18.10.06
12:34 Uhr

Frosta – konsequent oder inkonsequent?

Die kommunikative Grundidee, die hinter der neuen Microsite von Frosta steckt, finde ich richtig gut und sie passt auch sehr gut zur Marke. *Allerdings habe ich diese Idee persönlich und auf anderen Kanälen vermittelt bekommen. Daher halte ich mich bewusst mit Kritk an der Umsetzung zurück und überlasse euch diese Aufgabe.

Wie gefällt euch die “virale Aktion” aus dem Hause Dorten unter beratender Aufsicht von Bjoern? Ich werde dann später im Kommentarbereich dazustoßen.

*Ich habe vorab einen Blick auf das neue Onlineprojekt von Frosta werfen dürfen und entsprechend meine Meinung persönlich, ohne Beraterauftrag, kundgetan. Einige allgemeine Anregungen wurden sogar umgesetzt.

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23 Kommentare

  1. Thomas Knüwer

    Was ist daran viral? Was ist daran interessant? Ich erfahre Unbekanntes über Unbekannte, zumindest habe ich derzeit noch nicht begriffen, was das mit Frosta zu tun haben soll. Der Sprung zur Marke wird sauber verfehlt – so wird das nicht funktionieren, fürchte ich (auch wenn mir die rohe Optik sehr gut gefällt).

  2. M_B

    Langweilig. Finde den Aufhänger “Konsequenz” viel zu weit weg umgesetzt, als das etwas über Frosta oder das Reinheitsgebot hängen bliebe. Nicht mal das Design strahlt auf die Marke ab. Vermutlich um noch glaubwürdiger rüberzukommen. Positiv: Immerhin kommt so erneut in die Meinungsführer-Blogs. Was ja auch nicht verkehrt ist.

  3. Vroni

    Zum Frosta- “Reinheitsgebot”:
    Wer Bayer ist und die Sache mit dem wahnsinnig tollen :-) Reinheitsgebot von Bier kennt, weiß, dass das damals im MA eine nicht ganz so freiwillige Sache war. Die Obrigkeit zwang die Brauer, aufzuhören, da wildmachende Kräuter oder Tollkirsche reinzuschmeißen, die wahlweise der Haltbarkeit oder der besseren Volldröhnung dienten ;-)

    Kann dennoch natürlich das Reinheitsgebot von Frosta unterstützen. Das Wort selber weckt halt bei mir lustige Assoziationen, da ich eine zeitlang Bierwerbung machte.

  4. ramses101

    Die Grundidee “Konsequenz” passt schon zum Reinheitsgebot. Allerdings fehlt mir die konsequente Herletung – allein über die Infoseite ist mir eigentlich zu wenig. Und wie viral das ganze letzten Endes sein wird, muss sich auch erstmal zeigen. Macht für mich eher den Eindruck einer Teaser-Kampagne. Ganz nett, aber irgendwann fragt man sich schon: Ja? Und? Kommt da jetzt noch was?

    Und die grafische Idee fand ich schon in den 80ern großartig:

    youtube.com/watch?v=...

  5. Irakli

    Hatte auch die Ehre, Konsequent pre-Launch zu sehen. Nett aufgemacht, und wenn man viel Glück hat, transportiert sich die “Konsequenz” auch auf die Markenwerte. Die grosse Frage bleibt: was ist der Nutzen für die Besucher? Auf welcher basis kann man hier zumindest mittelfristig eine Community bauen? Kann man hier einen Dialog über “Konsequenz” hinsichtlich unbelastetes Essen führen?

    Diese Fragen bleiben aus meiner Sicht unbeantwortet, deshalb ist das an sich gegebene Potenzial nicht ganz gehoben.

