12:30 Uhr
Flickr-Gruppe: Ideen gegen Gewalt
Der Amoklauf von Emdstetten erschüttert das gesamte Land. Vier Jahre nach dem schrecklichen Massaker in Erfurt sind wir wieder am gleichen Punkt angelangt: Verbot oder Prävention? Soll heißen: Verbieten wir all den Treibstoff der angeblich für diese Katastrophen verantwortlich sind, also Waffen, gewaltverherrlichende Computer- und Videospiele oder konzentrieren wir uns ausnahmsweise mal auf die Ursachen dieser Verhaltensstörungen.
Sehr gerne würde ich diese Thema diskutieren, allerdings auf eine ganz andere Weise. Wir sind im kreativen Geschäft und unsere Welt sind Bilder und die Typografie. Daher haben wir als Agentur die Flickr-Gruppe “Ideen gegen Gewalt” eingerichtet, in der wir unsere Kollegen aber auch jeden kreativ Berufenen dazu aufrufen, visuelle Ideen zu diesem Thema zu entwickeln.
2002 hat die Agentur bereits in Form einer visuellen Kampagne “Gewalt darf keine Schule machen!” den Amoklauf von Erfurt verarbeitet:
Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Kinder, die zur Schule gehen. Wir haben nach dem schrecklichen Blutbad 2002 in einem Erfurter Gymnasium seinerzeit Plakatmotive entwickelt. Damit versuchten wir mit unseren Mitteln diesen Wahnsinn zu verarbeiten. Die Thematik ist heute so aktuell wie damals. Deshalb stellen wir die Motive jedem zur Verfügung, der sie veröffentlichen oder weiterleiten möchte.
Wir alle kennen die Eindringlichkeit und die Einfachheit von Bilderbotschaften. Ich würde mich freuen, wenn ihr an dieser visuellen Diskussion teilnehmt und den Menschen zeigt, dass wir uns nicht nur kreativ mit oberflächlichen Dingen beschäftigen können.
45 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 21. November 2006 um 12:58 Uhr
@Dirk S: Umso gespannter bin ich auf subtilere Lösungen!
Am 21. November 2006 um 13:51 Uhr
ich finde die motive auch nicht gut. sorry, aber das ist noch nicht mal studentische scheiße. das thema an sich finde ich allerdings schon interessant.
Am 21. November 2006 um 13:52 Uhr
Finde ich eine gute Idee. Habe ich auch gleich bei uns in den VisualOrgasm-News gepostet und im VisualBlog gebracht.
Ich sehe es genauso: man muss sich äußern, aktiv sein, etwas tun. Sonst wird sich nie etwas ändern. Jeder selbst ist aufgefordert.
Am 21. November 2006 um 13:56 Uhr
Jep, anstatt über vorhanden Motive zu mosern, einfach bessere reinstellen. Danke!
Danke an Matias für die Unterstützung.
Am 21. November 2006 um 14:04 Uhr
@Dirk S:
Ja wie soll ich denn sonst “kontern”? Die Motive sind vor 4 Jahren erstellt worden und sind nicht von mir (Bis auf meinen Schnellentwurf, den habe ich grad eben gemacht, aber ich bin ja kein studierter Designer) also kann ich sonst nicht viel mehr dazu sagen, oder?
Am 21. November 2006 um 14:07 Uhr
Will damit sagen es geht mir hier um die Idee was man als Kreativer dazu beitragen könnte um das Thema zu verarbeiten, Menschen zum denken anzuregen, das Thema nicht einfach nur hinzunehmen.
Ich werde übrigens den Teufel tun und eingereichte Arbeiten dazu zu bewerten. Denn mir geht es ausschließlich ums dabei sein.
Am 21. November 2006 um 14:16 Uhr
Man muss ja nicht immer “kontern”. Man kann Dinge ja auch im Raum stehen lassen. Und anstatt zu der sowieso schon viel zu langen Arbeitszeit noch fiktive Motive zu Basteln, einfach mal wieder mit dem Sohn/Tochter etwas unternehmen. Im Kleinen läßt sich viel mehr machen als im Großen.
Am 21. November 2006 um 14:21 Uhr
Gewalt begegnet man nicht mit Bilder und Worten, sondern mit Taten. Wir leben in einer Welt der schönen Absichtserklärungen. Immer wenn was passiert, sind alle mit Lösungen schnell zu Hand. Das ist so dumm wie die Taten selbst.
