18.12.06
20:33 Uhr
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Word of Kauf
Nützliche und glaubwürdige Blogeinträge, vermittelt von trigami. Und wer hat’s erfunden? Die Schweizer!
Nein, natürlich die Amis. Für mich auf jeden Fall wieder ein Grund mehr, die authentische Kommunkation in Blogs zu lieben.
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9 Kommentare
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- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
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Am 18. Dezember 2006 um 21:40 Uhr
Ich bin kein Feind kommerzieller Gehversuche. Am Ende ist guter Content Geld wert und wird auch Wege finden, vermarktet werden zu können. Ich kann aber leider das von Martin zitierte geschickte Konzept nicht entdecken, welches sich nach einem tieferen Blick ergeben soll…
Den Euphemismus “subjektive Berichterstattung” finde ich bittersüß. Was haben die Blogger denn vorher geschrieben? Es geht um die Gefahr der Vermengung von journalistischen und wirtschaftlichen (oder erkauften) Interessen und Inhalten in einem Medium und Feed und damit um den größten Wert der sogenannten A-Blogger: Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit. Wer macht den ersten watchblog über die Bezahlposts?
Am 19. Dezember 2006 um 10:55 Uhr
Vielen Dank für diesen Beitrag und das erste Feedback.
> Den Euphemismus “subjektive Berichterstattungâ€? finde ich bittersüß.
Uns ist Subjektivität, Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Authentizität sehr wichtig. Es gibt in gewissen Medien (auch Blogs) durchaus Fälle von Schleichwerbung (d.h. nicht gekennzeichnete, unehrliche Form von Werbung), und von dieser möchten wir uns deutlich distanzieren. Subjektiv heisst, dass auch konstruktive Kritik bei bezahlten Beiträgen möglich ist. Es wird nicht verlangt, dass der Blogger zwingend positiv schreibt. Darum verstehe ich nicht, warum Du unsere Beschreibung als euphemistisch bezeichnest. Wir versuchen uns so klar wie möglich auszudrücken, da wir es uns zur Aufgabe gemacht haben, dieses Konzept möglichst transparent und qualitativ hochwertig zu kommunizieren.
> Was haben die Blogger denn vorher geschrieben?
Das ist ja der Witz an der Sache. Die Blogger machen genau das, was sie schon immer gemacht haben, und werden für ihren Aufwand, ihre Reichweite und ihre Glaubwürdigkeit bezahlt.
> größten Wert der sogenannten A-Blogger: Unabhängigkeit und
> Glaubwürdigkeit
Und genau diesen Wert können die Blogger (nicht nur A-Blogger, sondern alle) auf eine intelligente Weise monetarisieren. Die Beiträge werden klar gekennzeichnet und es wird Richtlinien und Empfehlungen geben, die die Qualität, die Unabhängigkeit und die Glaubwürdigkeit der Blogs sicherstellen werden.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Remo Uherek
Mitgründer von trigami
PS: Um Kritik vorzubeugen: Dieser Beitrag wurde nicht von trigami bezahlt (genausowenig wie der bei connectedmarketing.de :-).
Am 19. Dezember 2006 um 11:36 Uhr
> Die Blogger machen genau das, was sie schon immer gemacht haben,
Genau das möchte ich bezweifeln. Welch ein Zufall, dass Blogging Tom und der Leu gleichzeitig die Idee haben, über diesen DVD-Tauschring zu schreiben! Da hatten beide grad nix anderes vor. :)
Fakt ist: Ihr werdet einen Markt schaffen, in dem das Angebot die Nachfrage treibt. Dödelmeier möchte seinen Premium Mokka promoted haben, und alle schreiben plötzlich ganz authentisch über Kaffee. Killmichnicht bringt ein neues Strategiepiel auf den Markt, und plötzliche testen es alle. Sicher gibt es Blogger, denen ich zutraue, dass sie in diese Beiträge ihre ungeschminkte Meinung reinschreiben. Blogging Tom, den ich lange in meinem Reader hatte, bevor er meinen persönlichen Kürzungsmaßnahmen zum Opfer fiel, gehört dazu. Aber dennoch finde ich, dass ein erster trigami-Beitrag einen befangenen Unterton hat. Und mich als Leser macht es auch befangen, wenn ich klein darunter lese, “Dieser Beitrag wurde…” Jetzt möchte ich lieber gar nicht wissen, wie Beiträge aussehen werden, die in der nahen Zukunft von denen verfasst werden, die sich in eurer Warteschleife tummeln und die ihr Bloggen primär als lukrative Einnahmequelle verstehen.
Bitte, macht das ruhig, es ist eh nicht zu verhindern. Und mir ist es lieber, ihr bietet das an, bevor es Google macht. Aber meine Einstellung zu Blogs, die gezielt für solche Aktioenen schreiben, die über einen MARKTPLATZ vermittelte werden, wird sich vermutlich nachhaltig ändern.
