17:54 Uhr
Plagiat oder Zufall – Metadesign vs. Buena La Vista
Mich hat es heute morgen glatt vom Konferenzstuhl in Köln gefegt, als ich den ersten Kommentar hier gelesen habe. Das White Label Design von Buena La Vista ähnelt der Gestaltung von metadesign.com frappierend. Das war ein richtig ordentlicher Schock, der tief ins Werbermark fuhr. (Der Kongress war damit für mich gelaufen. Sorry an die dort sitzengelassen Leute.)
Nun zur Sache: Natürlich haben wir die Seite nicht einfach so kopiert oder uns gar irgendwie von ihr “inspirieren” lassen, denn wir kannten sie schlichtweg nicht. Natürlich kannten wir metadesign.de der amerikanische Ableger und sein Redesign vor gut einem Monat gingen jedoch gnadenlos an uns vorbei. (Ich hab mir jetzt erstmal wieder den RSS-Feed der Page zugelegt – und ich dachte ich wäre ausreichend informiert) Oder meint ihr tatsächlich wir wären so dummdreist eine nahezu 1:1 Kopie so öffentlich mit all dem Brimborium anzupreisen. Zumal hängt da auch unsere komplette Geschäftsausstattung dran.
Wie hat es mein Kollege heute morgen so schön gesagt: “Das ist wie ein 6er im Lotto, nur viel viel unangenehmer”. Recht hat er. Es gibt Zufälle, die so richtig wehtun. Das war einer davon. Dennoch halten wir an unserem Design oder vielmehr an unserem Konzept fest. Natürlich ist auch Gestaltung dabei. Vielleicht haben wir in unserer Werbermentalität wieder ein wenig übertrieben. Ein völliger Verzicht von Gestaltung ist natürlich nicht möglich, doch wir sind den Weg der maximalen Reduzierung gegangen. Mehr konnten wir rein inhaltlich nicht verantworten, denn es geht letztendlich auch um das Thema Nutzerfreundlichkeit. Eine Struktur muss also vorhanden sein und eine Struktur von Inhalten bedeutet gleichzeitig eine GEstaltung von inhalten. Ganz klar. Worauf wir jedoch bewusst verzichtet haben ist eine besondere Typo. Wir haben die Standardsystemschrift Nummer 1 verwendet. Arial. Ja das ist vielleicht nicht schön, aber am Ende konsequent und – Hallelujah – wir haben nicht, wie die Kollegen von Metadesign, die Bildschirmunfreundliche Times verwendet.
Für mich ist es nun sehr spannend zu sehen, wie innerhalb der Agentur mit eurer direkten Kritik umgegangen wird. Als erfahrener Blogger und zeitweiliger Trollzüchter bin ich da ja schon etwas abgehärteter – ganz im Gegensatz zu meinen Kollegen. Für viele wirkt das erstmal wie ein ordentliches Brett. Aber trotz allen Unkenrufen spürt man eine energetische Spannung, es herrscht helle Aufregung und eine sehr intensive interne, durchaus kontroverse Diskussionen. Das sind lebendige Prozesse, die absolut wertvoll sind und einen Fortschritt oder zumindestens Bewegung initiieren. Es fördert unsere interne wie externe Kommunikation, unser analytisches Denken, auch wenn es im Zuge von manchen Schmerzen stattfindet.
Es sind nun noch zwei Stellungnahmen von uns erschienen. Zum einen bloggt unser verantwortlicher Designer noch einmal zu unserem Konzept und Dieter Schneider beleuchtet gesondert den Plagiatsverdacht.
Danke jedenfalls an euch für eure Hilfe und eure Meinungen. Jede mag uns vielleicht nicht schmecken, doch jede ist auf ihre Art irgendwie wertvoll.
Im Werbeblogger wird es nun weiter im “Tagesgeschäft” gehen, daher bitte Diskussionen dazu im Buenalog.de führen. Danke!
