12:35 Uhr
Bewerbung mit vorgehaltener Knarre
Eine Mail von Job Robber fiel mir heute in unserem Redaktionsbriefkasten auf. Der Betreff “Alles weitere im Anhang”. Nun darin befand sich ein PDF mit folgendem Inhalt:

Liebe Leute die Zeiten der kreativen Brechstange sind vorbei. Neue Medien bedeutet für mich ein intensives Umdenken in der Informationsvermittlung. Das hier ist keine Information, das ist irrelevanter Müll. Ich meine damit nicht das Motiv oder das Wording, welche allein schon diksussionsbedürftig wären, sondern schlicht die Tatsache, dass nach dem PDF einfach Schluss ist. Keine Website, kein Blog, kein OpenBC oder ähnliches Profil. Lediglich eine anonymisierte E-Mail-Adresse, auf die ich mich als möglicher Arbeitgeber – der ja sowieso so viel Zeit hat – melden soll, um dem Bewerber die relevanten Informationen aus der Nase zu ziehen. Das ist eigentlich verdammt schade, denn der Einstieg mag zwar nicht jedem Gefallen, aber er erzeugt doch wenigstens die nötige Aufmerksamkeit. Doch für was?
Kompetenz im Bereich Neue Medien setzt für mich einen selbstverständlichen Umgang mit den neuen Medien voraus. Neue Medien bedeuten für mich relevante Informationskanäle zu schaffen, Mehrwerte für Kunden zu entwickeln und Orientierungen im Informationsdschungel zu bieten. Leider entspräche diese Bewerbung nicht meinem Anforderungsprofil – mal abgesehen davon, dass diese völlig falsch addressiert ist, denn ich bin für Jobvergabe auf dieser Plattform der völlig falsche Ansprechpartner. Aber versuchen kann man es ja und ich hoffe der Absender kann daraus ein wenig lernen, zumal er sich die zweite Chance durch seine Anonymität nicht versaut hat.
15 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 18. September 2006 um 13:11 Uhr
Eine kurze Antwort und alle relevanten Daten wären da gewesen wie Blog, Website, CV…..
In dem Einheitsbrei der Bewerbungen auf sich aufmerksam machen. So scheint es besser zu klappen als vorher.
Aber wie ich sehe man spricht darüber…
Am 18. September 2006 um 13:17 Uhr
ja aber offensichtlich nicht positiv… Aber wie er schon sagte einfach nochmal bewerben und dann in 2 Jahren auf der Betriebsfeier rausslassen von wem das damals kam – wäre unterhaltsam
Am 18. September 2006 um 13:25 Uhr
@Jobrobber: Den lästigen Schritt des E-Maillontaktes hätte ich halt gerne vorher übersprungen. Spar dir das, wirklich! Aufmerksamkeit ist halt nicht alles. Wer Erwartungen weckt ist auch in der Pflicht die irgendwie zu erfüllen.
Trotzdem noch viel Glück bei deiner Suche.
Am 18. September 2006 um 14:37 Uhr
Die Gmail-adresse trägt auch nicht gerade zum professionellem Eindruck bei ;-)
Am 18. September 2006 um 20:48 Uhr
ich find das sieht komisch aus. irgendwie eine gruselige typo. auch das keine polizei ist irgendwie sehr kindisch.
Am 18. September 2006 um 22:57 Uhr
Lasst ihn doch. Verständlich, hart um eine Stelle zu kämpfen.(Wenn das man aber nich ein Trojaner war und die Stellensuche gar nicht beabsichtigt…)
Was zählt im Marketing bei Frischzugang, ist der Ideenreichtum und die Energie der Bewerber. Denn die Ideen gehen heute dem Marketing aus. Ideen haben und die Freude daran kann man den Leuten schwerer beibringen als Techniken oder Typo. Lahm bleibt lahm. Vroni-Bär knows, es rieselten viele Adepten durch meine Finger, die wilden, ideenreichen waren mir die liebsten (die haben dann komischerweise auch am schnellsten als die Lahmis das Handwerk gelernt).
wo isse probläm
wilde grüße
Am 18. September 2006 um 23:07 Uhr
Er hat das schon richtig erkannt: Das Forum hier hat er erhalten. Mehr kann ich aber leider auch nicht für ihn tun, aber vielleicht du, Vroni? ;-)
Am 19. September 2006 um 00:17 Uhr
Das Büberl kricht von mir Unterricht, bis die Socke (seine) qualmt. Hier meine, hüstel, Billich-E-Mail-Adresse ohne weitere Infos und PDFs (wat mutt dat mutt, wenn man Guerillera sein will): bluenote@women-at-work.org
Grinsundoff
Am 19. September 2006 um 08:00 Uhr
Na das ist doch mal ein Wort! Bin gespannt ob sich da was ergibt.
Am 19. September 2006 um 10:01 Uhr
Ooooch menno. Ich fand das super. Aber ich leite auch kein Unternehmen :)
Ihr habt ja recht, da fehlt was. Aber wenn Ihr da nicht rumgemeggert hättet, wäre mir das auch nicht aufgefallen.
Manchmal sehen wir einfach die Dinge mit zu Professionellem Blick. Ich weiß nicht, ob’s dafür einen Begriff gibt, aber das ist irgendwie das Gegenteil von Betriebsblindheit. Quasi die Berufslupe, mit der man alles ein bisschen zu genau betrachtet… Naja. Sowas halt.
Wie geschreiben: ich fand’s super. Wenn ich jetzt Personalchef eines riesen Unternehmens wäre, ich würde mich einfach mal drauf einlassen und mit einer ähnlich gearteten Email antworten. In einer ruhigen Minute. ;)
Am 19. September 2006 um 10:05 Uhr
Ich fand die Idee ja nicht schlecht, das einzige warum ich genöselt habe ist die Art um an weiterführende Infos zu kommen. Und leider leider ist der Markt so gesättigt und es gibt so viele gute Ideen, dass man den Informationsfluss einfach nicht unterschätzen sollte. Ein paar Angaben vom “Jobrobber” und die Sache wäre vielleicht doppelt so erfolgreich.
Personalchefs haben nunmal zigtausend Bewerbungen vorliegen und es wird einfach vorgesiebt und kaum einer muss auf Headhunting gehen.
Wie gesagt ich wünsche dem Jobrobber wirklich viel Erfolg und er setzt sich sicherlich von der Masse ab. Aber es geht einen Tick besser. Also meine Kritik eher als “väterlichen” Rat sehen.
Am 19. September 2006 um 11:10 Uhr
Hier eine der Reaktionen:
“hallo jobdieb,
wir tun alles was sie sagen,
hauptsache sie tun der armen stelle nichts an.
allerdings nur, wenn sie ihre forderungen konkretisieren:
standort praktikum
bereich praktikum
eintrittstermin, etc.
um die ermittlungen zu erleichtern,
benötigen wir schon mal einen blick
in ihre verbrechensakte (lebenslauf,
zeugnisse, etc.
;)
viele grüße
XXX”
auf eine “normale” Bewerbung die dort ebenfalls eingegangen ist habe ich bis jetzt keine Reaktion…
Am 19. September 2006 um 11:16 Uhr
Kann man also nur gratulieren! :-)
Am 19. September 2006 um 17:29 Uhr
Mir hat der Jobräuber heut per Mail gestanden, dass er grade gar keine Socken anhat, die man ihm heiss machen könnte.
Am 19. September 2006 um 23:40 Uhr
Namen! ich will Namen!