04.10.06
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24 Kommentare

  1. Motzki

    Hallo Patrick,

    als fleissiger Leser vom Werbeblogger wollte ich euch auf folgendes Hinweisen:

    mecker-ziege.de/fies...

    In meinen Augen handelt es sich dabei um ziemlich dreiste Schleichwerbung um “die herum ein Artikel geschrieben wurde”…

    Vielleicht wollt ihr das Thema ja mal in eurem Weblog aufgreifen?

    Schöne Grüße,

    Die junge Meckerziege

  2. Vroni

    Ha noi,
    das isch ebbe das, was ebbe immer wieder zu kurzgefasst unter PR verstanden wird:
    Schalte ei Aazeisch, dazu bekommscht du ei Artikele auf der gleichen Seit’ daneben.

    In Print- Fachzeitschriften seit Adam und Eva so. Das sind die reinsten PR-Schleudern. Nix neues im Weste(r)n, warum soll ausgerechnet der clickratesüchtige und Skyscraper verkaufende SPON-spion anders ticken in Zeiten, wo man unter PR kurzatmiges Jubel-Artikel schreiben und Rumgeschleime versteht.
    PR kann so viel mehr sein, aber erzähl das mal diesen Schreiberlingen auf beiden Seiten (Journalisten versus PR-Verzapfer)

    Alles die gleiche Mischpoke…
    :)

  3. Vroni

    Wollt eigentlich was zu Secon Life schreiben.
    War drinne im Link.


    und kapier null, wofür second life gut sein soll. Für werbetreibende Kunden? Nä, oddr?
    Des Kaisers neue Flash-Kleider?
    Vielleicht klärt mich mal einer uff.

    Freundlichst,
    der Vroni-Bär

    Es gibt kein richtiges Leben im valschen.
    (frei nach Adorno)

  4. Patrick Breitenbach

    @Vroni: Hör doch mal in unseren 2.Teil Barcamp Podcast rein. Darin geht es verstärkt um Second Life. Sebastian hat auch einige Infos bzw. eine Liste mit Firmen die darin bereits aktiv sind dazu zusammengetragen.

    pixelsebi.com/2006-1...

    So sinnlos wie es sich anhört, es boomt tatsächlich. Nix Flash – eher Virtual Reality oder Erweiterung “Sims” – einer der erfolgreichsten PC-Spiele aller Zeiten.

  5. Vroni

    Ob flash oder three_dee :)
    (what shälls, is wie, wenn man auf die harley steigen will und sacht, man geh zu seim Moped…)

    Fakt ist bei der Website Second Life:
    Ich komm nirgends nei zum guggn, außer ich meld mich an
    (den deubel werd ich tun, wenn ich mich mal erst informieren will…)

    Was schreim se denn da drinne:
    “Second Life is a 3D platform for developers who want to present, promote, and sell their content and applications to a broad online audience within an immersive, shared space.”

    Aha.

    Wie se die Guitarra der Vega bauen…,hm.
    Kommt bei mir persönlich erschwerend hinzu, dass ich mich ganz einfach an der knetmassen-texture 3D-Optik schon seit 2000 satt gesehen hab (mein Mann war damals in einer 3D-Firma beschäftigt, die Games und eine Technologie Plattform für Games machte).

    Und da les ich noch auf deiner Liste, Patrick, eine Steuerberatungs – oder sonstwelche Company ist drin, ich nix wie nei (Inhalt erhoffend und gespannt, wie einer so ein dröges Geschäftsmodell unterhaltsam rüberbringt, kommt da so ne youtube-optischer verkaufstrailer…

    Nö, Leuts, sorry.
    Ich bin zu alt für diese Dinge.

    Der Vroni-Avatar,
    weiterhin ganz ohne linden-dollars auskommend

  6. Patrick Breitenbach

    Ist halt nicht Jederfraus Sache.

    War ja damals mit Fernseh och nich, wa! ;-)

    Trotzdem geht z.Z. da jede Menge: 350.000 $ werden derzeit täglich da drin rumgewälzt und ich sag mal: Offen sein für alles. Später drauf springen kann ja jeder. Übrigens auf Optik kommt es nocht nicht so an. Eher auf die Vielfalt der Möglichkeiten. Aber was erzähle ich, ich will ja niemanden missionieren.