45 Kommentare
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- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
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- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...

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Am 25. September 2006 um 19:05 Uhr
Ob Plagiat oder nicht, würde ich statt der Gestaltungselemente einfach das peinliche Marketing-Blabla auf eurer Einstiegsseite zusammenstreichen. Dann noch ein bisschen gute Werbung (“Mut zu neuen Ideen”) machen und wer weiss, vielleicht ist Würzburg schon bald das neue Hamburg. ;)
Am 25. September 2006 um 20:25 Uhr
hier noch eine White Label-Seite.. Weniger ist mehr!
filmtext.com
Am 25. September 2006 um 23:14 Uhr
Ihr habt das vorher nicht gesehen, weder die Site selbst noch das Posting in der PAGE – DEM Design-Magazin in Deutschland? Und habt es trotzdem geschafft eine exakte 1-1 Kopie hinzubekommen? Mal ehrlich, wer soll das glauben?
Es ist schon ziemlich dreist in der heutigen Zeit zu versuchen mit sowas durchzukommen. Gerade jemand, der so gern und hämisch über andere herzieht wie du, sollte wissen, dass das heutzutage einfach nicht mehr geht. So was kommt immer raus. Dann aber so zu tun, als hätte man von nichts gewusst, macht alles nur noch schlimmer!!! Das ist noch peinlicher, als wen ihr offen zugeben würdet, dass ihr euch habt “inspirieren” lassen!!
Kommuniziert Ihr genauso unprofessionell für eure Kunden???
Am 25. September 2006 um 23:46 Uhr
Was soll denn das bashing jetzt.
Gerade auf so basic Sachen kann man durchaus parallel nebeneinander kommen. Wer lange genug im Job ist als Kreativer, weiß dass das vorkommt – habe das erlebt.
Kein Grund zur Aufregung.
Am 25. September 2006 um 23:47 Uhr
Bashing ist das unprofessionellste
Am 26. September 2006 um 00:09 Uhr
Hier mal ein Beispiel zur Inspiration für sauber reduziertes Design, das dennoch sinnlich anders und erlebbar ist: milla.de/dbmilla/fla...
Ist zwar flash, aber diese Agentur steht konsequent dazu und geht nicht in den strengen Unix-Zen-Maschinenlook. Wenn das alle machen, sehen tatsächlich alle Sites bald so aus.
Von wegen Plagiat, eher ein Triumph der normativen Kraft des Faktischen.
[Was anderes als eine Gestaltungsniederlage, ein Eingeständnis ist es nicht, nur aus SAP-Server-Schriften und banalen Maschinen-Schriften, die jeder User auf seinem Rechner hat, sich als Typograf genügsam ernähren zu müssen. Jeder Gestalter ist davon betroffen, Inhalte, auch emotionale so ohne jegliche Aussstrahlung darstellen zu müssen, aber muss sich fügen.]
Vor zwei Jahren hat mir die genannte Site noch besser gefallen, da war sie bereits jn diesem Stil, sie haben sie geändert(die Musik jetzt passt mir nicht mehr, zu technisch…, die frühere war besser)
Am 26. September 2006 um 00:18 Uhr
Ob nun Plagiat oder nicht, weiß wohl einzig und allein der Designer selbst. Die Qualität einer Website zeichnet sich meiner Meinung jedoch nicht allein durch ihr Design aus, sondern durch das Konzept, dass dahinter steckt. Mit einem Funken gestalterischem Gespür ist mittlerweile jeder Computer-Bild-Leser in der Lage, eine halbwegs ansprechende Website ins Netz zu stellen – trotzdem kann man in den wenigsten Fällen von professioneller Kommunikation sprechen. Design soll die Botschaft verpacken, transportieren, die Kommunikation unterstützen – nicht mehr, nicht weniger. Ohne Konzept, ohne Kommunikationziel, ohne Botschaft fehlt es hingegen der einzigartigsten Gestaltung an Rückrat und sie bricht zusammen. Zurück bleibt ein Haufen hübscher Scherben.