    Erfrischend anders ist es allemal, und wie oben beschrieben, in die Blogs kommt man allemal damit. Gut gemacht Björn :)

  6. Endl.de | Zielpublikum Weblog

    Schon wieder so ein Experiment…

    Langsam lege ich das Klowand-Image ab und werde mich statt dessen “Versuchsmaus des Internets” nennen. Jedenfalls spricht Björn Ognibeni davon, dass Dorten und Frosta ein kommunikatives Experiment im Sinne hatten/hätten, als sie k…

  7. Björn

    Eines würde ich gern kurz klarstellen: die Leute von Dorten sind schon groß und brauchen ganz sicher keine Aufsicht mehr… ;-)

  8. paddydrums

    Ich fand’s auch tierisch langweilig. Zumindest uninteressant. Und der Werksmeister (o.ä.) hat die Suppe ein bisschen versalzen, denn der wirkt schon sehr trainiert, selbst wenn er das nicht ist.

    Der einzige Bezug zu Frosta wird ausgerechnet durch Ihn hergestellt und das lässt die Authentizität vermissen.

  9. Tim Keil

    unschlüssig, aber positiv gestimmt würde ich sagen. schöne idee mit der konsequenz und ganz ok umgesetzt. was ich schön finde ist, dass sich frosta nun auf einer etwas anderen ebene bemerkbar macht. bislang wurde ja fast ausschließlich ihr blog erwähnt. aber jetzt krieg ich die marke auch mal von einer anderen seite zu sehen. und allein die tatsache, dass sich was bewegt finde ich schon sehr gut.

  10. Jander

    Nööö, also ich find die Kampagne eigentlich ganz nett. Allerdings verstört, dass nicht ganz klar wird, worum es der Seite geht. Den Eindruck, dass das ein Teaser ist, dass da noch irgendwas kommt, dem kann ich mich auch nicht entziehen. Irgendwie wären die Filme als TV Spots mE sehr viel besser angekommen. Eine solche Unterstützung als Goodie für eine Kampagne sehr cool und lässig gewesen. Es fehlt eine Aufforderung zur Interaktion: Wo/Warum bist du konsequent? Viral wird es nur, wenn das Sahnehäubchen erkennbar ist, aber das fehlt irgendwie. Fazit: Ganz nett, aber viral wird’s nicht.

  11. Brand Evangelist

    Virales von Frosta…

    Nachdem ich gestern die Viral Spots von “42 Below” in den Himmel gelobt habe, bin ich heute durch das Site9-Blog von Björn Ognibeni auf die neuen Viral-Spots von Frosta aufmerksam geworden. Auf der Microsite “konsequent.de“ wir…

  12. Lene Steinmann

    Als ich die Berufsfelder gesehen habe, habe ich zuerst befürchtet, dass da so larifari kommt von wegen die Kindergärtnerin muss natürlich konsequent sein etc. Ich finde die Videos von daher schon gelungen, weil sie eigentlich positiv überraschen.
    Die Aufmachung im typischen Scribble-Stil gefällt mir.
    Ich finde es konsequenterweise absolut interessant, wie die gewünschte Community hier zum Leben erweckt werden soll. Gucken und gehn. Ganz bestimmt wird sich keiner ein T-Shirt mit den Namen drauf kaufen. Wenn dann schon mit dem eigenen. Das kann ich mir aeinfach nicht vorstellen, dafür geben sie zu wenig her. Schriftzüge in platten Lettern kann man doch schon lange nicht mehr sehen!
    Daher steht für mich in großen Lettern vorerst die Frage, wie möchten sie die evtl. gewonnene Publicity halten und pflegen. Wird es in Zukunft verschiedene Kampagnen dieser Art geben, sodass sich das Ganze immer wieder fortsetzt und auf die verschiedenen Benefits von Frosta zielt? Mal gucken, wie Frosta hier Konsequenz beweist.

  13. sven

    Das ist super, einzig die immer gleiche Musik nervt, ansonsten großes Tennis.

    Wer hat denn sowas? Allein deshalb ist es schon toll.

  14. Klaus Langner

    Neu und experimentell? Das ist doch nur ein Sprung auf den fahrenden Zug. Ich finde den Stil nicht passend und die Aufmachung lässt mich nicht auf der Site verweilen. Ist mir zu trist und zu ansterngend.
    Es ist das Gleiche wie bei den C-Mons. Einfach mal was trendiges dazugepackt, egal ob es irgendeinen Bezug hat.