Wenn ihr was tun wollt, dann tut was. Aber bitte, bitte keine Absichtserklärungen, Aufklärungen, Belehrungen, Anklagen und andere schön distanzierte Modelle einer besseren Gesellschaft. Instrumentalisiert euere Bestürzung nicht um dieser eine Plattform zu geben.
Ein Großteil der Kampagnen gegen Rechts, oder gegen AIDS sind für mich ebenso distanziert und deshalb überflüssig. Weil sie mit keinem Handeln verbunden sind. Denn das was geschieht, geschieht genau wegen der beschrieben Distanz. Wie ein Türke ist Tod? Da machen wir jetzt mal Werbung gegen. Wie ein Kind vergewaltig? Da machen wir jetzt einen guten Spot gegen. Wer glaubt dass die Welt der Täter und Opfer verändert, der irrt.
Nur Handeln ändert etwas. Jetzt. Sofort. Jeder. Oder glaubt jemand die Mauer wäre weg, wenn Springer Jacobi eine wirklich gute Kampagne gegen die mauer gemacht hätte?
Und die Symbole der Gewalt auch noch ständig in das Zentrum der Botschaften zu stellen, ist ganz besonders bescheuert. Seid mir nicht böse, aber mit einer Pistole Werbung gegen Gewalt zu machen, ist so behämmert wie mit einem Hackenkreuz gegen Rechts.
Und wer jetzt denkt, Hintze der Klugscheißer was soll man den machen? In Afrika gibt es eine Frau, die hat über 30.000.000 Bäume gepflanzt. Weil keine da waren. Da nimmt man seinen Finger, macht ein Loch in den Boden. Steckt den Setzling rein. Gießt Wasser drüber. So einfach ist der Unterschied zwischen Handeln und Handlungsunfähigkeit.
Erbärmlich die Reaktion diese Gesellschaft. Schön aus dem Sessel heraus die Welt verändern wollen. Andere haben dafür 27 Jahre gesessen. Aber nicht vor der Glotze.
Am 21. November 2006 um 14:49 Uhr
@Christoph Hintze: Wie schön, dass du genau die Stellung einnimmst die du so leidenschaftlich kritisierst.
In einem Punkt gebe ich dir Recht: Symbole der Gewalt zu verwenden ist nicht unbedingt geschickt. Aber du deutest damit ja auch gleichzeitig an wieviel Kraft in Symbolik steckt. Daher ist das Symbolisieren auch eine Art von Handlung.
Mir brauchst du das übrigens nicht erzählen meine Frau arbeitet mit verhaltensauffälligen Kindern und auch ich habe eine Zeit in diesem Bereich gearbeitet.
Und wie sieht deine “Handlung” aus?
Am 21. November 2006 um 14:52 Uhr
Nach Amoklauf: Medien und Gewalt…
Nach dem Amoklauf an einer Realschule in Emsdetten warnen Politiker und Lehrer vor wachsender Gewalt in der Gesellschaft. Und vor gewaltverherrlichenden Computerspielen. Schließlich war der 18-jährige Täter Fan des weit verbreiteten PC-Killerspiels …
Am 21. November 2006 um 14:57 Uhr
Ich finde solche Plakatkampagnen auch in der Regel extrem sinnlos und nicht zielführend. Man denke an die tollen “Fairplay on the autobahn” oder “DraENGELn” Plakate an Deutschlands Straßen.
Visuelles Aufrütteln mit Plakaten ist im Prinzip genauso blanker Aktionismus wie das geforderte Verbot von Videospielen. Das Problem ist dafür zu tief und komplex.
Am 21. November 2006 um 15:04 Uhr
Hier noch ein Nachtrag zu meinem Post, so ein unglaublicher Schwachsinn: (sorry für das leichte offtopic): dvr.de/bilder/5c74cb...
Am 21. November 2006 um 15:05 Uhr
Bei “Amoklauf in Schule” denkt der Provinzwerber an ADC-Würden.
So ist das und das ist so geschmacklos wie peinlich.