Allein auf Basis der Gestaltung der Buena La Vista Website die Qualität der Agentur in ihrer täglichen Arbeit in Frage zu stellen, halte ich deshalb schlicht weg für unangebracht.
Klar, so etwas darf nicht passieren, kann aber passieren. Im Gegensatz zu vielen inhaltsleeren Top-Designs wird hier jedoch etwas gesagt. Man sollte seinen Standpunkt also nicht von vier Linien auf weißem Hintergrund abhängig machen.
Am 26. September 2006 um 00:20 Uhr
Unterschreibe das heftig.
Am 26. September 2006 um 00:34 Uhr
Ups sorry – vom Konferenzstuhl bzw. aus dem Kongress wollte ich natürlich mit diesem Kommentar niemanden fegen. [Hirn an Mund und Tastaturbedienungs-Extremitäten: Öfter an die West-Werbung denken und einfach mal die Klappe halten ;-) ]
Am 26. September 2006 um 00:44 Uhr
“plagiat oder zufall” – wer mal in den quelltext geschaut hat, für den stellt sich die frage nicht mehr …
Am 26. September 2006 um 10:07 Uhr
Das hat doch mit dem Quelltext reichlich wenig zu tun. Ich kann doch eine Seite “kopieren” ohne sie im eigentlichen Sinne zu kopieren. Vorallem bei so einem simplen Design bauhe ich die Seite fast schneller neu auf. Und dann kann man trotz allem von einer Kopie reden. Auch wenn das nicht mit ApfelC ApfelV passiert ist sondern eigenarbeit war.
Am 26. September 2006 um 10:13 Uhr
Reduziertes Design ist doch keine einzigartige Idee, da den Plagiatsvorwurf herzuholen ist irgendwie lächerlich. “Mach ma einfach garnix – die leere Anzeige,” schon so oft gehört und soo originell. Die Idee steckt doch nicht im Design (oder Nichtdesign) sondern im Gedanken dahinter, alles leer zu machen um neue Einfälle zu bekommen.
Am 26. September 2006 um 10:20 Uhr
ich glaube euch kein stück. und vor allem kennt ihr metadesign.com gut genug.
ich bin auch schon auf ideen gekommen, die es vorher gab. das passiert jedem. aber dann muss man die konsequenzen ziehen. seite neu machen. denn wer diese seite jetzt so lässt, blamiert sich jeden tag ein stück mehr. außerdem kann man diesem fall kaum von einem zufall ausgehen. und selbst wenn ihr “diesen 6er” im negativlotto habt, so glaubt es euch kein mensch. also mein tipp: seite neu.
wer hatte eigentlich “die idee” zu dieser “neugestaltung”?
Am 26. September 2006 um 10:20 Uhr
Wie schonmal erwähnt und ich sage das jetzt nur noch ein Mal: Wie bescheuert können wir sein, ein bewusstes Plagiat zu erstellen und das so lauthals rauszuposaunen? Das hätten wir einfacher haben können. Ein paar Elemente vertauschen und zack. Aber nein, wir wollten angeblich eine 1:1 Kopie am Besten per Copy & paste. Hallo? Wir sind doch keine Masochisten. Also bitte in Zukunft einfach mal einen Schritt weiterdenken.
Wenigstens beruhigt mich die Tatsache, dass ein Großteil noch 1+1 zusammenzählen können.
Ich hoffe damit ist diese leidige Copy & Paste Geschichte erledigt. Das wurde jetzt auch oft genug erwähnt und jeder hat diesen Standpunkt wahrgenommen. Das wird auch nach mehrfacher Wiederholung nicht wesentlich witziger oder überzeugender.