  7. Vroni

    Mei launige Red’ ist, dass man ohne logging nix sieht.
    DAS halt ich für einen valschen Fehler.

    Überhaupt: Die Index-Site wirkt wirr, man begreift nicht,um was es genau geht, udn ahut gleich wieder ab (außer man steht auf Gamersachen).
    Is mir dann als Normal-User auch wurscht, ob Leo Böhrnett drin ist.

    Oder ob der Werbeblogger sich dafür so stark macht.

    Scheint so ein selbstreferentielles Nerd-Ding zu sein.
    :)

  8. Patrick Breitenbach

    Naja wir machen uns nicht stark, wir interessieren uns einfach extrem dafür. Und ich bin lediglich ein Zeta-Nerd! ;-)

  9. Andreas Rodenheber

    Ich zitiere mal Robert:
    basicthinking.de/blo...

    “Interessant: Meistens lassen sie sich irgendwelche Protzbauten basteln. Na, wäre das nicht mal ne Lücke für deutsche Webworker und/oder PR-Agenturen mit hohen Leerkosten? Denkt mal darüber nach….”

    Seh ich genau wie Robert: Nicht groß altruistisch fragen, was es der Welt bringt (ich nehme an, es bringt der Welt überhaupt nix), sondern erst gucken, ob man mit dem Projektieren, Gestalten oder dem Coden von ein paar flotten Tanzschritten was verdienen kann…

    Wie hieß das Lied in den Achtzigern: “Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt..”

  10. Vroni

    Die Frage, was es der Welt bringt, ist keine altruistische, sondern eine des Marketing.

    Scheint mir so eine Art zu sein: wir-müssen-uptodate-sein-Werber-Gamer-PRler-Blogger-untereinander-marke_ding, welches komplett ohne echten Außenkunden auskommt. Die absolute Endschleife einer schon lange in der eigenen Suppe köchelnde Branche,läster.

    In der Tat sehr interessantes Bee2Bee.

  11. Andreas Rodenheber

    Sehe gerade, dass Jojo die Frage nach dem Sinn von Second Life hinreichend beantwortet hat:
    blog.beetlebum.de/20...

  12. Vroni

    > Offen sein für alles. Später drauf springen kann ja jeder.

    Ne, Patrick, ich spring nicht auf Geschäftsmodelle und Plattformen, die Süchtlinge produzieren. Heut nicht und auch morgen nicht:-)

    Adidas ist drinne, weil die Klientel, die einen zum Klo umgebauten Bürostuhl hat und einen Beutel am Gestell für Kaffee-Infusionen (tolle Geschäftsidee für medizinische Vorrichtungen), ab und zu aus ihren dampfenden Sneakers rausmuss und Zweitsneakers braucht, das ist alles.

  13. Patrick Breitenbach

    > Ne, Patrick, ich spring nicht auf Geschäftsmodelle und Plattformen, die Süchtlinge produzieren. Heut nicht und auch morgen nicht:-)

    *hüstel* Solange du dich nur auf das Marketing für süchtigmachenden Substanzen konzentrierst …

    Der war gemein! ;-)

    Übrigens sollte man die Gaming-Industrie wirklich nicht unterschätzen, aber was predige ich schon wieder … war halt wie früher mit den Home-Computern. Wieviel sollte es weltweit mal geben? 5? :-)

  14. Andreas Rodenheber

    Second Life wird sowieso total überschätzt. Der nächste Trend ist Second Death:
    dwdl.de/article/news...

  15. Vroni

    Alles a einzige Blasen.
    Das ganze Web 2.0 Gschmarri.

    Is halt so mit dem Betriebssystem Mensch 1.0, solange des kein Update hat…

  16. Patrick Breitenbach

    @Vroni. Update gibts, ist allerdings noch Beta! ;-)

  17. Patrick Breitenbach

    Übrigens interessant, dass wir das gerade auf einer Web 2.0 Anwendung diskutieren.

  18. Vroni

    Na und.
    Deswegen brauch ichs doch net hypen.
    Dazu besteh kein Anlass.