Am 21. November 2006 um 15:09 Uhr
Das Problem werden wir nicht mit Hilfe von Plakaten lösen können. Was wir können ist visuelle Impulse geben. Die Vielschichtigkeit des Themas visuell darstellen. Das ist möglich. Daher die Sammlung und nicht die Festlegung auf ein Motiv. Es wird auch keinen Gewinner geben oder eine Kampagne die in Serie geht. Es geht hier um den kreativen Ausdruck, um das Visualisieren eines Problems. Ich will damit sicherlich nicht die Welt retten.
Die Vielschichtigkeit des Problems ist defintiv visuell oder textlich darstellbar. Ich zwinge aber auch niemanden das toll zu finden.
Am 21. November 2006 um 15:13 Uhr
@lxndr: Habe von dir keinen sinnvollen Kommentar erwartet. Also nicht wirklich überraschend.
Am 21. November 2006 um 15:31 Uhr
Nein ich werde mich hier nicht rechtfertigen. Nein, ich werde nicht aufzählen, was ich tue, spende und helfe. Nein, ich lasse mich nicht einigen Kommentaren provozieren.
Ja, ich bin stolz auf die Mitarbeiter, die 2002 zu mir gekommen sind und etwas ausdrücken wollten. In Form von Plakaten – in Form von einem Brief an das Bundesfamilienministerium. Ja, ich freue mich, das meine Kinder das gut finden. Ja, ich werde weiterhin alles versuchen, etwas dagegen zu unternehmen, mit meinen Mitteln. Nein, ich werde mich an dieser Diskussion hier nicht weiter beteiligen.
Am 21. November 2006 um 15:39 Uhr
Das willst du wirklich wissen? Ich möchte an dieser Stelle keine Lawine lostreten von wegen “Wer macht was?” “Und wie sinnvoll und sinnlos ist das?” Zu meiner Person nur so viel: Ich lebe gewaltfrei, tolerant und offen. Und zwar 24 Stunden. Und dabei bemerke ich dass dies nicht immer einfach ist. Aber ich glaube an ein einfaches Prinzip. Wenn immer mehr lieber so leben wie ich es mir wünsche, dann verhalten sich auch immer mehr da nach. Also muss ich mich so verhalten. Meine Kinder zum Beispiel schauen mich an. Die sehen alles. Die hören alles. Sie lernen alles. Und das gilt auch für alle anderen Menschen, die jemals meinen Lebensweg kreuzen. Meine Botschaft lautet ganz simpel: Miteinander. Deshalb versuche ich nicht das Bewusstsein von irgendwelchen Menschen zu beeinflussen, sondern von denen für die ich mich verantwortlich fühle. Oder fühlen darf und sollte. Und die geben das hoffentlich weiter und so weiter und so weiter. So werden aus einem, vier, aus vier 16, aus 16…
Diese humanistische Kette aufrecht zu halten, ist mein Art mit diesen Themen um zu gehen.
Die Dinge ändern sich erst wenn sich das Bewusstsein ändert. Und dann ändern sie sich einfach, schnell und wirkungsvoll. Denk an die Grünen, als die in den Bundestag eingezogen sind. Was die im Bewusstsein der Menschen verändert haben. Damals wenigstens. Bis dahin ist das harte Arbeit, Jeden Tag, bei jedem Gespräch. Jedem Kontakt. Wäre schön wenn man einfach auf ein Plakat schreiben könnte: Toleranz. Und die Menschen, denken sich: Mensch, ja klar! Cool, das machen wir jetzt alle.
Was der Mensch nicht verinnerlicht. Und sich nicht bewusst macht, dass ändert er nicht. Und diese Art der Veränderung, hat nur mit “Nähe” und “Miteinander” zu tun. Deshalb, jedem sein Engagement. Aber zielführend sind keine Verlautbarungen, sondern wenn jeder bei sich beginnt zu handeln. Zum Beispiel wenn man alles was Gewalt verharmlost, oder verherrlicht einfach aus seinem Umfeld verdammt, oder nicht rein lässt.
Und alles was ein Miteinander fördert in sein Leben lässt. Das stärkste Bindeglied gegen Gewalt ist eine Gemeinschaft. Nicht ausgrenzen, sondern einbinden. Toleranz. Alle diese Menschen, über die wir so empört sind, sind sich im wesentlichen Punkt gleich: Sie fühlten sich entweder ausgegrenzt. Oder sie fallen durch das grobe löchrige Sieb unserer Gemeinschaft. Und kommen so auf Gedanken die anderen völlig fremd sind.
