15:53 Uhr
DaimlerChrysler Bank präsentiert sich humorfrei …
… wie es sich für ein anständiges deutsches Finanzinstitut eben gehört. Anstatt auf dieses Fax mit dem zu reagieren, was uns der alte Herrgott geschenkt hat um den Rauswurf aus dem Paradis ein Stück weit zu ertragen – Humor – packt man hier wieder einmal die juristische Keule aus.
Was bringt das denn bitte? Wiedergutmachung? Genugtuung?
Wohl kaum. Und anstatt dass der Spott dann aufhören würde, schwappt die ganze heiße Suppe jetzt schön durch das deutsche Netz und verbrennt dem Abmahnendem das makellose Gesicht. Mag sein, dass wir hier nur ein Elitegrüppchen sind und nicht ganz Deutschland repräsentieren, allerdings haben wir auch laut Statistiken die dicken, fetten Geldbeutel.
Ich kann mich Nicos Grundaussagen nur anschließen und gebe einen Tipp für die Leute zum Besten, die nur im Untergrund lachen können/dürfen: Durchatmen, 30 Sekunden den Mund zum Grinsen verziehen (dann wird der Körper ganz von alleine glücklichmachende Endorphine ausschütten) und anschließend die Abmahnung in den Schredder stecken und Andreas Schriftstück “Marketingtool Abmahnung” zur Vorsorge auswendiglernen.
14 Kommentare
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- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...

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Am 3. November 2006 um 16:28 Uhr
Erbärmlich. Aber so sind sie nun mal die Korrekten. Dafür ist die ruhmreiche deutsche Gründlichkeit und Bürokratie weltweit bekannt. Die haben nur nicht keinen Humor, die machen auch noch einen schlechten Job. Und nach dem sie ihren eigenen Kunden schon bis zur Weißglut gebracht haben, pinkel sie jetzt auch in seinen Schädel. (Ist nicht von mir, ist von Jack Nicholson aus dem Film: Eine Frage der Ehre. Aus dem Verhör.) Ich würde selbst so was nie sagen. Da zitiere ich doch lieber. Aber die könnten doch ihr Logo verändern, vom Stern in ein ebenso berühmtes Kreuz. Dann würde der o-Ton besser passen.
Am 3. November 2006 um 16:41 Uhr
Elitegrüppchen, naja :-) habs nicht so mit dem Wort Elite.
Ähnliches wie mit dieser Bank und den missglückten Kontoänderungen mache ich diese Woche grade mit meinem alten Provider (Umzug) mit. Soviel könnt’ ich gar net derbloggen, was des grad nervt. Aber: Sollte ich aber doch “Bogg” dazu kriegen, dann lasse ich auf alle Fälle den Namen des betroffenen Unternehmens wech. Nicht weil ich zu feige bin, sondern weil auch ich nicht möchte, dass mal jemand über mich im Netz öffentlich satirisch oder verletzend Klage führt, weil ich aus seiner subjektiven Sicht böse oder deppert war. Wo ist die Grenze, wo ist Verdrehung, wo Wahrheit an seinen Aussagen? Kann nicht garantieren, da immer selbst humorvoll zu reagieren, vielleicht will ich den auch… abmahnen, statt das zwanghaft kreativ finden zu müssen. Diese Freiheit muss ich haben.
Es ist zwar lustig, über DaimlerChrysler zu lachen, habe noch Wasser in den Augen, es macht dem kleinen Hund immer Spass, den Großen anzubellen.
Aber kategorischen Blogger-Imperativ einhalten.
Am 3. November 2006 um 16:46 Uhr
Nicht wenn tatsächlich der Firmenname verfremdet wurde! :-)
Am 3. November 2006 um 16:49 Uhr
Wie ich das verstanden habe, war an seinen Lustig-Schimpf-Faxen deutlich zu erkennen, um welche Bank es ging. Sonst hätten die sich doch nicht darauf gemeldet/melden können. Oder hab ich was verpasst? Na, dann…
Am 3. November 2006 um 19:01 Uhr
@Vroni: In der Tat. Aber eine einfache Gegendarstellung hätte es m.E. auch getan – dagegen mit 25.000 Euro strafbewehrter Unterlassungserklärung ins Haus zu fallen… naja.
Und: Wenn Absender “Klaus” seine Meinung nun bei dooyoo, kelkoo oder ciao gepostet hätte – was dann? Es steht m.E. jedem in Deutschland frei, sich auch öffentlich über den schlechten Service eines Unternehmens zu beschweren.
LG
Dirk Ploss
Am 3. November 2006 um 21:31 Uhr
Helden des Alltags 6…
Auch für den Fall das diese Korrospondenz mit der Bank ausgedacht ist, das ist etwas für die Rubrik Helden des Alltags. Ein Kunde beim verzweifelten Versuch den hochkomplexen Vorgang der Änderung einer Kontoverbindung durchzuführen…
Am 3. November 2006 um 22:07 Uhr
“Es steht m.E. jedem in Deutschland frei, sich auch öffentlich über den schlechten Service eines Unternehmens zu beschweren.”
Dazu kann ich nix sagen, ich bin kein Jurist.
Mir geht es darum, dass happy-anarchisch von den betroffenen Unternehmen wie selbstverständlich Humor statt juristischer Schritte eingefordert wird. Klar: das ist schlechte und ungeschickte PR von denen und überzogen so vorzugehen. Aber auch das Ausland ist nicht soviel besser: Ferrari hat einen Gastwirt abgemahnt, er solle sein Rotes Pferd im Wirtschafts-Logo wegtun. Krass. Wenn es um Image und Markenrechte großer Unternehmen geht, verstehen deren Anwälte keinen Spass.