Im Übrigen wünsche ich so eine Situation keinem Designer oder Agentur. Ein verdammt mieses Gefühl ohne sich überhaupt schuldig zu fühlen. Aber von außen muss man sich ja schuldig fühlen, weil dieser Vorwurf im Raum schwebt und man die Situation einfach nur mit Offenheit lösen kann. Gar nicht so einfach.
Am 26. September 2006 um 10:22 Uhr
“… wir haben nicht, wie die Kollegen von Metadesign, die Bildschirmunfreundliche Times verwendet.”
Moooment, richtig ist, dass es sich bei MetaDesign um eine Serifenschrift handelt. Aber um die – man höre und staune – bildschirmoptimierte – Georgia!
Für meinen Geschmack sieht das auch stylischer aus (wenngleich weniger reduziert).
Am 26. September 2006 um 10:24 Uhr
@tacheles: Gähn! Es war ja klar, dass Scholz & Friend noch eine Rechnung mit mir zu begleichen hat. Dann macht das aber bitte cleverer und macht das wie so oft auf die persönliche Tour. Ihr macht euch damit einfach nur lächerlich!
Am 26. September 2006 um 10:26 Uhr
@Michael: Ich habe nur irgendwo gehört, dass es die System-Times ist. Dann nehme ich das zurück. Aber was passiert, wenn man Georgia nicht installiert hat?
Am 26. September 2006 um 11:38 Uhr
Laut Gerrit (siehe praegnanz.de/essays/...) ist die Georgia “fester Bestandteil von Windows- und Mac-Installationen”. Und man sieht sie ja mittlerweile auch wirklich sehr oft im Web, besonders bei den leicht retro-angehauchten Blog-Designs.
Am 26. September 2006 um 20:38 Uhr
@Marketingblogger Michael: Danke für die Info. Jetzt stell dir mal vor, die Georgia hätten wir verwendet. ;-)
Am 26. September 2006 um 22:41 Uhr
…OK, will euch mal glauben das zumindest (hoffentlich) ein Teil der Agentur nichts von der MD Seite gewusst hat, aber mit 99,9999999% Sicherheit hat zumindest euer Grafik-Prakti, Grafiker, AD (Hoffentlich nicht) die Seite gekannt und sie “fahrlässig und in böser Absicht” kopiert. Für so blöd halte ich niemand das er stiehlt und dann damit im blog angiebt, aber man denke sich nur was los wär wenn das anderen passiert wäre… Dann hätter der “Werbeblogger” inkl. seiner Kommentatoren sich nur so drüber ausgelassen und das nicht nur einmal….
Alles in allem wohl ein Pardebeispiel für negativ Presse, umso heftiger je länger die Seite online ist oder wenn man anfängt sich über die Wahl anderer Schriftschnitte herauszureden. (“Ja, klar Herr Richter, natürlich hab ich das Auto gestohlen, aber dannach hab ich neue Felge aufgezogen, also ist es doch kein richtiger Diebstahl, oder?)
Wer den Schden hat….
Am 26. September 2006 um 22:58 Uhr
@Manfred2001: Selbstverständlich hätte ich mich als Werbeblogger ordentlich darüber ausgelassen. Allerdings sollte man sich die Frage stellen, ob sich der Angegriffene so offen dazu geäußert hätte. Und wenn ja, glaubt man ihm am Ende auch? Und handeln manche Kommentatoren wirklich rein aus dem Motiv der Wahrheitsfindung? Würden meine Motive als Werbeblogger rein in der Wahrheitsfindung liegen oder geht es mir auch nur um pure Schadenfreude? Das sind so Fragen, die derzeit bei mir rumspuken. Genau das ist aber das Problem der subjektiven Wahrheit und damit einhergehend vielleicht auch das Ende der vielgepriesenen Glaubwürdigkeit von Blogs. Allerdings diesmal ohne jegliches Zutun der Autoren. Diesmal wird die verhältnismäßig kleine Sau von den Kommentatoren und Lesern durchs Dorf getrieben. Auch eine nette Variante. Aber ganz so schwarzmalen möchte ich es auch nicht, da einige nicht auf den Zug der Schadenfreude aufspringen, sondern ein Stück weit nach- und mitdenken und sich konstruktiv äußern. Und das lässt mich die Hoffnung an solch offenen Diskussionen nicht aufgeben.