Eventuell kommt dir diese Antwort trival vor, weil alle nach der großen Idee suchen, wie man das abschalten kann. Aber die wirklich große Idee, ist eine sehr kleine: Miteinander.
Am 21. November 2006 um 15:52 Uhr
Sehr geehrter Herr Hintze,
das klingt ja alles ganz gut und schön was du da sagst, ich bin zwar nicht ganz deiner Meinung, aber egal. Du schreibst so einen ellenlangen Text und beschwerst dich über solche aktionen und sagst “nur Handeln ändert etwas”, was willst du denn machen, bei jedem klingeln und fragen ob er ne Waffe hat, und wenn ja ihm die dann wegnehmen??? oder wie stellst du dir das vor. Wenn du eine Lösung hast stell sie uns bitte vor, ich glaube wir wären alle dabei.
Am 21. November 2006 um 15:56 Uhr
Das klingt fast so als sollten wir die augen verschließen, mit unseren Bekannten reden, und hoffen das alles besser wird. Na dann viel erfolg… Das mag vielleicht in einem bestimmten Rahmen funktionieren, aber du hast ja selber das Scheitern der Grünen genannt.
Am 21. November 2006 um 16:24 Uhr
Sinnlose Diskussion. Sich gegenseitig in einem Blog anzumachen, bringt wohl absolut gar nichts.
@Patrick
Wieso machst Du lxndr für seinen Beitrag an? Ich kann den durchaus nachvollziehen. (Jetzt wirf uns am besten beide in die selbe Kiste).
Am 21. November 2006 um 17:07 Uhr
@günther: Ich kann den auch sehr gut nachvollziehen den Beitrag von lxndr. Ich kenne sein Motiv. Er bringt ja auch sonst keine Beiträge mit anderer Intention.
Diese Diskussion von euch beiden erübrigt sich, da diese Motive nirgendwo erscheinen, gedruckt werden/wurden und daher auch nirgendwo eingereicht werden. Es handelt sich um eine Privatinitiative von einigen unserer Mitarbeitern (also auch die, die mit Design wenig am Hut haben, so wie mich).
Hier geht es um eine kreative Aktion, an der alle Menschen (egal ob arrogante Werber oder nicht) teilnehmen können.
Nochmal erkläre ich das bestimmt nicht und jeder darf natürlich darüber denken wie er will.
Am 21. November 2006 um 17:33 Uhr
also an adc würden haben die bestimmt nicht gedacht, weil diese motive kilometerweit von einer auszeichnung – selbst beim kasachischen ADC – entfernt sind. sie sind einfach nicht gut und werfen daher auch kein gutes bild auf die agentur.
Am 21. November 2006 um 17:36 Uhr
abgesehen davon ist: “alleingelassen macht anfällig” irrsinnig schlecht geschrieben.
da würde jeder deutschlehrer ausflippen und ich als texter würde mich schämen.
Am 21. November 2006 um 17:36 Uhr
@Patrick
ich weiss nicht, von welchem motiv du redest (ich hatte den kommentar von lxndr auf das thema “werber wollen mit werbung die welt retten, damit sie ne medaille gewinnen” bezogen). mir ging es mit meinem beitrag nicht um eure aktion, sondern allgemein darum, dass m.E. 99% der social-werbung nur für kreativpreise gemacht ist, aber meistens wirkungslos verpufft. whatever …
Am 21. November 2006 um 17:45 Uhr
@Philipp Renger
Ich fasse mich kurz. Ich bin mir sicher dass alle an dasselbe Ziel wollen. Das Problem ist nur das es nicht nur viele Wege gibt, sondern das niemand weiß, welcher der Richtige ist. Sogar ich nicht. Und soll was heißen :)
Aber was man gar nicht geht. Ist seinen eigenen Einfluss nicht geltend zu machen. Niemand sollte unterschätzen welchen Einfluss er auf seine Umwelt hat. Somit muss sich jeder entsprechend verhalten. Das übt Druck auf, auf alle Personen und Institutionen die dafür da sind. Die dafür gewählt worden sind, die dafür Steuergelder bekommen. Oder die einfach dafür verantwortlich sind.
