12.09.06
10:40 Uhr
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Die kleine Community Fibel – nicht nur für OpenBC
Daniela Waschow von OpenBC hat mich gestern wegen unserer Verlinkung auf die kleine Community Krise angerufen. Sie wollte unter anderem meine ehrliche Meinung zu den Vorfällen hören und fragte mich, wie ich mit so einer Situation umgehen würde. Damit noch mehr Menschen etwas davon haben, verfasse ich doch glatt mal ein kleine Community Fibel:
- Jedes Communitymitglied ist ein eigenständiges Individuum mit allen erdenklichen Macken und guten Eigenschaften – denk immer daran
- Die Community ist deine geliebte Familie – behandel sie also auch entsprechend liebevoll
- Du bist definitiv nicht das Familienoberhaupt
- Belohne deine Community – bestrafe sie nie
- Es gibt in Community Gesprächen nur subjektive Wahrheit und Gerechtigkeit
- Communities schlafen nicht – gewöhn dir das also auch ab
- Verbiete deiner Community niemals das Wort. Sie finden andere Wege um zu sprechen – lauter und gemeiner
- In jeder Familie gibt es Streit und Versöhnung – vorausgesetzt sind jedoch geschickte Kompromisse
- Verbündet sich die Community im Streit gegen dich – leg die Waffen nieder und winsel um Vergebung
- Familienstreitigkeiten sollten keinesfalls im Gerichtssaal ausgetragen werden
- Man schickt auch keine Schläger
- Der Klügere gibt immer nach – du bist doch klug, oder?
- Du bist aber im Recht? Deine Community sieht das komischerweise ganz anders. Finde dich damit ab!
- Jeder macht mal Fehler – du ganz besonders, geb das auch zu
- Mach niemals den gleichen Fehler zweimal
- Löst eure Probleme gefälligst gemeinsam
- Bevor du Entscheidungen für deine Community triffst, frag sie erst einmal um Rat
- Deine Community hat viele Aufgaben: Sie generiert deine Inhalte, macht deine PR und bezahlt deine Rechnungen
- Sei mindestens immer genauso leidenschaftlich wie deine Community
- Nimm deine Community wichtiger als dich selbst
Daniela hätte übrigens auch ohne meine altklugen Ratschläge diesen Weg hier im Kommentarbereich und auf dem OpenBLOG bestritten. Davon bin ich überzeugt.
25 Kommentare
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- Riester-Rente: @Vermögensberater/Finanzberate r Vollkommen richtig! Es werden teilweise nur Hungerlöhne gezahlt und immenses geleistet!!!
- Vermögensberater/Finanzberater: Vor allem Designer verdienen aus meiner Sicht viel zu wenig für das was geleistet wird!!!
- Martina: ich sage auch wer viel arbeitet sollte viel verdienen aber ist auch wieder abhängig von dem wert der erarbeiteten sache
- Martina: Vielen dank! :D
- Mama2012: Meine Krabbelgruppe fällt schon längst nicht mehr auf Pampers herein, um ehrlich zu sein, wir benutzen die Windeln von Aldi, Rossmann...
- Dewey: Hi there! This is kind of off topic but I need some help from an established blog. Is it very difficult to set up your own blog? I’m...
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Am 12. September 2006 um 11:01 Uhr
Ich finde nicht, daß diese Sache jetzt auf ein reines Community-Kommunikationsproblem reduziert werden sollte. Auch wenn Frau Schippmann sofort eingelenkt und um Verzeihung gebeten hätte und Herr Kriedemann kein Moderator gewesen wäre:
Es ist einfach ein Unding, jemandem, der zahlungssäumig wird, sofort ein Inkassounternehmen auf den Hals zu hetzen, das auch noch unzulässig hohe Gebühren fordert. openBC sollte vielleicht ein wenig langfristiger denken. Ob es so klug ist, mit Anwälten und Inkassoinstituten nochmal 20-30 € aus einem Kunden herauszupressen, der zahlungsunfähig oder -unwillig ist, der dafür aber die nächsten zehn Jahre sicher nicht nochmal Premium-Mitglied wird und auch überall rumerzählt, was openBC für ein Saftladen ist?
Gerade in diesem Fall ist so ein Vorgehen doppelt überflüssig, schließlich fallen für openBC keinerlei zusätzliche (variable) Kosten an, die durch den Mitgliedsbeitrag gedeckt werden müßten, und die restliche Dienstleistung läßt sich auch sofort und automatisiert abschalten.
Am 12. September 2006 um 11:09 Uhr
@Johannes: So wie ich das verstanden habe, wird OpenBC ihr bisheriges Inkassoverfahren überdenken. Wäre jedenfalls mehr als angebracht, wenn man mich fragt.
“Man schickt auch keine Schläger!”
Man kann nicht nicht kommunizieren. Das Inkassoverfahren ist daher auch Kommunikation!!!
Am 12. September 2006 um 11:36 Uhr
Die ganze Geschichte gibt einen Denkanstoss: man sollte unbedingt zwischen Kunden (Konsumenten) und Community Members unterscheiden.
Das hat OpenBC versäumt – der Umgang mit diesen beiden Typen von Kunden beruht auf einer völlig unterschiedlichen Basis.