Am 27. September 2006 um 00:17 Uhr
“Diesmal wird die verhältnismäßig kleine Sau von den Kommentatoren und Lesern durchs Dorf getrieben.”
Ob das an der Glaubwürdigkeit von Blogs – über die man so pauschal m. E. ohnehin nichts sagen kann – etwas ändert, wage ich zu bezweifeln. Denn schadenfrohe Reaktionen werden immer kommen – wenn nicht als Kommentare auf einen Blogartikel, dann eben in einem Artikel-related Forum einer Zeitungs-Website, in einer openBC/XING-Gruppe oder in was weiß ich für einem Forum. Die gute Suchmaschinensichtbarkeit von Blog-Kommentaren erleichtert lediglich das Auffinden solcher Kommentare.
Übrigens fanden und finden sich schadenfrohe, unpassende oder sonstwie überzogene Reaktionen auch in allen klassischen Medien. Das “Motiv der Wahrheitsfindung” (wrklich schön formuliert) ist schließlich nicht nur bei Bloggern und Kommentatoren, sondern auch bei Journalisten und Redakteuren nicht unbedingt immer gleich stark ausgeprägt.
Am 27. September 2006 um 00:30 Uhr
Wie lange braucht eigentlich Unterlassungspost aus Übersee?
Weder die Standard-Bookmarks im Hinterkopf, noch das PAGE-Blog aufmerksam gelesen, noch etwas Neues geschaffen. Aber viel Aufmerksamkeit erreicht… Das ist ein fetter Fleck mit permanent Marker auf der ehemals weißen Weste. Der geht so schnell nicht raus. Ob ihr nun innert 5 Minuten eine neue Website schreiben könnt oder nicht – ich wette innert 5 Tagen werdet ihr es müssen. Die Sau ist immer nur so verhältnismäßig klein wie der Sättigungsgrad groß, gelle?
Am 27. September 2006 um 00:33 Uhr
Für mich sieht es nach einem Plagiat aus. Die Meta Seite lebt von der Georgia in Kombination mit hauchdünnen, messerscharfen Linien. Ich finde, die Seite stellt ein sehr ästhetisches und intelligentes Beispiel für Typografie im Internet da (lieben Gruß an die liebe SAP-Systemschrift-Designerin von weiter oben). Ich habe das Gefühl, dass hier nicht nur etwas kopiert wurde, sondern obendrein auch noch nicht verstanden. Warum sonst steht unten unten keine Adresse im Footer wie bei Meta? Das ist kein Schmuck, das ist Funktion.
Die Theorie, dass ein Praktikant Euch den Murks angedreht hat, und Ihr einfach nichts von dem Abkupfern wusstet, erscheint mir hier absolut wahrscheinlich. Pech gehabt, ein naiver Mensch muss das sein.
Und bitte nicht wundern über die Reaktionen hier in den Kommentaren. Natürlich ist das 100% Schadenfreude. Wenn man derart selbstbewusst auftritt, dann muss man das verkraften.
Ich bin Gegner vom Schutz geistigem Eigentums. Jeder der kopiert ist schlicht das Gegenteil von innovativ, das ist Strafe genug.
Am 27. September 2006 um 01:49 Uhr
@Patrick: Offen dazu geäußert? Du etwa? So wie ich das sehe, hast du offen dazu gesagt, dass das alles ein dummer Zufall war und euch im Grunde keine Schuld trifft. Kann ja mal passieren. Ist das offen?