Wir haben sogar den Dosenpfand in diesem Land hinbekommen und Gesetzte für die Windenergie. Für die Abfallentsorgung und für vieles mehr. Diese Veränderungen sind sicher nicht entstanden weil jemand das wollte, sondern weil der Druck sukzessive gestiegen ist. Ein Druck der wenn er von allen getragen ist, stärker ist als alles andere. Der wirft sogar Mauern mitten in Deutschland um. Okay sagen wir in Ost-Deutschland.
Die Politik agiert nur auf Druck von Wählerströmungen. Nicht aus eigenem Interessen. Die wollen gewählt werden, also muss man mit diesen Wahlen wichtige Entscheidungen durch das geänderte Bewusstsein von Wählern beeinflussen. Das ist wie mit Angebot und Nachfrage. Wir müssen eine neue Nachfrage generieren und die müssen dann dazu das passende Angebot umsetzen.
Wenn das nicht funktioniert, dann geht nichts weiter. Aber ohne dass dies wirklich im Bewusstsein der Menschen verankert ist, wird sich leider nichts verändern. Bei uns im Ort wurde auch erst eine Ampel an einer Kreuzung aufgestellt, als zwei Jungs zu Tode kamen. Da konnte man sich vorher den Mund fusselig reden. Aber nach der Katastrophe, ging alles ganz schnell. Weil der öffentliche Druck da war. Der Bürgermeister hätte seine Sachen packen können, die Widerwahl vergessen können.
So ist das leider. Problem erkannt. Das Bewusstsein dafür schaffen. Den Druck erhöhen. Bis die wesentlichen Entscheidungen getroffen werden müssen. Das nennt man Demokratie glaube ich. Jeder muss im positiven Sinne sich aufmachen das Bewusstsein der Menschen in seinem Umfeld positiv zu verändern. Das werden dann mehr und mehr und mehr. Und wenn es genug sind, dann geht alles ganz schnell.
Also, es bringt nichts an Türen zu klingeln und Menschen die Pistolen weg zu nehmen. Wenn dafür kein Bewusstsein vorhanden ist. Am Ende müssen die alle ihre Pistolen selbst abgeben. Weil sie diese Gefahr nicht mehr um sich haben wollen. Denkt an den Katalysator unter dem Auto, was das für Stress mit der Automobilindustrie war. Kaum war der Druck da, ging das alles wie von selbst.
Scheiße, schon wieder so lang geworden. Entschuldigung.
Am 21. November 2006 um 17:48 Uhr
@christof
gähn *handvormmund*
Am 21. November 2006 um 17:54 Uhr
Jetzt mal eine Idee. Damit das hier nicht zum philosophischen Quartett wird:
“DU BIST VERANTWORTLICH”
Vielleicht sollte man mal anfangen das demokratische Verständnis der Menschen zu schulen. Das jeder dazu aufgerufen ist sich verantwortlich zu zeigen. In dem er verantwortlich denkt & handelt. Es ist unser Land. Das Lande der Menschen die darin leben. Es unser zu Hause. Jeder einzelne ist so wichtig das Ganze. Denn das Ganze beständ nicht ohne jeden Einzelnen. Die Leute vergessen das. Und machen es sich bequem. Verantwortungslosigkeit ist eine ganz schlechte Eigenschaft. Dagegen kann jeder was tun. Sofort. Immer.
Am 21. November 2006 um 17:57 Uhr
Bleiben wir doch realistisch!
Als nichtbloggender Werber fehlt es mir leider oft an der Zeit, etwas in voller Ernsthaftigkeit zu erörtern und ich mache es mir mit einem kurzen aber wahrheitlichen Beitrag leicht. Doch will ich dies mit einem Beitrag sinnvoller, grosser Intention wettmachen und schlage hiermit das Plakat «Denn du bist Mahad Magandi» vor (gestalten müsst ihr aber selbst, Gestaltungsprogramme sind mir als Konzepter zuwider). Auf Aufführung bei der ADC-Eingabe in Kasachstan verzichte ich, viel Glück!
Am 21. November 2006 um 18:04 Uhr
@günther .
Provokation ist der Hilferuf derjenigen die sich nicht oder falsch verstanden fühlen. ich weiß wovon ich rede. Glaubs mir.
Am 21. November 2006 um 18:13 Uhr
@christof
sorry, ich bin bei deinem eintrag nach dem dritten satz ausgestiegen.
Am 21. November 2006 um 18:58 Uhr
Bei der nächsten Kindergartenrangelei greife ich gnadenlos durch. Dafür ist mir das Thema wirklich zu ernst und zu wichtig.