    Ich sehe das Web 2.0 als Kunstwort, Punkt 1.
    Punkt 2 ist es das zur Verfügungstellen eines Aggregats/ einer Software – wie früher Kapital und Produktionsmittel – nur daran verdient man über den Umweg von Werbeeinnahmen, auf dem/der immer noch und schon wieder Karl Marx gilt:
    das Ausbeuten und der Mehrwert.

    Der Unterschied ist: Früher wurde zumindest vom Fußvolk noch darum gekämpft, möglichst viel Ausbeuterlohn zu kriegen, heutzutage liefern die Leut kostenlos und freiwillig noch mit dazu: ihre kostbare Zeit, ihren Geist, ihre Ideen , ihren Kontent. (Auch wenn das meiste davon Schrott ist, stattgegeben)

    Neuester Dreh: Sie zahlen dafür, dabei zu sein und ihren Kontent zu liefern. Beispiel Xing, Second Life
    Schöne durchtriebene, neue Marketing-Welt.
    Aber eine Blase. Irgendwann kippt das und wird so interessant wie der Ex aus der Pubertät (bäh.)

    Ich bin z.B. raus dem allmählich veflachenden open-XING und habe auch nicht vor, in was ähnliches reinzugehen. Habe viel Freizeit gewonnen. Unser Blog ist, weil mein Mann gerne schreibt und der Vroni-bär gern Dampf ablässt. Was schon sein muss bei manchen Kunden wg. der Psychohygiene.

  19. Patrick Breitenbach

    Blase hin oder her. Eine Idee wird scheitern, eine andere wird sich durchsetzen. Auch im Web. Egal ob das nun Beta Gamma, 2, 3 oder 4.0 heisst. Es ist genauso wenig alles schlecht, wie alles supertoll ist. Nur probieren muss man es schon mal, sonst geht es einfach nicht vorwärts. Der gute alte Zyklus eben. Auf welchem Platz man spielt ist eigentlich egal, das Spiel ist jedenfalls immer das gleiche, überall.

    Das angstverzerrte Blasengerrede ist somit mindestens so unproduktiv wie ein Hypegequatsche. Rosinenpicken ist angesagt. Auch mal etwas wagen. Füße fest auf dem Boden, den Kopf in den Sternen.

    Natürlich wollen die Leute “kostenlos” Content liefern, denn sie haben in der Vergangenheit das vermisst, was Geld allein am Ende nicht aufwiegen kann: Annerkennung. Soziales Kapital (Um mal bei Marx & Co. zu bleiben)

  20. Patrick Breitenbach

    Ach ja zum Thema “Kunstwort”. Ich fürchte wir Werber haben das Kunstwort an sich erfunden. Komisch, dass es dich hier stört. Ist doch nichts anderes als ein Mem. Knackiges Wort, dass hundert von Interpretationsmöglichkeiten zulässt und dennoch meint jeder er würde es verstehen. Herrlich.

  21. Vroni

    Bloggen heißt Stellung beziehen, nicht nur Mem-oder Word-Dropping.
    Patrick, du hast Second Life hier vorgestellt und in’s Spiel gebracht. Findest du es denn gut?

    Ich persönlich blogge – wenn – nur über Sachen, zu denen ich was zu sagen habe. Ich stelle sie nicht einfach vor.
    ____________________

    Patrick, mich stört nicht das Kunstwort an sich, sondern dass man etwas, was es schon lange gibt, plötzlich als Web 2.0 bezeichnet.
    Man hat sich schon vor ajax et.al. sozial ausgetauscht, es gab vorher schon große Community-Foren und… hm, Gästebücher. Im Grunde ist Blogkommentieren wie Gästebuch. Nur dass es mittlerweile verpönt ist zu schreiben: “Tolle Site, die du da hast, komm doch mal auf meine” Womit das Bloggerwesen und -unwesen fertig umschrieben ist :))

  22. Vroni

    Angstverzerrtes Blasengerede.

    Och nö, oder? Wir diffammieren mal grade ein bisschen die Kritik, denn sie ist … lästig.

    Wer etwas kritisiert, muss nicht zwangsläufig Angst haben.
    Angst kann und darf jemand haben, der in vermuteteten Blasen oder in volatilen Sachen investiert ist. Wer nicht, der hat keine Angst.

