01.12.06
12:52 Uhr

Haltet die Kids da raus!

{lang: 'de'}

„Guten Morgen, liebe Kinder! Ich darf mich kurz vorstellen. Ich bin eure neue von der Wirtschaft gesponsorte Lehrerin. Bei mir könnt ihr viel lernen, vor allem, wie ihr euer Taschengeld und das Geld eurer Eltern am besten ausgebt. Das Klassenzimmer und die ganze Schule wird demnächst mit vielen bunten Plakaten beklebt, dann sieht das auch nicht mehr alles so grau aus…“
Habe ich soeben auf Alex Wunschels Podcast gehört und teile mit ihm sein Fazit. Ab in den Müll damit!

12 Kommentare

  1. Guido

    *unterschreibmitdickertinte*

    Gruß Guido

  2. Philipp F. Loringhovenm

    Wie kann man nur ?!
    Jetzt werden wir armen Schüler schon in unserer „heiligen“ Stätte bombadiert…
    Mal ehrlich gabs oder gibts es nicht ein Gesetzt dagegen ?

  3. Andreas Rodenheber

    Immer wieder die bösen Onkels auf dem Schulhof:
    werbeblogger.de/2005...

    Die Website der famosen Media Group liest sich wie ne böse Satire. Ist aber wohl ernst gemeint. Auf jeden Fall wünscht man den Damen und Herren einen Deutschlehrer im Team, der die Kommas nicht nur nach statistischer Wahrscheinlichkeit auf der Seite verteilt.

  4. Philipp F. Loringhovenm

    Herr Rodenheber,
    den sollten diese Armen doch eigentlich haben ;) Arbeiten sie ja Hand in Hand mit der Schule zusammen…
    Tut mir leid aber ich komme darauf noch immer nicht klar…
    Wie kann man solchen Jungen Menschen versuchen in einer Einrichtung, die sie bilden soll, durch „schlau!“ plazierte Produkte eben diese anzudrehen ?
    Ich liebe den kapitalismus aber diesen nun auchnoch in die Bildung einzuweben geht dann doch über meinen Verständnishorrizont hinaus.

    Wenn die Herran von : Spread Blue, da aufklären können wäre ich mehr als froh.

    Weil man lernt ja nie aus

  5. Thies

    das ist eklig.

  6. David Eicher

    Vielleicht ganz interessant als Zusatz: In der Ausgabe vom 24. November 2006 kritisiert Martin Hickman, Redakteur bei der angesehenen Britischen Tageszeitung “The Independent?, die dreckigen Tricks großer Firmen bei dem Versuch, sich in die Herzen von Kindern einzuschleichen … (Blogbeitrag vom 28.11.06 in Brainwash)

    brainwash.robertundh...

  7. Daniel Weigelt

    Ich hab erst am Wochenende von einem Fall gehört, der hatte auf seinem Abi-Zeugnis Werbung von der Sparkasse.

  8. albert

    naja, die ökonomisierung wandert inzwischen in alle möglichen bereiche rein. ich würde mich nicht wundern, wenn lehrer irgendwann mal von mck-consulting-…rekrutiert werden.

  9. David Eicher

    Kennt Ihr eigentlich „Walt Disneys Celebration“ (celebration.nm1.net/) und „Huntington Beach“ (Coca Cola City). In Amerika hat die Vermarktung des öffentlichen Raumes/von Kindergärten und Schulen wirklich schon abstoßende Züge angenommen. Naomi Klein hat darüber recherchiert und einige Fälle in ihrem Buch „No Logo“ skizziert(brainwash.robertundh...).

  10. Roland

    Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Marketing per se ist kein Teufelszeug und erwachsene Verbraucher können ja auch (zunehmend mehr) abstrahieren, was der Markt so ruft. Auch kann Schul-Sponsoring grundsätzlich ein Weg sein, die finanzielle Misere an vielen Schulen zu durchbrechen. Aber bitte mit Feingefühl und unter Beachtung eines -nach wie vor- notwendigen schulischen Schonraumes, nicht nur auf Werbung bezogen.

  11. dwp

    Nunja, aber vieleicht wäre gar kein Schul-Sponsoring notwendig, wenn „die üblichen“ Großkonzerne einfach mehr Steuern zahlen würden, anstatt ihre Steuerlast durch Sponsoring & Marketing Ausgaben (+ Ertragsverlagerung in Niedrigsteuerländer) zu senken?

    *weiterträum*

  12. Werbeblogger - Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Kinder, Kohle und Kommerz.

    […] Schlimm genug, dass unser Staat Steuereinnahmen nicht in erster Priorität in das Deutsche Ausbildungs-und Schulsystem reinvestiert. Neben dem quantitativen Problem der Kinderarmut (besonderen Dank also aktuell an Familie Breitenbach) , welches die Bundesrepublik im europäischen Wettbewerb strukturell erheblich schwächen wird, steht auch die Qualität der Ausbildung unserers Nachwuchses in Frage. Schulen verfügen über immer weniger staatliche Mittel, sodass die Bundesländer sich bestimmten Modellen des Schulsponsorings öffnen. Was bedeutet das aber für die Schulorganisation, Lehrmittel, Ausbildung und vor allem für die Schüler im Hinblick auf eine mögliche Beteiligung der (Regional)Wirtschaft, die prinzipbedingt ein kommerzielles Interesse verfolgt? Ist es nicht heute schon so, dass Werbung ganz massgeblich auch auf die Taschengelder der Kids zielt und gerade im Umfeld von Musik, Kleidung, Gadgets, Spielen etc. das Werte- und Respektgefüge der jungen Generation beeinflusst? Wie ist in diesem Zusammenhang die neue Zielrichtung der StudiVZ zu betrachten, die als nächste strategische Ziel- und Konsumentengruppe die Schüler im Auge hat? […]

Eure Kommentare

Feed
  • Tom: Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ein guter Texter oder auch Grafiker meistens besser verdienen als bei gehalt.de geschrieben....
  • WERBOU: Ich denke es ist in der Werbebranche sehr unterschiedlich. Gerade was in Sachen Grafik geht, wird meistens der Preis ziemlich gedrückt, was...
  • Thomas Beichel: Wirklich geschmackvoll ist der Werbebanner wirklich nicht, aber jede Werbeagentur wird ihnen recht geben, denn die Werbung erfüllt...
  • Sebastian: Was ich nie verstehen werde warum die nicht wirkliche Kulanz walten lassen. 10€ Guthaben tun dem Anbieter nicht weh.. für ihn bedeutet...
  • Roland Kühl-v.Puttkamer: Nein, tot nicht, wir leben und arbeiten ja alle und auch der Werbeblogger ist online ;-). Für die nähere Zukunft der...
  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
  • Gatzetec flashlights for friends: Wir denken der Auftrag wurde erfüllt. Gute Werbung für das Produkt und man schaut zweimal hin :-) Gibt es...
  • Detlef Arndt: Als Marketing Experte müsste man auch wissen, warum das so ist. Angebot und Nachfrage sind hier nicht im Einklag. Klare Sache. Daher...
Adscene: The Kaiser Report
Werbeblogger Late Night Podcast
Werbeblogger Podcast auf iTunes abonnieren



Wordpress-Blogsoftware
blogoscoop