Am 21. November 2006 um 19:26 Uhr
Früh krümmt sich… II…
Und weil’s gerade so schön passt: Beim Werbeblogger gibt’s gerade eine interessante und teils recht hitzige Diskussion um eine Anti-Gewalt-Kampagne, die auf Flickr zu sehen ist….
Am 21. November 2006 um 20:40 Uhr
Machen Ballerspiele mordlüstern?…
So schlimm die Tat in Emsdetten gewesen sein mag: Nun bricht wieder einmal die Diskussion los, ob Ego-Shooter mordlüstern machen.
Ich für meinen Teil zähle mich zu den Dinosauriern der spielenden Generation, mit meinem Amiga 500 damals, 1987, zur Ko…
Am 21. November 2006 um 21:19 Uhr
Ach ja, Patrick. Das wollte ich noch erwähnen. Die Rubrik neben der Startseite mit den meisten direkten Zugriffen auf unserem Blog lautet: Human Marketing. Und wir haben viele Rubriken. Das zum Thema: Mach was. Du hast einen Blog. Wenn du willst kannst du was machen. Du erreichst Menschen. Und du bist ebenso verantwortlich. Wenn du willst.
Am 21. November 2006 um 21:32 Uhr
Das versuche ich ja auch hiermit. Aber offensichtlich zählen etliche einzelne Eitelkeiten und wer denn den Längeren (Malstift) hat mehr als die eigentlichen Inhalte …
Ich fürchte da beginnt auch schon das eigentliche Dilemma: Oberflächlichkeit im Kopf, Loch im Brustbereich und extrem laaange Ellbogen.
Ich klink mich hier jetzt auch und blicke gespannt darauf ob sich in der Flickr-Gruppe noch etwas tut und freue mich über jeden Beitrag darin.
Am 21. November 2006 um 22:04 Uhr
Dito!
Am 21. November 2006 um 23:27 Uhr
Werber gegen Gewalt…
Beim Werbeblogger bin ich über diese Flickr-Gruppe gestolpert. Find nur ich die 3 Motive mit Fernbedienung, Controller und CD extrem albern sind? Und bin der Ansicht, dass die Motive genau in die Kerbe der aktuellen Berichterstattung contra Musik &…
Am 21. November 2006 um 23:52 Uhr
Falsches Medium.
Ihr erreicht weder mit Bloggen oder/und aufrüttelnden Motiven die, die ihr erreichen wollt (vorausgesetzt euere Motive sind nicht ADC-Ruhm). Die Angehörigen und Mitschüler, die ihr ereichen wollt, lesen weder eure Blogs, noch kennen sie sie. Auch werden ihnen hübsch edel-soziale Appelle nichts sagen. Reine Appelle sind meist wirkungslos. Sagen Psychologen schon.
Denn:
Die Profile der Amokläufer zeigen alle, dass sie:
a) Jungs sind, und zwar alle (es ist also kein Problem der Jugendgewalt, sondern der Jungengewalt)
b)alle aus der unteren Mittelschicht stammen, also nicht prekär
C)psychisch schon oft etwas anders und
d)dadurch Schul-Außenseiter geworden sind,
e) mit Vätern, die Waffen zuhause haben (Waffennarren oder Jäger)
f) die Games triggern das, aber sie sind nicht die Haupt-”Schuldigen”
Wer etwas erreichen will, sollte besser mal eine Anzeige in Wild und Hund schalten und die Schützenvereine genauer anschauen… [sarkasm off]
Und in der Schule auch mit Außenseitern sprechen und versuchen, sie als Mitschüler zu integrieren und anzuerkennen. Hand aufs Herz, wer hat das wirklich in seiner Schulzeit gemacht? Ihr habt doch auch schulterzuckend weggeschaut und sie nicht eingeladen.
Und man kann als Elter achtsam und liebevollsein und darf sich nicht von seinem Job auffressen lassen. Schwer, wenn man einen Sch***job hat.
Also ganz schön hoch die Messlatte. Das heißt nämlich Mensch sein trotz Geldverdienenmüssens und als Nachbar und Mitschüler nicht wegschauen, sondern hinhören.
Bloggen ist da wirklich der falsche “Werbeträger”.