    Wovor auch?

    Aber ich frage mich nach der Motivation, warum jemand hypet.

    Grüße von einer Web 2.0 Kritikerin

  23. Patrick Breitenbach

    Och, ich würde bloggen nicht nur auf Stellung beziehen reduzieren. Bloggen kann auch durchaus mal neue Trends vorstellen. Das alles ist ein fließender Prozess. Man muss am Ende eines Blogeintrages nicht immer die reine Weisheit stehen haben. Dafür sind die Kommentarfelder ja ganz nützlich.

    Ich finde die Idee hinter Second Life spannend, erstmal nur spannend. Ich habe auch schon damit experimentiert und gehe mit offenen Augen in diese Welt. Daher habe ich auch beide Dinge angesprochen: Stumpfsinn und Sinnvolles. Wenn ich es nicht reizvoll finden würde, hätte ich auch nicht darüber gebloggt. Ich finde es übrigens witzig, dass man allen die sich irgendwie für Web 2.0 oder neue Webtrends interessieren, gleich vorwirft sie wollen eine Blase aufpumpen und Geld abzocken. Ich beschäftige mich intensiv mit diesen Themen und ich sehe in vielen Dingen Potenzial. Natürlich ist das kein neuer Prozess, das ist eine Entwicklung die von Beginn des Internets stattfindet. Nur sind heute die Rahmenbedingungen ganz anders: Bandbreite, Technik, Prozessorleistung etc. Die Grundbedürfnisse der Menschen sind schon ein wenig länger vorhanden. (sozialer Austausch) Nur heute finden sie einfach galanter, schneller und intensiver statt. Also einen Kommentarbereich im Blog mit einem Gästebuch zu vergleichen ist nah und weit entfernt zugleich. Im Übrigen sind Blogs in einigen Jahren genauso veraltet wie die Gästebücher heute. Und vielleicht ist Second Life ja der berühmte Schritt weiter. Ob uns das gefällt oder nicht. Jeder hat die Wahl ob er mitgeht, stehenbleibt oder sich eine Alternative sucht. Ich habe mich dem mitgehen verpflichtet, einfach aus meinem Drang neue Dinge zu lernen. Das “Gut” oder “Schlecht” kann ich erst sagen, wenn ich es ausprobiert habe.

    Ich diffamiere nicht deine Kritik, ich finde sie sogar sehr wichtig. Daraus entsteht ja z.B. dieser Dialog. Ich möchte nur anmerken und auch mit dieser Diskussion aufzeigen, dass es mehr als das reine Schwarz/Weiss Denken gibt.

    Angst ist übrigens nicht nur mit Geld verbunden. Angst vor neuen Dingen, Angst dass man nicht mehr mitkommt, Zukunftsangst etc. Das meinte ich eher damit. Wer investiert hat keine Angst, der hat höchstens eine Risikofreude.

    Glaubst du wirklich daran, dass es einzelne gibt, die einen Hype in Gang setzen und halten? Das hört sich sehr nach Verschwörungstheorie an. Ein Hype entsteht aus einer gemeinschaftlichen Dynamik, einem allgemeinen Interesse. Natürlich ist Euphorie im Spiel. Aber es sind nicht einzelne Menschen, die damit irgendetwas bezwecken wollen. Eine Euphorie entsteht durch Begeisterung und Leidenschaft vieler. Es beschleunigt Prozesse. Es beschleunigt Entwicklungen. Und klar, irgendwann kann das ganze Ding auch auf die Nase fallen. Na und? Dann stehen wir auf und entwickeln weiter. So war es doch schon immer. Lasst uns doch lieber jetzt ein wenig mehr Mut zeigen und eventuell neue Jobs schaffen durch diesen Wissensvorsprung. Die alten Jobs wandern doch sowieso alle nach China ab. Know-How ist das einzige was uns derzeit noch einen gewissen Vorteil bietet. Durch diese etwas nöselige Stimmung wandern Leute mit diesem Know-How einfach nach Californien aus und die Fabriken nach China (wobei Letzteres durch andere Gründe geschieht).