  15. Frank Wienecke

    Also sorry, wenn man das als eine VM Kampagne werten möchte, weiß ich nicht, wer jetzt ein schlechteres Gewissen haben sollte, der Kunde, der vermutlich einiges an Geld dafür gelassen hat oder Agentur und die gewissen “Viral Experten”, die dort oben genannt wurden. Sicher, es passt zur Marke, aber ich bezweifele enorm stark, das sich je einer dieser Clips epidemisch verbreiten wird. Wo steckt der Anreiz, dass ich einem Freund oder Bekannten davon erzähle bzw. ihm so nen Clip zur Weiterverbreitung schicke? Youtube und MyVideo und Sevenload und wie die da alle heißen mögen, werden sicherlich nicht ausreichen, oder? Ich wette, die Kampagne wird n Flop und versickert.

  16. Oliver Wünsche

    Neue Wege in der Marketing-Kommunikation zu beschreiten, bedeutet auch immer, nicht zu wissen, obs funzt oder nicht. Also werden wir mal sehen, obs denn was wird oder nicht. Ein paar Punkte möchte ich hier aber schon aufgreifen: 1. Die Marke Frosta kommt zu kurz? Hhhmm, dazu muss mann natürlich erstmal genau wissen, wofür Frosta denn steht. Eine Marke ist ja deutlich komplexer als bloss ein farbiges Logo. Auch wenn ich mich mit Frosta nicht so eingehend beschäftigt habe, wie Dorten, so scheint mir der Kern “Konsequent” ziemlich viel mit der Marke Frosta zu tun zu haben. Sogesehen kommt die Marke Frosta hervorragend weg und die Kommunikationsleistung ist meines Erachtens auch hervorragend. Mir zumindest war nicht bewusst, dass Frosta mit dieser Konsequenz seine Produkte fertigt. Reinheitsgebot ist schnell gesagt, geschrieben… 2. Die Handlunsgaufforderung fehlt und der Nutzen für den User wird nicht deutlich? Bzgl. der Handlungsaufforderung hätte ich vor einiger Zeit noch zugestimmt, meine aber, dass die dezente Form der Handlunsgaufforderung genau zum Konsequent-Konzept passt. Der Nutzen erschließt sich mir über das glaubwürdige Bekenntnis zum Reinheitsgebot. Ich zumindest erzähle davon, weil ich diese Information sehr relevant finde. Schließlich esse ich jeden Tag, gesunde Ernähung ist wichtig und vertrauenswürdige Hersteller erkenne ich schon lange nicht mehr bloss am Etikett oder dem Ökotest Stempel. Ob die Kampagne nun viral wird oder nicht? Let’s see. Ich jedenfalls finde die konsequenz.de Idee aussergewöhnlich gut umgesetzt.

  17. Gerrit Donat

    Moin moin,

    an sich hat mir konsequent.de gut gefallen. den link zur marke stelle ich allerdings nicht her. ich find’s zwar cool, nicht mit schwarzen lackschuhen zur kommunion zu gehen und den gatten bei der planung der silberhochzeit vor die tür zu setzen, weiß aber nicht, was das mit tiefkühl-paella zu tun haben könnte. da ist mir der bogen zu weit geschlagen. irgendwie. stark finde ich die aussage der mircrosite für meine persönliche menschwerdung. aber nicht für mein einkaufsverhalten. konzeptionell stand vermutlich auch die frage, wie man irgendwie web 2.0 instrumentalisieren könnte. aber das ist nur unzureichend gelungen. immerhin, eine youtube-einbindung hat ja hingehauen. fehlt ein flickr-account und noch ein konsequent-blog. oder so. oder wie? und dann sei doch immernoch die frage gestellt: was passiert, wenn mal jemand nicht mit dem interesse eines marketingmenschen diese seite anschaut? macht der sich wirklich gedanken, was ein geldtransporter, eine kindergärtnerin, ein handelsvertreter und eine kosmetikerin mit tiefkühlkost zu tun haben könnten? und ist der braungebrannte snob mit whirlpool nun wirklich ein gelungenes äquivalent zum tk-reinheitsgebot. ich weiß ja nicht. aber schön anzusehen war die ganze angelegenheit trotzdem :) gruß gerrit

  18. Markus Roder

    @Frank:

