02.11.06
10:32 Uhr

Prof. Veruschka Götz: Design im Web 2.0

Auf dem Buenalog gibt es ein Interview mit Prof. Veruschka Götz (Hochschule für Gestaltung in Mannheim) zum Thema “Design im Web 2.0″. Auf alle Fälle interessant und lesenswert. Übrigens steht Prof. Veruschka Götz auch für eine Diskussion in den Kommentaren im Buenalog zur Verfügung.

Auszug aus ihren Thesen:

Was mich immer wieder erstaunt ist, dass sich die “Neuen Medienâ€? noch immer so analog zum Papier verhalten. Ausdrucksweisen aus der Seefahrt (â€?surfenâ€?, “navigierenâ€? etc.) oder aus dem Buchwesen (Bookmark=Lesezeichen, to browse= schmöckern), Metaphern (ein Briefumschlag im Mailserver als Methapher, um eine E-Mail zu versenden) oder der oft anzutreffende Website-Aufbau in dem man analog zu einem Buch “weiterblättertâ€?, sprechen für sich. (…)
Im Moment geht der Trend weg von Flashanimationen, hin zu schlichten Auftritten bei denen, weniger die visuelle Sensation im Vordergrund steht, sondern eine inhaltliche Relevanz und eine konnotative Bedeutung! (…)
Charmant bei den meisten Blog-Darstellungen ist die Analogie zum Buch: weiße Lesehintergründe, obwohl ganz klar ist, dass weiß/schwarz den größten Kontrast auf dem Bildschirm bietet, das auch noch mehr als beim Buch, weil hier die Strahlung des Kontrastes durch das Licht des Bildschirms unterstützt wird. Die Schriftdarstellung ist im Vergleich zum Buch der Alptraum eines jeden Typographen: schöne Schriftschnitte, vergewaltigt durch die schlechte Auflösung, uneditierbar und die Bevormundung durch Systemschriften. Die Darstellung der Blogs ist eine Art, die sehr an die Anfänge des Internets erinnert. Fasst man nun diesen Trend als eine Art “Perfect Pastâ€? auf, also eine “perfekte Vergangenheitâ€?, in der es noch um die Darstellung von Inhalten und nicht so sehr um ästhetischen Kapriolen ging, kann man dann diesen Trend als ein Anzeichen von einem Wertewandel sehen? (…)

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7 Kommentare

  1. lxndr

    Wie wärs mit einer Runde Bullshit-Bingo?

  2. günther

    … und ich hab mich extra zurück gehalten.

  3. lxndr

    Mir fehlts bei deinen Beiträgen irgendwie an verketteter Argumentation, Günther!

  4. günther

    jetzt fang du auch noch an

  5. lxndr

    Wie heissts so schön:
    Wer argumentiert, regiert!

    Hihi.

  6. günther

    gähn

    ach nee, das darf ich ja nicht mehr sagen.
    wobei, wie heissts in frankreich so schön “man kann noch weit gehen, wenn man müde ist” (stand in der bravo)

  7. Andreas

    Die Frage ist, ob Design im Web 2.0 wirklich der entscheidende Schlüssel zum Erfolg ist. Vielleicht wären andere Fragen wichtiger. Zum Beispiel: Wie kann man über social engineering Web 2.0 Seiten erfolgsfördernd konzipieren.

    Beste Grüße
    Andreas

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