07:12 Uhr
Trauer dir einen!
Keine Scherze über den Tod an dieser Stelle. Ich versuche deshalb, mich todernst an die Fakten zu halten.
Nachdem Blogs das Thema bereits vor Wochen abgehandelt haben, wird das Angebot von trauer.de nun erneut durch die klassischen Medien gescheucht. Holtzbrinck, Ippen und die Essener WAZ-Gruppe preisen darin ihr neues Angebot rund um Tod und Trauer, das mit einem Feature daherkommt, welches wirklich überzeugt. Auf dem Portal können Interessierte nach Verstorbenen per Postleitzahl suchen. Wow, darauf hat die Welt gewartet.
Wer auf anderem Weg erfährt, warum Tante Luise sich so lange nicht gemeldet hat oder wer beim Lesen von Traueranzeigen nur bedingt Spaß empfindet, dem sei das hier empfohlen. Ist zwar auch nicht neu aber irgendwie nicht ganz so traurig.
18 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 28. November 2006 um 07:53 Uhr
Als Blogger läuft man mitunter Gefahr, die Perspektiven ein wenig schief zu sehen. Das hier:
>>> Nachdem Blogs das Thema bereits vor Wochen abgehandelt haben, wird das Angebot von trauer.de nun durch die klassischen Medien gescheucht.
ist eher grenzwertig. Die trauer.de-Geschichte stand zuerst ist in einem großen Interview der “w&v”, lief dann durch Blogs und weitere Medien und ist jetzt wieder ein Thema, weil die Seite jetzt offiziell online ist.
Es ist ähnlich wie bei StudiVZ: Der Auslöser war eine Geschichte in der “Wirtschaftswoche” aus meiner Feder und die tölpelhafte Reaktion von Ehssan Dariani darauf in seinem Blog. Erst danach begann das fröhliche StudiVZ-Treiben, das – zugegebener Maßen – vor allem in den Blogs stattfand.
Also, Ehre wem Ehre gebührt: Trauer.de und StudiVZ begannen in den klassischen Medien, wurden von Blogs aufgegriffen und dann auch von klassischen Medien weitergetrieben.
Am 28. November 2006 um 08:21 Uhr
herr turi, um das kindische “erster” gehts mir primär gar nicht. aber gut. vielen dank für die erklärenden worte. ich komm gern ihrer forderung nach, knie nieder, preise ihre pionerarbeit in sachen studivz (um die es hier auch nicht ging) und pinn mir folgenden spruch an meine klowand: “von turi lernen heisst siegen lernen”
Am 28. November 2006 um 08:40 Uhr
Danke, dass ich das als Pleitier2.0 noch erleben darf:
dass die hochgeschätzte Erfinderin der mitunter notwendigen Watchblogs dotcomtod/boocompany die Realitäten anerkennt. ;-)
Am 28. November 2006 um 09:01 Uhr
es ist mir immer wieder ein vergnügen, von ihnen missverstanden zu werden
Am 28. November 2006 um 10:32 Uhr
das vergnügen ist ganz auf meiner seite. ;-)
Am 28. November 2006 um 10:38 Uhr
“das vergnügen ist ganz auf meiner seite”
das überrascht mich nicht.
Am 28. November 2006 um 10:52 Uhr
Und dennoch würd ich fast drauf wetten, dass Basic mit seinem Blogbeitrag mehr “Quote” als die w&v erreicht hat, wenn auch vielleicht nicht ganz so viel wie das ZDF.
Am 28. November 2006 um 10:58 Uhr
Das ist ein Witz, oder? w&v hat über 20.000 verkaufte Auflage und rund 60.000 Leser. Außerdem haben die eine Vorabmeldung rausgeschickt, die von vielen aufgegriffen wurde. Ich bitte doch sehr darum, ab und an die rosa Blog-Brille abzulegen: dass man selber keine Printmedien lesen will, heißt noch lange nicht, dass der Rest der Republik es so hält.
Am 28. November 2006 um 11:05 Uhr
@ schwarzer ritter
ich wollte noch das “bitte nicht füttern”-schild raushängen. zu spät.
Am 28. November 2006 um 11:30 Uhr
20000 verkaufte Auflage. Das ist ein witz.
Basic ist bei 40000 Besuchern pro Woche (und hier handelt es sich um eines der wenigen Blogs, denen ich die veröffentlichten Zahlen abkaufe).
Voranmeldung, die aufgegriffen wurde? Basic erhielt Trackbacks. Ist ungefähr das Selbe, oder?
Und was das Onlineangebot von warten&vergessen angeht: Die schlägst womöglich sogar du.