Am 12. September 2006 um 11:39 Uhr
@Patrick: In dem Fall findet doch wohl eher Luhmann statt Watzlawick Anwendung? Ist doch eher unwahrscheinlich, dass Kommunikation funktioniert?
Am 12. September 2006 um 11:50 Uhr
@marketing-blog.biz: Wieso die beiden so stark voneinander trennen? Beide arbeiten doch im Grunde mit Systemen. Bzw. worauf willst du genau hinaus?
Am 12. September 2006 um 11:52 Uhr
IHR NERDS
Am 12. September 2006 um 11:57 Uhr
DU FRIEND!
Am 12. September 2006 um 12:30 Uhr
Hinaus? Wollte nur mal mit meiner Halbbildung aufwarten.
Am 12. September 2006 um 12:34 Uhr
Werden hier ja eh schon als Streber beschimpft.
Am 12. September 2006 um 12:39 Uhr
Die Communityfibel ist fabelhaft. Sowas sollten sich einige an ihre schwarzen Bretter tackern und täglich raufschauen.
Am 12. September 2006 um 13:11 Uhr
Sorry, aber was Du hier schreibst, ist generisch. Sollte es zumindest sein.
Am 12. September 2006 um 13:14 Uhr
Richtig. Das lässt sich auch auf andere menschliche Systeme anwenden. Heisst aber nicht, dass diese bei Communities nicht funktionieren.
Am 12. September 2006 um 16:32 Uhr
OpenBC: Das Web 2.0 schlägt zurück…
NOCH EIN NACHTRAG: Daniela hat sich gestern Nacht noch hingesetzt und im OpenBlog unter der Überschrift "Lessons learned" etwas zu der ganzen Diskussion und den Erfahrungen daraus geschrieben. Offensichtlich ist nicht nur der Punkt "Com…
Am 12. September 2006 um 17:27 Uhr
OpenBC stellt sich da gar nicht so ungeschickt an. Es ist doch so, dass man sich demnächst einen neuen Namen zulegt, und da ist es doch nicht verkehrt, wenn man den alten Namen richtig gut verbrennt, oder nicht?
Am 12. September 2006 um 20:11 Uhr
Wir sind das Volk!…
Ich weiß, ich bin ein bisschen spät, aber ich mag’s trotzdem erwähnen: Social Networking ist eindeutig Chance UND Risiko. Und zwar Risiko dann, wenn man sich selbst und seine Werkzeuge über- und die Community (oder deren Bauchschmerzen) unter…
Am 13. September 2006 um 23:52 Uhr
OpenBC und die Community…
Das Geschäftsmodell von OpenBC (User Generated Content) scheint sich derzeit zu einem kleinen PR-Gau zu entwickeln. Denn im Moment generieren die User teilweise Content, der den Verantwortlichen nicht schmecken kann.
Ursache dafür ist das Po…
Am 15. September 2006 um 16:09 Uhr
OpenBC und die soziale Kompetenz…
In meinem Beitrag OpenBC = unsocial Web? Oder Digitale Steinigung bei OpenBC, oder Web 2.0 will gelernt sein behaupte ich, dass OpenBC Kundenbeschwerden aussitzen. Falsch! In ihrem Blog blog.openbc.com gehen sie durchaus selbstkritisch mit diese…
Am 18. September 2006 um 08:49 Uhr
prust lach das ist echt klasse!
Am 4. Juli 2007 um 13:07 Uhr
[...] gerade eine extrem gut geschriebene Community Fibel gefunden. Sollten sich alle Betreiber von “Web 2.0″ Seiten gut [...]
Am 18. August 2007 um 16:37 Uhr
[...] bezieht sich bei seinen Ausführungen auf seinen Beitrag: “Die kleine Community Fibel – nicht nur für OpenBC” « Erstes Lebenszeichen vom Barcamp Köln [...]
Am 19. August 2007 um 13:40 Uhr
[...] In insgesamt drei Sessions habe ich über “Community Management” (siehe dazu Community Fibel), “Marketing für NGOs und Webunternehmen” und [...]
Am 3. Januar 2008 um 15:16 Uhr
[...] der Person, die ich mir gerade ansehe. Das Jahr fängt also gar nicht gut an für Xing und man spürt deutlich eine größer werdende Distanz zu den eigenen Usern. Fatal! Trackback-URL dieses Beitrages Schlagworte (Tags): Image, Internet, Kampagne, [...]
Am 4. Januar 2008 um 10:14 Uhr
[...] und Werbefreiheit sind Werte, die v.a. zahlende Premium-User schätzen – doch bei XING scheint man eine größer werdende Distanz zu den eigenen Usern zu [...]
Am 6. Juli 2008 um 17:24 Uhr
[...] stellte im Kommentarbereich ihre Sicht der Dinge da. Als der Werbeblogger Patrick Breitenbach das Thema aufgriff, nahm sie sofort Kontakt mit ihm auf und fragte ihn offen um seine Meinung, wie er mit der [...]
Am 21. Februar 2009 um 23:51 Uhr
[...] gleich ganz nach oben. Der Werbeblogger schrieb (berechtigterweise) etwas grätzig und schob noch belustigendes hinterher und auch Robert Basic konnte es sich nicht verkneifen. Damit, so meint man, hat man es [...]