Am 22. November 2006 um 00:45 Uhr
Dafür legst du dich aber ganz schön ins Zeug. Falsch? Richtig? Ist das denn wirklich so wichtig? Hat Werbung überhaupt hier eine sinnvolle Aufgabe? Oder mehr die Menschen auch aus der Werbung. Sind ja auch ein Teil der Gesellschaft. Zwar mit geringem Ansehen, aber mit einem Gewissen wie man sieht. Und ist nicht jede Stelle eine Gute an der man diese bewegen oder wach rütteln kann? Ich glaube und hoffe schon. Funktioniert Aufklärung überhaupt mit werblich manipulatorischen Mitteln? Daran glaube ich zum Beispiel nicht. Saulus und Paulus. Gute Nacht!
Am 22. November 2006 um 01:13 Uhr
“Funktioniert Aufklärung überhaupt mit werblich manipulatorischen Mitteln?”
Einfache Antwort: Nein. Kein Jota.
Social Advertising ist immer Advertising für die Agentur.
Das Geld und die Energie für kreative Anzeigen besser gleich da direkt hinspenden, wo sie besser gebraucht wird: z. B. mehr und bessere Lehrer/Vertrauenslehrer, achtsame und gute Pädagogen (keine Weicheier, die wegschauen und nichts theatiseren), all das. Und dafür sorgen, dass die Eltern nicht von ihren Jobs aufgefressen werden und Eltern auch sein können, nicht nur biologisch. Ich könnte die Liste verlängern.
“Dafür legst du dich aber ganz schön ins Zeug. Falsch? Richtig?”
Ach je. Und?
Am 22. November 2006 um 08:15 Uhr
diese ganzen “aufrüttelkampagnen”, egal ob “gelassen auf der autobahn” oder “draENGELn” oder “Rasen tötet” (ich war immer der ansicht, es sind die bäume, die einen umbringen wenn man dagegenknallt)oder “rauchen gefährdet ihr kind schon in der schwangerschaft” oder jetzt dieser versuch hier, ist doch auch nix anderes, als “du bist deutschland!”…und darüber haben sich hier ‘ne ganze menge werber aufgeregt…
sagt ihr es nicht selbst, dass der mensch von solchen einseitigen botschaften schon total überfrachtet ist?
also ich nehm’ die bildchen und sprüche grade noch als “ganz witzig” wahr und kann mich 3 sec später nicht mehr dran erinnern….
Am 22. November 2006 um 08:45 Uhr
@Robert: Richtig. Hier geht es aber nicht um Plakatmotive die am Straßenrand stehen sollen, sondern um kreative Ideen wie man mit dem Thema umgeht. Impulse und Anregungen, keine Mahnschilder.
@Vroni: Ich denke gerade Blogs sind ein guter Träger für diese Ideen, weil das hat der aktuelle Fall gezeigt, die Jugendlichen verstärkt über das Netz kommunizieren. Die Videos des Täters auf Youtube, sein Auftreten in Foren. Es ist das Medium überhaupt.
Visuelle Ideen können wenigstens Impulse geben, das Denken muss sicherlich schon noch der Mensch übernehmen.
Ich kann nicht anders ich bin ein großer Klaus Staeck-Fan.
Am 22. November 2006 um 10:55 Uhr
visuellen impulse? bullshit, wenn ich meinem lehrer die birne wegpusten will wird mich dein “visueller impuls” nicht aufhalten. eher noch daran erinnern. ich glaube ja, umso mehr dieses thema in den medien breitgetreten wird, um so mehr nachahmungstäter wird es geben. außerdem haben diese motive keine “idee”!
Am 22. November 2006 um 20:46 Uhr
Patrick,
jo, ins Internet gehen sie (dieser Sebastian hat sich erst psychologischen Rat in einem Forum gesucht, später leider dann tragischerweise “Gleichgesinnte” im Netz).
Aber dennoch zu kurz gefasst. Gehe doch mal in den Schuhen deiner “Zielgruppe”. Machst du doch sonst immer.
“Internet” ist nicht gleich “Bloggen”. Jung ist nicht gleich: bloggt eh. Das Milieu und das genaue Alter sind entscheidend. Und da geht es einfach früher los als mit 17, wo man glaubt, sie intellektuell ansprechen oder aufrütteln zu können.