MIr ist eigentlich auch vollkommen egal, was wirklich passiert ist. Nur eines ist doch wohl klar: wenn das jemandem anders passiert wäre, hättest du dich hier öffentlich kaputtgelacht, über eine solche Erklärung. Du hättest den “Angegriffenen” entweder als total unfähig und inkompetent hingestellt, weil so was einfach nicht passieren kann/darf oder als dummdreist, weil für dich vollkommen klar gewesen wäre, dass es solche Zufälle nicht gibt. Und für welche Richtung du dich auch entschieden hättest, das Thema wäre dann so richtig und mit grosser Schadenfreude durchs Blog getrieben worden.
Ich hoffe dir ist klar, wieviel Schwein du hast, dass das niemand mit dir/euch (bisher?) gemacht hat!!!!!
Am 27. September 2006 um 02:12 Uhr
Ich bin im Gegensatz dafür, dass gerade im Abgreif-Zeitalter von “ach, ist doch alles open source, da im Internet (wie scharfsinnig) und hoppeladihopp” geistiges Eigentum geschützt wird, denn der Dieb oder Hehler macht damit oft genug Kohle. Diesen Schmerzfreien ist es vollkommen wumpe, nicht als innovativ zu gelten.
Merke: eine Strafe wie Scham ist nur dann eine Strafe, wenn sie auch als solche empfunden wird. Schande oder Scham ziehen aber immer weniger, Dreistheit oder unerfahrene Unbekümmertheit nehmen zu. Empfehle: Geldentzug. Schmerzt immer:)
Disclaimer:
Diese Einlassung ist generic und hat jetzt nichts mit Buena La Vista zu tun, denen ich glaubhaft abnehm, dass sie das mächtig wurmt.
Am 27. September 2006 um 02:26 Uhr
Herrlich, dieser Disclaimer :D
Am 27. September 2006 um 02:33 Uhr
Ändern müssen sie’s trotzdem a.s.a.p.
Nicht nur der Ehrensache wegen, sondern weil es rechtlich nicht korrekt ist, es so zu belassen.
Vorschlag: s/w lassen, Stylesheet auf deutlich andere Typo, Größe und andere Spaltenbreiten ändern. Linien durch was anderes ersetzen, oder woanders hinmachen, oder vertikal. Das geht schnell und ist innert 2 Tagen erledigt. Ein Glück, dass Content, Style und Programmierung heutzutage zu trennen ist. Oder den herrlich altmodischen Goldenen Schnitt anwenden, könnt fast retro sein :-P White-Label-Gestaltung lässt schon noch Spielräume zu.
(Hundertwasser: gerade Linien sind des Teufels…)
Am 27. September 2006 um 10:53 Uhr
Es ist köstlich mit anzusehen, wie du / ihr euch windet wie ein Aal, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Meine “Vorredner” haben es schon sehr gut erkannt: gerade DU Patrick, der eine Rolle eingenommen hat, wo er meint, zu allem seinen Senf abgeben zu dürfen, phasenweise einem Besserwisser gleicht und arrogant daherkommend seine Meinung als “Gesetz” vertritt.
Als Verfechter der freien Meinungsäußerung dürftest DU, Patrick, kein Problem mit solchen Bemerkungen haben. Vor allem beginne endlich mit Reflektion und Selbstkritik!!! Sag die Wahrheit und viele würden entschuldigen. Was sie von dir, deiner Person und der Art mit Menschen umzugehen halten, ist drittrangig. Aber eine Website zu “klauen” und es nicht zu zugeben spiegelt einen Charakter wieder. Überzeuge uns doch mal, das wir falsch liegen, habe Rückrad und leg die Wahrheit auf den Tisch.
Ich für meinen Teil schaue mir schon seit längerem andere Blogs an, auf denen die Objektivität geährleistet ist und weniger überhebliche Wesenszüge im Vordergrund stehen. Vor allem widerstrebt mir “Cliquenwirtschaft” und hat nichts mit “Vernetzung untereinader” zu tun. Sourcecode klauen und nach außen hin sein Gesicht mit Verfälschung der Tatsachen wahren wollen ist echt keine feine Art !!!