Ich halte also für naiv, mit vollem Namen des betroffenen Unternhemens rumzunanarcheln, wenn gleichzeitig bekannt ist, dass Großunternehmen schnelle und harte Abmahner sind. Außer man hat sehr viel Geld und ist dessen überdrüssig.
Am 4. November 2006 um 00:48 Uhr
Das Humor sicher nicht die Stärke der Bänker ist dürfte allgemein bekannt sein.
Ob ich aber ungestraft jeden Fake publizieren darf ist eine andere Frage.
Auch die Blogger sollten da Grenzen ziehen um glaubwürdig zu bleiben.
Wie aus dem Kommentar oben zu entnehmen ist, hat Blogger Ploss immer noch nicht kapiert, dass das Fax eben nicht den Tatsachen entspricht.
Am 4. November 2006 um 09:41 Uhr
Die Blogger sollten Grenzen ziehen, das ist richtig, Unternehmen aber auch! Bei so Geschichten wie mit dem Ferrari-Pferd, ist es eben gerade wichtig, dass es in so ein Medium wie Blogs kommt.
Was heißt, das Fax entspricht nicht den Tatsachen? Wurde es nie an die Bank gesendet? Stimmen die Behautungen darin nicht?
Ich bitte um Aufklärung, ich bin ja auch nur ein kleiner Citizen Journalist und werde die Geschichte bei Bedarf richtigstellen.
BTW: Meine Frau hat schon ähnliche Briefe in ähnlichem Tonus an eine Bank verschickt, daher fand ich das nicht unbedingt verdächtig.
Am 4. November 2006 um 13:26 Uhr
Customer of Hells leben gefährlich!…
Man lebt offensichtlich wirklich gefährlich als Customer of Hell. Ein quasi Kollege hat seinen ganzen Frust mit einer Bank (das kenne ich wirklich) in einem zweiseitigen Fax rausgelassen. Dieses Fax geht nun schon seit ein paar Tagen (Wochen?) dur…
Am 6. November 2006 um 02:18 Uhr
@Patrick
Das Fax war ziemlich sicher ein Fake:
209.85.135.104/searc...
Das Orignal-PDF hätte es hier google.de/search?hl=... und hier witze-welt.de/specia...
zu besichtigen gegeben, wurde aber entfernt. Wohl wegen der/einer Abmahnung.
So isse, die Bürowelt. Je langweiliger desto faxen.
Am 6. November 2006 um 08:29 Uhr
Okay nur weil es auf der Witzseite lag, sagt das ja noch nicht wirklich aus ob es tatsächlich gefaxt wurde. Selbst wenn ist es fraglich ob man tatsächlich mit Abmahnung reagieren muss oder ob man diese vorhandene Viralität nicht einfach positiv nutzen könnte.
Ich fürchte jetzt selbst einen blauen Brief zu erhalten, denn wenn man fax und die Bank bei Google eingibt, habe ich sehr schlechte Karten.
Am 6. November 2006 um 10:18 Uhr
@arthur: Lieber Arthur – was gibt es denn da zu kapieren? Wie in meinem Blog beschrieben, nehme ich die Gegendarstellung der Bank hin und veröffentliche sie gern. Da ich mich aber seit nunmehr 10 Jahren beruflich mit Kundenbindungsthemen beschäftige, kenne ich solche Vorfälle aus der täglichen Praxis zur genüge – es gab und gibt für mich demnach nicht genug Hinweise darauf, dass es sich “offensichtlich” um eine Fälschung handelt(e). Aber wie gesagt: Die Möglichkeit ziehe ich in Betracht.
@vroni: Ach so – alles, was auf einer Witze-Seite publiziert wird, ist ein Fake? Dann schau mal bei eBay nach dieser Auktion: 130036021534. Die wurde auch auf der Witze-Seite präsentiert… automatisch ein Fake?
Am 6. November 2006 um 22:38 Uhr
@Dirk
Ich schrieb “ziemlich sicher ein Fake”.
Richtig sicher kann man sich natürlich nicht sein.
Da im Internet vieles erstmal vordergründig “authentisch” daherkommt und dann doch nicht ist (nachgerade eine Spezialität des Netzes, da es das Netz besonders einfach und zeitsparend macht, zu tun als ob. Fälsch mal im echten Leben ein Dokument und einen Vorgang und bring das in Umlauf: viel mehr Aufwand. Daher verführt das schon. ), … ist es völlig normal, erst mal in Deckung zu gehen und alle Kriterien abzukopfen, ob das Erhaltenene ein Fake oder ein blöder Scherz ist. Ein lebenswichtiger Reflex im Net.
Dieses Fax rotiert schon seit 26.10.im Netz, tauchte zuerst auf Spasseiten auf, mit voller Faxnummer und volständigem Logo (in einem BMW-Forum übrigens immer noch…), da kann amn sich ion auf den gEdanken kommen, es wurde gezielt in die viel rascher als Blogs streuende Bürobespassung eingeschleust. spricht für Fake.
Wenn es jemandem ernst gewesen wäre, hätte er das Fax zuallerst, und zwar im Oktober schon in einem Blog besprochen. So ein Vorfall hat was mit Kunden-und Service-Verhalten zu tun, da skannman lsutig abtun oder auch ernsthaft diskutieren. Fakisten wollen nicht ernsthaft diskutieren. In meinen Augen und mit meiner ungenügenden Profiler- Schmalspurmotivationsforschung spricht das Ereignis also wahrscheinlich für ein Fake.