    Kritik wichtig – Hype wichtig
    Mittelding ist Gold wert.

    Grüße vom Web 2.0 Hyper Hyper

  24. Vroni

    Ja, Patrick, ich glaube, dass der Hype gesteuert ist. Von wem? Hier*

    Ja, auch ich bin interessiert an allem Neuen.

    Warum soll ich davor Angst haben. Aber ich sehe auch die Geschäftegemacherei mit dem Vorgaukeln, es wäre eine… Community. Dieses Kuschel- und Spielargument, diese verlogene Sozialromantik (auf die wohl viele vereinsamte User abfahren) verbunden mit eiskaltem Kalkül, alles über sie zu erfahren, um sie mit Werbung vollzuballern, damit bin ich nicht mehr einverstanden. Ich bin aus dem openBC u.a. raus, weil ich des Spams bald nicht mehr Herr geworden bin (vorher hatte ich das Prob nicht). Es wird noch lustiger werden mit Xing, wenn die im Business-Bereich noch schmerzfreieren Adresshändler aus US und Asien verstärkt dazustoßen.

    Was das Second Life macht, ist noch eine intensivere Bindung der User als an flickr et.al.
    Das mag man “spannend” finden (sagte eine Eso-Tante in einem meiner Urlaube auch dauernd und über alles…), die Gefahren liegen auf der Hand: Sind manche eh schon viel zu lang im Internet oder/um zum Gamen unterwegs, wird das mit diesem Spielzeug noch mehr intensiviert und eine Abhängigkeit geschaffen, der ich mich persönlich nicht aussetzen würde. Allein schon das Logging so zu gestalten, dass man sich registrieren und einlogen muss, um überhaupt erst mal was mitzukriegen, das sagt mir alles.

    Mir tun solche User leid. Zu deren Mutter Teresa werde ich mich jedoch nicht aufschwingen. Ich bin jedoch für Aufklärung und gegen die nervige old school werbung.

    * Die Goldgräberstimmung, in der sich das affiliate-Server und adlink-Business befinden, weil sie wittern, endlich noch punktgenauer mit der passenden Keyword-Software )demnächst vielleicht Sprachsoftware, um Psycho-Profile zu erstellen) nach Art von Amazon (sie ahten das und das Buch gelesen, da dürfte sie auch das und as interessieren…) an die User und deren Spuren im Net zu kommen, das sagt mir alles. Habe auch schon darüber gebloggt (neue Keyword-Detect-Software kam raus).

    Das sogannte Web 2.0 soll “boomen”, die neue Art Online- Anzeigengeschäft mit tracing und tracking und die Adlinkerey, die Lieferanten der Werbetreibenden Industrie, werden explodieren. Und wie? ja ganz wie man das schon kennt, verstärkt: Banner, Layer, Adsense und Co. Das hat nix mit dem Permission Marketing und Involvement-Ansatz zu tun von Röthlingshöfer, sondern ist einfach nur die dreiste old school wie gehabt, nur näher an die Pelle. Nur noch dreister, intensiver und auf “die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten”. Das ist ganz einfach Werbebelästigung der beschissenen alten Art. Die Gamer und User werden es schon noch merken, wenn sie den Dreh herausgefinden haben, an die Leads in den Communities ranzukommen.

    Gott sei Dank gibt es Stealth-Surfprogramme. Und ein erster konsequenter Schritt kann sein, erst gar nicht in solche Communities zu gehen, ebenso wie amn nicht auf preisauschreiben antwortet, weil die nur der Adressgenerierung und -verkauf dienen. Die flickr-Abmahngeschichte, und wie klar sich flickr plötzlich auf einen distanzierten technischen Standpunkt zurückzieht, sagt alles. Es sind coole Geschäftsleute, es sind nicht: nette coole Menschen, die einem netterweise eine tolle Plattform zur Verfügung stellen und einem “helfen”, wenn es mal brennt.

    Mit einem Verzicht auf Sozialromantik kommt man den Dingen näher und ganz ohne Angst :) Dann begreift man auch endlich, warum Werbung weiterhin so beliebt sein wird wie Fußpilz: weil sie nix begriffen hat, und nur ihre Spiontentakeln weiter ausfährt.

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