Am 27. September 2006 um 12:29 Uhr
Ohh Dennis, komm mal hinter dem Baum vor da. Steh mal zu dem was Du hier reinkippst (jaja ich weiß, Du kannst nicht. Dazu hast Du nicht die Eier ;-).
Ich bin dafür, dass dieser Dennis hier der letzte ist, dessen anonymen Dump wir hier stehen lassen. Zukünftig würde ich dieses Zeug einfach gern löschen.
Am 27. September 2006 um 13:10 Uhr
>Du kannst nicht. Dazu hast Du nicht die Eier
Auf was für einem Niveau bewegen sie sich eigentlich, Gerold Braun?
Am 27. September 2006 um 13:41 Uhr
Ole, Ole, Ole!:-) Da fällt einem doch glatt das “das sind die Klowände des Internets” ein. Bitte weiter so!
Am 27. September 2006 um 14:01 Uhr
Du bist ja ein richtig intelligenter Witzbold, jacxagekupertblogger. Und offenbar auch noch das alter ego von Dennis. Das hab ich mir aber schon gedacht ;-)
Am 27. September 2006 um 14:12 Uhr
@patrick Lächerlich? Lächerlich machen sich gerade andere. aber gehörig. ich meinte es auch nur gut, euch zu raten: nehmt die seite doch einfach runter und entschuldigt euch. alles andere wäre lächerlicher.
Am 27. September 2006 um 14:19 Uhr
Gerold, für Dich ist hier immer Platz zum schreiben.
Am 27. September 2006 um 14:37 Uhr
Die Seite von Metadesign gefällt mir besser. Sie fühlt sich beim Surfen besser an und alles passt sauber auf meinen Bildschirm.
Auch die Typographie ist dort besser eingesetzt – die grosse sans-serif ist klobig gegenüber der Serifenschrift. Die Details bei Metadesign machen den großen Unterscheid, am Seitenende und insbesondere die Referenzbibliothek gewinnt dadurch, dass die Linien bei Bildanzeige beibehalten werden und die Abstände sauber bleiben.
Leider läuft die Metadesign-Seite auf Opera nicht richtig.
Zum Thema Plagiat:
Wenns nicht die selbe Branche wäre, würde es keinen Menschen stören.
Am 27. September 2006 um 19:51 Uhr
@Martin
Du hast ein haptisches empfinden beim Surfen??? und alles passt sauber auf Deinen Bildschirm??? Wie gross ist er denn und öffnest Du Deinen Browser immer in voller Größe?
Um beide Internetseiten vergleichen zu können, sollten wir beide Betreiber bitten das gesamte Corporate Design vorzustellen. Wir bewerten hier sonst nur ein Auto, das wir noch nie gefahren haben.
Da hier zahlreiche Gestalter zu posten scheinen, sollten wir eine kleine Ausschreibung veranstalten, anstatt hier wahnsinnig konstruktive Bemerkungen zu verewigen. Was haltet Ihr (Gestalter) davon im buenalog.de direkt Layouts zu posten, wie die neue Website aussehen soll? Ich schlage vor dort einen Bereich zu schaffen, in dem diese Arbeiten gesammelt und diskutiert werden können.
@Vroni
Ich mag Blog-User die konstruktive Lösungen anbieten…
@Dennis
Emotionale Ausbrüche führen nicht wirklich zum Ergebnis. Derartige Probleme von Dir solltest Du direkt klären und nicht in der Öffentlichkeit, denn Deine Meinung teilen mit Sicherheit nicht viele hier.
@patrick
gibt es neuigkeiten aus dem büro, wie es weitergehen soll?