Am 28. November 2006 um 12:31 Uhr
Okay, Robert ist auch für mich der beste Profi-Blog in Deutschland – und er hat völlig zu recht phantastische Zugriffe.
Aber: Man sollte schon unterscheiden zwischen der Quelle einer Nachricht und demjenigen, der sie erzeugt hat. Und im Erzeugen von Nachrichten werden Blogs so lange keine überragende Rolle spielen, bis sie ein Geschäftsmodell gefunden haben, um die Recherchen auch zu finanzieren.
Aber spätestens dann reden wir eher von Online-Medien als von Blogs.
Am 28. November 2006 um 13:01 Uhr
Sorry Lanu, ich füttere weiter.
Schön, dass Basic für dich der beste Blog-Profi in Deutschland ist. Für mich ist er das nicht.
Aber das tut auch gar nichts zur Sache.
Ich habe allerdings den Eindruck, dass du irgendwo verlassen auf einem stark frequentiertem Bahnhof stehst und dennoch seit längerem keinen Zug gesehen hast.
Du glaubst doch nicht etwa allen Ernstes, das es zum Abfassen der Nachricht zu trauer.de auf Seiten von w&v irgendeiner Recherche bedurfte? Da wurde schlicht eine Pressemitteilung abgepinnt. (Das ist fast so, als weise man in seinem Blog auf Messetermine hin ;-) ).
Und was das Geschäftsmodell angeht: Das existiert längst. Es fehlen nur ein paar mutige Gestalten, die das vorhandene Potential nutzen, die begreifen, dass da was ganz Grosses entsteht, die damit aufhören Artikel für ein paar Adsense-Cents zu schreiben und ihr Produkt, ihr Blog als “Marke” etablieren.
Am 28. November 2006 um 14:37 Uhr
Erschreckend, die Todescommunity guckt sogar in die Zukunft:
Wilhelm J.
* 05.02.1935 †26.12.2006
trauer.de/index.php?...
:)
Am 28. November 2006 um 14:38 Uhr
Der Auslöser war eine Geschichte in der “Wirtschaftswocheâ€? aus meiner Feder und die tölpelhafte Reaktion von Ehssan Dariani darauf in seinem Blog.
Zwei mal drei macht vier Widdewiddewitt und drei macht neune! Ich mach’ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt.
Gucken sie mal hier
technorati.com/chart...
oder
beissreflex.blogger....
Wann kam ihr Artikel raus? Am 23.10.? Der Hammer, wie das eingeschlagen hat.
Am 28. November 2006 um 14:39 Uhr
Der Auslöser war eine Geschichte in der “Wirtschaftswocheâ€? aus meiner Feder und die tölpelhafte Reaktion von Ehssan Dariani darauf in seinem Blog.
Zwei mal drei macht vier Widdewiddewitt und drei macht neune! Ich mach’ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt.
Gucken Sie mal hier
technorati.com/chart...
oder
beissreflex.blogger....
Wann kam ihr Artikel raus? Am 23.10.? Der Hammer, wie das in Kleinbloggerdorf eingeschlagen hat.
Am 28. November 2006 um 15:02 Uhr
“dass man selber keine blogs lesen will, heißt noch lange nicht, dass der Rest der Republik es so hält.”
das hat herr turi aber zuerst gesagt. jedenfalls fast.
Am 28. November 2006 um 23:25 Uhr
An den Traueranzeigen misst die klassische Zeitung ihren Erfolg. Darum kämpfen die Vertriebskohorten. Trauert die Bevölkerung einer Region bei der Konkurrenz, ist das Gebiet verloren. Die Zeitung ‘geht online’, heißt, dass sie sich zu Todesanzeigen etwas einfallen lassen muss. Recherchierbarkeit bedeutet: die Menschen können meine Anzeige finden, die Online-Traueranzeige ist der gedruckten gleichwertig. Damit gelingt der Zeitungsschritt ins Netz oder er scheitert. Ein kleines Detail. Wie die Nadel des Barometers. Ich habe durch ein Faltblatt bei einem Grabbildhauer davon erfahren. Egal. trauer.de, eh nicht gut gemacht, ist sowieso kein Blog, also auch falsche Kirche. Nicht wahr?
Am 29. November 2006 um 11:00 Uhr
“Also, herausfinden zu können, wo frisch eine gut gepflegte und günstige Wohnung frei geworden ist, kann doch nichts schlechtes sein…?”
Wenn mir bloss einfiele, welcher Kabarettist dies mal mehr oder minder mal mit seinem Studium der Todesanzeigen kommentierte…