ändere es!
10. Abholen und mitnehmen
Hole deine Nutzer von morgen ab, da wo sie jetzt stehen. Geh auch ruhig mal raus in die Offlinewelt und unterhalte dich mit internetunaffinen Menschen bzw. Menschen die Angst haben vor dem Internet. Das bringt mitunter wertvolle Erkenntnisse.
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13 Kommentare
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Am 5. Januar 2007 um 14:33 Uhr
Punkt 2: Andere Sprachen lernen.
Brilliant. I’ve never heard that complaint about the internet in Holland.
Good luck with the English course! ;-)
Am 5. Januar 2007 um 14:34 Uhr
[...] Gerrit listet auf praegnanz.de einige Argumente auf, warum die aktuellen Entwicklungen im Netz in eine Richtung gehen, mit denen unsere Eltern nix mehr anfangen können. Patrick Breitenbach hat diesen Artikel zum Anlass genommen, sich 10 Schritte zum Web 3.0 zu überlegen. Unter anderem verlinkt er auch auf den herrlichen Artikel im SpiegelOnline über Denglisch in der Werbung aus dem Jahr 2004. Ein Denkanstoß für alle Webentwickler und durchaus ein Thema mit Zukunft, was auch die angeregte Diskussion bei Gerrit zeigt. | | | Ernst | 14:34 | Netzwelt | 0 Views | (Keine Bewertung bisher) Loading … [...]
Am 5. Januar 2007 um 18:21 Uhr
[...] [via werbeblogger.de/2007... [...]
Am 6. Januar 2007 um 10:51 Uhr
Hallo? Jetzt lese ich Web 3.0. Und wenn ich bedenke, dass ich erst seit einem halben Jahr blogge und das Netz inklusive meinem Blog zum größten Teil immer noch für ne durchgeknallet Pinand halte – wo bzw.was bin ich gerade? Im Web 1.5 oder 1.7.1. als Late Adopter? Bin ich schon Nerd? Oder noch meine Omma? Hallo? Kammawerhelfn?
Am 6. Januar 2007 um 13:43 Uhr
[...] Gerrit, Betreiber praegnanz.de hat einige Argumente aufgelistet, warum die aktuellen Entwicklungen im Netz in eine Richtung gehen, die mit mit meinen Großeltern bzw. Ihren Elter nichts mehr zu tun hat. Patrick Breitenbach von werbeblogger.de geht weiter und überlegt sich daher wie das Web 3.0 aussehen könnte: 1. Viel, viel einfacher machen Vielleicht mal auf die eine oder andere Funktion verzichten, wenn man dafür einen Dienst ganz besonders gut machen kann. Es soll ja sogar Leute geben, die wollen mit Handys tatsächlich ausschließlich nur telefonieren. [...]
Am 7. Januar 2007 um 10:50 Uhr
Vielleicht muss man aber nicht nur Konzepte überdenken und überarbeiten um das Service einer breiteren Zielgruppe anpassen (neben anderem), sondern auch über neue Technologien nachdenken, die es ermöglichen ohne Codes wie “Web 3.0 site:www.werbeblogger.de” für google auszukommen.
Die Menschen dort abholen, wo sie sind, also weniger Verteilermentalität und mehr Problemlöser- und Dialogmentalität – aber auch geistig/kulturell. Ich meine damit darauf einzugehen, wie Menschen reden und denken. Gängiger Code wäre also: “Was schreibt Patrick Breitenbach auf seiner Webseite über Web 3.0? “
Am 27. Januar 2007 um 19:04 Uhr
[...] Werbeblogger: 10 Schritte zum Web 3.0 Angeregt durch Gerrits wunderbaren Beitrag “?Web 2.0 ist nicht Oma-Kompatibel”? habe ich mal spontan einige Sache zusammengetragen, um auch Gerrits Oma die Nutzung der bunten neuen Webdienste zu ermoeglichen – natuerlich nur wenn die entsprechenden Web 2. (tags: web2.0 web3.0) [...]
Am 4. Februar 2007 um 14:25 Uhr
Punkt 1: Vielleicht sollte man den Nutzern auch mal erklären, was es mit den seltsam abgehakten Kommentaren zwischen den Auslassungspunkten auf sich hat?
Am 31. Mai 2007 um 15:37 Uhr
Wieso überhaupt Oma-kompatibel?
Was hat Web 3.0 damit zu tun?
Für mich sind das alles lediglich Usability-Gesichtspunkte (die sehr wichtig sind!), die mit einer Weiterentwicklung des bestehenden semantischen Netz (Web 2.0) nicht viel zu tun haben…
Selbstverständlich kann man versuchen den Zugang für sämtliche Bevölkerungsschichten zu erleichtern, doch will man das überhaupt?
In meinen Augen grenzen sich die bunten, coolen und mit allen möglichen Funktionen überladenen Web 2.0-Services v.a. bewusst von den Hausfrauen-Foren und Kiddie-Chats ab (bunt sind die übrigens auch), um eine klar definierte Zielgruppen mit Funktionen zu überhäufen, die, weil sie eben eine klar ausgesuchte Zielgruppe ist (webaffin & 20-40 Jahre alt) mit dieser Menge auch zurecht kommt und sie zu nutzen weiß…
Vielleicht gibt es ja irgendwann auch mal *MySpace-Senior* mit speziellen, auf eine ältere Zielgruppe zurechtgeschnitten Funktionen.
Eigentlich wäre eine derartige Diversifikation in verschiedene Nutzergruppen eine natürliche Entwicklung, die auch den Zuständen im RL entspräche – hier hängen ja die Oldies auch nicht mit den Kiddies in einem Club ab, hören die selbe Musik und tragen die gleichen Klamotten, oder??
Am 31. Mai 2007 um 15:51 Uhr
@Sebastian: Oma-kompatibel ist gleichbedeutend mit Massenkompatibel. Allerdings tatsächlich nur im Bezug auf MAssenanwendungen. Flickr & Co. sind ganz sicher als Massenanwendung ausgelegt, aber eben nicht aufgrund von Usability massenbedienungskompatibel.
Klar geht es auch um die Zuschneidung auf die einzelnen Zielgruppen, aber ich denke trotzdem, dass es möglich ist eine Bedienung zu entwickeln, die jedem Spaß macht.
Und ja, defintiv wird es eine Spezialisierung von diversen Nischenzielgruppen geben. So sieht es jedenfalls im Moment aus. Gerade auf Techcrunch: techcrunch.com/2007/...
Das Social Network für Grateful Dead Fans (Deadheads) mit 40.000 Mitglieder ordentlich aber nicht massenträchtig. Aber das ist sicherlich die Zukunft.
Am 11. September 2007 um 15:44 Uhr
[...] daher nur (wenn auch ein wichtiger) Teil des PR-Ansatzes sein. Der andere Teil wird von Werbeblogger Breitenbach treffend beschrieben: “Hole deine Nutzer von morgen ab, da wo sie jetzt stehen. Geh auch [...]
Am 2. Juli 2008 um 16:17 Uhr
Wie wäre es mit einem Schritt zum Web 3.0
Es gibt schon eine Plattform fürs Web 3.0 wecowi.org
Am 30. September 2008 um 11:38 Uhr
[...] spannende Vorschläge findet man auch beim Werbeblogger. Im Beitrag 10 Schritte zum Web 3.0 wird kurz und bündig ein ansprechendes Bild der Zukunft [...]