Am 19. Dezember 2006 um 11:56 Uhr
Patrick hat an anderer Stelle heute geschrieben: Die Dosis macht das Gift. Ich hoffe, es gibt keine Overdose, denn dann wird es für viele teilnehmende Blogger schwierig. (siehe RSS-Stornos). Es ist andererseits absolut nachvollziehbar, dass trigami sozusagen die Meta-Ebene der Blogger-Reichweiten einfangen will, um sie als Kommunikations-Marktplatz für sich und ihre Kunden zu nutzen. Der “Longtail” gehört nach und nach natürlich auch dazu, nicht nur A-Blogger, klar. @Remo: Mit “euphemistisch” meine ich, dass es ja wohl mehr als selbstverständlich ist, dass die Blogger noch ihre eigene Meinung äußern dürfen, auch wenn sie “redaktionell” für euch arbeiten. Das Problem ist die existierende Geschäftsbeziehung und der dahinter stehende Bezahljournalismus. So gesehen bekommt “subjektive Berichterstattung” eine ganz neue Couleur.
Aber, wie gesagt, “die Dosis macht das Gift”. Euer Erfolg wird davon abhängen, wie stark ihr diese Dosis auch aus eigenen wirtschaftlichen Erwägungen erhöhen wollt.
Am 19. Dezember 2006 um 12:09 Uhr
Am Ende des Tages wird trigami von Marketern (mit guten Recht) an sichtbarem Output gemessen werden. Aufmerksamkeit, gemessen in Klicks, Kommentaren und Verlinkungen. Und natürlich in möglichst positiven Aussagen über das Produkt. Ob der jeweilige Marketingleiter erkennt, wie weit konstruktive Kritik auch zu den produktiven Effekten zählt, ist ein weites Feld. Also bin ich in der Tat auf die Dosis gespannt.
Für blauäugig halte ich es auf jeden Fall, so zu tun, als ob ein derartiger Marktplatz an der Kultur von Blogs, wie wir sie kennen (vielleicht sollte ich lieber schreiben: wie wir sie kannten) nichts ändert.
Aber das liegt im Ermessen derjenigen, die diese Blog-Kulturszene “machen”. Es gibt da keine Polizei, die was vorzuschreiben hätte. Höchstens Grantler wie mich, die sich leicht irritiert abwenden.
Am 19. Dezember 2006 um 12:11 Uhr
Lieber Andreas
Herzlichen Dank für das konstruktive Feedback. So unrecht hast Du natürlich nicht. Es gibt zwei Problemkreise:
(1) Finanzielle Anreize können menschliches Verhalten beeinflussen
(2) Inhalte und Werbung werden massiv vermischt
Es wird eine Herausforderung sein, beide Problemkreise mit sinnvollen Richtlinien und Empfehlungen anzugehen.
***
Lieber Roland
> Die Dosis macht das Gift (…) RSS-Stornos
Dies könnte man zum Problemkreis (1) zählen. Und hier setzen wir natürlich auf die Selbstverantwortung der Blogger. Unser Bewertungsmechanismus schaut auf zahlreiche Kriterien, unter anderem Qualität und Reichweite. Sollten sich Blogger komplett prostituieren und nur noch trigami-Beiträge schreiben (z.B. auch über solche Produkte, die sie gar nicht interessieren), wird die Qualität und die Reichweite, also die Bewertung der Blogs abnehmen. Die Bewertung wird so lange abnehmen, bis der Blogger nicht mehr bereit ist, für Peanuts zu schreiben, oder im Extremfall wird der Wert gegen Null konvergieren und der Blogger fliegt aus dem Netzwerk. Natürlich werden wir auch hier mit Richtlinien und Empfehlungen arbeiten.
Danke für die sehr konstruktive Diskussion. Ihr helft uns sehr mit diesem Feedback.
Gruss, Remo
Am 22. Dezember 2006 um 18:56 Uhr
Mann, mann, hab ich diesen Post spät endeckt und trotzdem möcht ich noch kurz meinen Senf abgeben:
Natürlich ist es kein Zufall, da es ja ein von trigami iniziierter Post war. Die Frage, die ich mir aber stelle, bevor ich so ein bezahltes Posting schreibe, ist folgende:
Würde ich auch über die Seite, das Produkt oder die Firma schreiben, wenn ich nicht bezahlt würde?
Nur falls ich diese Antwort mit “Ja” beantworten kann, würde ich auch ein Posting darüber machen. Im Beispiel mit Exsila heisst das schlicht, dass ich wohl auch darüber geschrieben hätte, wenn ich auf die Seite gestossen wäre. Vielleicht hätte ich ein paar Sätze weniger geschrieben, zugegeben.
Würde ich nun aber angefragt über eine Poker-Seite zu schreiben (wie das vor kurzem via ReviewMe der Fall war, dann würd ich das ablehnen. I habe nämlich keine Ahnung von Poker und damit würde es wohl tatsächlich unauthenthisch.
Ich finde das Prinzip des bezahlten Bloggens durchaus interessant, bin mir aber auch bewusst, dass dies eine ziemliche Gratwanderung ist. Schliesslich blogge ich ja in erster Linie nicht um Geld zu verdienen. Wenns den Einen oder Anderen Franken zu verdienen gibt, ist das zwar schön, wird aber (zumindest in meinem Falle) nicht dazu führen, dass nun ständig irgendwelche “sponsored posts” im Blog auftauchen werden…
Hmmm… unschöne Kürzungsmassnahmen :-(
Frohe Tannen und glückliche Kugeln!
Am 4. Januar 2007 um 10:17 Uhr
Also ich finde an der Vorgangsweise, für die Links zu bezahlen und ein Rezension über den Dienst zu schreiben nichts Verwerfliches. In jedem Medium ist das üblich …
Am 13. November 2007 um 11:53 Uhr
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