Am 27. September 2006 um 20:40 Uhr
>> zitat: Was haltet Ihr (Gestalter) davon im buenalog.de direkt Layouts zu posten, wie die neue Website aussehen soll?
Am 27. September 2006 um 20:41 Uhr
Au ja, bitte! Dann lassen sich Hastalavieauchimmer davon inspirieren, müssen aber die Schrift austauschen! Danke für die gute Unterhaltung hier!
Am 27. September 2006 um 23:51 Uhr
ich bin davon überzeugt es gibt eine 3. seite im ganzen WWW die wiederum ähnlich aussieht aber das man diese seite auch noch findet ist schon eine klasse für sich.
Am 28. September 2006 um 02:05 Uhr
>> zitat: Was haltet Ihr (Gestalter) davon im buenalog.de direkt Layouts zu posten, wie die neue Website aussehen soll?
Nix.
Kostenlose Layouts? Wie hättmas gerne, als psd.datei oder schon als fertiges Theme…
.-)
pidde????
____________________
Kapier überhaupt nicht, weshalb nicht schon längst von selber (“pro-aktiv” schimpft man das als Butzwort…) geändert/modifiziert oder ein ehrliches Statement begonnen wurde.
Langsam riecht der Braten.
Ich bin zwar gutmütig, aber irgendwann…,
Daher hab ich auch keinen Bock, den Buenalog mit meiner staubkornhaften und völlig unbedeutenden Designer- und z-Blogger-Wenigkeit zu “beehren”. Jetzt nimmer. Es fehlen einfach die Signale, dass überhaupt ein Rucker passiert. Immer noch die gleiche Site.
Doch eine PR-Ente? Doch eine Dialog-Aufforderung? Schwach, das. Wenn ja, hätte man was draus machen können. War aber nicht.
Gutnacht.
Am 28. September 2006 um 12:46 Uhr
Alles nicht so tragisch. Es wurde weder der Firmenname kopiert (Hasta la vista heißt immer noch wie bisher) noch wurde die Telefonnummer und die URL übernommen. Geht durch. Setzen, weitermachen.
Am 28. September 2006 um 14:10 Uhr
> zitat: Was haltet Ihr (Gestalter) davon im buenalog.de direkt Layouts zu posten, wie die neue Website aussehen soll?
Davon halte ich genauso viel/wenig wie von merkwürdigen, anonymen Kommentaren oder Aufforderungen. Wir haben jedenfalls den Grundsatz, dass wir als Agentur niemals anonym nach außen auftreten.
Hier habe ich auf einen laufenden Vorgang hingewiesen.
Am 23. Juli 2007 um 13:53 Uhr
[...] habe ich mein eigenes Erlebnis mit einem unbeabsichtigten Plagiat geschildert. Nun führen der Werbeblogger (als Berater) und das Designbüro Buena la Vista eine ähnliche Diskussion. Deren [...]
Am 6. März 2011 um 11:53 Uhr
Bin mal gespannt ob die BILD Zeitung Ihre Meinung gegenüber Karl-Theodor zu Guttenberg noch ändern wird und auch in die Jagd der gesamten Medien mit einsteigt. Ich hoffe nicht das das das Ende seiner öffentlichen Karriere ist und wir Ihn doch noch als Merkels Nachfolger demnächst willkommen heißen dürfen. Egal, und der liebe Herr Professor Lepsius der Herrn Guttenberg vor allen Leuten als Lügner brandmarkt, währe mal interessant welcher Partei er angehört, den Grünen, den Linken, der SPD? Ich denke zwar auch das Gutenberg sich gleich viel Wissen im Vergleich zu seinem Doktortitel auf solchen Internetseiten wie *** (Anm. der Redaktion: Link gelöscht wg. Eigenwerbung/Kontext fehlt) aneignen hätte können – aber was zählt ist ja nicht die Theorie sondern die Praxis. Und dort ist er mit seinem Charisma und erstaunlichem Verstand eben gut gewesen.