Was die interessiert, da sind sie 12, ist erstmal Game-Tipps und Tools (Video-Software etc.) runterladen und austauschen. Wenn du die JETZT erreichen willst, wo sie SIND, dann musst du schon in Gamer-, Waffen- Messer- und besser noch Depressions-oder Pubertäts-Blogs rein (gibt es die alle überhaupt in Blogform?) Von gutgehenden Psychoblogs habe ich jedoch noch nichts gehört. Aber vom psychologengeführten Forum kompetenznetz-depres.... :-( Da gehören solche rein, aber… be_vor sie über Waffen anfangen zu schwadronieren…
Unser für diese elitär und erwachsen klingendes Austauschen, Gekasper und Räsonieren (von Riesenmaschine über das ordentliche basicthinking bis zur löblich engagierten blogbar) schreckt die nur ab. Da sind sie zu jung für (ab 10,11 geht es schon los, ich weiß das, hatte so einen Nachbarbuben in dem Alter, der mit der geklauten KK seines Vater, Jäger, in der Gegend herumballerte; er kam dann ins “Erziehungsheim”).
In Blogs, da müssten sie sich wehrhaft auseinandersetzen, das werden sie nicht tun, da sie zu jung mit ihren 12 und ich-schwach sind. Ich-Schwäche ganz klar, sonst würden sie sich ja argumentations- und hoffnungslos wie sie sind, nicht gerade den (männlich konnotierten) Waffenthemen zuwenden
Also vor diesem Kurz- und Zirkelschluss rate ich ab. Bloggen ist immer noch zu elitär (Katzenkontent hin oder her), man erreicht zwar Junge, d’accord, aber diese da nicht. Das glaube ich stark.
Was ein Werber tun kann, wenn er dennoch was tun will, was hilft (und nicht das eigene Ego aufbürsten), dann kann er sich mal was überlegen gegen Ausgrenzung. Bereits sehr früh pasiert die, laut Sebastian hatte er da seine Ausgrenzungs-Urerlebnisse und Traumata mit Schülern und Lehrern in der 4,/5. Klasse. Da ist man um die 10-11 Jahre alt. Da bloggt man noch nicht. In d-e-m Alter müsste man sie aber erreichen.
Absolute soziale Ausgrenzung (man hat für die Klasse die falschen Klamotten, oder keine Markenklamotten – da wären Werber mal gefordert – , am End das falsche Gesicht und Gewicht, und keine “coole Sprache”) und die Hoffnungslosigkeit in der Pubertät sind der Grund, warum diese so durchdrehen, das Stöbern im Netz, die Games und die Tötungsvideos, das suchen nach Aufmerksamkeit über diese ganz schwarze Schiene stehen bei denen ganz am Schluss, wenn sie es mit ihrem Umfeld schon aufgegeben haben.
Gegen Games also Motive à la Staeck stricken, ist zu kurz und zu spät gegriffen, das verfehlt das Eigentliche. Weil das schon zu fortgeschritten ist, das ist die letzte Phase, wenn sie bereits 17 sind, da erreichst du sie doch nicht mehr mit Austausch und schicken Motiven. Ihre Eltern übrigens auch nicht. Die schauen noch weniger in Blogs und in Flickr rein und den Mitschülern sind sie schon lange egal.
Also, eine anständige und sozial engagierte Werbeagentur kann viel machen ,z B. in Organisationen sich engagieren, die viel für solche gefährdeten Jungs (ab 10 Jahre oder früher)und ihre Familien tun, entweder spenden oder den Organisatoren ud Mitarbeitern beim Fund Raising oder Broschüren bauen helfen.
Und selber engagiert gegen Ausgrenzung vorgehen in unserer immer mehr ausgrenzenden Gesellschaft. Zum Beispiel gegn das peinliche Markenklamottengetue, oder die Nachbarschaft stärken. Wann hat ein Werber zum letzen Mal mit dem Nachbar ein Bierchen getrunken und über die Söhne geplaudert?….
In Blogs wirst du sie aber trotzdem kaum finden.
Hast du ininrgendeienr medlung, di in den letzten Tagen üer ddne ticker gung, gehört, dass der Sebastian Blogskomments abbgeben hätte oder blogs gelesen? :-(
Am 4. Mai 2009 um 23:20 Uhr
Die sollten das garnicht im fernsehen bringen. Das hat eher den Effekt, dass die Jugendliche auch gerne ins fernsehen wollen in dem sie Smok laufen.