    Beim “Brand Evangelist” habe ich schon ähnliches geschrieben, hier passt’s wieder: Obwohl ich die Filme aus verscheidenen anderen Gründen nicht sonderlich effektiv finde (so ist der Effekt der Filme auf das Markenpriming vernachlässigbar…), muss ich Deiner Einschätzung “Das versickert garantiert!” doch widersprechen. Deine Frage “Wo steckt der Anreiz?â€?, ist psychologisch klar beantwortbar – es wurde in den Filmen ein recht starker memetischer Trigger eingesetzt, was alleine eine gewisse Verbreitung garantieren wird. Besser wären zwar zwei oder gar drei gleichzeitig verwendete Trigger gewesen… aber man darf ja nicht zuviel verlangen ;).

    Viel problematischer finde ich, dass die richtigen neurologischen Prozesse (also solche, die ein “Priming” für die Situation am Regal garantieren) nicht in Gang gebracht werden. Der von Neurologen oft so benannte “11-Millionen-Bit-Autopilot” im Gehirn wird von dieser Art Viral definitiv nicht aktiviert… was erwarten lässt, dass die Aktion zwar bestenfalls eine kontroverse Diskussion anregt, sich aber nicht auf die Abverkäufe niederschlägt. L’art pour l’art?

    [Schamlose Eigenwerbung an dieser Stelle: Mehr zum Thema Priming werde ich in meinem Vortag beim Kommunikationsverband zum Thema “Neuromarketing - über das Unterbewusstsein in den Einkaufswagen?â€? am 3.11. im Gruner+Jahr Auditorium zusammen mit Dr. Scheier und Ralph Ohnemus in Hamburg darstellen. Vielleicht hat ja hier jemand Interesse?]

    Zustimmen kann ich Dir ausserdem bezüglich Deiner Seeding-Einschätzung. Wenn man die Clips nicht dabei unterstützt, über eine “kritische Masse” zu kommen, ist die Wahrscheinlichkeit eines unbemerkten Versickerns erfahrungsgemäss recht hoch. Empfehlenswert wäre daher ein ehrliche Platzierung auf themenaffinen Foren sowie den “üblichen” Fun- und Freizeit-Sites gewesen, um die kritische Masse zu garantieren.

    Beste Grüsse,
    - Markus Roder

  19. ralfg

    also die website macht überhaupt nicht lust weiter reinzusteigen (ich bin der aktion völlig fremd) und ich hab keine lust die mini schrift zu entziffern (ohne zoom geht auf 19″monitor gar nix).
    :(
    es scheitert bei mir am webauftritt

  20. Joe Kanif

    wir von http://www.trnd.tv hatten letztens die kampagne in unserer sendung **Total Eclips** durchleuchtet. Was ich persönlich zu bemängeln hab: die Clips lassen sich nicht auf einfachem weg weiterschicken, sind zu gross und vor allem haben die wenigsten PC-User Quicktime. Zumindest diesen technischen Schnitzer hätte man vermeiden können. Gruß aus München, Joe Kanif, trnd.tv

  21. Klaus

    Jaja, die Teckies sind wieder unterwegs… ;-)
    Gruß, Klaus

  22. Frank Algermissen

    Hi Joe, schau dir mal das Zahlenwerk von der Verbreitung eines iPods sowie der Existenz von iTunes an. QuickTime ist schon lange nicht mehr solch ein Nischen-Player, wie viele vermuten. Klar rangiert WM immer noch vorne, weil im BS fest verankert, aber QT sitzt gleich dahinter! Zudem offeriert es extreme funktionale Möglichkeiten hinsichtlich der Interaktivität (was bei Frosta nicht zum Einsatz kam) – um z.B. einen User durch Klick in den Film auf eine Landingpage zu leiten. Geht bei WM zwar auch, doch wesentlich uneleganter.
    Leider rückt Apple so gut wie nicht mit Zahlen hinsichtlich der Verbreitung raus. Sollte jemand etwas aktuelles finden, sage er mir gerne Bescheid.

  23. Joe Kanif

    @Frank: einigen wir uns drauf: gottseidank sinds keine Real-Video Files :-) ok?

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